DE67787C - Selbstthätige Getreidewaage - Google Patents
Selbstthätige GetreidewaageInfo
- Publication number
- DE67787C DE67787C DENDAT67787D DE67787DA DE67787C DE 67787 C DE67787 C DE 67787C DE NDAT67787 D DENDAT67787 D DE NDAT67787D DE 67787D A DE67787D A DE 67787DA DE 67787 C DE67787 C DE 67787C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- grain
- lever
- weight
- slide
- bowl
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired - Lifetime
Links
- 238000005303 weighing Methods 0.000 claims description 4
- 230000000284 resting effect Effects 0.000 claims 1
- 210000003813 thumb Anatomy 0.000 description 2
- 101001017827 Mus musculus Leucine-rich repeat flightless-interacting protein 1 Proteins 0.000 description 1
- 239000010903 husk Substances 0.000 description 1
- 239000000463 material Substances 0.000 description 1
- 235000012054 meals Nutrition 0.000 description 1
- 238000005259 measurement Methods 0.000 description 1
- 239000002184 metal Substances 0.000 description 1
- 238000000034 method Methods 0.000 description 1
- 238000007789 sealing Methods 0.000 description 1
- 230000007958 sleep Effects 0.000 description 1
- 239000000725 suspension Substances 0.000 description 1
- 230000001960 triggered effect Effects 0.000 description 1
Classifications
-
- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01G—WEIGHING
- G01G13/00—Weighing apparatus with automatic feed or discharge for weighing-out batches of material
Landscapes
- Physics & Mathematics (AREA)
- General Physics & Mathematics (AREA)
- Basic Packing Technique (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
KLASSE 42: Instrumente.
Selbsttätige Getreidewaage.
Die den Gegenstand vorliegender Erfindung bildende, durch die beiliegenden Zeichnungen
(Fig. ι bis 6) veranschaulichte Waage besteht aus dem Waagebalken A mit den Gehängen B
und C für Getreideschale und Gewichte. Der Waagebalken ist gleicharmig, und die Schneiden
α al und α'2 liegen in einer geraden Linie.
Ueber der Getreideschale ist der feste Einlauftrichter D angeordnet, dessen Auslaufmündung
durch zwei concentrische Drehschieber E und F geschlossen werden kann. Der Schieber
E ist mit zwei Ausschnitten e e versehen, welche den bekannten Zweck haben, zur Erzielung
eines genaueren Wäge-Ergebnisses das Getreide gegen Ende der Füllung in zwei
dünnen Strähnen zulaufen zu lassen, während der Schieber F den gänzlichen Abschlufs bewirkt,
indem er sich unter die Abdichtungsbürste. G vorschiebt. Die Getreideschale besteht
aus einem Blechbehälter H, dessen Boden durch eine um den Punkt i drehbare Klappe /
gebildet wird, und das Gehänge C aus einem zweckentsprechend gestalteten Gufsstück zur
Aufnahme der Gewichte. An dem einen Arm des Gehänges C ist das hohle Nebengewicht K
lose aufgehängt, welches dazu dient, ein Durchgehen der Waage nach Beendigung der
vorläufigen Füllung zu verhindern.
Der Schieber F trägt einen Arm/, an dessen Ende eine Stange L drehbar aufgehängt ist,
welche während der Füllungsperiode den Schieber F offen erhält, indem sie sich gegen
die Rolle M stützt. . Diese lagert in einem Halter, der an dem Ständer O befestigt ist.
Der Schieber E trägt einen festen Arm P, welcher bei geschlossener Bodenklappe / und
während der vorläufigen Füllung den Schieber offen hält, indem die Nase ρ durch die Sperrklinke
q, welche an dem Arme Q der Bodenklappe / befestigt ist, so lange festgehalten
wird, bis die sinkende Getreideschäle die Auslösung herbeiführt, wodurch der Schieber sich
selbstthätig schliefst und die vorläufige Füllung beendigt.
An einem mit dem Trichter D starr verbundenen Arme d ist ein Hebel R drehbar gelagert,
welcher bei r mit einem Stift versehen ist und bei r1 eine Hängestange 5 trägt. Im
geöffneten Zustande des Schiebers F ruht der Hebel R mit Hülfe des Stiftes r in der Ausbiegung
fl des Schieberarmes f so lange, bis durch die Abwärtsbewegung der Getreideschale,
der .Schlufs des Schiebers F bewirkt wird. Zu diesem Zwecke ist am Gehänge C ein Stift c
befestigt, welcher durch Einwirkung auf den Winkelhebel mm1 die Stange L aus ihrer
Ruhelage verdrängt, wodurch der Schieber F frei wird und sich vermöge seines Eigengewichts
selbstthätig schliefst.
