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Vorrichtung zum selbsttätigen Absperren von Gasleitungen Die Erfindung
betrifft eine Vorrichtung zum selbsttätigen Absperren von Gasleitungen mit einem
auf eine bestimmte Zeitdauer einstellbaren Uhrwerk, dessen Feder beim Einstellen
des Uhrwerkes gespannt wird.
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Bezweckt wird mit der Erfindung, eine Gasabsperrvorrichtung möglichst
einfach, billig und bequem bedienhar zu gestalten.
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Es sind bereits. Gas:absperrvorrichtungen bekannt, bei welchen sich
.der Gashahn nach zuvor eingestellter Brenndauer selbsttätig schließt Bund sperrt.
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Diese bekannten Vorrichtungen besitzen zum Teil eine derart verwickelte
Bauart, daß dieselben nur mit Hilfe mehrerer Federn, Scheiben oder Schwenkarmen
und Hebeln den Gashahn, zu schließen vermögen. Außerdem haben diese bekannten Vorrichtungen
den Nachteil, daß der Gashahn von. Hand nicht mehr geschlossen werden kann, wenn
einer dieser vielen Teile zu Schaden kommt.
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Die Erfindung beseitigt diese Mängel durch die eigenartige und doch
sehr einfache Beschaffenheit des Uhri#erkes, indem alle wichtigen Teile, welche
eine Aufgabe zu erfüllen haben, wie der Zeiger, der Sperranker, die Sperrscheibe,
die Aufzugfeder und das Zahnrad, zur Schließung des. Gashahnes auf der Hauptwelle
vereinigt sind und daher .auf das vorteilhafteste zusammenarbeiten. Bei der Vorrichtung
ist der Gashahn nach wie vor der Gasbenutzung stets gesperrt, so daß der Gashahn
paus Unachtsamkeit niemals geöffnet werden kann. Der Gashahn gibt Gas erst dann
frei, wenn Gas wirklich gebraucht wird. Wird Gas benötigt, so muß demgemäß zuerst
auf den Sperrauslösedruckknopf gedrücktun@d zugleich der Zeiger gedreht und auf
Brenndauer eingestellt werden. Wird die Brenndauer zu hoch eingestellt und
Gas nicht mehr benötigt, so kann der Zeiger auch während seines Ablaufes auf seine
Nullstellung zurückgedreht werden, wodurch sich die Schließung und Sperrung des
Gashahnes genau so vollzieht wie durch den Ablauf des Uhrwerkes. Bei der Vorrichtung
kann die Brenndauer nur begrenzt auf 45 Minuten eingestellt werden. Wird längere
Zeit Gas benötigt, so muß der Zeiger; bevor der Gashahn sich schließt, neu eingestellt
werden. Der
Gashahn ist bei der Vorrichtung so beschaffen, daß die
Gasdureh;gangsöffnung ein Rechteck darstellt; somit kann das Gas bei der höchsten
Brenndauereinstellung von 45 Minuten etwa 40 Minuten mit vollem Druck durchströmen;
.das.- Gas wird also demnach - erst in den letzten 5 Minuten gedrosselt, indem sich
jauch die Schließung des Gashahnes langsam, aber sicher vollzieht. Nach der vollständigen
Schließung des Gashahnes wird bei weiterem Ablauf des Uhrwerkes der Gashahn in seiner
Schließstellung gesperrt.
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Diese Vorteile werden ,gemäß der Erfindung .dadurch erzielt, daß an
der Hauptwelle des Uhrwerkes; die ein zum Steuern. des Gashahnes dienendes Zahnrad,
ein Aufzugradund den Einstellzeiger trägt, ein Sperranker befestigt ist, der mit
einer auf einer Auflauffläche aufweisende: Sperrnase zusammenarbeitet.
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Auf den Zeichnungen ist eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes
dargestellt. Abb: i zeigt einen Schnitt durch die Vorrichtung, welche das Innere
derselben :erkennen läßt.
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Abb.2 zeigt die Vorderansicht der Vorrichtung.
