DE682004C - Wasserfahrzeug mit Wassertragflaechen - Google Patents
Wasserfahrzeug mit WassertragflaechenInfo
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- B63—SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; RELATED EQUIPMENT
- B63B—SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; EQUIPMENT FOR SHIPPING
- B63B1/00—Hydrodynamic or hydrostatic features of hulls or of hydrofoils
- B63B1/16—Hydrodynamic or hydrostatic features of hulls or of hydrofoils deriving additional lift from hydrodynamic forces
- B63B1/24—Hydrodynamic or hydrostatic features of hulls or of hydrofoils deriving additional lift from hydrodynamic forces of hydrofoil type
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Description
W102281
Die Erfindung betrifft ein Wasserfahrzeug mit -an Streben befestigten Wassertragflächen,
die den durch einen Raumgitterträgerverband versteiften Bootsrumpf bei Fahrt über der Wasseroberfläche halten.
Während nun bei der bekannten Anordnung Raumgitterträger und Bootsrumpf ein
einheitliches Gebilde darstellen, in dem der Bootskörper gewissermaßen eine Umkleidung
des Raumgitterträgers darstellt, dessen Form er sich genau anschmiegt, besteht gemäß der
Erfindung der Versteifungsverband des Bootsrumpfs aus einem selbständigen, innerhalb
des Rumpfes angeordneten Raumgitterträger, der im wesentlichen unabhängig von der
•Form der äußeren Rumpfwandung gestaltet ist. Die den äußeren Bootsrumpf der Form
nach bildenden Wandungen sind dabei für sich durch leichte Seiten-, Boden- und Decks-Spanten
versteift, und der Gitterträger ist mit der für sich versteiften Außenhaut an seinen Enden, vorzugsweise unter Zwischenschaltung
schwingungsdämpfender Mittel, verbunden, während die Tragflächenstreben durch die Außenhaut hindurch an über ihnen
liegende senkrechte Pfosten des Gitterträgers angeschlossen sind.
Zweckmäßig erweist sich dabei eine Anordnung von zwei Tragflächengruppen vorn
und einer Tragflächengruppe am Heck. In diesem Falle wird der Raumgitterträger aus
einem vorderen breiten Teil gebildet, der dem Strebenabstand der vorderen Tragflächen angepaßt
ist, sowie aus einem hinteren schmalen Teil. Die beiden Teile überlappen sich an der Verbindungsstelle. Wenn dabei in an
sich bekannter Weise eine Rumpfstufe an der Außenhaut vorgesehen wird, so wird diese in
den Bereich der Überlappung gelegt. In an sich bekannter Weise wird dabei auch zweckmäßig
die Rumpfstufe im Grundriß nach ■hinten gekrümmt ausgeführt.
Dadurch, daß Raumgitterträger und Rumpfkörper im wesentlichen unabhängig voneinander
gestaltet werden, gelingt es am besten, wie durch praktische Erprobung festgestellt
wurde, die erheblichen und ganz ungewöhnlichen Beanspruchungen aufzunehmen, denen
das Gebilde unterliegt.
Die Erfindung ist durch die Zeichnung beispieleweise
und etwas schematisch wiedergegeben. Die Fig. ι bis 3 zeigen dabei eine
Ausführungsform des ' Gitterträgers gesondert von dem Bootskörper im Grundriß,
Seitenansicht und im Schnitt nach Linie III-III in Fig. 2.
Fig. 4 zeigt eine Aufsicht auf das Wasserfahrzeug unter Weglassung von Decksauf-
bauten; sie läßt die Beziehung, des Raumgitterträgers
zum Bootsrumpf erkennen, Fig. 5 ist eine zugehörige Seitenansicht.
Fig. 6 bis 8 sind Querschnitte nach den Linien VI-VI, VII-VII und VIII-VIII in
Fig· 5·
Fig. 9 ist ein Grundriß entsprechend Fig. 4, jedoch unter Weglassung des Raumgitterträgers.
