DE674680C - Hydraulische Kopiereinrichtung an Werkzeugmaschinen, insbesondere Fraesmaschinen - Google Patents
Hydraulische Kopiereinrichtung an Werkzeugmaschinen, insbesondere FraesmaschinenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine hydraulische
Kopiereinrichtung an Werkzeugmaschinen, insbesondere Fräsmaschinen, mit einem durch
Druckflüssigkeit entsprechend der Bewegung des Tasters gesteuerten Arbeitskolben.
Es sind Kopiereinrichtungen bekannt, bei welchen der Kopiervorgang unmittelbar erfolgt,
d. h. der gesamte im Arbeitszylinder auf den Kolben wirkende Druck' wirkt unter Vermittlung des Werkstücktisches unmittelbar
und in vollem Maße auf die Schablone ein. Die als Gewindespindel ausgebildete Kolbenstange, die in einer am Werkstücktisch
befestigten Mutter in üblicher Weise geführt ist, ist hierbei im Kolben längs verschiebbar gelagert und kann mit diesem
gekuppelt werden. Bei dieser Anordnung ist es nun nicht möglich, während der Bearbeitung
die Schnittiefe bzw. Spanstärke von Hand durch die Gewindespindel einzustellen, weil die Schablone kraftschlüssig am Support
bzw. Werkstücktisch anliegt. Infolgedessen, muß dieser für jede Veränderung jeweils
verstellt werden, wozu jedesmal der Druck der Arbeitsflüssigkeit abgestellt werden muß.
Es sind auch weiter Kopiereinrichtungen bekannt, bei welchen durch die Verschiebung
des Kopiertasters, der mit einem Steuerschieber verbunden ist, eine Kraft, ζ. Β. eine
Druckflüssigkeit, links oder rechts vom ,Zylinder eingeschaltet wird, welche so lange auf
den Arbeitskolben einwirkt, bis derselbe einen der Bewegung des Kopiertasters proportionalen
Weg zurückgelegt hat und hierdurch auch die Einwirkung der Druckflüssigkeit durch den Steuerschieber selbsttätig
wieder ausgeschaltet worden ist. Das Steuerungsprinzip besteht also hierbei darin, daß
eine auf den Kolben periodisch wirkende Kraft ein- und ausgeschaltet wird. Infolgedessen
ist bei jeder Schaltung ein unvermeidlicher toter Weg zu überbrücken, der sich übertragungsgemäß vom Werkzeug auf
das Werkstück bzw. umgekehrt auswirken muß, so daß die zu bearbeitenden Oberflächen
Absatzmarken erhalten, d. h. staffelartig bearbeitet werden. Eine derartig ungenaue
Arbeit genügt aber höchstens zur Herstellung von Erzeugnissen, wie Figuren und Statuen,
aus weichem Material, welche nachträglich noch von Hand nachgearbeitet werden, nicht
aber für Erzeugnisse aus Metall mit der genauen Formgebung und sauberen Oberflächenbearbeitung,
wie sie im Maschinenbau gefordert wird.
Es ist schließlich auch schon eine Steuerungseinrichtung bekanntgeworden, bei welcher
durch den in einem liegenden Zylinder beweglichen Arbeitskolben ein zugleich als
Rückleitung dienender Steuerschieber hindurchgeht, wobei der Arbeitskolben beidseitig
durch die Druckflüssigkeit beaufschlagt ist, welche den Zylinder von beiden Enden her
durchströmt. Infolge der baulichen Ausbildung dieser Einrichtung kommt indessen deren Arbeitskolben bei jeder einseitigen
Druckänderung bzw. Verschiebungsbewegung ins Pendeln, so daß die Verwendung dieser
Einrichtung für Werkzeugmaschinen überhaupt nicht in Betracht kommen kann, um so
mehr, als eine praktisch geeignete Verbindung
derselben mit dem Taster der- Kopiereinrichtung kaum möglich ist.