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Die Vorrichtung besteht aus einer Bodenplatte i mit daran befestigtem
Gasrohr 2, in das ein Gashabe leingebaut ist, auf dessen Kückenbalseine Uhrfeder
q. und ein Zahnrad 5 festsitzt, ferner aus einem kleinen Uhrwerk, welches mit einem
Zifferblatt 6 versehen ist und die Ziffern 5 bis 45 trägt. Über das Zifferblatt
6 bewegt sich ,ein auf der Hauptwelle 17 festsitzender Zeiger 7 mit Knopf 8; der
zur Brenudauereinstellung,dient. Der Antrieb des Uhrwerkes erfolgt durch Federantrieb,
und zwar dadurch,. daß durch Drehen des Zeigers: 7 und Einstellung auf Brenndauer
die Aufzugfedern q. und 18 saufgezogen werden. Dia diese Federn sich stets in. etwas
,aufgezogener Stellung befinden, wird das Uhrwerk bei der geringsten Drehung des
Zeigers 7 - sofort in Bewegung gesetzt. Das Uhrwerk besteht aus den hierzu ,erforderlichen
Zahnrädern, und zwar in diesem Falle aus einem Aufzugrad 9, einem Ausgleichrad
io, einem Sekundenrad i i, ,einem Ankerrad 12, einem Anker 13, einer Unruhe 14 und
einem Zahnrad 16, welches. mit dem Zahnrad 5 des Gashahnes 3 zusammenarbeitet. Mit
der Hauptwelle 17 ist der Zeiger 7, der Sperranker i9; die Aufzugfeder 18 und das
Zahnrad 16 fest verbunden.
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Die Spierrvorrichtung für den Gashahn 3 besteht aus dem Sperranker
19, einer Sperrdruckfeder 2 i mit Sperrnase 22,einem Sperrbolzen 2o und einem Spei-rauslö.sedruckknopf
23.
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Die Wirkungsweise ist folgende: Abb. i stellt die Vorrichtung mit
abge-_laufenem Uhrwerk, ;geschlossenem und gesperrtem Gashahn dar. Soll nun die
Vorrichtung in Betrieb, gesetzt werden, so muß demgemäß, @da der Zeiger 7, der Sperranker
19 -und der Gashahn 3 gesperrt sind,: zu gleicher Zeit auf den Spei-rauslösedruckknopf
23 gedrückt und der Zeiger 7 gedreht und auf Brenndauer eingestellt werden. Durch.
den Druck auf dien Sperrauslösedruckknopf 23 wird die Sperrnase 22 mit der Sperrdruckfeder
21 mittels Sperrbolzen 20 nach unten gedrückt, so daß bei der geringsten Drehung
des Zeigers 7 der Sperranker i9 über die Sperrnase 22 gleitet. Mit der Drehung des
Zeigers 7 und Einstellung auf Brenndauer werden, zugleich die Aufzugfedern q. und
18 aufgezogen und der Gashahn 3 durch das Zusammenarbeiten der Zahnräder 16 und
5 geöffnet. Mit der Zurückdrehung des Zeigers 7 ,auf Nullstellung entspannen sich
die Aufzugfedern q. und 18, und der Gashahn 3 wird durch das Zusammenarbeiten der
Zahnräder 16 und 5 geschlossen und in seiner Schließstellung :,gesperrt. Bei Ablauf
des Uhrwerkes vollzieht sich die Sperruins des Gashalmes 3 erst nach vollständiger
Schließung, indem der Sperranker i 9 in den letzten. 5 Minuten über die schräg auflaufende
Sperrnase 22 der Sperrdruckfeder 21 gleitet, dabei drückt der Sperranker i9 die
Sperrnase 22 so -lange nach unten, bis der Sperranker i9 die Sperrnase 22 verlassen:
hat. Nach dem Durchgleiten. des Sperrankers i 9 drückt die Sperrdruckfeder 21 die
Sperrnase 222 sofort wieder nach oben, wodurch der Zeiger 7, der Sperranker 19 und
der Gashahn 3 in seiner Schließstellung gesperrt wird.