DE67963C - Garnwaschmaschine - Google Patents

Garnwaschmaschine

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DE67963C
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DE
Germany
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yarn
strand
rollers
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DENDAT67963D
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Sulzer AG
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Gebrueder Sulzer AG
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06BTREATING TEXTILE MATERIALS USING LIQUIDS, GASES OR VAPOURS
    • D06B3/00Passing of textile materials through liquids, gases or vapours to effect treatment, e.g. washing, dyeing, bleaching, sizing, impregnating
    • D06B3/04Passing of textile materials through liquids, gases or vapours to effect treatment, e.g. washing, dyeing, bleaching, sizing, impregnating of yarns, threads or filaments
    • D06B3/08Passing of textile materials through liquids, gases or vapours to effect treatment, e.g. washing, dyeing, bleaching, sizing, impregnating of yarns, threads or filaments as hanks

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 8: Bleichen, Färben, Zeugdruck und Appretur.
Firma GEBR. SULZER in WINTERTHUR. Garnwaschmaschine.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 5, April 1893 ab.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Garnwaschmaschine, welche vor ähnlichen Maschinen den Vorzug besitzt, dafs das ausgewaschene Garn einestheils nicht nochmals mit verbrauchtem Waschwasser in Berührung kommt und einen Theil desselben wieder aufsaugt, anderentheils durch selbstthätiges, eine gewisse Zeit vor dem ebenfalls selbstthä'tig eintretenden Stillstand der Maschine erfolgendes Abstellen des Waschwasserzuflusses das Garn zum gröfsten Theil von seinem Wassergehalt befreit. Fernere Vorzüge der Maschine bestehen darin, dafs bei ihr der eine Theil des endlosen zu waschenden Garnstranges von beiden Seiten von dem unter Druck zugeführten Waschwasser derart getroffen wird, dafs das letztere den Garnstrang völlig durchdringt und dabei zur raschen Lösung der den auch im Innern des Garnstranges liegenden Fäden anhaftenden und zu entfernenden Substanzen beiträgt, sowie auch, dafs beide das Garn auspressenden Walzen direct angetrieben werden, so dafs dabei, wie dies bei anderen Maschinen durch den Umstand der Fall ist, dafs die eine direct angetriebene beider Quetschwalzen das mit ihr in Berührung kommende Garn direct, das weiter aufsen gelegene Garn aber nur durch die Reibung der Fäden an einander mitnimmt, auch kein einseitiges Verschieben von Garnfäden und Verwirren des Stranges vorkommen kann.
Infolge der oben angedeuteten Einrichtungen, und weil bei der Maschine alle einzelnen Functionen automatisch vor sich gehen, ist man in der Lage, mit derselben nicht nur ein Ausspülen des Garnes, wie. dies bei den bekannten Maschinen eigentlich nur stattfindet, sondern ein thatsä'chliches energisches Waschen desselben, und zwar in der kürzesten Zeit herbeizuführen.
Die Maschine ist auf den beiliegenden Zeichnungen in mehreren Ansichten und Schnitten sowie theilweise schematisch bezw. unter Weglassung einzelner das Verständnifs beeinträchtigender Constructionstheile dargestellt.
In dem Maschinengestell ruhen zwei Walzen f und fl drehbar gelagert, welche mittelst Rietnscheiben von einer ebenfalls im Maschinengestell gelagerten Schneckenwelle angetrieben werden. Diesen Wellen gegenüber befinden sich zwei fernere Walzen dd1, welche an den Enden zweier um feste Gelenkpunkte drehbarer Träger η η1 gelagert sind. Die die Walzen d und f tragenden Wellen besitzen langzähnige Getriebe x, welche in den in den Fig. 3 und 5 links gezeichneten Stellungen der Walzen d und f mit einander in Eingriff, dagegen auch bei den in den gleichen Figuren rechts gezeichneten Stellungen der Walzen d1 und fl aufser Eingriff sind. Die Walzen d und d1 werden durch einen zweiarmigen Hebel w2, dessen Endpunkte sich unter die Träger η bezw. n1 legen, entweder emporgehalten (siehe die Fig. 3, 5 und 7 rechts), so dafs auch die entsprechenden Zahnräder aufser Eingriff sind, oder aber (s. die Fig. 3, 5 und 7 links) so weit sinken gelassen, dafs sie sich ganz auf die Walzen f bezw. f' auflegen. An zwei im Maschinengestell senkrecht verstellbaren Zahnstangen y1 ist ein drehbarer Rahmen y* gelagert, dessen rechte und linke Endseite (siehe Fig. i, 3, 5 und 7) ungefähr senkrecht an den bereits erwähnten Walzen df und dlf^ Leit-3 tragen. Dieser RahmenyA ist durch
(2. Auflage, ausgegeben am S. Mäi\ jqoo. )
eine Stange y1 mit dem drehbaren Träger n1 derart verbunden, dafs er durch Heben dieses Trägers, dem, wie bereits erwähnt, eine Senkung des Trägers η entspricht, eine Schwingbewegung in die in den letztgenannten Figuren gezeigte Lage ausführt, während durch eine Senkung des Trägers n1 und damit gleichzeitig erfolgende Hebung des anderen Trägers η eine Schwingbewegung des Rahmensy^ ίη eine der gezeichneten entgegengesetzte Lage herbeigeführt wird. Die ßethä'tigung des Hebels ή2 wird mittelst einer Stange ns und eines Hebels k2 von einer Curvenscheibe c, Fig. ι und 5, aus bewirkt, welche auf einer mittelst eines Schneckenrades a in langsame Drehung versetzten Welle b undrehbar befestigt ist. Auf dieser Welle b sitzen ferner noch einestheils zwei feste Curvenscheiben e, welche mittels! zweier Hebel k und Gelenkstücke r zwei Ausrücker q bewegen, anderentheils zwei Curvenscheiben h, durch welche mittelst zweier Hebel k1 k1 die Waschwasserzulafsventile i für jede Maschinenseite A und B bethätigt werden.