An dem Getreidebehälter H ist ein Hebel TT1 drehbar gelagert, dessen Arm T1 eine
Klinke bildet, in welche sich ein an der Bodenklappe 1 befestigter Stift i1 während der
Füllungsperiode einlegt und so die Klappe geschlossen hält. Nach dem Abschlufs des
Schiebers F wird der Hebel R frei und legt sich mit seinem Ausschnitt r2 auf einen am
Gewichtsgehänge C befindlichen Stift c1 und
übt so auf diesen einen Druck aus, wodurch die Waage annähernd in diejenige Stellung
zurückgedrängt wird, welche sie bei Beginn der Füllung einnimmt. Unmittelbar darauf
übt die Stange S auf den Hebelarm T einen Druck aus, welcher die Auslösung der Bodenklappe
/ und damit die Entleerung der Getreideschale bewirkt. Die Bodenklappe schliefst
sich nach erfolgter Ausschüttung selbstthätig durch das an, ihrem Ende befindliche Gegengewicht.
Zum Ausgleichen kleiner Ungenauigkeiten im Wäge-Ergebnifs ist an der Waage ein Regelungshebel
U mit Schiebegewicht u2, Fig. i, angeordnet, dessen Drehpunkt u senkrecht unter
dem Drehpunkt α des Waagebalkens liegt. Bei nl
stützt sich der Hebel U auf eine am Gehänge -B senkrecht unter αΎ liegende Schneide zu dem
Zweck, um Schwankungen der Getreideschale während der Füllung zu verhindern.
Die Wirkungsweise der Waage ist folgende : Die Gewichtsschale sowie das Nebengewicht K
sitzen gleichmäfsig auf der Stange V auf, befinden sich also in ihrer tiefsten Lage, wobei
zwischen dem Aufhängehaken k des Nebengewichts
und der Oese c- ein freier Spielraum vorhanden ist. Die Getreideschale
nimmt ihre höchste Stellung ein. Das Getreide läuft durch den Einschütterumpf D
bei geöffneten Schiebern E und F so lange in die Getreideschale ein, bis eine Bewegung
in der Waage entsteht, welche durch Auslösung der Sperrklinke q den Schlufs des
Schiebers E bewirkt, gleichzeitig aber auch durch den Einflufs des Nebengewichts K die
Waage von neuem zum Stillstand bringt, indem die Oese c2 an den Haken k zur Anlage
kommt. Das Getreide strömt nun durch die beiden im Schieber E befindlichen Ausschnitte
e e in dünnen Strähnen nach, bis die eingelaufene Getreidemenge dem auf die Schale C
aufgesetzten Gewichte entspricht. Infolge der hierbei auftretenden Bewegung der Waage trifft
der Stift c des Gehänges C auf den Winkelhebel mm\ welcher derart beschaffen ist, dafs
eine leise Berührung genügt, um die Stange L plötzlich von der Rolle M abzudrängen und
einen schnellen Abschlufs des Schiebers -F herbeizuführen. Die Gewichtsschale ist nun
in ihrer höchsten Stellung angelangt. Gleichzeitig legt sich der durch den Schlufs des
Schiebers F freigewordene Hebel R mit seinem Ausschnitt r2 auf den Stift c1 des Gehänges
und drängt durch sein entsprechend bemessenes Eigengewicht die · Waage annähernd in ihre
Anfangsstellung zurück, um auf diese Weise den plötzlichen Rückschlag der Gewichtsschale,
welcher anderenfalls nach erfolgter Entleerung der Getreideschale eintreten müfste, gänzlich
auszuschliefsen. Während des eben geschilderten Vorganges nimmt die Hängestange S an
der Bewegung der Waage Theil, übt einen Druck auf den Hebel T aus und bewirkt
mittelst der Klinke T1 die Auslösung der Bodenklappe / und damit die schnelle Entleerung
der Getreideschale. Die Klappe schliefst sich sodann vermöge ihres Gegengewichtes,
rückt die Klinke T1 wieder ein und bringt die Sperrklinke q mit der Nase ρ des
Hebels P zur Anlage, wodurch der Schieber E geöffnet wird. Der an dem letzteren
befindliche Mitnehmer χ öffnet gleichzeitig auch den Schieber F, wobei die Stange L wieder
in ihre Stützlage zur Rolle M zurückkehrt und die Ausbiegung fl des Armes f mit dem
Stift r des Hebels R zur Anlage kommt. Das Spiel beginnt nun von neuem.
Bei W kann ein Zählwerk angebracht werden, welches, durch die Bewegung der sich
öffnenden Bodenklappe mit bekannten Mitteln betrieben, die Anzahl der Füllungen anzeigt.
Das hohle Nebengewicht K ist zum Theil mit zerkleinertem Blei, Schrot oder ähnlichem
Material ausgefüllt, um, entsprechend seinem Zwecke, einen Stillstand der Waage nach Beendigung
der vorläufigen Füllung herbeizuführen, sein Gewicht nach der Stärke des einlaufenden
Getreidestromes regeln zu können. Ebenso befindet sich auch in der Gewichtsschale ein Hohlraum, welcher dazu bestimmt
ist, die aus dem Nebengewicht etwa entnommenen Bleistückchen aufzunehmen oder umgekehrt
auch abzugeben, damit das Taragewicht unverändert bleibe.
