DE685348C - Verfahren zum Desensibilisieren photographischer Metallsalzschichten - Google Patents

Verfahren zum Desensibilisieren photographischer Metallsalzschichten

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DE685348C
DE685348C DER94650D DER0094650D DE685348C DE 685348 C DE685348 C DE 685348C DE R94650 D DER94650 D DE R94650D DE R0094650 D DER0094650 D DE R0094650D DE 685348 C DE685348 C DE 685348C
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    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03CPHOTOSENSITIVE MATERIALS FOR PHOTOGRAPHIC PURPOSES; PHOTOGRAPHIC PROCESSES, e.g. CINE, X-RAY, COLOUR, STEREO-PHOTOGRAPHIC PROCESSES; AUXILIARY PROCESSES IN PHOTOGRAPHY
    • G03C5/00Photographic processes or agents therefor; Regeneration of such processing agents
    • G03C5/26Processes using silver-salt-containing photosensitive materials or agents therefor

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Electrolytic Production Of Non-Metals, Compounds, Apparatuses Therefor (AREA)

Description

  • Verfahren zum Desensibilisieren photographischer Metallsalzschichten Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Desensibilisieren photographischer Metallsalzschichten, wobei erfindungsgemäß die Wirkung der desensibilisierenden Stoffe im D:esensibilisatorbad vor oder während der Behandlung der Metallsalzschicht durch Elektrolyse zweckmäßig entsprechend dem jeweiligen Verbrauch geregelt wird.
  • Durch diese Arbeitsweise erreicht man, daß 'das Oxydationspotential einer Lösung, die als photographischer Des,ensibilisator wirken soll, auf ein konstantes Niveaueinstellbar und darauf gehalten werden kann. Bekanntlich reduziert .das latente Bild beim Desensibilisierungsprozeß, wenn auch in sehr geringem Maße, das zum Desensibilisieren verwandte chemische System, besonders wenn der Luftsauerstoff keinen Zutritt hat.
  • Dies ist von Bedeutung, besonders im großtechnischen Betriebe bei der Fertigstellung von 'Bild- und Tonstreifen, wo in ein und derselben D,esensibilisatorlösung viele tausend Meter Film verarbeitet werden sollen. Wäre das Potential des D:esensibilisatorbades nicht geregelt, -so müßte man mit Empfindlichkeitsverlusten sowie einer unerwünschten Aufrichtung des Gammas rechnen. Die elektrolytische Konstanthaltung des Potentials läßt sich selbsttätig steuern und bietet so die Gewähr für ein gleichmäßiges Desensibilisieren großer Mengen Film im fortlaufenden Arbeitsgang. Diese elektrolytische Regelung des Potentials im Desensibilisatorbad kann naturgemäß angewandt werden auf alle desensibilisierend wirkenden Stoffe, die sich durch Elektrosynthese darstellen lassen.
  • Es ist bekannt, daß vor allem solche Verbindungen auf photographische Halogensilberemulsionen desensibilisierend wirken, die als Abkömmlinge des Chinonimids die Gruppe C-N- (Garbamingruppe) enthalten. Chinonimine und Chinondiimine kann man aus ihren entsprechenden Vorprodukten, die entweder Amino- oder Nitro-, Nitroso-, Azoxy-, Azo- oder Hydrazok örper sein können, bekanntlich auf elektrochemischem Wege erhalten.
  • Auch die durch Ringbildung entstandenen Chinonimide, wie Oxazine, Thiazine und (Phen-) Azine liefern, wie bekannt, ausgezeichnete Des,ensibilisatoren.
  • Es ist an sich gleichgültig, welche chemische Konstitution der Desensibilisator bzw. seine Ausgangsstoffe haben. Wesentlich für die neue Arbeitsweise ist nur der Umstand, daß sich bei der Elektrolyse ein ausgesprochenes Potential bildet.
