DE674544C - Tragbares elektrisches Pruefgeraet zum Pruefen von Isolationswiderstaenden - Google Patents

Tragbares elektrisches Pruefgeraet zum Pruefen von Isolationswiderstaenden

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DE674544C
DE674544C DEM129161D DEM0129161D DE674544C DE 674544 C DE674544 C DE 674544C DE M129161 D DEM129161 D DE M129161D DE M0129161 D DEM0129161 D DE M0129161D DE 674544 C DE674544 C DE 674544C
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    • G01MEASURING; TESTING
    • G01RMEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
    • G01R27/00Arrangements for measuring resistance, reactance, impedance, or electric characteristics derived therefrom
    • G01R27/02Measuring real or complex resistance, reactance, impedance, or other two-pole characteristics derived therefrom, e.g. time constant
    • G01R27/025Measuring very high resistances, e.g. isolation resistances, i.e. megohm-meters

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Description

  • Tragbares elektrisches Prüfgerät zum Prüfen von Isolationswiderständen Die. Erfindung betrifft ein tragbares elektrisches Prüfgerät zum Prüfen von Isolationswiderständen und zum Nachweis von Isolierungsfehlern in Kondensatoren, Kabeln o. dgl.
  • An Gleichstromquellen für tragbare elektrische Prüfgeräte wird in erster Linie die Forderung gestellt, daß sie von einfacher und robuster, aber trotzdem leichter Bauart sein sollen. Es sind Vorrichtungen bekannt zur Erzeugung einer Gleichspannung durch Ladung eines oder mehrerer Kondensatoren von einer Wechselstromquelle aus über als Gleichrichter dienende Ventilröhren. Diese bekannten Anordnungen sind jedoch kostspielig und kompliziert und eignen sich infolge ihres beträchtlichen Gewichtes und infolge der großen Empfindlichkeit der Gleichrichteranordnung gegen mechanische Beschädigung nicht als Spannungsquellen in. tragbaren Prüfgeräten. Eine Bauart, die in bezug auf Leichtigkeit, Einfachheit und Unempfindlichkeit gegen mechanische Beschädigung den obigen Forderungen entspricht, erhält man' zwar, wenn man die Ventilröhren durch eine Funkenstrecke oder andere Entladungsstrecke mit stationären Elektroden ersetzt und den Kondensator über diese Funkenstrecke mittels eines an eine geeignete Stromquelle, vorzugsweise ein Trockenelement, angeschlossenen Funkeninduktors kleiner Abmessungen ladet. Diese Anordnung hat jedoch den Nachteil, daß die Schlußspannung am Kondensator von -zufälligen Umständen, wie der Größe der Batteriespannung, der Arbeitsgeschwindigkeit des Funkeninduktors o. dgl., abhängig ist, und außerdem liegt die Gefahr vor, daß der .Kondensator sich -über die vorzugsweise homogene Funkenstrecke entladet, wenn der Kondensator eine gewisse Spannung erreicht hat.
  • Diese Nachteile werden gemäß der Erfindung dadurch vermieden, daß bei einem tragbaren Gerät der eingangs genannten Art, bei dem die Spannungsquelle aus einem Kondensator besteht, der mittels eines Funkeninduktors über eine Funkenstrecke mit stationären Elektroden auf hohe Spannung geladen wird, parallel zu dem über die vorzugsweise homogene Funkenstrecke geladenen Kondensator ein Ableitungskreis geschaltet ist; der eine Entladungsstrecke, z. B. eine Glimmlampe, vorzugsweise in Reihe mit einem Ohmschen Widerstand enthält. Die im Ableitungskreis enthaltene Glimmlampe kann man als Stromanzeigegerät beim Prüfvorgang benutzen, indem die während der Ladung des Kondensators in dem Ableitungsstromkreis liegende Glimmlampe während der Prüfperiode zwischen die Pole des Kondensators in Reihe mit dem Prüfgegenstand geschaltet wird.
  • Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird an Hand der Zeichnung beschrieben. Das elektrische Isolationsprüfgerät enthält einen Funkeninduktor io, dessen Sekundärwicklung an zwei Leitungen i und 15 angeschlossen ist und dessen Primärwicklung von einer Batterie 13 aus gespeist wird. Dabei ist der positive Pol 12 der Batterie 13 über eine Leitung i i an den Selbstunterbrecherkontakt angeschlossen, während der negative Pol 1¢ über eine Leitung 15, einen Druckknopfschalter 16 und eine Leitung? an, das andere Ende der Primärwicklung angeschlossen ist. Die Leitung i ist mit der einen Elektrode der Funkenstrecke 3 verbunden, deren andere Elektrode über .eine Leitung 4 an die eine Klemme des zu ladenden Kondensators 6 angeschlossen ist, während die andere Klemme des Kondensators mit der Leitung 15 verbunden ist. Dieser Kondensator wird im folgenden kurz als Ladungskondensator bezeichnet. An die eine Klemme des Ladungskondensators 6 ist ferner die eine Klemme einer Glimmlampe 7 angeschlossen, deren andere Klemme entweder über einen Vorschaltwiderstand 17 und einen mit dem Schalter 16 mechanisch verbundenen Schalter 18 oder über einen Vorschaltwiderstand 8, einen Schalter i9 und den zwischen den Anschlußklemmen 2o und 2i eingeschalteten- Prüfgegenstand36 an die zweite Klemme des Kondensators angeschlossen werden kann.
