DE6809C - Wassermesser - Google Patents

Wassermesser

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DE6809C
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P. BARTHEL, Ingenieur, in Frankfurt a. M
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01FMEASURING VOLUME, VOLUME FLOW, MASS FLOW OR LIQUID LEVEL; METERING BY VOLUME
    • G01F3/00Measuring the volume flow of fluids or fluent solid material wherein the fluid passes through the meter in successive and more or less isolated quantities, the meter being driven by the flow

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Fluid Mechanics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Measuring Volume Flow (AREA)

Description

1879.
Klasse 42.
PETER BARTHEL in FRANKFURT a. M. Wassermesser.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 20. Februar 1879 ab.
Der Erfindung dieses Wassermessers liegt zunächst die Idee zu Grunde, das Wasser auf gleiche Weise zu messen, wie das Gas durch die nassen Gasuhren gemessen wird, nämlich durch eine rotirende Trommel, deren einzelne Kammern sich abwechselnd füllen und entleeren. Der wechselnde Abschlufs der Ein- und Austrittsöffnung einer Kammer wird so bewirkt, dafs entweder nur die Eingangs- oder nur die Ausgangsöffnung, nie beide zugleich für den Durchgang des Gases geöffnet sind, und geschieht dies bei den Gasmessern dadurch, dafs dieselben bis über die Trommelaxe mit Wasser gefüllt erhalten werden.
Das Wasser wirkt bei den Gasuhren gleichsam als Kolben, welcher bei der Drehung der Trommel die in den Kammern enthaltene Gasfüllung verdrängt.
Um nach gleichem Princip Wasser statt Gas zu messen, ist es nur nöthig, die Trommel mit ihrem Gehäuse bis zu einer entsprechenden Grenze noch mit einem anderen Körper zu füllen, welcher dem die Mefstrommel passirenden Wasser gegenüber sich verhält, wie bei den Gasmessern das Wasser zum Gas, mit einem Stoff nämlich, der sich mit dem Wasser nicht vermischt und bei dem wechselnden Druck des Wassers doch den Abschlufs der Ein- und Ausgangsöffnungen der Trommelkammern immer in gleicher Höhe bewirkt.
Am geeignetsten erscheint dazu zunächst die atmosphärische Luft.
In der Zeichnung ist eine Einrichtung dargestellt, bei welcher mittelst Luftfüllung die Verwendung einer in Kammern getheilten rotirenden Mefstrommel zum Zwecke des Wassermessens ermöglicht wird.
Die Kammernemtheilung ist hier gewählt, wie in der bekannten Construction einer Gasuhrtrommel, wie sie z. B. in »Muspratts Tech. Ch.«, V. 4, S. 731, in Fig. 1614 bis 1618 angegeben ist.
Ueber die Art des Wirkens des vorliegenden Apparates verschafft man sich leicht ein Bild, wenn man- sich den dort aufgeführten Gasmesser auf den Kopf gestellt, und den Raum, der sonst vom Gas eingenommen wird, mit Wasser, denjenigen, welchen dieses sonst einnahm, mit comprimirter Luft gefüllt denkt, wie dies in Wirklichkeit bei dem vorliegenden Apparate der Fall ist.
Mit Bezug auf die Zeichnung ist T die um die horizontale Axe e e drehbare Mefstrommel mit der durch einen gewölbten Boden der Trommel gebildeten Vorkammer K. A1 A2 A3 A" ist das die Trommel umgebende Gehäuse, α ein cylindrischer Aufsatz auf dem Gehäuse, der oben durch eine starke Glasplatte g verschlossen ist.
Durch das Rohr E gelangt das Wasser in das Gehäuse und durch das knieförmige Rohr D1D2, welches bei d nur wenig unter die Wasserlinie W1 W2 taucht, tritt das Wasser wieder aus demselben aus. W1 W2 ist der normale Wasserstand und ist durch denselben der Mefsraum der Trommelkammern in gewisser Hinsicht bedingt.
Der Raum oberhalb des Wasserspiegels W1 PV ist mit comprimirter Luft gefüllt
Ueber das Eingangsrohr E ist eine Glocke oder Kappe c gestülpt, die mit ihrem unteren Rande gerade auf dem Wasserspiegel W^ W2 aufsteht.
B ist ein durch ein Rohr R mit dem Gehäuse A1A1A3A* in Verbindung stehender Behälter, der als Luftreservoir und Regulator dient und durch ein Rohr E' mit dem Wasserzuführungsrohre E in Verbindung steht. Der Hahn H dient zum Absperren des Wasserrohres E.
Man denke sich nun diesen Hahn H noch geschlossen und den Wassermesser, sowie die mit dessen Ausgangsrohr Σ>1 D2 verbundene Leitung nicht mit Wasser, sondern noch mit Luft gefüllt und es würde jetzt der Hahn B eben geöffnet.
Das Wasser ergiefst sich dann durch die Röhren E1 und E in den Behälter B und das Gehäuse A1A2A3A''. Die in beiden Räumen enthaltene Luft entweicht dadurch durch das Rohr D1 D'1 so lange, bis die Wasserfülhmg den Wasserstand Wx W2 erreicht hat und dadurch den unteren Rand des Rohres D1 D2 absperrt. Jetzt kann nur noch Wasser durch das Rohr JD1 D'1 austreten.
Bei fortdauerndem Wasserzuströmen durch das Rohr E und E1 wird die Luft in beiden Behältern comprimirt, ohne dafs jedoch hierbei der Wasserstand im Gehäuse A* A'1 A3 A* sich über die Höhe W1 W'1 erheben könnte, und zwar aus folgendem Grunde: Sobald der untere Rand der über das Rohr E gestülpten

