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Unterdruckdampfheizungsanlage Die Erfindung betrifft eine Unterdruckdampfheizurngsanlage
mit an einer Stelle erzeugtem Dampf-Luft-Gemisch.
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Bekannt ist es, dabei das Dampf-Luft-Gemisch durch ein in der vom
Heizkessel abgehenden Dampfleitung angeordnetes Dampfstrahlgerät zu erzeugen. Ferner
ist eine Anordnung bekannt, bei welcher ebenfalls zur Erzielung einer niederen Dampftemperatur
Dampf-Luft-Gemische zur Anwendung gelangen. Hierbei wird jedoch die in der Gesamtanlage
vorhandene Luft mittels einer durch Maschinenkraft betriebenen Luftpumpe umgewälzt.
Bei den bekannten Anlagen ist eine Wärmeregelung nur in engen Grenzen möglich.
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Nach der Erfindung finden bei einer Unterdruckdampfheizungsanlage
der eingangs genannten Art folgende Merkmale gleichzeitig Anwendung a) Inder Dampfleitung
des Heizkessels ist ein Dampfstrahlgerät angeordnet, das saugseitig absperrbar an
einen Lufterhitzer zwecks Frischluftzufuhr angeschlossen ist und über eine Leitung
mit der Entlüftungsstelle der Hauptniederschlagwasserlestung in Verbindung steht.
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b) An die Entlüftungsstelle der Hauptniederschlagwa,sserleitung ist
ein mit dem Schornsteinzug arbeitender Unterdruckerzeuger sowie ein mit Dampf des
Heizkessels arbeitender Unterdruckerzeuger je absperrbar angeschlossen.
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Durch die Vereinigung der vorgenannten Merkmale, d. h. der Absperrbarkeit
bzw. Umschaltbarkeit des Dampfstrahlgerätes sowie der beiden Unterdruckerzeuger,
wird eine große Regelmöglichkeit in weiten Grenzen erzielt. Die Merkmale je für
sich werden nicht als Erfindung betrachtet.
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Mit dem Erfindungsgegenstand sind in Anlehnung an die vorhandenen
Außentemperaturen folgende Betriebsarten möglich, deren Wechsel durch einfaches
Umschalten innerhalb weniger Sekunden erfolgt: i. Gewöhnlicher Niederdruckdampfbetrieb.
a. Unterdruckdampfbetrieb, bei welchem der Unterdruck unabhängig vom vorhandenen
Dampfdruck ohne maschinelle Hilfskraft durch
den mit Schornsteinzug
arbeitenden Unterdruckerzeuger aufrechterhalten wird.
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3. Unterdruckdampf betrieb, bei wel-.. chem der Unterdruck in Abhängigkeit,
vorhandenen Dampfdruck ebenfalls maschinelle Hilfskraft durch den mit Da' druck
betriebenen Unterdruckerzeuger in ``1@.,rk liebiger Höhe innerhalb der Druckgrenzen
aufrechterhalten wird.
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q.. Dampf-Luft-Gemisch-Unterdruckbetrieb, bei welchem die in der Gesamtanlage
vorhandene Luft durch die Arbeitsweise des Dampfstrahlgerätes umgewälzt wird. Ein
Zusatz von Frischluft geschieht lediglich nur in ganz geringen Mengen zum Ausgleich
des .auftretenden Luftverlustes innerhalb des Rohrnetzes.
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5. Dampf, Luft-Gemisch-Unterdruckbetrieli mit zusätzlicher Frischluft,
welche zwecks besserer Mischung in einem vorgeschalteten Frischlufterhitzer mit
Manganstablspänen zur Bindung des in der Luft enthaltenen Sauerstoffes vorgewärmt
wird. Bei dieser Betriebsart ist eine weitgehende Regelung der Dampftemperaturen
einmal durch die Veränderung der zusätzlichen Frischluftmenge, zum andern aber auch
durch die Regelung des Unterdruckes möglich. Der durch den Zusatz der Frischluft
vorhandene LuftüberschuB wird zum Schornstein abgeführt.
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6. Verschiedenartiger Heizbetrieb, bei welchem die Anlage zum Teil
als Dampfheizung mit hohen Dampftemperaturen bzw. höheren Drücken, zum Teil als
Dampf-Luft-Gemisch-Heizung mit niederen Temperaturen und geringeren Drücken, welche
sich durch die in dem Dampfstrahlgerät vor sich gehende Druckstufung ergeben, betrieben
werden kann.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes
dargestellt.
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In der vom Heizkessel abgehenden Dampfleitung z ist der Verteiler
d mit den vier durch die Absperrglieder b, c, d und e versehenen Dampfgruppen
angeordnet. Oberhalb des Absperrgliedes b befindet sich das Dampfstrahlgerät f,
dessen Saugstutzen durch eine mit dem Absperrglied g versehene Leitung v mit dem
Lufterhitzer h verbunden ist. Der Lufterhitzer 12 ist mit doppelwandigen Leitblechen
i versehen. Die Zwischenräume im Innern :des Lufterhitzers sind mit Mang.anstahlspänen
zur Bindung des in der Frischluft enthaltenen Sauerstoffes ausgefüllt. Die Heizung
des Lufterhitzers h geschieht durch die mit dem Absperrglied d versehene Dampfgruppe.
