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Anordnung an Kranen Sollen zwei Krane, die gewöhnlich jeder für sich
arbeiten, besonders lange und schwere Lasten gemeinsam heben, so wird zwischen den
beiden Führerständen eine elektrische Verbindung hergestellt, die beide Krane von
jedem der beiden Führerstände aus in der üblichen feinstufigen Weise zu steuern
gestattet. Die Verbindung wird in einfachster Weise durch ein. frei hängendes Kabel
hergestellt, (las an dem einen Kran fest und am anderen lösbar befestigt ist. Man
hat auch schon vorgeschlagen, zur Herstellung dieser elektrischen Verbindung zum
Zwecke der Gleichsteuerung besondere Schleifleitungen längs der Kranbahn anzuordnen.
Das ist aber ein sehr kostspieliger Vorschlag; denn die für einen solchen Betrieb
in Frage kommenden Hallen weisen heute schon Längen bis zu 300 in auf, und
das ergibt bei rund r o Schleifleitungen einen unerwünschten Aufwand an Geld und
wertvollem Kupfer. Zu berücksichtigen ist dabei, daß die größte Länge der notwendigen
Verbindungen heute noch nicht ganz 2o m beträgt; allerdings ist diese Verbindung
nicht auf eine bestimmte Stelle der Hallenbahn beschränkt, sondern muß an jeder
Stelle hergestellt werden können.
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Die Erfindung bringt jene Fälle, in denen ein an sich gut brauchbares,
frei hängendes. Kabel z. B. wegen des unvermeidlichen Durchganges oder aus anderen
Gründen nicht gewünscht wird, eine geeignete Lösung dadurch, daß die zum gemeinsamen
Betrieb notwendigen zusätzlichen Verbindungsleitungen als Schleifleitungen an einem
Rahmen angebracht sind, der auf dem einen Kran in einer drehbaren Lagerung längs
verschiebbar angeordnet ist.
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Es ist bekannt, auf einem Kran einen feststehenden Rahmen mit Schleifleitungen
anzubringen.
; aber diese dienen dabei nicht als Verbindungsleitungen
für den gemeinsamen Betrieb zweier Krane, sondern als Stromabnehmer; durch die jeweils
zwei längs der Kranfahrbahn angeordnete und an die Stromzuleitung angeschlossene
Reihen von Kontaktstücken überbrückt werden.
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Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt.
Auf den Kranfahrschienen F laufen die beiden KraneA und B; die gewöhnlich getrennt
jeder für sich arbeiten. Der Kran A- beispielsweise trägt auf seinem Dach eine drehscheibenähnliche
Anordnung D und E; in E ist in Rollen längs verschiebbar der frei selbsttragende
Rahmen C gelagert, der die nebeneinander angeordneten .Schleifleitungen trägt. Abb.
z zeigt die Seitenansicht, Abb. 2 die Draufsicht, wobei jeweils die eine Stellung
stark ausgezeichnet, die andere dagegen nur gestrichelt ist.
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Sollen beide Krane zusammen arbeiten, so wird zunächst der in Abb.
z in der Längsrichtung des Kranes untergebrachte Rahmen mit seinem Führungsteil
E auf der Grundplatte D um einen rechten Winkel gedreht; dann fährt der Kran
B so weit an Kran A
heran, daß Kran B und Rahmen C sich so weit wie
dargestellt überschneiden. Der Kranführer von B befestigt nun den Rahmen C in irgendeiner
geeigneten Weise an seinem Kran B und fährt seinen Kran B in die für
den Betrieb notwendige Entfernung zurück, wobei sich der Rahmen C gegenüber dem
Drehscheibengestell in .der Längsrichtung verschiebt. Darauf legt er die Bürstenbrücke,
die am besten aufklappbar eingerichtet ist, auf die Schleifleitungen auf. Dann können
beide Krane von jedem der beiden Krane aus gesteuert werden.
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Der Übergang zur getrennten Arbeit findet in genau umgekehrter Reihenfolge
statt; die Bürstenbrücke wird abgehoben, der Rahmen C in seinen Führungsteil F zurückgefahren,
die Befestigung des Rahmens C an Kran B gelöst und der Führungsteil E reit dem Rahmen
C in die Ruhestellung längs des Kranes A zurückgedreht.
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Die vorstehend beschriebene Erfindung kann in besonders günstiger
Weise noch nach Abb. 3 vervollkommnet werden. Danach ist der ausfahrbare Rahmen
C mit einer Verzahnung Z1 versehen, die über die Zahnräder Z2, Z3 und Z4 beim Ausfahren
des Rahmens C dessen Bewegung auf den Zeiger überträgt. !, Die Ruhelage des Rahmens,
in der er auch gedreht wird, entspricht gleichzeitig der halben möglichen Ausladung.
Letztere ist hier mit 2o m angenommen. Sobald der Rahmen C nach einer der beiden
Seiten ausgefahren wird, wird der Zeiger J vor der Zahlenscheibe G gedreht und trifft
nach irgendeinem Weg auf den von Hund je nach der gewünschten Arbeitsentfernung
der beiden Krane ein-,.gestellten Zeiger H. Die beiden schwärz geeichneten Kontakte
Q und N berühren sich und schließen einen Stromkreis für die Signaleinrichtung S,
da der Umschalter U, der je eine Stellung für Einzelbetrieb und gemeinsamen Betrieb
der Krane aufweist, noch in seiner Stellung für Einzelbetrieb steht. Dem Führer
wird also angezeigt, wenn die gewünschte Entfernung der beiden Krane voneinander
erreicht ist. Man kann statt einer Signaleinrichtung selbstverständlich auch die
Stillsetzung unmittelbar steuern lassen. Der Umschalter U wird dann auf die Stellung
für gemeinsamen Betrieb verstellt, wodurch die Signaleinrichtung abgeschaltet wird;
der Umschalter U hat daneben noch andere Aufgaben,'vön denen hier nur die für das
Verständnis der Erfindung wichtige verschiedene Schaltung der Selbstschalterspulen
P1 und P2 der Kranschaltkästen dargestellt ist. Bei gemeinsamem Betrieb sind die
beiden Steuerleitungen von P1 und P2 im Umschalter zusammengeschaltet; bei Einzelbetrieb
dagegen ist diese Zusammenschaltung geöffnet, und jeder Kranschaltkasten kann in
beliebiger Weise für sich gesteuert werden.
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In der Stellung des Umschalters U für gemeinsamen Betrieb ist ein
Betrieb der beiden Krane nur so lange möglich, als die beiden Kontakte an J und
H miteinander in Berührung stehen. Die Kontakte sind so ausgebildet, daß nicht gleich
bei geringfügigen Abstandsänderungen eine Abschaltung erfolgt, sondern erst, wenn
eine solche einen bestimmten Wert überschreitet.
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Es ist sehr vorteilhaft, daß bei dieser Anordnung der Zeiger J zu
jeder Zeit den genauen Abstand der beiden Krane voneinander anzeigt,. d. h. sobald
der andere Kran den Rahmen C übernommen und an sich befestigt hat: Man kann diese
Anordnung auch noch zu einer weiteren Sicherheitsmaßnahme benutzen; wenn man in
den Endstellungen des Rahmens C, also bei o/2o, einen Kontakt anbringt, der zusammen
mit dem Kontakt an J eine sofortige Stillsetzung der beiden Krane bewirkt.