Die genannten Schwierigkeiten treten nun bei der erfindungsgemäßen Einrichtung η teilt
auf. Dieselbe zeichnet sich dadurch aus, dä>I|,
in der Wandung des stehenden Zylinders oder Arbeitskolbens eine Längsbohrung vorzusehen
ist, die als Rückführleitung und zugleich zur Aufnahme eines unter Flüssigkeitsdruck
stehenden Steuerschiebers dient, der in zwangsläufiger Bewegungsverbindung
mit dem Taster steht und der den Durchfluß zwischen sich und dem auf der Unterseite
beaufschlagten Arbeitskolben und damit den Druck der ständig strömenden Druckflüssigkeit
auf die wirksame Kolbenfläche derart regelt, daß die auf die Schieberbewegung
folgende Kolbenbewegung die Größe der ao Durchfiußöffnung selbsttätig dem bestehenden
Gegendruck anpaßt.
Bei dieser Anordnung steht also der Arbeitskolben dauernd unter der Druckwirkung
der Druckflüssigkeit, ganz unabhängig davon, ob derselbe sich bewegt oder stillsteht. Die
einströmende Flüssigkeitsmenge kann lediglich durch die zwischen dem Kolben und dem
unter denselben angeordneten Steuerschieber gebildete Öffnung nach demDruckflüssigkeitsbehälter
abfließen, und zwar besitzt diese Abflußöffnung bei stillstehendem Arbeitskolben
entsprechend der dauernd einströmenden Flüssigkeitsmenge und dem Verhältnis des Flüssigkeitsdruckes zum Gegendruck des
Kolbens ein bestimmtes Maß. Diese Anordnung hat zur Folge, daß der den Werktisch
oder die Werkzeugeinspannvorrichtung tragende Kolben auf einer ständigen Flüssigkeitssäule
sozusagen schwimmt oder ruht. Da hierbei die Kopierbewegung dadurch entsteht, daß lediglich der Rückfluß der auf den
Kolben dauernd einwirkenden Flüssigkeitsmenge mittels Schieber durch Verringerung
oder Erweiterung der Ausflußöffnung zwisehen Kolben und Schieber nach Maßgabe
der Tasterbewegung stetig geregelt wird, kann mit dieser Steuerungsanordnung vollständig
stetig, also absatzlos und sauber, mit höchster Genauigkeit kopiert werden, wie dies
für die Zwecke des Maschinenbaues erforderlich
ist.
Sobald nämlich der mit dem Taster in
zwangsläufiger Wirkungsverbindung stehende Steuerschieber durch die Schablone verstellt
wird und die Durchflußöffnung ändert, muß infolge der Änderung der Durchflußmenge
der Arbeitskolben augenblicklich und genau synchron folgen, ohne daß hierbei ein Pendeln
auftreten kann, so daß also die Bearbeitung des Werkstückes stetig und genau
schablonengetreu erfolgt. Infolge der gleichzeitigen Beaufschlagung des Steuerschiebers,
der nicht wie bei der letzterwähnten bekannten Anordnung unbelastet durch den Kolben
und Zylinder hindurchgeführt ist, und der . zwangsläufigen Verbindung desselben mit
' dem Taster wird aber auch zugleich die erl\forderliche
Andrückung des Tasters an die Schablone bewirkt, so daß hierfür keinerlei
besondere Andrück- oder Rückführvorrichtung erforderlich ist. Gleichzeitig wird auch
durch diese Wechselwirkung zwischen dem stets nur in einer Richtung auf den Arbeitskolben und den Steuerschieber einwirkenden
Flüssigkeitsdruck und die zwangsläufige Verbindung des letzteren mit dem Taster jedes
Spiel zwischen Schablone, Taster und Arbeitskolben ausgeschaltet, so daß die Bearbeitung
genau und schablonengetreu erfolgen muß.
Eine derartige Kopiereinrichtung läßt sich insbesondere vorteilhaft bei Fräsmaschinen,
aber ebensogut auch bei anderen Werkzeugmaschinen, z. B. Drehbänken, verwenden.
