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Schutzabdeckung für Kraftwagenkühler Die Erfindung bezieht sich auf
solche Regelungsmittel für Kraftwagenkühler, welche, im Gegensatz zu den aus Blech
oder Rolltüchern bestehenden, lediglich den L uftdurchgang beeinflussenden Stellkörpern,
in Gestalt einer aus Textilfasern hergestellten Wärmeschutzhülle ausgebildet sind,
die außer einer ausreichenden Regelung des Luftdurchganges des Kühlers während der
Fahrt auch geeignet sind, während kürzerer Betriebspausen dem Sinken .der Kühlwassertemperatur
unter den für den Motorbetrieb günstigen Wärmegrad entgegenzuwirken.
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Gegenstand derErfindung ist eine derartige Schutzabdeckung für Kraftwagenkühler,
die mit einem an der Vorderseite des Kühlers unbeweglich zu befestigenden Rahmenteil
versehen und deren Fensteröffnung von einem beweglichen Stehteil mehr oder weniger
weit geschlossen werden kann.
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Bei den bisher üblichen derartigen Schutzabdeckungen ist der Stellteil
meist mit dem unteren Rand der Fensteröffnung scharnierartig verbunden und wird
zwecks teilweiser oder vollständiger Freilassung der Fensteröffnung unterhalb dieser
nach außen mehr oder weniger zusammengerollt oder gefaltet.
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Nach der Erfindung ist der zum Verschluß der Fensteröffnung dienende
Stellteil aus mehreren durch Querfugen getrennten Abschnitten zusammengesetzt, die
jeder für sich vor der Fensteröffnung befestigt werden können und gemeinsam durch
einen Leitgurt höhenverstellbar festgehalten werden, welcher zwischen seinen beiden
am Rahmenteil der Abdeckung befestigten Enden die Kühleröffnung in der Richtung
von oben nach unten überspannt.
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Für solche Schutzabdeckungen, welche keinen am Kühler unversteilbar
befestigten Rahmenteil haben, sondern deren oberer Stellteil oberhalb eines unteren
festen Teils die Kühlerfläche auf ihre ganze Breite abdeckt, hat man schon vorgeschlagen,
letzteren mittels über beide Teile der Schutzabdeckung senkrecht hinweggehender
Riemen am Kühlergehäusezubefestigen. Hierbei sollen jedoch die Enden des Riemens
an diesem Kühlergehäuseselbstbefestigtsein, und dieRiemengehen durch den Stellteil
nahe dessen Oberrand hindurch. Die Riemen dienen hierbei nur zum Festschnallen der
beiden Teile der Schutzabdeckung, wobei jedoch der obere Stehteil nicht sicher in
waagerechter Lage festgehalten werden, sondern sich schief ziehen kann.
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Nach der Erfindung ist das obere und das untere Ende des Leitgurts
an der Vorderfläche des Rahmenteils der Abdeckung selbst befestigt, und bei mehrfacher
Querunterteilung des Stellteils sind dessen einzelne Abschnitte auf diesen Leitgurt
so aufgereiht, daß er an allen Stellteilen durch eine nahe deren unterem Rand vorgesehene
Öse und außerdem bei dem obersten Stehabschnitt noch durch eine solche
Öse
verschiebbar hindurchgeht. Hierdurch wird erreicht, daß wenigstens der obere Stellabschnitt
eine gute Führung erhält, daß er auch ohne Zuhilfenahme einer Druckknopfbefestigung,
die sich dabei an den Rahmenrändern leicht anbringen läßt, stets in waagerechter
Lage gehalten wird. Außerdem lassen sich alle Stellabschnitte übereinander auf einen
schmalen OOuerabschnitt des Rahmenteils zusammenschieben, so daß in ganz geöffneter
Stellung derLuftdurchgang durch dieKühlermaske fast ungehindert stattfinden kann.
Dadurch wird ein großer und feinfühlig verstellbarer Regelungsbereich für die Wärmeabgabe
des Kühlers erreicht.
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Auf der Zeichnung ist die dem Erfindungsgegenstand entsprechende Vorrichtung
in Abb. i in Vorderansicht, in Abb.2 im senkrechten Schnitt nach Linie II-II der
Abb. i in geschlossenem Zustand dargestellt.
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Abb. 3 zeigt einen der Abb. 2 entsprechenden Längsschnitt mit vollkommen
geöffneter Fensteröffnung.
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Abb. 4 stellt im einzelnen in vergrößertem Maßstab die besondere Ausbildung
der zur Befestigung der unteren Stellteilabschnitte dienenden Doppeldruckknöpfe
im Mittelschnitt dar.
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Abb. 5 zeigt ebenfalls in vergrößertem Maßstab eine Schnittansicht
der zum Befestigen der Abdeckvorrichtung am Schutzgitter des Kühlers vorzugsweise
dienenden Hilfsmittel.