  • Zwischen dem positiven Pöl 12 der Batterie 13 und der Anschlußklemme 2o ist eine Glühlampe 22 in Reihe mit einem Druckknopfschalter 23, geschaltet. Die andere Anschlußklemme 21 ist über die Leitung 15 dauernd an den negativen Pol 14 der Batterie 13 angeschaltet.
  • Mit. strichpunktierten Linien ist eine zusätzliche Vorrichtung angedeutet, die beispielsweise zum Prüfen der Durchschlagfestigkeit von Kabeln dient. Die Leitung i ist mittels einer Leitung 24 an eine Anschlußklemme 25 angeschlossen, und zwischen den Leitungen 15 und 24 ist eine einstellbare Funkenstrecke 26 eingeschaltet. Diejenigen Adern des Kabels, zwischen denen die Durchschlagfestigkeit geprüft werden soll, werden an die Anschlußklemmen 21 und 25 angeschlossen. Dias Prüfgerät wird wie folgt benutzt: Es. sei angenommen, daß z. B. die Isolation eines Kondensators 36 geprüft werden soll. Der Kondensator 36 wird dann zuerst zwischen den Anschlußklemmen 20 und 21 eingeschaltet. Dann wird der Knopf 16, 18 niedergedrückt, -wobei einerseits ein von der Batterie 13 zum Funkeninduktor io verlaufender Speisestromkreis über den Schalter 16 geschlossen wird und andererseits die Glimmlampe 7 parallel zu dem Ladungskondensator 6 und in Reihe mit dem Vorschaltwiderstand 17 geschaltet wird. Hierbei wird der Funkeninduktor io in Tätigkeit versetzt, wobei die Aufladung des Ladungskondensators 6 bis zur gewünschten Prüfspannung in folgender Weise stattfindet: Wenn die Spannung des Funkeninduktors nach dem, Niederdrücken des Knopfes 16, 18 sich seinem größten Höchstwert, z. B. seinem positiven Höchstwert, nähert, so -wird die Spannung über die Funkenstrecke 3 die Zündspannung überschreiten, wobei eine Entladung stattfindet und der Kondensator eine gewisse Ladung erhält. Die Spannung am Kondensator steigt dabei etwas. Wenn nunmehr die Spannung am Funkeninduktor durch Null bis zum negativen Höchstwert herabsinkt, so wird offenbar der Kondensator bestrebt sein, sich über die Funkenstrecke zu entladen. Nun ist zu berücksichtigen, daß die positiven und negativen Werte der Wechselspannung des Funkeninduktors verschieden hoch sind. Bei Kontaktschluß in der Erstwicklung steigt nämlich der Erregungsstrom wegen der hohen Selbstinduktion nur langsam an, und infolgedessen wird in :der Zweitwicklung eine verhältnismäßig niedrige Spannung induziert, die nicht genügt, um einen überschlag zwischen den Elektroden der Zweitwicklung zu bewirken. Während der Kontaktschlußperiode wird elektrische Energie im Magnetfeld !des Funkeninduktors angehäuft, und diese Energie verschwindet bei der Kontaktöffnung plötzlich, was die Induzierung einer hohen Spannung in der Zweitwicklung veranlaßt, die einen Überschlag bewirkt. Die- Summe der Kondensatorspannung und der negativen Höchstspannung des Funkeninduktors erreicht also nicht einen Wert, der die Zündspannung der Funkenstrecke erreicht, und folglich wird die erhaltene Ladung im Köndensator zurückbleiben. Das nächste Mal, wenn die Spannung des Funkeninduktors sich seinem positiven Höchstwert nähert, findet wieder eine Entladung in der Funkenstrecke statt, wobei der Kondensator noch eine Ladung erhält, so daß seine Spannung weiter gesteigert wird. Der Kondensator wird in dieser Weise schrittweise aufgeladen, bis seine Spannung einen Wert erreicht hat, der der Zündspannung der mit ihm parallel geschalteten Glimmlampe 7 entspricht. Wem- dieses eintrifft, entsteht eine Entladung über die Glimmlampe 7, wobei ein Ableitungskreis, der die Glimmlampe 7 und deren Vorschaltwiderstand 17 enthält, .