  • Bringt man während oder nach der Elektrolyse einer oder mehrerer Verbindungen der genannten Vorprodukte und/oder Ausgangskomponenten den Elektrolyten gegebenenfalls nach entsprechender Verdünnung auf das zu desensibilisierende Material zur Einwirkung, so wird es desensibilisiert. Der Elektrolyt wird durch Zusatz eines oder mehrerer Leitsalze, z. B. Kaliumsulfat, Glaubersalz usw., leitend gemacht.
  • Es handelt sich hierbei also nicht um die präparative Darstellung des einen oder anderen Stoffes, den man dann mühsam abscheidet, reinigt und zum Desensibilisatorbad weiter-
    verarbeitet,, sondern vielmehr darum, aus be.''
    stimmten Ausgangsstoffen desensibilisier
    wirkende Flüssigkeit unmittelbar herzuste!)@
    und ihr Potential direkt auf elektriscrns
    Wege zu regeln auf die Werte, die phötogia<<:
    phisch ,gewünscht werden. Ausführungsbeispiele i. In die neun Nuten eines gläsernen N'utentroges werden Elektroden, die z. B. aus Blei bestehen können, eingeschoben. Fünf der 9 cm breiten Bleche dienen als Anoden, vier als Kathoden. Jede Elektrode ist von der anderen etwa i,7 cm .entfernt. Sie tragen alle in der Mitte einen V-förmigen Ausschnitt, in den das zu desensibilisierende Material quer zu den Elektroden .eingelegt bzw. geführt wird.
  • Elektrolyt: 48O ccm einer 7 %igen Kaliumsulfatlösung, mit 2o ccm einer frisch angesetzten Lösung versetzt, die im Liter 9 g p-Phenylendiaminchlorhydrat und 13 g enthält.
  • Molarität der Elektrolyten an p-Phenylendiamin . : . . . . . . . . . . o,öo2 molar, Moiarität der Elektrolyten an Anilin.... o,00¢ molar, Wirksame Anodenoberflache. . : . . . . . . . etwa 32o qcm, Stromdichte . ... . . . . . 0,0047 Ämp./qcm, Stromkonzentration . . 3 Amp,/1, Badspannung . . . . . . . . z bis 4 Volt, Durchgeleitete Strommenge ............ etwazobis2oAmp./Min., Temperatur. . . . . . . . . . Zimmertemperatur. Der farblose Elektrolyt desensibilisiert schwach, wird aber durch die Elektrolyse
    .nächst schwach grünlichblau, dann vertieft
    ch die grüne Farbnuance und desensibilisiert
    nz ausL-ezeichnet.
    In der gleichen Vorrichtung, wie sie im Beispiel i beschrieben wird, wird folgender Elektrolyt angesetzt: Eine 7 %ige Kaliumsulfatlösung wird o,oo2 molar an Dimethyl-p-phenylendiamin und o,oo2 molar an Dimethylänilin und 0,002 molar an Thiosulfat gemacht und der Elektrolyt unter entsprechenden- Bedingungen wie im Ausführungsbeispiel i elektrolysiert. Die entstehende hellblaue Flüssigkeit ist ein für Jodsilberemulsion.en geeigneter Desensibli-Bator.
  • 3. Man elektrolysiert in gleicher Weise wie bei Beispiel l eine 7 %ige Kaliumsülfatlösung, welche 0,002 molar an o-Aminophenol ist.
  • ¢. Man elektrolysiert in gleicher Weise wie bei Beispiel i eine 7%ige Kaliumsulfat-Lösung, welche etwa 0,004 molar an p-Nitro-Phenol ist, wobei zweckmäßig die Kathodenoberfläche zur Anodenoberfläche groß zu halten ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Desensibilisieren photographischer Metallsäläschichten, dadurch gekennzeichnet, daß die Wirkung desensibilisierender, aus nicht desensibilisierend wirkenden Vorstoffen durch Elektrolyse erst gebildeter Stoffe im D:esensibilisatorbad vor oder während der Behandlung der M:etallsalzschicht durch Elektrolyse zweckmäßig entsprechend dem jeweiligen Verbrauch geregelt wird.
DER94650D 1935-11-04 1935-11-05 Verfahren zum Desensibilisieren photographischer Metallsalzschichten Expired DE685348C (de)

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