Aus Fig. ι bis 3 erkennt man, daß die Seitenteile des Raumgitterträgers im wesentlichen
parallel zueinander liegen. Jedes Seitenglied als Ganzes besteht aus zwei
Teilen A und A1. Etwa über dem Bootsmittelteil B des ganzen Gebildes hin überlappen
sich die Teile A und A1, d. h. die Vorderteile der Gebilde A1 liegen zwischen den
nach hinten liegenden Endteilen der Gebilde A. Das Maß der Überlappung richtet
ao sich nach den besonderen an das Fahrzeug gestellten Anforderungen. Unter dem Abschnitt
B der Überlappung der Seitenteile befindet sich im Bootsboden eine Stufe
(s. Fig. 5 bzw. die Grundrißfiguren 4 und 9). Die Seitenglieder A und die Seitenglieder A1
sind durch obere und untere Querglieder verbunden. Derartige Ouerglieder C verbinden
auch die vorderen Enden der beiden vorderen Seitenteile A, während Querglieder
C1 die hinteren Enden der Glieder A1
verbinden. Weiter sind Zwischenquerglieder vorhanden, die nach Abb. 1 in der Längsrichtung
in Zwischenräumen angeordnet sind und sich je zwischen den Paaren von
Seitengliedern A bzw. A1 erstrecken. Im besonderen sind Querglieder C2 und C3 vorgesehen,
die gleichzeitig die Vorderenden der Seitenglieder A1 und die Hinterenden der
Seitenglieder A verbinden. Gemäß Fig. 2 besteht jedes Seitenglied aus oberen und unteren
Langsgurtungen D und D1 und senkrechten Strebend, die jedes Seitenglied in
eine Reihe von Zellen oder Fächern zerlegen. Diagonalverbände in geeigneter Konstruktion
und Anordnung sind in jedem Gitterfach zwischen den Streben oder Pfosten E vorhanden (s. Fig. 2) und entsprechend
auch zwischen den Quergliedern.
Nach dieser allgemeinen Schilderung des Aufbaues des Gitterträgergebildes sei nunmehr
auf Konstruktionseinzelheiten eingegangen, die die Lage des Trägers und seinen Einbau im Bootskörper betreffen. Hierzu
sei im besonderen auf die Fig. 4 und 8 verwiesen, die schematisch und beispielsweise
die Anwendung der Erfindung auf ein Gleitboot der in Frage stehenden Art erkennen
lassen. .
Die Haut oder die Bekleidung des Bootes möge- eine Umrißform aufweisen, die diese
Abbildungen erkennen lassen. Diese Haut besteht aus Seitenwandungen F, die unter der
normalen Wasserlinie des ruhenden Bootes mit einer verstärkten Beplankung F1 dort
versehen sind, wo sie sich an die Bodenwandung F2 anschließen. Diese hat, wie durch
die Querschnitte im besonderen der Fig. 6 und 8 erkennbar ist, die Gestalt eines stark
abgeflachten V, dessen Scheitel Fs aus der Kielbeplankung gebildet wird. Die allgemeine
Umrißform des Bootskörpers im Grundriß kann zweckmäßig den Fig. 4 und 9
entsprechen. Man sieht daraus, daß der Körper die größte Ausladung in oder in der Nähe
der Querebene hat, in der oder in deren Nähe die Gruppen von Streben liegen, die
unter dem Vorderteil des Bootskörpers angeordnet sind. Weiter ist der Bootskörper
mit einem flachen oder Spiegelheck F* versehen,
wie das bei Fahrzeugen dieser Art üblich ist. Abgesehen von der Stufe G im
Boden, etwa in der Nähe der Längsmitte, ist der Boden, zum mindesten der hinter der
Stufe G liegende Teil, in der Richtung von vorn nach hinten flach. Das erkennt man
aus Fig. 5, nach welcher dieser flache Verlauf auch für eine gewisse Strecke von der
Stufe G nach vorn zu vorhanden ist. Bezüglich dieser allgemeinen Merkmale entspricht
der Bootskörper denen von Fahrzeugen, die man gewöhnlich als solche des Hydroplantyps
bezeichnet. ·
Innerhalb dieses Bootskörpers ist d.er
