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Stampframme Mit Preßluft oder durch die Explosion eines Brennstoffluftgemisches
betriebene Stampframmen, die sich beim Hochspringen auf eine Stampfplatte oder einen
Stampffuß abstützen und diese dann nach dem Arbeitshub noch mitanheben, sind bekannt.
Während des freien Fluges von Ramme und Platte ist ein Weiterrücken der Ramme leicht
möglich. Diese Arbeitsweise ist im allgemeinen die einfachste und geeignetste; sie
hat jedoch auch gewisse Nachteile. Wenn Kies, Schotter oder Sand, also nicht bindige
Stoffe gestampft werden, wird durch den Schlag und das Wiederhochspringen der ganzen
Ramme die Oberfläche der zu stampfenden Stoffe immer wieder gelockert. Es ist ferner
auch schwer, beim Einstampfen in Formen und ähnlichen Arbeiten die Ramme so zu führen,
daß kein Schlag danebengeht und die Form nicht beschädigt wird.
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Diese Nachteile sollen gemäß der Erfindung durch eine neue Ausbildung
der Stämpframme beseitigt werden, nämlich dadurch, daß die zur Verdichtung des Bodens
oder anderer Stoffe dienende, die Stützstange für den Kolben tragende Stampfplatte
so ausgebildet ist, daß sie den Hub des Rammbären für gewöhnlich nicht mitmacht,
daß aber ein elastisches Mittel zur zeitweisen Kupplung dieser Stampfplatte mit
dem Rammbären vorgesehen ist. Dieses elastische Mittel kann jedesmal dann zur Wirkung
gebracht werden, wenn die Ramme weitergerückt werden soll, nachdem einige Schläge
bei aufruhender Stampfplatte ausgeführt worden sind. Die Kupplung hat dann die Wirkung,
däß die Stampfplatte vom Rammbären eine Strecke weit elastisch mitgenommen wird
und dadurch selbst vom Boden abgehoben wird.
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Zwei Ausführungsbeispiele sind in der Zeichnung in schematischer Weise
im Axialschnitt dargestellt.
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Fig. i zeigt die Ruhestellung der Ramme, Fig. z den. angehobenen
Rammbären bei ruhender Stampfplatte, Fig.3 den freien Flug beider Teile nach Kupplung
der Stampfplatte mit dem Rammbären.
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Fig. q. zeigt in gleicher Darstellungsweise wie Fig.3 eine zweite
Ausführungsform, bei der
die elastische Kupplung zwischen Stampfplatte
und Rammbär durch einen zeitweise abgesperrten Luftpuffer zebildet wird.
| Fig. 5 ist ein Teil der Seitenansicht zu Fig.,`J |
| Dargestellt ist eine Stampframme, de |
| Zammbär i als Arbeitszylinder einer KolbeQE |
maschine, beispielsweise einer Brennkraft< maschine, oder auch einer mit Preßluft
betriebenen Maschine ausgebildet ist. In der Zylinderbohrung des Rammbären arbeitet
ein Kolben 2, dessen Kolbenstange 3 unten aus dem Zylinderboden 4 heraustritt und
dort die Stampfplatte 5 trägt. Bei jedem Arbeitshub wird, während der Kolben 2 mittels
Kolbenstange 3 und Stampfplatte 5 sich auf den zu stampfenden Boden o. dgl. abstützt,
der Rammbär i gehoben, wie aus Fig. 2 ersichtlich ist, um dann nach dem Auspuff
der Verbrennungsgase wieder auf die Stampfplatte 5 herabzufallen.