Die Wirkungsweise der Maschine gestaltet sich folgendermafsen:
Während des Ganges der Maschine wird auf die einander genäherten Walzen d1 und y3 (Fig. i, 3, 5 und 7 rechts) das zu waschende Garn von dem betreffenden Arbeiter aufgehängt, und zwar derart, dafs es sich zwischen zwei Garnführungen w und g frei bewegen kann, deren erstere auf den beiden Waschwasserspritzröhren ν fest angeordnet ist. Die zweite Garnführung g ist an dem Auffangtrog \ für das verbrauchte Waschwasser drehbar befestigt und durch eine Stange u mit der auf der gleichen Maschinenseite angeordneten Ausrückerstange q verbunden (Fig. 2 und 4). Bei fortgesetzter Drehung der Welle b kommt die Curvenscheibe c in eine solche Lage, dafs sie mittelst des Hebels k2 und der Stange n3 den Hebel n2 in eine der gezeichneten entgegengesetzte Lage verdreht, so dafs der Träger w1 sinkt, dagegen derjenige η sich hebt, während gleichzeitig die Rolle y3 durch die Stange yl emporgehoben und die Rolley gesenkt wird. Durch diese Bewegung wird der auf die Walzenj/·3 und d gehängte Garnstreifen (s. Fig. 3 rechts punktirt) in der Weise, wie dies in der Fig. 3 links gezeigt ist, ausgestreckt und gleichzeitig mit der anderen Quetschwalze fl in Berührung gebracht. Während dieses Vorganges haben aber auch die rechtsseitigen Curvenscheiben e und h, Fig. 5, mittelst ihrer entsprechenden Hebel k und k1 einestheils die rechtsseitige Ausrückerstange q derart verstellt, dafs der Riemen sl, Fig. 5, auf die entsprechende Antriebsscheibe t der Walze/1 aufläuft und gleichzeitig die während des Auflegens des Garnes parallel zu den Walzen f1 d1 stehende Führung g durch die Stange u rechtwinklig zu diesen Walzen und parallel zu der Führung w eingestellt wird, andererseits das rechtsseitige Wasserzulafsventil i geöffnet wird. Durch das vorerwähnte Niedergehen der Walzet1 kamen die beiden entsprechenden Zahnräder xx, Fig. 6, mit einander in Eingriff, so dafs nach dem Verschieben des Riemens sl auf die entsprechende Scheibe t die Walzen/1 und dl gleichzeitig in Rotation versetzt wurden und den von der durch den Träger η belasteten Walze d1 gegen die Walze/1 gedrückten Garnstrang in Umlauf versetzten. Während der Bewegung des Garnstranges wird der abwärtsgehende Theil desselben von beiden Seiten · von dem unter entsprechendem Druck aus den Röhren ν austretenden Druckwasser bespritzt, so dafs letzteres den Garnstrang völlig durchdringt, wobei das eventuell überschüssige, nicht gleich vom Garn aufgesaugte Wasser bis zu den Quetschwalzen dl und/1 und von hier in den Trog \ abläuft. Der mit dem Waschwasser durchtränkte Theil des Garnes gelangt niedergehend zwischen die Walzen d1 und /', welche das Waschwasser sammt den von diesem gelösten Substanzen ausdrucken. Das ausgedrückte Garn steigt wieder empor, geht über die Walze y3, um wieder mit Waschwasser durchtränkt und dann von den Walzen fl d1 ausgedrückt zu werden, welcher Vorgang sich so lange wiederholt, bis man das Garn für genügend ausgewaschen hält. Die Anzahl Umläufe, welche das Garn macht, bestimmt sich nach der gröfseren oder geringeren Umlaufzahl der Welle b, welche mittelst des entsprechenden Daumens h kurz vor dem Inruhesetzen der Walzen dlfl das rechtsseitige Ventil i schliefst, so dafs das Garn, ohne von neuem mit Wasser durchtränkt zu werden, mehrmals zwischen den Quetschwalzen hindurchgeführt und von diesen dabei bis zu einem bedeutenden Trockenheitsgrad ausgedrückt wird. Ist dies geschehen, so wird durch die Curve c der Hebel ri2 umgesteuert, so dafs die Walzen d1/1 in die durch die Fig. i, .3, 5 und 7 gekennzeichnete Lage zurückgehen und die Zahnräder χ aufser Eingriff kommen. Gleichzeitig hiermit wird auch durch die entsprechende Curve e die rechtsseitige Stange q derart verschoben, dafs der Riemen s1 auf seine Losscheibe gelangt und sich die Garnführung g wieder parallel zu den Walzen d1/1 einstellt und auf diese Weise das Aufnehmen des ausgewaschenen Garnes gestattet.