Raumgitterträger A3 A1 angebracht, wie der
oben beschrieben und in Fig. 1 bis 3 dargestellt wurde; die allgemeine Anordnung dieses
Trägergebildes geben die Fig. 4 bis 8 schematisch wieder. Man sieht daraus, daß
der vordere Endteil des Trägergebildes dort liegt, wo sich die Vordergruppen der die
Gleitflächen tragenden Streben befinden. Das Hinterende des Gebildes liegt nahe dem
,Heckspiegel F*, und darunter liegt die hinterste
Strebengruppe. Der Zwischenteil B des Trägergebildes, d. h. die Strecke, über
welche sich die Seitenglieder A und A1 übergreifen, liegt über der Stufe G, so daß sie
und die benachbarten Teile sämtlich wesentlich durch die Verbindung mit dem Trägergebilde
versteift sind. Die am weitesten nach hinten liegenden Teile des Trägergebildes
gestatten, daß alle Strebengruppen starr damit durch die Bootshaut hindurch
verbunden werden. Dadurch wird eine starke Konstruktion für das ganze Fahrzeug
geschaffen und im besonderen eine geeignete Verteilung der von den Tragflächen und den
sie tragenden Strebengruppen übertragenen Kräfte ermöglicht. Es ist aber zweckmäßig,
einige Hilfseinrichtungen zur Schwingungsdämpfung zwischen Träger und Haut vorzusehen, im besonderen solcher Schwingungen,
wie sie von den Motoren ausgehen, die an passender Stelle an und im Trägergebilde angebracht
sind.
Das Trägergebilde wird, insbesondere an der Anschlußstelle der Streben, durch
Pfosten versteift, die bei H in Fig. 5 und 6 am vorderen Ende des Trägergebildes und
bei H1 am hinteren Ende des Trägergebildes nach Fig. S und 8 angedeutet sind. Andere
ίο Pfosten H2 (Fig. 4, 5, 7) liegen in der Nähe
der Stufe G. Diese Pfosten haben eine ähnliche Wirkung wie die lotrechten Pfosten E,
die schematisch in Fig. 1, 2 und 3 gezeigt
sind. Sie sind aber erheblich stärker gebaut.
Diese Pfosten E kann man als Hilfspfosten betrachten, da andere und weniger wichtige
senkrechte Streben, oder Pfosten in dem Trägergebilde angeordnet sein können. Zu
diesen Streben oder Pfosten tritt noch eine weitere Versteifung, die nur schematisch in
den Zeichnungen angedeutet ist. Wie man aus Fig. 4 und 9 sieht, kann die Stufe oder
der Absatz G, der quer im Boden des Fahrzeuges verläuft, im Grundriß gekrümmten
Verlauf aufweisen, und zwar kann diese Krümmung wenigstens einen Teil enthalten,
der einen Kreisbogen um eine Achse darstellt, welche sich in dem vor der Stufe liegenden
Bootsteil befindet, und die die Längsmittellinie des Fahrzeuges annähernd senkrecht
schneidet. Es kann aber auch nach Wunsch der Absatz geradlinig quer über den Fahrzeugboden verlaufen, wie das bei Hydroplanbooten
üblich ist. Die Spanten, Kniebleche,Bootsbeplankung u.dgl.,die den Bootskörper
bilden, können in der Weise angeordnet werden, wie es für Schnellboote der in Frage stehenden Art zweckmäßig und üblich
ist. Es ist aber angebracht, gemäß Fig. 7 eine Doppelbeplankung F5 vorzusehen
und die Bootshaut auch sonst in der etwa für notwendig befundenen Weise in der Nähe des
Absatzes zu verstärken. Eine zusätzliche Verstärkung kann auch in der Bootshaut
dort vorgesehen werden, wo die Strebengruppen angreifen. Der Spantenaufbaü des Bootskörpers ist unter Berücksichtigung der
verschiedenen Teile des Trägergebildes A, A1 nach Maßgabe der verschiedenen Teile der
Seitenkörper und der Querglieder des Gebildes entworfen. Ähnlich sind auch die Decksbalken und das Deck Fa in das Trägergebilde
eingearbeitet.
