DE685907C - Merkzeichenanordnung mit Schwenkreiter fuer Karteikarten u. dgl. - Google Patents

Merkzeichenanordnung mit Schwenkreiter fuer Karteikarten u. dgl.

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DE685907C
DE685907C DEA76995D DEA0076995D DE685907C DE 685907 C DE685907 C DE 685907C DE A76995 D DEA76995 D DE A76995D DE A0076995 D DEA0076995 D DE A0076995D DE 685907 C DE685907 C DE 685907C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B42BOOKBINDING; ALBUMS; FILES; SPECIAL PRINTED MATTER
    • B42FSHEETS TEMPORARILY ATTACHED TOGETHER; FILING APPLIANCES; FILE CARDS; INDEXING
    • B42F21/00Indexing means; Indexing tabs or protectors therefor

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  • Buckles (AREA)

Description

  • Merkzeichenanordnung mit Schwenkreiter für Karteikarten u. dgl. Die Erfindung betrifft Karteikarten, Trennkarten zum Zwischensetzen zwischen die verschiedenen Gruppen eines Karten- oder Plattenstapels und ähnliche Platten oder Karten, die z. B. gleichzeitig auch zum Drucken von Anschriften benutzt werden können. Solche Karten oder Platten werden häufig mit Merkzeichen in Gestalt schwenkbarer Reiter versehen, durch die die Vera schiedenen Gruppen der gekennzeichneten Karten oder Platten voneinander unterschieden werden. Die Reiter gestatten z. B. je nach ihrer Stellung eine Sichtauswahl oder eine mechanische Auswahl zwischen den zu benutzenden oder den nicht zu benutzenden Platten oder Karten, auch können sie bei Anwendun- druckender Platten. das Überspringen gewisser nicht zum Abdruck bestimmter Platten steuern.
  • Es sind Schwenkreiteranordilungen mit Karteikarten bekannt, die eine aus ihrer Ebene herausgedrückte Tasche mit einer nach dem benachbarten Kartenrand gerichteten Einstecköffnung zur Aufnahme des Reiterschaftes besitzen und außerdem einen über der Tasche liegenden bügelförmigen Reiterhalter aufweisen, der gleichfalls -aus der Kartenebene herausgedrückt ist und dessen Enden Anschläge zum Begrenzen der beiden Stellungen des Reiters bilden. Diese Reiter haben jedoch unter anderem den Nachteil, daß sie bei versehentlichem Anstoßen des Reiterkopfes an irgendeinem Gegenstand durch die weite Tasche hindurch nach unten gestoßen werden können, so daß sie ganz hindurchrutschen und verlorengehen. Daher muß auch ganz besondere Vorsicht beim Verschwenken des Reiters aufgewandt werden, um ihn dabei nicht in der geschilderten Weise nach unten durchzustoßen. Ein weiterer Mangel dieser bekannten Anordnung liegt in ihrer durch die Bauart der Reitersicherungsmittel bedingten Empfindlichkeit gegen Ab- nutzung, worunter der sichere Sitz des Reiters leidet. Entsprechendes gilt von ein'er weiteren bekannten Anordnung, bei der der schwenkbare Reiter an seinem unteren Ende eine mittlere Zunge besitzt, die in eine Öffnung eines her-vorstehenden Plattenteils eingreift. Da das Festhalten dieses praktisch gänzlich auf einer Seite der Platte gelegenen Reiters j edoch durch einen Haken erfolgt, der über die Plattenkante greift und auf dieser beim Verschwenken des Reiters entlang gleiten soll, und da dieser Haken, um das Verschwenken nicht zu erschweren, nur verhältnismäßig lose über den umgebördelten Plattenrand greifen darf, so sitzt auch dieser Reiter, besonders nach einigeln Gebrauch, nicht unbedingt fest, sondern neigt zum Lockerwerden.
  • Um diesen Mängeln abzuhelfen, wird erfindungsgemäß die Anordnung so getroffen, daß der Reiter an seinem unteren Ende in eine an sich bekannte mittlere Zunge ausläuft, die in die schmaler als der Reiterschaft gehaltene Einstecköffnung der Tasche ragt und einen ständig aus der Reiterebene herausstehenden starren Höcker trägt, der in eine nahe der Taschenöffnung gelegene Einbuchtung der Karte oder Platte eintreten und den Reiter so in eingesteckter Lage sichern kann, gleichzeitig jedoch dessen Verschwenkung um das durch Höcker und Einbuchtung gebildete Schwenklager gestattet.
  • Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus dem an Hand der Zeichnungen beschriebenen Ausführungsb#eispiel, aus dem man auch erkenht, daß der an der Platte oder Karte angebrachte Reiter zwar fest mit der Platte verbunden ist und bleibt, jedoch leicht von der einen Schwenklage in die andere umgelegt werden kann und in der betreffenden Lage dann gegen unbeabsichtigte Verstellung gesichert ist. Gleichzeitig ist die Anordnung so getroffen, daß der Reiter bei der Benutzung gegen Verbiegung geschützt ist. In den Zeichnungen stellen dar: Fi g. i eine Vorderansicht einer mit dem Reiter ausgerüsteten Adreßplatte, wobei die so-, Indexkarte der Platte teilweise weggebrochen zn gezeichnet ist, um die dahinterliegende Bauart der Platte erkennen zu lassen, Fig.:2 eine schaubildliche Darstellung des Reiters selbst, Fig. 3, 4 und 5 Teilansichten eines Teiles der Platte, die in vergrößertem Maßstab die Vorderseite der bereiterten Platte, die Vorderseite eines nichtbereiterten Plattenteils und die Rückseite einer bereiterten Platte zeigen, Fig. 6 einen Längsschnitt durch einen Teil der Platte und des Reiters nach der Linie 6-6 der Fig. i, Fi-. 7 einen Querschnitt durch den Reiter und die Platte längs der Mittelachse des Reiters nach der Linie 7-7 der Fig. i und Fig' 8 eine der Fig. 7. entsprechende Ansicht die den Reiter während des Einschie lens in die Platte zeigt.
  • Die Platte kann eine einfache Trennplatte, -karte oder eine Druckplatte mit eingeprägten oder in anderer Weise auf sie aufgebrachten Drucktypen sein. Für das dargestellte Ausführungsbeispiel ist eine Trägerplatte oder ein Rahmen io gewählt, auf der eine metallische geprägte Druckplatte A und eine so-Indexkarte B befestigt sind. Die Platte io besitzt Befestigungsmittel (z. B. den gleich-7eiti-, als Versteifung dienenden Randflansch ii) zum Festhalten der Druckplatte und der .Indexkarte. Die Beschreibung dieser an sich bekannten Befestigungsmittel erübrigt sich. Lä:ngs des Oberteils der Platte erstreckt sich hinter der Indexkarte eine Reihe von Haltern 12 zur Aufnahme der gebräuchlichen Kennzeichnungsreiter, durch die die Kartell entsprechend der Stellung solcher Reiter in Gruppen eingeteilt werden können.
  • Der mit 2o bezeichnete Reiter nach der Erfindun-m ist in Fi-. 2 in vergrößertem Maßstab schräg auf den Kopf gestellt dargestellt. An seinem unteren Ende besitzt er eine Zunge --i, deren äußere Kante 22 halbkreisförmig ausgeblildet ist. Konzentrisch zu dieser Kante und im wesentlichen an der Zungenbasis liegend ist ein halbkreisförmiger Höcker 23 angebracht, der nach der Vorderseite des Reitens aus dessen Grundfläche herausragt. Über der Zunge ?m ist ein nach unten geöffneter, etwa U-förmiger Schlitz:24 aus dem Reiterkörper ausgestanzt, durch den eine federnde Zunge 2-5 gebildet wird, die vorzugsweise trapezförmig gestaltet ist. Diese Zunge ist an ihrem unteren Ende fest mit dem Reiterkörper verbunden und ragt für gewöhnlich nach der Rückseite heraus. Auf der Vorderseite der Zunge befindet sich eine Einbuchtung:26, die auf der Rückseite als Vorsprung oder Warze:27 erscheint.