Das hierbei anfallende Niederschlagwasser wird durch die Rohrleitung l zum Kessel
zurückgeführt. Durch das Aufheizen des Lufterhitzers mit den :darin gelagerten Manganstahlspänen
wird eine Vorwärmung der zusätzlichen Frischluft vorgenommen, wodurch eine- -bessere
Mischung mit dem Dampf infolge Angleichung der beiden spezifischen Gewichte erzielt
wird. In die vom Lufterhitzer zum Dampfstrahlgerät führende ,uftansaugleitung v
mündet die Luftumwälz-2@itun.g in mit dem Absperrglied ia, welche die Verbindung
mit :dem Sammellüftungspunkt p der Niederschlagwasserleitung w herstellt.
Der Sammellüftungspunkt p wird ferner durch eine mit dem Absperrglied o verseheneLeitung
mit dem Unterdruckerzeugers verbunden, während "dieser wiederum durch die Leitung
t mit dem am Schornstein angeschlossenen Unterdruckerzeuger u in Verbindung steht.
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Bei der Betriebsart Nr. i ist das Absperrglied c geöffnet, während
alle anderen Absperrglieder geschlossen sind. Die Ent- und Belüftung der Anlage
kann an einem beliebigen Punkte der Hauptniederschlagwasserleitung erfolgen.
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Bei der Betriebsart" Nr. a sind die beiden Absperrglieder c und o
geöffnet, während alle anderen Absperrglieder sowie die hei der Betriebsart Nr.
i erwähnte Ent- und Belüftung geschlossen ist. Hierbei hält der durch Schornsteinzug
arbeitende Unterdruckerzeugger za über die beiden Leitungen p und t einen
dem Schornsteinzug entsprechenden Unterdruck aufrecht.
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Bei der Betriebsart Nr. 3 sind die Absperrglieder c, e und o geöffnet,
alle anderen Absperrglieder geschlossen. Der durch die Dampfleitung r dem Unterdruckerzeuger
s zugeführte Dampf betätigt die Dampfstrahlpumpe des Unterdruckerzeugers s, durch
dessen Wirkung ein vom Dampfdruck abhängiger Unterdruck in der Gesamtanlage erzeugt
und dessen Höhe unterhalb der Höchstgrenze -durch Regelung des Absperrgliedes e
bestimmt wird.
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Bei der Betriebsart Nr. .4 sind die Absperrglieder b, n und
o geöffnet, alle anderen Absperrglieder geschlossen. Durch die Arbeitsweise des
Dampfstrahlgeräts f wird die in der Gesamtanlage vorhandene Luft durch die Leitungen
p und in angesaugt bzw. umgewälzt. Der im Rohrnetz auftretende Luftverlust wird
selbsttätig durch die oberhalb des Unterdruckerzeugers ac vorhandenen Belüftungsöffnungen
ausgeglichen. Die Dampftemperaturen liegen bei dieser Betriebsart unter Normalhöhe
und sind infolge gleichbleibender Zusammensetzung des Dampfluftgemisches unveränderlich.
Eine stufenweise Erhöhung der Temperaturen bis zur gewöhnlichen Dampftemperatur
ist jedoch durch Regelung des Absperrgliedes c möglich.
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Bei der Betriebsart Nr. 5 sind die Absperrglieder b, d, g,
ia und o geöffnet, das Absperrglied c eschlossen, während das Ab-23
Sperrglied
e je nach Bedarf zwecks Temperaturregelung geöffnet wird. .Die Regelungsmöglichkeit
derDampftemperaturen bei dieser Betriebsart liegt in weiten Grenzen. Die Temperaturen
werden einmal durch die Stellung des Absperrgliedes g, zitm anderen aber auch durch
die Höhe des durch den Unterdruckerzeuger s erzeugten Unterdruckes bestimmt, welcher
wiederum von der Stellung des Absperrgliede,s e abhängig ist. Der hierbei von der
Stellung des Absperrgliedes g abhängige Luftüberschuß innerhalb der Anlage wird
durch den Unterdruckerzeuger s mit der Leitung t und den Unterdruckerzeuger
2t zum Schornstein abgeführt.
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Bei der Betriebsart Nr. 6 ist ein verschiedenartiger Heizbetrieb dahingehend
möglich, daß von dem Dampfverteiler a weitere Heizgruppen abzweigen, welche entweder
als Dampfheizungsgruppen mit oder ohne Unterdruck oder als Dampfleitungen zu irgendwelchen
mit Dampf betriebenen Geräten geführt werden, während gleichzeitig der andere Teil
der Anlage nach der Betriebsart q. oder 5, d. h. mit Dampf-Luft-Gemischen und niederen
Temperaturen, in Betrieb wäre. Infolge des durch die Arbeitsleistung des Dampfstrahlgerätes
verlorengehendenDruckverlustes entsteht eine Druckstufung, so daß die unterschiedlichen
Heizbetriebe bei dieser Betriebsart auch mit ungleichen Drücken arbeiten. .