Die unter dem Bootskörper liegenden Teile, insbesondere die Gruppen von Streben und
von ihnen getragenen Gleitflächen, sind am besten aus Fig. 4 bis 6, 8 und 9 ersichtlich.
Es können, wie beispielsweise dargestellt, zwei Strebengruppen unter dem Vorderschiff
vorhanden sein, und im Beispiel besteht jede der Gruppen aus drei Gleitflächen tragenden Einzelstreben. Eine zweckmäßige
Art und Zuordnung der Streben jeder Gruppe und eine zweckmäßige Anbringung der Gleitflächen
daran läßt Fig. 4, 6 und 9 erkennen. Danach weist jede Gruppe eine Mittelstrebe/
auf, ferner eine zweite Strebe/1 an ihrer Außenseite und eine dritte Strebe P an ihrer
Innenseite. Jede Strebe hat im Querschnitt etwa stromlinienförmigen Verlauf, doch ist
die Leitkante geschärft. Aus Fig. 5 erkennt man, daß der Oberteil jeder Strebe vom
Fahrzeug etwa senkrecht nach unten reicht; im geeigneten Abstand vom Körper aber sind
die Streben gekrümmt oder verlaufen nach hinten geneigt. Bezüglich einer zur Längsmittelachse
des Fahrzeugs senkrechten Ebene liegt die Leitkante der Mittelstrebe / vor den
Leitkanten der Streben Z1 und P. Die Tragflächen K sitzen so an den Streben, daß an
der Anschlußstelle an die Mittelstrebe / deren Leitkante vor der Leitkante der sämtlichen
daran befestigten Gleitflächen liegt. Die Streben Z1 und P sind so angeordnet, daß
bezüglich der betrachteten senkrechten Querebene die Leitkanten nicht nur hinter der
Leitkante der Mittelstrebe / liegen, wie bereits erwähnt, sondern auch hinter den Leitkanten
derj enigen Teile der Gleitflächen K, die zwischen der Mittelstrebe/ und den
Streben Z1, P liegen. Diese Anordnung erkennt man aus Fig. 5, aus der man weiter
sieht, daß die Teile der Gleitflächen, die über die Außenseite der Strebe/1 und über die
Innenseite der Strebe P hinausragen, hinter den Leitkanten dieser beiden Streben liegen.
Mit anderen Worten: die Streben der Gruppe haben in Seitenansicht das Aussehen, als
wären sie nach hinten verschoben, und entsprechend gilt bezüglich der daran angebrachten
Gleitflächen, daß sie im Grundriß gesehen (Fig. 4 und 9) rückwärts gegen die Mittelstrebe
/ verschoben sind.
Im Querschnitt (Fig. 6) liegen die drei Streben /, J1, P parallel in geeignetem Abstände.
Es sind alle Streben auswärts, jedoch nur unter einem kleinen Winkel, gegen die lotrechte Ebene durch die Längsmittelachse
des Fahrzeugs geneigt. Die Streben können aber auch anders angeordnet sein. Beispielsweise
können sie gegeneinander geneigt sein und auf diese Weise verschiedene Winkel mit
der erwähnten lotrechten Ebene bilden. Weiter brauchen die Streben Z1 und P nicht notwendigerweise
im gleichen Seitenabstande von der Mittelstrebe / zu liegen. Das obere Ende der Mittelstrebe / endigt zweckmäßig in
einer Platte Z3 (Fig. 4, S und 9), mittels deren die Strebe starr mit den Pfosten H am Raumgitterträger
A1A1 befestigt werden kann. Das
obere Ende der äußeren Strebe Z1 ist zweckmäßig
in der bei Z4 gezeigten Weise durch
geeignete Einrichtungen mit dem Seitenteil F des Bootes verbunden. Dabei wird die Bootshaut
an dieser Stelle in der geeignet befundenen Weise verstärkt. Das obere Ende der ■ 5 Strebe/2 liegt unter einem der Pfosten des
Raumgitterträgers und ist damit verbunden; dieser Pfosten ist zweckmäßig so verstärkt,
daß er einen der eigentlichen Pfosten des Raumgitterträgers bildet.