Ausführungsformen des Erfindungsgegen-Standes sind in der Zeichnung. dargestellt,
und zwar zeigt
Fig. ι eine Fräsmaschine im Aufriß mit teilweisem Schnitt;
Fig. 2 zeigt in größerem Maßstab einen senkrechten Schnitt durch den Antriebszylinder der Kopiereinrichtung und
Fig. 3 in noch größerem Maßstab einen Querschnitt nach Linie HI-III in Fig. 2;
Fig. 4, 5 und 6 zeigen drei weitere Ausführungsformen
des Zylinders und Antriebskolbens der Kopiereinrichtung in senkrechtem Schnitt.
Die Erfindung ist in der Zeichnung beispielsweise
an einer Fräsmaschine veranschaulicht, bei welcher" zum Kopieren die
Konsole mit dem Werkstück in vertikalem Sinne bewegt werden muß, könnte aber natürlich
auch sinngemäß bei Werkzeugmaschinen verwendet werden, bei welchen eine horizontale
Bewegung des Werkstückes oder Werkzeuges erforderlich ist. Die dargestellte Fräsmaschine
hat eine am Maschinenständer^ in bekannter Weise höhenverstellbar gelagerte
Konsole B1 welche an einer Säule 5 geführt
ist und den Querschlitten C mit dem Werktisch D trägt, auf welchem in üblicher Weise
das Werkstück W aufgespannt wird.
Zur Aufnahme der Übertragungsorgane der Kopiereinrichtung ist an der Konsole ein
Rahmengestell R höheneinstellbar befestigt.
Die Konsole B ist auf einer Hubspindel a
abgestützt, an deren oberem Ende ein Kegelrad M befestigt ist, welches mittels eines zweiten
Kegelrades ν und eines auf dessen Welle aufgesetzten Handrades H gedreht werden
kann, wodurch die Höhenverstellung der Kon-
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sole von Hand bewirkt wird. Die Hubspindel α ist in einer Mutter b gelagert,
welche am oberen Ende eines Kolbens c sitzt, der in einem auf dem Ständerfuß befestigten
hydraulischen Zylinder d verschiebbar ist, und zwar hat der Kolben eine abgesetzte
untere Verlängerung du welche mit Spiel in einen verengten unteren Teil des Zylinders
hineinragt, wobei der zwischen beiden verbleibende Ringraum mit Druckflüssigkeit gefüllt
ist.
Eine hydraulische Antriebsvorrichtung mit einem Behälter E und einer Pumpe F, welche
mittels Leitungen an den Zylinder, wie schematisch dargestellt, angeschlossen ist,
dient zur Erzeugung des nötigen Flüssigkeitsdruckes. Die Flüssigkeitspumpe F ist
über eine Leitung e am unteren Ende des oberen Zylinderraumes d angeschlossen, während
vom oberen Ende desselben eine Rückführleitung g zum Behälter E führt. Seitlich
am Zylinder ist eine Schieberbüchse h angesetzt, deren Innenraum durch einen Längsschlitz
mit dem oberen Zylinderraum d in Verbindung steht und in welcher ein Steuerschieber/
eingesetzt ist, dessen oberes Ende mit dem Kolben c in der Weise zusammenwirkt,
daß es die obere Druckkammer h ab schließt, wenn es an der Schulter C1 des KoI-bens
c anliegt. Dieser Steuerschieber / bewirkt die Regelung der Durchflußmenge der
von der Pumpe F in den Zylinder gedrückten Druckflüssigkeit und deren Rückleitung
durch die Rückführleitung g in den Behälter E. Von der unteren Kammer i unter dem
Steuerschieber/, welche durch eine enge Bohrung k (Fig. 2) des letzteren, mit dem Zylinderraum
in Verbindung steht, führt eine Überströmleitung s über ein Drosselventil r zum
Flüssigkeitsbehälter E. Die Druckflüssigkeit, welche durch die Bohrung Ii in diese Kammer
% eintritt, drückt den Steuerschieber/ gegen den Kolben c an.
