DE683408C - Schutzrelais fuer elektrische Kraftuebertragungsanlagen auf Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor als Kraftquelle - Google Patents

Schutzrelais fuer elektrische Kraftuebertragungsanlagen auf Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor als Kraftquelle

Info

Publication number
DE683408C
DE683408C DEA83113D DEA0083113D DE683408C DE 683408 C DE683408 C DE 683408C DE A83113 D DEA83113 D DE A83113D DE A0083113 D DEA0083113 D DE A0083113D DE 683408 C DE683408 C DE 683408C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
vehicles
current
protection relay
internal combustion
transmission systems
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEA83113D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr-Ing Karl Blaufuss
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
AEG AG
Original Assignee
AEG AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by AEG AG filed Critical AEG AG
Priority to DEA83113D priority Critical patent/DE683408C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE683408C publication Critical patent/DE683408C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H71/00Details of the protective switches or relays covered by groups H01H73/00 - H01H83/00
    • H01H71/10Operating or release mechanisms
    • H01H71/12Automatic release mechanisms with or without manual release
    • H01H71/24Electromagnetic mechanisms
    • H01H71/2454Electromagnetic mechanisms characterised by the magnetic circuit or active magnetic elements
    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H71/00Details of the protective switches or relays covered by groups H01H73/00 - H01H83/00
    • H01H71/10Operating or release mechanisms
    • H01H71/12Automatic release mechanisms with or without manual release
    • H01H71/24Electromagnetic mechanisms
    • H01H71/2481Electromagnetic mechanisms characterised by the coil design

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Electromagnetism (AREA)
  • Protection Of Generators And Motors (AREA)