ίο Die Strebengruppe unter dem Bootsheck • kann beispielsweise die Anordnung entsprechend Fig. 4, 5, 8 und 9 zeigen. Auch diese Gruppe besteht im Beispiel aus drei Streben, nämlich der Mittelstrebe P und den1 Steuerbord- und Backbordstreben /6 und P, die in geeignetem Abstande von der Mittelstrebe/5 liegen. Alle diese Streben können parallel zur Mittelstrebe P liegen, die sich in der senkrechten Längsebene des Fahrzeuges befindet und von den Kielplanken ausgeht. In diesem Falle sind die Streben nicht rückwärts gebogen, wie die Streben der Vordergruppen, vielmehr verlaufen die drei Streben P, P, P im Bootsauf riß gemäß Fig. S annähernd senkrecht abwärts vom Bootsboden am Heck. Bezüglich der lotrechten Querebene, die senkrecht zur Längsmittelachse des Bootes verläuft (die Querschnittsebene VIII-VIII in Fig. 5 fällt etwa mit dieser Ebene zusammen), liegt die Strebe/5 vor den Streben/6 und P. Die an diesen Streben befestigten Gleitflächen K1 reichen wieder von der Mittelstrebe P aus zurück, und die Beziehung zwischen den Leitkanten der Streben und den Leitkanten der Gleitflächen ist zweckmäßig die gleiche, wie sie oben bezüglich der Leitkanten der Gleitflächen K und der Streben J1 P, P geschildert wurde. Außer dieser Rückwärtsbiegung der Gleitflächen K1 gegen die Mittelstrebe P werden die Teile der Gleitflächen, die nach Steuerbord und Backbord von der Strebe/5 aus reichen, aufwärts gegeneinander geneigt angeordnet, wie beispielsweiseFig. 8 erkennen läßt. Infolge desSeitenabstandes der Streben P, P von der Mittelstrebe P kann es wünschenswert sein, Stabilisierungsflächen /8 zwischen den Gleitflächen anzuordnen, wie Fig. 5 und 8 zeigen. Diese Flächen/8 sind zweckmäßig leichter gebaut als die Streben/5, P1 P und sind nicht bis zum Boden F2 des Fahrzeuges emporgeführt, trotzdem auch diese Emporführung und Verbindung mit dem Boden nach Wunsch erfolgen könnte.
ίο Die Strebengruppe unter dem Bootsheck • kann beispielsweise die Anordnung entsprechend Fig. 4, 5, 8 und 9 zeigen. Auch diese Gruppe besteht im Beispiel aus drei Streben, nämlich der Mittelstrebe P und den1 Steuerbord- und Backbordstreben /6 und P, die in geeignetem Abstande von der Mittelstrebe/5 liegen. Alle diese Streben können parallel zur Mittelstrebe P liegen, die sich in der senkrechten Längsebene des Fahrzeuges befindet und von den Kielplanken ausgeht. In diesem Falle sind die Streben nicht rückwärts gebogen, wie die Streben der Vordergruppen, vielmehr verlaufen die drei Streben P, P, P im Bootsauf riß gemäß Fig. S annähernd senkrecht abwärts vom Bootsboden am Heck. Bezüglich der lotrechten Querebene, die senkrecht zur Längsmittelachse des Bootes verläuft (die Querschnittsebene VIII-VIII in Fig. 5 fällt etwa mit dieser Ebene zusammen), liegt die Strebe/5 vor den Streben/6 und P. Die an diesen Streben befestigten Gleitflächen K1 reichen wieder von der Mittelstrebe P aus zurück, und die Beziehung zwischen den Leitkanten der Streben und den Leitkanten der Gleitflächen ist zweckmäßig die gleiche, wie sie oben bezüglich der Leitkanten der Gleitflächen K und der Streben J1 P, P geschildert wurde. Außer dieser Rückwärtsbiegung der Gleitflächen K1 gegen die Mittelstrebe P werden die Teile der Gleitflächen, die nach Steuerbord und Backbord von der Strebe/5 aus reichen, aufwärts gegeneinander geneigt angeordnet, wie beispielsweiseFig. 8 erkennen läßt. Infolge desSeitenabstandes der Streben P, P von der Mittelstrebe P kann es wünschenswert sein, Stabilisierungsflächen /8 zwischen den Gleitflächen anzuordnen, wie Fig. 5 und 8 zeigen. Diese Flächen/8 sind zweckmäßig leichter gebaut als die Streben/5, P1 P und sind nicht bis zum Boden F2 des Fahrzeuges emporgeführt, trotzdem auch diese Emporführung und Verbindung mit dem Boden nach Wunsch erfolgen könnte.