Die Verstellung des Steuerschiebers/ und damit die Regelung des hydraulischen Antriebs
des Kolbens c erfolgt durch mechanische Übertragung von einer Tastvorrichtung
aus. Diese Tastvorrichtung hat einen längs dem Ouerteil des Rahmengestelles R
horizontal verschiebbar geführten Tastblock I, in welchem ein als Zahnstange ausgebildeter
Tastbolzen m senkrecht verschiebbar geführt ist, der am unteren Ende eine Tastrolle η
trägt, mit welcher er gegen die am Werktisch befestigte Schablone 0 gedrückt wird.
Am Rahmengestell ist eine Welle w gelagert, auf welcher ein mit dem Tastbolzen m in Eingriff
stehender Zahnkolben p verschiebbar befestigt ist und welche am äußeren Ende das
eine Rad eines Kegelradgetriebes k1 trägt,
über welches eine vertikale Welle W1 angetrieben
wird. In dieser ruht ausziehbar eine Welle W2, welche über ein Kegelradgetriebe k2
eine horizontale Welle ws antreibt, an deren äußerem Ende ein Zahnkolben p befestigt ist,
der in den ebenfalls mit einer Stangenverzahnung versehenen Steuerschieber / eingreift.
Durch diese Übertragungsanordnung ergibt sich eine entgegengesetzte Bewegung der beiden
Organe, nämlich des Tastbolzens m und des Steuerschiebers f, in dem Sinne, daß sich
das eine nach oben bewegt, wenn sich das andere abwärts bewegt, und umgekehrt. Die
Regelung des Druckes, mit welchem der Steuerschieber/ gegen die Schulter des KoI-bens
c und der Tastbolzen m gegen die Schablone 0 gedruckt wird, kann hierbei mittels
des Drosselventils r erfolgen.
Die Wirkungsweise der beschriebenen Einrichtung ist folgende:
Die im Betrieb befindliche Pumpe F saugt die Druckflüssigkeit, z. B. Öl, aus dem Behälter
£ an und drückt das Öl durch die Leitung e in den Zylinder d und von dort aus
durch die Bohrung k des Steuerschiebers / in die Kammer i unter letzterem. Hierdurch
wird der Kolben c mit der Konsole und gemeinsam mit ihm der Steuerschieber / aufwärts
bewegt, und zwar wird das Maß dieser Aufwärtsbewegung durch den Steuerschieber bestimmt. Steigt nämlich der Kolben c nur
um eine geringe Strecke mehr als der Steuerschieber, so entsteht zwischen der Schulter C1
des Kolbens und der oberen Stirnfläche des Steuerschiebers eine Öffnung t, durch welche
das Drucköl aus dem Zylinder d in die Rückführleitung g entweicht, wodurch die im Zylinder
auftretende Druckverringerung den Stillstand des Kolbens c bewirkt. Die Öffnung
t ist somit erforderlich, um das von der Pumpe gelieferte Drucköl aus dem Zylinder
entweichen zu lassen, sobald ein bestimmter Druck in demselben überschritten wird.
Beim hydraulischen Kopierfräsen nach der Schablone 0 tritt nun folgender Vorgang ein:
Bei steigender Schablonenkurve wird vermittels der Tastrolle η der Tastbolzen m
einerseits gehoben und durch die mechanische Übertragungsvorrichtung der Steuerschieber/
anderseits gesenkt. Dadurch wird die öffnung t zwischen Steuerschieber und Kolben
vergrößert, so daß der Kolben c durch das Gewicht von Konsole, Querschlitten und
Werktisch durch die im Zylinder entstandene Druckverminderung sinkt, bis die Öffnung t ng
wieder die richtige Weite hat und somit das Gleichgewicht zwischen Kolbengewicht und
Öldruck hergestellt hat.
Bei fallender Schablonenkurve fällt auch der Tastbolzen m, und der Steuerschieber
wird gehoben. Dadurch wird die ohnedies kleine Öffnung t zwischen Steuerschieber und
Kolben noch weiter verringert, so daß der Kolben c mit Konsole, Querschlitten und
Werktisch durch den im Zylinder' entstandenen Druck gehoben wird, bis die Öffnung t
das richtige Maß erreicht hat und das Gleichgewicht zwischen Kolbengewicht und Öldruck
wiederherstellt.