Description

  • Schutzrelais für elektrische Kraftübertragungsanlagen auf Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor als Kraftquelle Zum Schutz der elektrischen Übertragungsanlage auf Fahrzeugen, die einen Verbrennungsmotor als Kraftquelle haben, wenden gewöhnlich träge Sicherungen oder Wärmerelais verwendet. Diese Schutzart ist jedoch sehr unvollkommen.- Sie versagt gänzlich beim Auftreten von Störungen innerhalb der elektrischen Anlage, z. B. bei Kurzschlüssen. Infolge der stark abfallenden Stromspannungscharakteristik der in solchen Anlagen verwendeten Generatoren ist der Kurzschlußstrom begrenzt und von der gleichen Größe wie die im ordnungsmäßigen Betlieb, beispielsweise beim Anfahren vorkommenden Ströme. Der Kurzschlußstrorn würde von der Sicherung erst nach verhältnismäßig langer Zeit abgeschaltet werden, so daß durch den Kurzschlußlichtbogen schwere Beschädigungen der Antage verursacht und Menschenleben gefährdet werden können. Auch Überstromrelais, wie sie bei über einen Fahrdraht gespeisten Fahrzeugen verwendet werden, sind wegen der begrenzten Stromabgabe der Generatoren nicht brauchbar.
  • Die Erfindung gibt einen Weg zum wirksamen Schutz derartiger Anlagen an. Es wind von dem oft üblichen Fall ausgegangen, daß ein von einem Verbrennungsmotor angetriebener elektrischer Stromerzeuger zwei Fahrmotoren speist. Jedoch lassen sich durch die Erfindung auch Anlagen schützen, bei denen der Stromerzeuger eine beliebige Zahl von Motoren speist.
  • Nach der Erfindung ist ein Relais vorgesehen mit mehrschenkligem Eisen, dessen Mittelschenkel vom Strom des Stromerzeugers erregt wird, während die Zahl der Außenschenkel der Anzahl der parallelen _ Motorstromkreise entspricht und die Außenschenkel von dem Strom je eines der einzelnen Motoren erregt werden.
  • Ganz allgemein ist eine Anordnung der schriebenen Art in Ordnung, wenn gleiclzeitig folgende Bedingungen erfüllt sind: i. Die Motorströme müssen alle einander gleich sein, -2. die Summe aller Motorströme muß gleich dem Generatorstrom sein.
  • Die Abb. i zeigt ein nach der Erfindung ausgebildetes Relais, das die Einhaltung dieser Bedingungen überwacht, und zwar. für den Fall; daß zwei Fahrmotoren vorhanden sind. Der eiserne Kern des Relais besteht .aus drei Schenkeln 1, 2 und 3, die durch ein -gemeinsames Joch ¢ magnetisch leitend miteinander verbunden sind. Die drei Schenkel tragen drei im gleichen Sinn gewickelte-Spulen 5,6 und 7, von denen die auf dem mittleren Schenkel sitzende Spule 6 ungefähr halb so viel Windungen hat wie die äußeren Spulen 5 und 7. Der Anker 8 des Relais ist mit der Rückzugsfeder g verbunden» Der Anker trägt irgendwelche nicht gezeichnete Kontakte, durch die beispielsweise ein Signalstromkreis oder der Steuerstromkreis der Anläge beeinflußt wird.
  • Die Schaltung Ides Relais zeigt Abb. 2. In den Stromkreis -des Generators io ist die Mittelspule 6, in den Stromkreis der Motoren i i und 12 sind die Außenspulen 5 und 7 derart eingeschaltet; daß die drei Spulen im gleichen Sinn vom Strom durchflossen werden.
  • Für die Betrachtung der Wirkungsweise des Relais sei angenommen, daß die äußeren Spulen doppelt so viel Windungen haben wie die Mittelspule. Bezeichnen 11, den Generatorstrom, 111 und 112 die Motorströme, so muß bei ordnungsmäßigem Arbeiten der Anlage sein: (1) - J11= 112 = 0,5. J10. -Die Durchflutung.des zwischen Schenkel a und ä liegenden Fensters I ist: (2) D, = J11- ms - Jio - wo.
  • Die Durchflutung des zwischen Schenkel 2 -und 3 liegenden Fensters II ist: (3). Dir = Jio - wo - 112 - w7.
  • Dabei- bedeuten %v5, wo und w7 die Windungszahlen der mit dem gleichen Index bezeichneten Spulen.
  • Voraussetzungsgemäß ist WI = w7 = 2 - wo. Bei Stromsymmetrie entsprechend G1. i sind dann die Durchflutungen: (4) Di = o,5 - Jio - 2 - w..- J" - zt" = o. (S) Drr=Jlo-wä-o,5-Jio'2-Ws=o, Die einzelnen Durchflutungen heben sich also auf, wenn die Anlage in Ordnung ist; das Relais zieht nicht an.
  • :. Tritt nun eine Störung, z: B., wie in Abb. 3a ','.gedeutet, ein Kurzschluß des Generators ein, @. wird 11, = J12 = o und die Durchflutungen ',mkerden: (6) Dl - Jio - w6-(7) Dtr = -I- Jio - wo.
  • Diese Durchflutung erzeugt, wie in Abb: 3 angedeutet, ein Feld; durch das der Anker des Relais angezogen und der gewünschte Schaltvorgang ausgelöst wird.
  • Das -Relais beschränkt sich jedoch nicht allein auf das Abschalten- vlin Kurzschlüssen, sondern es spricht bei jeder Störung des durch die Gleichung (i) gekennzeichneten Gleichgewidhtszustandes der Ströme an. Solche Störungen sind z. B. Ausfall eines Motors infolge Leitungsunterbrechung; ungleiche Stromaufnahme der Motoren infolge von Windungsschluß im Feld einds Motors usw. Das Relais wirkt ferner .als Schleuderschutz, -da es auch anspricht, wenn infolge Schleuderns eines Motors die Stromverteilung ungleich wird.
  • Die Abb. q. und .4a zeigen die AW-Verteilung bei ungleicher Stromaufnahme der Motoren. Dort liefert der Generator den Ström J und .durch .den einen Motor fließt der Strom 0,4 - J, durch den anderen o,6 - J, wie aus -Abb.4a ersichtlich. Entsprechend ergeben sich dann die Amperewindungen AW zu J - W, o,8 # J - W und 1,2 - J - W, wie Fig. 4 zeigt.
  • Nun kann der Fall eintreten, @daß infolge einer -Störung am Generator -oder der Schaltung die Stromspannungskennlinie: des Generators sich derart ändert, daß auch höhere Ströme als normal auftreten können. In diesem Fall ist die Anlage, besonders die Kollektoren, auch bei völliger Stromsymmetrie gefährdet. Auch hier kann das Relais den Schutz übernehmen. Zu diesem Zweck erhalten die Außenspulen 5 und 7 nicht genau die doppelte Windungszahl der Spule 6, sondern eine etwas größere oder kleinere. Dann entsteht auch bei völliger, Stromsymmetrie eine dem Generatorstrom verhältnisgleiche resultierende Durchflutung; die bei genügender Große dieses Stromes. das Relais zum Ansprechen bringt. Die Verstimmung des Relais kann statt durch ,Ändern der Windungszahlen auch durch Nebenschlüsse zu den Außenspulen oder der Mittelspule erfolgen: Eine weitere Möglichkeit, das Relais auf` überstrorn ansprechen zu lassen, is# die, daß man einen oder mehrere zusätzliche unbewickelte Schenkel ,anordnet, deren Erregung allein durch den Generatorstrom erfolgt, und die so bemessen sind, daß sie bei Überschreiten einer bestimmten Generatorstromstärke den Anker anziehen. Die Abb. 5 und 5a zeigen eine derartige Anordnung mit den zusätzlichen Schenkeln 13 und 14. Der sich über diese, den Mittelschenkel 2, die Luftspalte 17 und 18 und den Anker 8 schließende, Magnetfluß, von dem die Kraftlinien 15 und 16 gezeichnet sind, wird nur von der vom Generatorstrom durchflossenen Spule 6 erregt. Durch entsprechende Bemessung der Schenkelquerschnitte und der Luftspalte wird erreicht, daß bei Überschreitung eines bestimmten Generatorstromes der Anker 8 angezogen wird, so daß bei Auftreten von Überströmen eine Auslösung stattfindet.
  • Werden mehr als zwei Motoren von dem Generator gespeist, so sind ebensoviele Schenkel, als Motonen vorhanden sind, um einen mittleren, vom Generatorstrom erregten Schenkel anzuordnen und mit ihm magnetisch zu verketten. '