Claims (3)

Glocke c in den steigenden Wasserspiegel eintaucht, wird bei weiterem Steigen die in der Glocke befindliche Luft comprimirt und setzt sich der Widerstand dieser comprimirten Luft dem aus dem Rohre E austretenden Wasser entgegen, so dafs kein Wasser mehr in das Gehäuse eintritt, wenn die in der Glocke befindliche Luft eine Spannung erreicht hat, die dem Wasserdrücke aus der Leitung das Gleichgewicht hält. Sobald nun aber eine Spannung der im Gehäuse befindlichen Luft stattfindet, findet verhältnifsmäfsig auch ein Ausströmen des Wassers durch D1D- statt, wodurch der Wasserspiegel im Wassermesser wieder erniedrigt und dadurch die Tauchung der Glocke c wieder aufgehoben wird, und die Wasserzuführung durch das Rohr E auch wieder ermöglicht ist, so dafs durch diese gegenseitige Ergänzung des Zu- und Abflusses der Wasserstand im Wassermesser nie eine bestimmte Höhe überschreiten, noch unter dieselbe herabsinken kann. Es wird deshalb, weil eine Erhebung des Wasserspiegels im Gehäuse A1 A~ A3 A" über die festgesetzte Grenze W1 W'1 nicht möglich ist, die Compression der in demselben enthaltenen Luft von dem in den Behälter B eintretenden Wasser ausgehen, und zwar steigt der Wasserspiegel in letzterem auf eine solche Höhe, bis die Spannung der im Wassermesser enthaltenen Luft, die durch das Rohr R mit dem Raum B in Verbindung steht, dem Wasserdrucke in diesem das Gleichgewicht hält. Die Gröfse des Behälters B ist so zu wählen, dafs bei dem vorhandenen Maximaldrucke des Wassers der Wasserstand χ' χ" in demselben nicht so stark wächst, dafs der höchste Punkt des Rohres R erreicht werden kann, dafs bezw. das Wasser nicht in das Gehäuse A1 A'1 A3 A" überströmen kann. Der Behälter B kann auch dicht an dem Mefsraum sitzen, wodurch die Röhre R wegfiele. Es wäre aber dann an deren Stelle innerhalb des Behälters B eine Röhre vertical empor zu führen, welche oben offen wäre, so dafs die Luft zwischen beiden Räumen B und A1 A2 A3 AA in Communication stände, nicht aber das Wasser aus B in das Trommelgehäuse übertreten könnte. Ist der Messer mit Wasser bis zur normalen Höhe, sowie mit Luft von der entsprechenden Spannung gefüllt und findet durch die Röhre D1 D- ein Abzug des Wassers durch Entnahme an der Verbrauchsstelle statt, so wird> wie schon erwähnt, durch die Glocke c der Wasserzuflufs aus dem Rohr E immer so regulirt, dafs die Wasserhöhe im Messer die normale Höhe nie überschreiten kann. Ein wesentliches Sinken des normalen Wasserspiegels ist ebenfalls nicht möglich, da in diesem Falle das Ende des Rohres D1 D'2 über Wasser käme, also kein Wasser mehr abführen würde, während der