Im Beispiel ist angenommen, daß das Fahrzeug mit drei gesonderten, jedoch in der
Zeichnung nicht dargestellten Motoren getrieben wird, deren Lage durch die von ihnen
ausgehenden drei Schraubenwellen L1L1 und L2
angedeutet ist (Fig. 5 und 9). Die Wellen gehen durch den Bootsboden an Punkten, die
zweckmäßig vor dem Absatz G liegen. Jede Welle ist wenigstens durch eine Zwischenstütze
M geführt und am hinteren Ende in einem Lager am unteren Ende der Streben
P1 P1 P gelagert. Die Schrauben O an den
drei Wellen liegen hiernach an der Vorderseite der Streben. Das Ruder P ist an der
Mittelstrebe/5 angebracht. Es kann aber auch ein Zwillingsruder Anwendung finden,
das an den Streben P und P befestigt ist.
Gewünschtenfalls kann eine Hilf sgleitflache
oder -platte oder mehrere Platten neben den Gleitflächen K1 an einer oder an allen Streben
P, P, P so angebracht werden, daß diese über den Schrauben 0 liegen. Zweck
einer solchen Platte ist, daß ihre Gestalt und Anordnung verhüten, daß Luft nach unten ge-
\ogtn und eine Kavitationswirkung hinter der Schraube verursacht wird. -
Bei dem neuen Gleitboot als Ganzes betrachtet werden die aufwärts gerichteten, von
den Streben kommenden Kräfte über den Bootskörper durch die lotrechten Trägerstreben
oder -pfosten verteilt, die unmittelbar über den Wurzelenden der die Gleitflächen tragenden Streben sitzen, und von hier aus werden
sie durch die Diagonalverstrebungen oder Winkelglieder auf die Hilfsdruckpfosten und
so allmählich über die Länge und Breite des 9<>
Rahmens verteilt. Auf diese Weise findet eine weitgehende Kräfteverteilung über die
ganze Länge und Breite des Rumpfes zwischen vorderen und hinteren Streben oder
Strebengruppen statt.
Das ganze Fahrzeug, d.h. Raumgitterträger, Spanten und Bootshaut, bildet demnach
einen gitterträgerartigen Balken zwischen Vorder- und Hinterstreben oder Strebengruppen,
und dieser Balken ist besonders gut geeignet, den Kräften zu widerstehen, die den Bootskörper zwischen den Stützpunkten
durchsacken lassen wollen, namentlich, wenn das Fahrzeug mit hoher Fahrgeschwindigkeit
fährt und demnach der Bootskörper durch die Gleitflächen über die Wasseroberfläche
gehoben wird. Das Boot selbst, d. h. Versteifung und Haut, bildet zusammen einen
Träger, der als Balken wirkt und die Biegekräfte aus der Aufhängung des Fahrzeuges
an Vorder- und Hinterteilen aufnimmt. Die aufwärts gerichteten Kräfte aus den Streben
werden nicht punktweise auf die Einzelteile des Bootskörpers übertragen, an denen die
Streben angeschlossen sind, sondern werden vielmehr über die Länge und Breite des
Bootskörpers einschließlich des Deeksgebildes verteilt.