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Der Grundkörper der Schutzabdeckung hat beispielsweise die Form eines
ebenen oder in der Querrichtung dem Querprofil des Kühlerschutzgitters entsprechend
gebogenen Rahmens i, der in der Mitte mit der üblichen viereckigen Fensteröffnung
versehen ist, die während der Fahrt zum Durchlaß zweckentsprechender Mengen von
Kühlluft dient. Der zum Abschluß dieser Rahmenöffnung dienende Stellteil ist in
mehrere, beispielsweise drei Querabschnitte 2, 3, q. unterteilt, welche an beiden
Enden mit Druckknöpfen 5, 6, 7 versehen sind, deren zugehörige Unterteile an vorspringenden
Randleisten der Rahmenöffnung angebracht sind, über die die Enden der Stellabschnitte
2, 3, 4 beiderseits hinweggreifen. Vorzugsweise sind auch an den oberen Rändern
der unteren Stehabschnitte 3 und ,4 flache Deckleisten angebracht, welche unter
die entsprechenden unteren Ränder der benachbarten Stellabschnitte greifen, so daß
dadurch die Fugen zwischen den Abschnitten verschlossen werden.
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Zur beweglichen Verbindung der Stellabschnitte 2, 3, 4 mit dem Rahmenkörper
i dient ein längs der Mitte der Vorrichtung angebrachter Leitgurt 9, dessen beide
Enden an dem oberen bzw. unteren Querteil des Rahmens befestigt und auf welche die
Stellabschnitte mittels nahe ihrem oberen Rande angebrachter Schiebeösen io aufgereiht
sind. Der oberste Abschnitt 2 ist außerdem' nahe seinem unteren Rande mit einer
durch eine Leitöse io gefaßten Durchtrittsöffnung versehen, durch welche der Leitgurt
9 hindurchgefiihrt ist. Die Höhenabmessung des unteren Querteils des Rahmens und
die Befestigungsstelle des. unteren Endes des Leitgurtes sind so bemessen, daß sich
nach Lösen der Druckknöpfe 5, 6, 7 von ihren Unterteilen nicht nur der untere Stellabschnitt
q, sondern auch die beiden oberen 2 und 3 so übereinander liegend abwärts verschieben
lassen, daß die Fensteröffnung vollkommen freigelegt wird. Zur Befestigung zunächst
des unteren Stellabschnitts in dieser Öffnungsstellung dienen Druckknopfunterteile
8, welche beiderseits an .diesem unteren Rahmenteil in passender Lage angebracht
sind. Die beiderseitigen Druckknöpfe 6, 7 der Stellabschnitte 3, 4 sind vorzugsweise,
wie aus Abb. 4 ersichtlich, aus einem mit dem Druckknopfunterteil io unmittelbar
verbundenen Druckknopfoberteil 17 zusammengesetzt, so daß nach dein Überschieben
des Stellabschnitts 3 über den Stellabschnitt 4 die Druckknöpfe des ersteren an
denen des letzteren und ebenso die Druckknöpfe 5 des Stellabschnitts 2 an denen
des Stehabschnitts S unmittelbar befestigt werden können.
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Wie leicht ersichtlich, kann man durch Anbringen der einzelnen Stella.bschhitte
nach Bedarf ein Drittel, zwei Drittel oder die ganze Öffnung unter fugenfreiem Anschluß
der Teile abdecken. Auch kann man dadurch, daß man einen der Stellabschnitte vor
dem oberen Teil der Öffnung für sich anbringt, noch eine weitergehende Abstufung
der Wärmeregelung erzielen, weil die Temperatur und Wärmeabgabe des Kühlers oben
größer ist als unten.
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Zur Verbindung der Schutzvorrichtung mit dem Kühler oder dem diesen
gewöhnlich umgehenden, aus Blech gebildeten Schutzgitter i i dienen vorzugsweise
die in Abb. 5 in größerem Maßstäbe dargestellten Drehknebel 12, weiche in geeignetem
Abstand voneinander am Rahmenkörper i angebracht sind. Der Drehschaft 13 dieser
Drehknebel geht dabei durch eine metallene, mit dem Rahmenkörper fest vereinigte
Fassungsöse 14 hindurch und ist auf der Außenseite mit einem Drehknopf 15 versehen.
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Statt mittels solcher Knebel oder ähnlicher Hilfsmittel kann die Vorrichtung
besonders für Kühler mit ebener Vorderfläche des Schutzgitters auch mit dem bei
Schutzhauben meist üblichen übergreifenden Rand versehen
und mittels
um die Außenseite des Kühlers herumgreifender Metallklammern befestigt werden. Auch
kann man statt eines mittleren Leitgurtes zwei solche vorsehen, welche beiderseits
der Mitte angebracht sind.