Zuflufs durch E ununterbrochen bliebe und den normalen Wasserstand also wieder herstellen würde. Es ist demnach durch die Glocke über dem Rohre E einerseits einer Erhöhung und durch die Tauchung des Rohres Z>' D~ andererseits einem Sinken des Wassers unter den normalen Stand vorgebeugt. Die Druckschwankungen des Wassers bleiben ebenfalls ohne Einwirkung auf die Wasserhöhe, indem sich durch dieselben immer nur der Wasserstand χ1 χ2 im Behälter B verändert. Es haben demnach die Kammern der Trommel immer gleich grofsen Mefsraum, und ist daher die durch Füllung und Entleerung der einzelnen Kammern während einer Umdrehung der Trommel abgeführte Wassermenge stets gleich grofs. Wenn daher die Umdrehungszahlen der Trommel auf ein Zeigerwerk übertragen werden, so läfst sich die zeitweise durch den Wassermesser gegangene Wassermenge auf den Zifferblättern dieses Zeigerwerkes ablesen. Das Zeigerwerk wird im vorliegenden Fall durch eine auf der Trommelaxe e e sitzende: Schnecke ί in Bewegung gesetzt und befindet' sich der ganze Mechanismus innerhalb des Ge-; häuses A' A'2 A3 A* und des Aufsatzes a. Der Zeiger ist von aufsen durch die Glasplatte g. hindurch sichtbar. Eine Bewegung der Trommel durch das durch das Trommelgehäuse strömende Wasser mufs erfolgen, da die Trommel durch den gewölbten Boden b auf dieser Seite ganz für das Wasser verschlossen ist, da der Wasserspiegel W1 W- tiefer steht als die centrale Oeffnung des Bodens. Da die Röhre D l D2 aber durch diese Oeffnung des Bodens in die Vorkammer der Trommel einreicht, so mufs das Wasser, um von E nach D1D2 zu gelangen, den Weg durch die Trommel nehmen. Patenτ-Ansprüche:
1. Der oben beschriebene Wassermesser, welcher nach dem Princip der nassen Gasuhr construirt ist, nur umgekehrt, so dafs der Eingang hier, wo bei der Gasuhr der Ausgang ist, und der Wasserspiegel soviel unterhalb der Mitte liegt, als bei der Gasuhr oberhalb derselben; der Messer in Verbindung mit einem Luftbehälter, der einestheils von unten mit der Wasserleitung und oben mit dem Obertheile des Mefsgehäuses in Verbindung steht.
2. Bei dem obigen Messer das Anbringen eines Hutes über der Einströmungsröhre, um den Zuflufs bei Wachsen des Wasserstandes abzusperren.
3. Die Combination des Gehäuses der Trommel mit einem Behälter B, dessen unterer Theil, indem er mit der Leitung in Verbindung steht, mit Wasser, und oberer mit comprimirter Luft gefüllt ist, welche mit der im oberen Raum des Trommelgehäuses communicirt.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
DENDAT6809D Wassermesser Active DE6809C (de)

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