Claims (3)

  1. PATEN'i4ANSPRÜCHE: i. Schutzrelais für elektrische Kraftübertragungsanlagen auf Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor als Kraftquelle, dadurch gekennzeichnet, daß die Zahl der mit einem gemeinsamen, vom Generatorstrom erregten Mittelschenkel magnetisch verketteten, durch den Strom je eines Motors erregten Außenschenkel gleich der Zahl der parallelen Motorstromkreise ist.
  2. 2. Schutzrelais nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Verhältnis der Windungszahl der Spulen der Außenschenkel zu der Windungszahl der Spule des Mittelschenkels gleich der Zahl der parallelen Stromkreise ist.
  3. 3. Schutzrelais nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zusätzliche mit dem Mittelschenkel magnetisch verkettete, unbewickelte Schenkel vorhanden sind.
DEA83113D 1937-05-29 1937-05-29 Schutzrelais fuer elektrische Kraftuebertragungsanlagen auf Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor als Kraftquelle Expired DE683408C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEA83113D DE683408C (de) 1937-05-29 1937-05-29 Schutzrelais fuer elektrische Kraftuebertragungsanlagen auf Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor als Kraftquelle

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEA83113D DE683408C (de) 1937-05-29 1937-05-29 Schutzrelais fuer elektrische Kraftuebertragungsanlagen auf Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor als Kraftquelle

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE683408C true DE683408C (de) 1939-11-06

Family

ID=6948801

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEA83113D Expired DE683408C (de) 1937-05-29 1937-05-29 Schutzrelais fuer elektrische Kraftuebertragungsanlagen auf Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor als Kraftquelle

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE683408C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE683408C (de) Schutzrelais fuer elektrische Kraftuebertragungsanlagen auf Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor als Kraftquelle
DE596044C (de) Schutzeinrichtung fuer elektrische Anlagen
AT205605B (de) Regeleinrichtung für Nebenschlußgeneratoren, insbesondere Lichtmaschinen für Kraftfahrzeuge
DE483880C (de) Anordnung zur Nutzbremsung von Gleichstromreihenschlussmotoren
DE639127C (de) Beruehrungsschutz fuer Oberleitungsomnibusse
DE236957C (de)
DE688497C (de) Sicherheitsschaltung fuer Oberleitungsomnibusse
DE374631C (de) Anordnung zur Reglung der Spannung einer besonders zur Fahrzeugbeleuchtung deinendenDynamomaschine veraenderlicher Geschwindigkeit und Belastung
DE659693C (de) Gleichstromgenerator mit zwei Hauptbuersten und einer Hilfsbuerste je Polpaar
DE361029C (de) Einrichtung zum Schutz elektrischer Anlagen gegen UEberspannungen
DE10247282A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Kurzschlußschutz in einem Zweispannungs-Kraftfahrzeugstromnetz
DE691933C (de) Schaltvorrichtung fuer elektrische Lichtanlagen mit zeitweise verschiedenen Spannungen
DE405960C (de) Schaltungsanordnung des UEberstromschutzes von mehr als zwei parallelen Leitungen
AT23780B (de) Schutzvorrichtung für Wechselstromverteilungsanlagen.
DE656351C (de) Schaltung fuer mehrmotorige Gleichstromantriebe mit Hauptstrom- oder Verbundmotoren
DE403788C (de) Sicherheitsschaltung
DE528119C (de) Schutzschaltung fuer Wechselstrommaschinen
DE375233C (de) Einrichtung zum Schutz von Wechselstromgeneratoren mit zwei parallelen Wicklungssystemen beim Auftreten von Fehlerstellen innerhalb des Generators
DE563138C (de) Einrichtung zum Schutze paralleler Leitungsstrecken
DE59880C (de) Inductionsspule oder Transformator, hauptsächlich zum Gebrauche beim Schweifsen oder sonstigen Bearbeiten von Metall auf elektrischem Wege bestimmt
DE382920C (de) Elektrische Ausruestung fuer Fahrzeuge, die durch einen Verbrennungskraftmotor angetrieben werden
DE341524C (de) Elektrische Zugsicherungsanlage
DE248094C (de)
DE171800C (de)
DE589379C (de) Schutzvorrichtung gegen UEberstroeme in einem elektrischen Verteilungsnetz