Um sowohl mit der Horizontal- wie auch
mit der Vertikalfrässpindel kopierfräsen zu
ίο können, ist die Tastvorrichtung / nicht nur
senkrecht, sondern auch quer verstellbar am Rahmengestell angeordnet. Während der
Kopierarbeit bleibt die Tastvorrichtung starr mit der Konsole verbunden, damit sie parallel
die hydraulische Senkrechtbewegung der Konsole mitmacht.
Beim Ausschalten der Pumpe F sinkt der Kolben mit Konsole, Querschlitten und
Werktisch in seine Ausgangsstellung zurück. Aus Fig. ι ist ersichtlich, daß trotz der
hydraulischen Kopiereinrichtung die Höheneinstellung der Konsole durch das Kegelradgetriebe
u, ν auf der Vertikalhubspindel α sowohl
durch Motorkraft wie auch von Hand unverändert möglich ist.
Bei Werkzeugmaschinen mit horizontal angeordneter Bewegungsspihdel müssen natürlich zum Ersatz des mitwirkenden Gewichtes
der Konsole usw. Federn vorgesehen werden, oder es kann ein an einem über Rollen geleiteten
Drahtseil aufgehängtes Gegengewicht vorgesehen sein.
Eine andere Ausführung ergibt sich bei sog. Planfräsmaschinen, bei welchen nicht
eine Konsole mit Tisch senkrecht bewegt
werden muß, sondern der eigentliche Frässpindelstock
mit Oberarm und Außenführung, wobei der Arbeitstisch in der Höhe
stationär ist. Hierbei ist dann die Anordnung umgekehrt, indem der Frässpindelstock mittels der hydraulischen Vorrichtung gehoben
bzw. gesenkt wird, wobei Spindelstock - und Außenstütze mechanisch miteinander verbunden
sein können.
Ebenso kann die Einrichtung zum Hinterfräsen und Hinterschleifen von Profilfräsern,
auch" solchen, die spiralgenutet sind, angewandt werden.
Eine weitere Anwendungsmöglichkeit ergibt sich für Drehbänke, um beispielsweise
Nocken, Exzenter, Profilfräser und ähnliche Teile nach einer Musterlehre kopieren zu
können. Hierbei erfährt der Quersupport mit dem Stahlhalter die Hinundherbewegung.
Die Einrichtung eignet sich für Werkzeugmaschinen zur Bearbeitung der verschiedensten-
Werkstoffe, wie Metall, Holz u. a. m.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 4 ist im Zylinder d ein Kolben c eingesetzt, der am
unteren Ende mit ebener Stirnfläche abschneidet und am oberen Ende die Mutter b
für die Hubspindel α trägt. In der seitlich am Zylinder angesetzten Schieberbüchse h,
die völlig für sich abgeschlossen ist, ist der Steuerschieber/x angeordnet, und in der Verlängerung
des Zylinders läuft gleichachsig zum Kolben ein. Hilfsschieber f2, der eine
durchgehende Längsbohrung hat, welche den Zylinderraum mit der darunter befindlichen
Überströmkammer i verbindet. Letztere ist durch einen engen Kanal k mit der Kammer h
des Steuerschiebers ft unterhalb des letzteren verbunden, während der Zylinderraum unter
dem Kolben c durch eine Verbindungsleitung s mit der Kammer h oberhalb des Steuerschiebers
Z1 verbunden ist. Ferner mündet die von
der Pumpe F kommende Druckleitung e in den Zylinder c unter dem Kolben ein, und an
die Überströmkammer i ist die Rückführleitung g angeschlossen. Die beiden Steuerschieber
Jf1 und /2 werden gemeinsam durch
den gemeinsamen Antriebsritzel q angetrieben, und zwar so, daß ihre Bewegungen einander
entgegengesetzt sind. Im übrigen ist die Ausbildung der Einrichtung genau gleich
wie im ersten Beispiel beschrieben. Der Hilfsschieber fi steuert zusammen mit der Unterfläche
des Kolbens c den Flüssigkeitsdurchlauf, und die überströmende Flüssigkeit wirkt
einerseits durch den Kanal k und anderseits durch die Leitung j auf den Schieber Z1 ein.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 5 hat der im Zylinder d verschiebbare Kolben c eine
außermittig angeordnete, von der unteren Stirnfläche ausgehende Längsbohrung L·,
unter welcher gleichachsig damit in einer abwärts ragenden Verlängerung O1 des Zylin-'
ders ein Steuerschieber/ geführt ist, dessen Kammer h unter dem Schieber durch einen
Kanal kt mit dem Zylinderraum verbunden
ist, in welchen außerdem die Druckleitung e einmündet.