  • Die zur Aufnahme dieses Schwenkre#iters bestimmte Platte besitzt eine Tasche 15, in die die ZUnge:22 eintreten kann, und einen Streifen 17, der sich quer über den Reiterkörper erstreckt. Die Tasche wird gebildet durch Anbringung eines Längsschlitzes in der Platte, der aus zwei seitlichen, geradlinig verlaufenden Teilen 13, die zu der oberen Plattenkante parallel liegen, und aus einem dazwischenliegenden, nach unten offenen halbkreisförmigen Teil 14 besteht. Das Metall der Platte unterhalb dieses unterbrochenen Einschnittes ist zur Bildung der Tasche zurückgedrückt. Die Tasche selbst ist nach vorn offen und hat einen halbkreisförn-ligen Boden 15,. Der obenerwähnte Streifen 17 wird dann dadurch gebildet, daß zwei mit der Oberkante der Platte parallele Schlitze in den Plattenboden geschnitten und der dazwischenliegende Teil - des Plattenbodens nach rückwärts herausgedrückt ##Nird. In diesem Streifen sind zwei Löcher iS und ig angebracht, in die je nach der Stellung des Schwenkreiters dessen Warze 27 eintreten kann.
  • In die so ausgestaltete Platte wird der Reiter von Hand nach unten eingeschoben, wobei er unter dem Streifen 17 hindurchgelit und mit seinem Fußteil in die Tasche 15 zu liegen kommt. Bei dieser Bewegung geht der Höcker:23, wie es in Fig. 8 gezeigt ist, an dem zwischen der Tasche 15 und dem Streifen 17 stehengebliebenen Teil 16 der Platte vorbei und biegt diesen vorübergehend so weit zur Seite, daß die Warze an dem Teil 16 vorbei-OM gehen kann. Wenn das geschehen ist, so federt der Plattenteil 16 wieder in seine ursprüngliche Lage zurück, und der Reiter wird auf diese Weise praktisch dauernd an der Platte gesichert, wie es in Fig. 7 dargestellt ist.
  • Wenn der Reiter in der beschriebenen Weise angebracht ist, so, kommt die Warze :27 vor den Streifen 17 zu liegen. Die Nachgiebigkeit der Zunge 25 gestattet der Warze, leicht über den Plattenstreifen h,*nwezugehen, wobei dieser durch eine nockenartige Wirkung die Zunge in die Reitergrundebene zurückbie '-t, so wie es in Fig. 8 dargestellt ist. Wenn der Reiter seine in Fig. 7 gezeigte Endlage erreicht hat, so kommt die Warze27 in den Bereich eines der Löcher 18 und ig und verankert auf diese Weise den Reiter in einer seiner beiden Endstellungen, von denen in Fig. i die eine vollausgezogen und die andere strichpunktiert angegeben ist.
  • Die vorstehende Schulter 23 bildet eine dauernde, jedoch eine Schwenkbewegung zulassende Verankerung für den Reiter, so daß dieser. an der Platte festgehalten bleibt, jedoch gleichzeitig an ihr verschwenkt werden kann. Da, das Fußende des Reiters konzentrisch mit dem halbkreisfürmigen Vorsprung liegt, so ist die Wirkung dieselbe, ob der Höcker 23 nun in vollständigem Kontakt mit dem halbkreisförinigen Teil 14 der Platte ist oder ob sich die Zunge in Kontakt mit dem Boden 15, der Tasche befindet. Der nachgieb#ige Zungenteil 25 hält für gewöhnlich die Warze 27 in einer oder der anderen der Offnun,-en 18 und ig fest, gestattet ihr jedoch bei ausreichendem seitlichem Druck auf die Reiterkante, aus der betreffenden öffnung herauszutreten. Infolgedessen kann der fest mit der Platte verriegelte Reiter von einer zur anderen Stellung verschwenkt werden. In seinen beiden Endstellungen ist er jedoch gegen ungewolllte Verlagerung gesichert.
  • Der Streifen 17, der als Führung dient und den Reiter 2o festhält, ragt nach hinten etwas weiter aus der Platte heraus als die Halter 12 der gewöhnlichen Reiter, um die für das leichte Umschwenken des Reiters 2o erforderliche Beweglichkeit zu gewährleisten. Um zu verhindern, daß dieser hintere Ansatz mit dem umgebogenen Randflansch ii der unmittelbar dahinterliegenden Platte zusammenstößt, trägt der Reiter unmittelbar über der Zunge 25 einen Vorsprung 2,8, der als Vertiefun- 29 auf der Vorderseite des Reiters erscheint. Dieser Vorsprung kommt kurz über der Oberkante des Streifens 17 frei zu liegen. Er dient als Leitfläche, durch die alle an der Platte entlang schleifenden Körper ohne Anstoß an dem Streifen 17 vOrbeigeleitet werden. Da der umgebogene Randflansch i i der anstoßenden Platte unmittelbar hinter dem Vorsprung 28 der benachbarten Platte zu liegen kommt, wird also verhindert, daß deren Rand sich in den oberhalb des Streifens 17 befindlichen Zwischenraum legt und an dem Streifen hängenbleibt.