Um während des Ganges der Waage eine einzelne Messung prüfen zu können, mufs die
Entleerung des Getreidebehälters zeitweise verhindert werden können. Zu diesem Zwecke
ist am Ständer unterhalb des Hebels R ein um den Zapfen y drehbarer, von Hand umzulegender
Daumen, Fig. i, angeordnet, dessen Ausschlag durch die Stifte y1 und y2 begrenzt
wird. Wird der Daumen aus seiner Ruhelage yyl nach yy2 umgelegt, so stellt er
den Hebel R fest und verhindert damit die Hängestange S, die Bodenklappe / zu öffnen.
Claims (2)
1. Eine selbsttätige Getreidewaage, bei welcher
ein am Gestell der Waage drehbar gelagerter Hebel (R) nach Abschlufs des Getreidezulaufs bei beendigter Füllung und
vor der Entleerung der Getreidewaagschale gegen einen am Gewichtsgehänge (C) befindlichen
Stift (cl) wirkt, um hierdurch die Gewichtswaagschale niederzudrücken
und somit die Getreideschale wieder in ihre zur Aufnahme einer frischen Füllung erforderliche Anfangsstellung emporzuheben.
2. In einer selbsttätigen Getreidewaage der unter ι. gekennzeichneten Art:
a) die Anordnung einer Hängestange (S) an dem Hebel R in Verbindung mit
dem an der Getreideschale angeordneten Hebel (T), dessen Ende (T1)
eine Festhaltungsklinke für die Nase (il) der Schalenbodenklappe (I) bildet und
beim Niedergehen des Hebels T unter dem Drucke der Stange S die Nase ζ1
und somit die Klappe / freigiebt, so dafs diese durch die Last des auf ihr
ruhenden gewogenen Getreides geöffnet wird und letzteres aus der Schale herausfallen läfst;
b) die Einrichtung zum Stillstellen der Waage während der Füllungsperiode
nach Abschlufs des ersten Einlaufschiebers (E), darin bestehend, dafs
in einer Oese (c1) am Gewichtsgehänge (C) ein Nebengewicht (K)
mittelst eines Hakens (k) mit Spielraum aufgehängt ist, welch letzterer
dadurch, dafs das Gewicht K in der Anfangsstellung der Waage auf einer
Stange (V) aufliegt, geschaffen, aber bei beginnender Abwärtsbewegung der
Getreideschale aufgehoben wird, um diese Bewegung wieder zu unterbrechen, nachdem dieselbe zum Schliefsen des
ersten Einlaufschiebers (E) gedient hat; die Einrichtung zum Wiederöffnen
der beiden Abschlufsschieber (EF) und Wiederemporheben des Hebels R,
darin bestehend, dafs die nach Entleerung der Getreideschale sich selbstthä'tig schliefsende Bodenklappe (I)
durch die Klinke q die Nase ρ des Armes P des Schiebers E zurückdrückt
und diesen öffnet, wobei letzterer durch seinen Mitnehmer χ gleichzeitig den
Schieber F aufschiebt und hierdurch auch die Stange L in ihre Stützlage
zurückbringt, so dafs der Hebel JR wieder in gehobener Lage auf dem
Arme f des Schiebers F ruht.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE67787C true DE67787C (de) |
Family
ID=341386
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT67787D Expired - Lifetime DE67787C (de) | Selbstthätige Getreidewaage |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE67787C (de) |
-
0
- DE DENDAT67787D patent/DE67787C/de not_active Expired - Lifetime
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE67787C (de) | Selbstthätige Getreidewaage | |
| DE203316C (de) | ||
| DE62327C (de) | Selbsttätige Getreidewaage | |
| AT38637B (de) | Selbsttätige Wage. | |
| DE269899C (de) | ||
| DE333419C (de) | Vorrichtung zum gleichmaessigen Einschuetten von Pressgut in den senkrecht stehendenPresskanal von Ballenpressen | |
| DE98287C (de) | ||
| DE141093C (de) | ||
| DE134686C (de) | ||
| DE57999C (de) | Vorrichtung zur Beschickung einer Handziegelpresse mit stets gleichen Mengen von Prefsgut | |
| AT83113B (de) | Selbsttätige Wage für ununterbrochenen Betrieb. | |
| DE202004C (de) | ||
| DE43429C (de) | Neuerung an automatischen Getreidewaagen | |
| DE120079C (de) | ||
| DE37918C (de) | Automatische Wägemaschine | |
| DE427265C (de) | Maschine zum Fuellen von Hohlkoerpern, insbesondere solchen aus Schokolade | |
| DE97083C (de) | ||
| DE20069C (de) | Automatische Waage für feinkörnige und pulverförmige Massen und für Flüssigkeiten | |
| DE286520C (de) | ||
| DE50417C (de) | Selbstthätige Waage mit drehbarer Lastschale zum Wägen feinkörniger Stoffe | |
| DE74208C (de) | Selbsttätige Getreidewaage | |
| DE80364C (de) | ||
| DE263676C (de) | ||
| DE650003C (de) | Kontrollwaage zur Ermittlung von Gewicht und Dichte leicht fliessender Stoffe in einem Wiegevorgang | |
| DE73650C (de) | Kaffeemühle mit Vorrichtung zum selbstthätigen Abwiegen des gemahlenen Kaffees |