Die' Rückführleitung g ist mittels eines beweglichen
Metallschlauches am oberen Ende des Kanals k2 am Kolben c angeschlossen.
Auch hier regelt der Schieber/ mit seiner oberen Stirnfläche den Flüssigkeitsdurchlauf,
indem er die untere Öffnung des Kanals k„
steuert. Im übrigen ist die Ausbildung die gleiche wie im ersten. Beispiel. Der Antrieb des
Steuerschiebers / ist hier nicht dargestellt.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 6 ist im Kolben c, welcher im Zylinder d verschiebbar
ist, nahe dessen Umfang eine Längskammer h ausgespart, in welcher sich der Steuerschieber
/ bewegt. Längs der Kammer h hat die Zylinderwandung einen Schlitz, durch
welchen der in die Verzahnung des Steuerschiebers / eingreifende, in der Zylinderwandung gelagerte Antriebsritzel q eingreift. Die
Kammer ist am unteren Ende durch einen ' Ventilsitz vs abgeschlossen, durch dessen BoIi-
rung ein Fortsatz des Steuerschiebers / mit einem Ventilteller vt am unteren Ende hindurchragt.
Eine über dem Steuerschieber / eingelegte Druckfeder rx ist bestrebt, das
Ventil vs, vt entgegen dem von unten auf dasselbe
wirkenden Flüssigkeitsdruck zu öffnen. In die Zylinderkammer mündet unter dem Kolben die Druckleitung e. Am oberen Ende
der Kammer h im Kolben ist die ebenfalls beweglich ausgebildete Rückführleitung g angeschlossen.
Ein den ganzen Steuerschieber durchlaufender Längskanal k verbindet den
Raum unter dem Schieber der Kammer h mit dem Raum über dem Schieber bzw. dem Ab-
«5 lauf. Am Boden des Zylinders ist ein Vorsprung do vorgesehen, um ein Aufsitzen des
Ventiltellers vt am Boden zu verhindern. Hier regelt das Ventil vs, vt den Flüssigkeitsdurchlauf,
indem je nach der Bewegung des KoI-bens und. des Steuerschiebers der Ventilteller
vt die Öffnung im Ventilsitz mehr oder weniger öffnet oder ganz abschließt.
Claims (7)
- Patentansprüche:i. Hydraulische Kopiereinrichtung an Werkzeugmaschinen, insbesondere Fräsmaschinen, mit einem durch Druckflüssigkeit entsprechend der Bewegung des Tasters gesteuerten Arbeitskolben, dessen Kolbenstange mit dem Werkstück- oder Werkzeugträger verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß in der Wandung des stehenden Zylinders oder Arbeitskolbens eine Längsbohrung vorzusehen ist, die als Rückführleitung und zugleich zur Aufnahme eines unterFlüssigkeitsdruck stehenden Steuerschiebers dient, der in zwangsläufiger Bewegungsverbindung mit dem Taster steht und der den Durchfluß zvvisehen sich und dem auf der Unterseite beaufschlagten Arbeitskolben und damit den Druck der ständig'Strömenden Druckflüssigkeit auf die wirksame Kolbenfläche derart regelt, daß die auf die Schieber-45. bewegung folgende Kolbenbewegung die Größe der Durchflußöffnung selbsttätig dem bestehenden Gegendruck anpaßt.