  • Der Reiter kann vorteilhaft aus einem einzigen Stück eines federnden Metalles gebildet sein, Auch die Platte wird vorzugsweise aus Metall hergestellt, und ihre mit dem Reiter zusammenwirkenden Teile werden durch Ausstanzen und Drücken in bekannter Weise geformt. Der Reiter läßt sich leicht von Hand einsetzen, bleibt jedoch dann fest an der Platte verankert. Der Widerstand der federnden Zunge ist ausreichend, um eine ungewollte Verstellung des Reiters zu verhindern, gestattet jedoch seine gewollte Verschwenkung von Hand.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Merkzeichenanordnung mit Schwenkreiter für Karteikarten u. dgl. mit einer aus ihrer Ebene herausragenden Tasche, die zur Aufnahme des Reiterendes dient und nach dem benachbarten Plattenrand eine Einstecköffnung besitzt, und mit einem über der Tasche liegenden Reiterhaltebügel, der dessen beiderseitige Schwenklagen begrenzt, dadurch gekennzeichnet, daß der Reiter an seinem unteren Ende in eine an sich bekannte mittlere Zunge (:21) ausläuft, die in die schmaler als der Reiterschaft gehaltene Einstecköffnung der Tasche ragt und einen ständig aus der Reiterebene herausstehenden starren Höcker (23) trägt, der in eine nahe der Taschenöffnung gelegene Einb#uchtung (14) der Karte oder Platte eintreten und den Reiter so in eingesteckter Lage sichern kann, gleichzeitig jedoch dessen Verschwenkung um das durch Höcker und Einbuchtung - gebildete Schwenklager gestattet. :2. Merkzeichenanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Höcker (23) auf seiner oberen Seite, von der aus der Reiter eingesteckt wird, steil abfällt, während er auf der unteren Seite allmählich in die Zungenebene übergeht. - 3. Merkzeichenanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Tasche (15) aus dem Grundkörper unter Bildung einer von dem oberhalb der Tasche liegenden Plattenteil aus nach unten gerichteten Kerbe (14) herausgedrückt ist, gegen die sich der Höcker des Reiters legt, vorzugsweise mit einer einem abgerundeten einspringenden Teil der Kerbe entsprechenden Rundung. 4. Merkzeichenanordnung nach Anspruch i oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Reiterzunge mit'ihrer abgeruffdeten unteren Kante (22# in den entsprechend abgerundeten Bodden einer nach oben offenen Tasche der Karte oder Platte zu liegen kommt. 5. Merkzeichenanordnung nach Anspruch i oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die untere Kante (22) der Reiterzunge und der obere Umfang des Höckers (23) im wesentlichen konzentrisch gerundet sind. 6. Merkzeichenanordnung nach Anspruch i:, dadurch gekennzeichnet, daß aus dem einheitlichen Reiterkörper eine nach oben gerichtete, aus der Reitergrundebene abstehende federnde Zunge (25) ausgeschnitten ist, die an ihrem freien Ende eine Verriegelungsschulter bildet und zweckmäßig zur gleichzeitigen Verriegelung des Reiters in seinen beiden Schwenklagen dienen kann, z. B. mittels eines Vorsprungs (27), der in Löcher (18 oder ig) eingreifen kann, die vorzugsweise in einem quer zum- Reiter liegenden, aus dem Plattenkörper verspringenden S treifen (17) angebracht sind. 7. Merkzeichenanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Platte nahe ihrem Rande eine längliche Einsenkung (17) trapezförmiger Gestalt besitzt, die einen an der Ober- und der Unterkante n14 dem Plattenkörper nicht zusammenhängenden Streifen bildet, der an seinen Enden mit winklig zueinander liegenden Schrägflächen in den Plattenboden übergeht, derart, daß diese Schrägflächen beim Verschwenken des in die unmittelbar unterhalb des Streifens gelegene Tasche eingeführten Reiters feste Anschlagflächen für diesen bilden.
DEA76995D 1934-09-15 1935-09-08 Merkzeichenanordnung mit Schwenkreiter fuer Karteikarten u. dgl. Expired DE685907C (de)

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