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In dieser Arbeitsweise wird zunächst der unter der Stampfplatte befindliche
Boden o. dgl. durch mehrere Schläge verdichtet. Da die Stampfplatte auf dem Boden
liegenbleibt, tritt hierbei keine Auflockerung der Oberfläche ein. Ist die betreffende
Stelle genügend verdichtet, so wird die Stampfplatte 5 mit dem Rammbären i elastisch
gekuppelt. Nach den Fig. i bis 3 ist zu diesem Zweck ein an der Stampfplatte befestigtes
oder angelenktes elastisches Zugmittel 6, z. B. ein Gummiseil, eine Zugfeder o.
dgl., verwendet, das im gegebenen Fall am Handgriff 7 oder, wie gezeichnet, an einer
besonders vorgesehenen Befestigungsstelle 8 des Rammbären eingehängt wird.
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Wenn dann die Ramme wieder einen Hub ausführt, nimmt sie die Stampfplatte
eine Strecke weit mit, wie in Fig. 3 dargestellt. Nun kann während des freien Fluges
beider Teile die Ramme versetzt werden. Steht sie sodann auf der neu zu bearbeitenden
Stelle, so wird die elastische Kupplung wieder aufgehoben und die Unterlage durch
eine Anzahl von Rammschlägen weiter verdichtet, ohne daß sich bei dieser Arbeit
die Stampfplatte vom Boden entfernt.
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Auf diese Weise lassen sich Beschädigungen der Einfassung der zu stampfenden
Fläche leicht vermeiden. Zugleich wird eine besonders gute Verdichtung in allen
Fällen erreicht. An Stelle des elastischen Zugmittels 6 kann zur Kupplung der Stampfplatte
5 mit dem Rammbären i auch irgendein anderes geeignetes Kupplungsmittel, beispielsweise
gemäß Fig.4 ein Luftpuffer zwischen Kolben 2 und Zylinderboden 4, verwendet werden.
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Zu diesem Zweck ist gemäß Fig. 4 ein Absperrmittel vorgesehen, das
es erlaubt, die Luftschlitze g, welche für gewöhnlich gestatten, daß beim Hub des
Rammbären i die unter dem Kolben 2 befindliche Luft möglichst frei austreten und
beim Herabfallen des Rammbären z wieder eintreten kann, zeitweise zu schließen.
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4 zeigt einen Absperrschieber io, der in n Ansatz ii des Rammbären
vor der Luft-`'ätsla@öffnung g geführt ist und mittels einer `Mange 12 o. dgl. von
dem um seine eigene Achse drehbaren Handgriff 711 mittels eines daran angebrachten
Hebels i2 gesteuert werden kann, und zwar; was wesentlich ist, während des Betriebes
der Ramme.
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Ist der Luftauslaß g mittels des Schiebers io geschlossen worden,
so trifft von nun an beim Hub des Rammbären i zwischen dem Zylinderboden 4 und dem
Kolben :z eine zunehmende Verdichtung der eingeschlossenen Luft ein, und es wird
ein Luftpolster gebildet, das den Kolben z und mit ihm die Stampfplatte 5 elastisch
nach oben mitnimmt.
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Auch andere Absperrvorrichtungen für den Luftpuffer und andere Steuerungseinrichtungen
für die Absperrvorrichtung sind anwendbar. Es ist auch grundsätzlich möglich, das
elastische Kupplungsglied 6 des Ausführungsbeispieles nach Fig. i bis 3 mit dem
Rammbären in solche Verbindung zu bringen, daß es für gewöhnlich ihm gegenüber beweglich
ist, zeitweise aber, und zwar gegebenenfalls auch während des Betriebes der Ramme,
mit ihm gekuppelt werden kann. Eine diesem Zweck dienende Einrichtungkönnte z. B.
eine am Rammbären drehbar gelagerte Seiltrommel sein, über die das obere Ende des
Kupplungsseiles 6 o. dgl. gewunden und befestigt ist, und diese Seiltrommel könnte
durch irgendeine vom Handgriff der Ramme aus ausrückbare Kupplung zeitweise mit
dem Rammbären kuppelbar sein, so daß sie dann an der Drehung verhindert wird und
das Zugseil 6 ge zwungen ist, die Stampfplatte 5 mitanzuheben