- 2. Kopiereinrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchflußöffnung mit dem Arbeitskolben (c) durch einen im Boden des Zylinders (d) gelagerten, zur Rückführung der Flüssigkeit längs durchbohrten Schieber (fs) gebildet wird, dessen entsprechend der Tasterbewegung gedrehtes Antriebsritzel (q) auf der gegenüberliegenden Seite mit einem unter dem Flüssigkeitsdruck stehenden Kolben (ft) im Eingriff steht.
- 3. Kopiereinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchflußöffnung mit dem Arbeitskolben (c) durch einen im Boden des Zylinders (d) gelagerten, unter dem Flüssigkeitsdruck stehenden und in Abhängigkeit von der Tasterbewegung gesteuerten Schieber (/) gebildet wird, wobei die Rückführung der Flüssigkeit durch einen der Stirnfläche des Schiebers gegenüberliegenden Kanal (ko) im Arbeitskolben (c) erfolgt.
- 4. Kopiereinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchflußöffnung mit dem Arbeitskolben (c) durch einen in einer exzentrischen Bohrung Qi) dieses Kolbens gelagerten und entgegen einer Feder (r 1) durch ein Zahnrad (q) in Abhängigkeit von der Tasterbewegung gesteuerten Ventilteller (vt) gebildet wird, wobei die Rückführung der Flüssigkeit durch die Längsbohrung Qi) der Ventilspindel (/) erfolgt.
- 5. Hydraulische Kopiereinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchflußöffnung mit dem Arbeitskolben (c) durch einen seitlich vom Kolben zum größeren Teil in der Zylinderwandung (d) gelagerten, unter dem Flüssigkeitsdruck stehenden und in Abhängigkeit von der Tasterbewegung gesteuerten Schieber (f) gebildet wird, wobei die Rückführleitung der Flüssigkeit durch die Kammer Qi) für den Schieber (/) seitlich vom Kolben (c) erfolgt.
- ■ 6. Hydraulische Kopiereinrichtung gemäß Anspruch 1, bei welcher die Einstellung der als Gewindespindel ausgebildeten Kolbenstange auch von Hand vorgenommen werden kann, dadurch gekennzeichnet, daß die Gewindespindel mittels einer Mutter längs verstellbar im Kolben gelagert ist. joo
- 7. Hydraulische Kopiereinrichtung gemäß Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß über die am Werktisch (-D) befestigte Musterform (c) der Taster (m, n) einerTastvorrichtung läuft, dessen vertikale j Bewegungsveränderungen mittels Zahnradübertragung und eines Winkelradgestänges zwangsläufig auf den Steuerschieber (/) übertragen werden, wobei die Tastvorrichtung Q, in, n, p) quer zum 11 ο Werktisch verschiebbar an einem höhenverschiebbar an der Konsole (B) befestigten Rahmen (R) gelagert ist, welcher zugleich das zwecks Höhenverschiebung mit einer ausziehbaren Übertragungswelle (zv) versehene Übertragungsgestänge trägt.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DESCH106518D DE674680C (de) | 1935-03-05 | 1935-03-05 | Hydraulische Kopiereinrichtung an Werkzeugmaschinen, insbesondere Fraesmaschinen |
Applications Claiming Priority (1)
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| DESCH106518D DE674680C (de) | 1935-03-05 | 1935-03-05 | Hydraulische Kopiereinrichtung an Werkzeugmaschinen, insbesondere Fraesmaschinen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE674680C true DE674680C (de) | 1939-04-21 |
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| DESCH106518D Expired DE674680C (de) | 1935-03-05 | 1935-03-05 | Hydraulische Kopiereinrichtung an Werkzeugmaschinen, insbesondere Fraesmaschinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE674680C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1045841B (de) * | 1954-12-11 | 1958-12-04 | Christoph Willi Gehring | Vorrichtung zum Honen nicht zylindrischer Werkstueckflaechen |
-
1935
- 1935-03-05 DE DESCH106518D patent/DE674680C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1045841B (de) * | 1954-12-11 | 1958-12-04 | Christoph Willi Gehring | Vorrichtung zum Honen nicht zylindrischer Werkstueckflaechen |
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