Während des beschriebenen Auswaschvorganges befanden sich die linksseitigen Walzen y und d einander genähert, so dafs auf dieselben Garn aufgelegt werden konnte, während die die Walzen / und d verbindenden Zahnräder, da der Träger η emporgehoben war, sich aufser Eingriff befanden. Durch die letzt-
erwähnte Bewegung des Hebels n2 wurden nun die Walzen y d und f in die in den Fig. i, 3, 5 und 7 links dargestellte Lage gebracht und dadurch das Garn ausgespannt, um in derselben Weise, wie dies für die rechte Maschinenseite beschrieben wurde, behandelt zu werden. Wie ersichtlich, ist es bei dieser Maschine, da sämmtliche Bewegungen derselben automatisch vor sich gehen, dem dieselbe bedienenden Arbeiter nicht möglich, das Garn beliebig lange waschen zu lassen, so dafs also ein wesentlich gleichförmigeres Resultat erzielt wird, wie bei anderen Maschinen, und ferner bewegt sich auch das ausgewaschene Garn nicht, wie bei anderen Maschinen, abwärts, so dafs es mit dem verbrauchten, am oberen Theil des Garnstranges ausgedrückten Waschwasser immerwährend in Berührung bleibt bezw. dasselbe zum grofsen Theil wieder aufsaugt, sondern dasselbe wird abwärts bewegt, um eventuell erst nach erfolgtem Lauf über die obere Leitwalze nochmals mit frischem Waschwasser in Berührung gebracht zu werden.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Eine Garnwaschmaschine, bei welcher:
    a) die das Garn ausbreitenden Quetschwalzen df und d1f1 am unteren Ende des senkrecht geführten endlosen Garnstranges angeordnet und durch Zahnräder χ derart verbunden sind, dafs das Garn von der inneren und äufseren Seite gleichzeitig angetrieben, also am einseitigen Verziehen und Verwirren verhindert wird;
    b) das unter Druck zugeführte Waschwasser mittelst zweier Röhren ν von der inneren und äufseren Seite des Garnstranges gegen den sich abwärts bewegenden Theil desselben gespritzt wird;
    c) der in Umlauf versetzte Garnstrang einerseits durch eine feste Führung n>, andererseits durch eine zum Zweck des Auflegens und Abnehmens des Garnstranges verdrehbare Führung g an seitlicher Ausbreitung über ein bestimmtes Mafs hinaus verhindert wird, und die Bewegung der Führung g aus und in Arbeitslage selbstthätig durch Vermittelung des von einer Curve e bethätigten Ausrückers q erfolgt, welcher den die Quetschwalzen (df bezw. dlfl) antreibenden Riemen steuert;
    d) das den Zuflufs des Waschwassers zu den Spritzenröhren ν regulirende Ventil i durch eine Curve h so früh geschlossen wird, dafs das Garn vor dem selbstthätig erfolgenden Stillstand der Quetschwalzen noch ein oder mehrere Male zwischen diesen hindurchgeführt und zum gröfsten Theil vom anhaftenden Wasser befreit wird.
  2. 2. Eine Ausführungsform der durch den Anspruch i. gekennzeichneten Garnwaschmaschine, bei welcher die sich gegen die Innenseite des endlosen Garnstranges legenden Walzen des doppelt angeordneten Walzensystems wechselseitig durch eine Curve c derart bewegt werden, dafs · sie sich bei Beginn des Waschverfahrens behufs Streckung des Garnstranges von einander entfernen, dagegen am Schlüsse desselben einander nähern, so dafs ein bequemes Aufnehmen und Auflegen des Garnstranges möglich ist.
    Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
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