Claims (4)
- Patentansprüche:i. Wasserfahrzeug mit an Streben befestigten Wassertragflächen, die den durcheinen Raumgitterträgerverband versteiften Bootsrumpf bei Fahrt über der Wasseroberfläche halten, dadurch gekennzeichnet, daß der Versteifungsverband des Bootsrumpfes aus einem selbständigen, innerhalb des Rumpfes angeordneten Raumgitterträger, der im wesentlichen unabhängig von der Form der äußeren Rumpfwandungen gestaltet ist und aus gesonderten Seiten-, Boden und Decksspanten der Außenhaut besteht, wobei der Gitterträger mit der für sich versteiften Außenhaut an seinen Enden vorzugsweise unter Zwischenschaltung schwingungsdämpfender Mittel verbunden ist und die Tragflächenstreben durch die Außenhaut hindurch an über ihnen liegende senkrechte Pfosten des Gitterträgers angeschlossen sind.
- 2. Wasserfahrzeug nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß bei Anordnung von zwei Tragflächengruppen vorn und einer Tragflächengruppe am Heck der Raumgitterträger aus einem vorderen breiten, dem Strebenabstand der vorderen Tragflächen angepaßten Teil und einem hinteren schmalen Teil besteht, die an ihrer Verbindungsstelle sich überlappend ausgebildet sind, wobei bei zusätzlicher Anordnung einer Rumpfstufe zwischen den Tragflächen diese Stufe im Bereich der Überlappung liegt.
- 3. Wasserfahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Rumpf in seinem Gesamtverbande die größte Bier gungsfestigkeit an oder in der Nähe der Querebene aufweht, in der sich die vorderen Strebengruppen der Wassertragflächen befinden, und daß in oder in der Nähe dieser Querebene das Vorderende des Raumgitterträgers liegt, an das die Strebengruppen angeschlossen sind.
- 4. Wasserfahrzeug nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei Anordnung einer Querstufe im Bereich der Gitterträgerüberlappung die Stufe in an sich bekannter Weise im Grundriß nach hinten konvex gekrümmt ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB682004X | 1936-11-20 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE682004C true DE682004C (de) | 1939-10-06 |
Family
ID=10492528
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEW102281D Expired DE682004C (de) | 1936-11-20 | 1937-11-11 | Wasserfahrzeug mit Wassertragflaechen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE682004C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2020174256A1 (en) * | 2019-02-28 | 2020-09-03 | Petromanolakis Emmanuel E | Vessel with a hydrodynamic duct of flow management mounted on the bow thereof with a horizontal wall portion of surface wave management |
| RU2797708C2 (ru) * | 2019-02-28 | 2023-06-07 | Эммануил Э. ПЕТРОМАНОЛАКИС | Судно с установленным на его носу гидродинамическим канализирующим насадком управления потоком, имеющим горизонтальный стеновой участок управления поверхностной волной |
-
1937
- 1937-11-11 DE DEW102281D patent/DE682004C/de not_active Expired
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2020174256A1 (en) * | 2019-02-28 | 2020-09-03 | Petromanolakis Emmanuel E | Vessel with a hydrodynamic duct of flow management mounted on the bow thereof with a horizontal wall portion of surface wave management |
| RU2797708C2 (ru) * | 2019-02-28 | 2023-06-07 | Эммануил Э. ПЕТРОМАНОЛАКИС | Судно с установленным на его носу гидродинамическим канализирующим насадком управления потоком, имеющим горизонтальный стеновой участок управления поверхностной волной |
| US12084149B2 (en) | 2019-02-28 | 2024-09-10 | Emmanuel E. Petromanolakis | Vessel with a hydrodynamic duct of flow management mounted on the bow thereof with a horizontal wall portion of surface wave management |
| AU2020227267B2 (en) * | 2019-02-28 | 2025-01-30 | Emmanuel E. Petromanolakis | Vessel with a hydrodynamic duct of flow management mounted on the bow thereof with a horizontal wall portion of surface wave management |
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