über den Ladungskondensator geschlossen -wird. Der Ableitungsstrom durch diesen Stromkreis ist anfänglich sehr schwach, weil die Glimmlampe, sölanbe die Spannung am Kondensator niedrig ist, .den größten Teil des Spannungsabfalles verschluckt. Je mehr die Spannung am Kondensator steigt, wird jedoch der Vorschaltwiderstand einen immer größeren Anteil des Gesamtspannungsabfalles übernehmen, so daß der Ableitungsstrom schneller als die Spannung des Ladungskondensators steigt. Andererseits wird die je Periode der pulsierenden Wechselspannung in den Ladungskondensator eingeführte Ladung immer kleiner, je größer die Kondensatorspannung wird. Wenn die je Zeiteinheit zugeführte Elektrizitätsmenge gleich der in derselben Zeit abgeleiteten Elektrizitätsmenge tvird, tritt offenbar ein Gleichgewichtszustand ein, nach dessen Erreichen die Spannung nicht mehr steigt, obwohl der Knopf 16, i 8 noch niedergedrückt wird. Durch zweckmäßige Bemessung des Vorschaltwiderstandes 17 läßt sich offenbar erreichen, daß die Kondensatorspannung niemals einen so hohen Wert erreichen kann, daß die Summe der genannten Spannung und der negativen Höchstspannung des Funkeninduktors die Zündspannung der Funkenstrecke erreicht. Hierdurch wird also in wirksamer Weise die Entladung des Kondensators 6 über die Funkenstrecke 3 verhindert. Andererseits muß die Schlußspannung des Kondensators wesentlich höher sein als die Zündspannung der Glimmlampe 7, weil ja in dem dargestellten Gerät die während der Ladungsperiode in dem Ableitungskreis liegende Glimmlampe als Anzeigegerät während der Prüfperiode verwendet werden soll.
  • Der Knopf 16, 18 wird so lange, und zwar im allgemeinen 3 bis q. Sekunden, niedergedrückt gehalten, bis die Schlußspannung in dem Ladungskondensator erreicht wird. Das erkennt man daraus, daß die Glimmlampe mit einer gewissen Lichtstärke gleichmäßig brennt. Nunmehr wird der genannte Knopf losgelassen, und statt dessen wird während 5 bis 8 Sekunden der Knopf 19 niedergedrückt, wobei die Glimmlampe in Reihe mit dem Vorschaltwiderstand 8 zwischen den Ladungskondensator 6 und den zu prüfenden Kondensator 36 eingeschaltet wird. Wenn die Isolierung gut ist, so entsteht nur eine kurzdauernde Glimmerscheinung in der Glimmlampe 7, weil der zu prüfende Kondensator einen Ladungsstrom erhält, der unterbrochen wird, sobald der Spannungsunterschied- zwischen den Kondensatoren 6 und 36 bis zur Löschspannung der Glimmlampe 7 gesunken ist. Die relative Dauer der Glimmerscheinung ist dabei auch abhängig von der Größe des Vorschaltwiderstandes B. Wenn die Isolierung weniger gut ist, so sinkt nach der Hufladung die Spannung am Kondensator 36 infolge der Ableitung, bis der Spannungsunterschied zwischen dem Ladungskondensator und dem zu prüfenden Kondensator wieder bis zur Zündspannung der Glimmlampe ge= stiegen ist, worauf erneute Aufladung durch die Glimmlampe mit dadurch verursachter Glimmerscheinung stattfindet. Je schneller die Glimmerscheinungen wiederkehren, um so schlechter ist offenbar die Isolierung. Wenn man eine starke und ausgedehnte Glimmerscheinung erhält, so besitzt der geprüfte Kondensator 36 eine sehr schlechte Isolierung. Wenn die Glühlampe 22 beim Niederdrücken des Knopfes 23 leuchtet, so ist Kurzschluß vorhanden. . -Wenn man beim Prüfen eines fehlerfreien Kondensators die Ladungsglimmerscheinung wiederholt feststellen will, so muß der Kondensator 36 jedesmal nach dem Niederdrükken des Knopfes i9 entladen werden. Dies kann durch Niederdrücken des Knopfes 23 erfolgen, wobei der Kondensator 36 sich über die Glühlampe 22 und die Batterie 13 entladet.
  • In den Ableitungsstromkreis kann an, Stelle der Glimmlampe eine andere Entladungsstrecke eingeschaltet werden, deren Löschspannung wesentlich größer ist als die Zündspannung der während .der Prüfperiode als Anzeigegerät benutzten Glimmlampe. In diesem Falle ergibt sich eine Schlußspannung am Ladungskondensator, die, praktisch genommen, unabhängig ist von den Schwankungen der vom Funkeninduktor gelieferten Höchstspannung.

Claims (3)

  1. PATIi,NTANSPRÜciir: i. Tragbares elektrisches Prüfgerät zum Prüfen von Isolationswiderständen und zum Nachweis von Isolierungsfehlern in `Kondensatoren, Kabeln o. dgl., bei ,dem die Spannungsquelle aus einem Kondensator besteht, der mittels eines Funkeninduktors über eine Funkenstrecke mit stationären Elektroden auf hohe Spannung geladen wird, dadurch gekennzeichnet, daß parallel zu dem :über die vorzugsweise homogene Funkenstrecke (3) geladenen Kondensator (6) ein Ableitungskreis geschaltet ist, der eine Entladungsstrecke (7), z. B. eine Glimmlampe, vorzugsweise in Reihe mit einem Ohmschen Widerstand (17), enthält.
  2. 2. Prüfgerät nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Ableitungsstromkreis und der Primärstromkreis des Funkeninduktors gleichzeitig geschlossen und geöffnet werden.
  3. 3. Prüfgerät nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die während der Ladung des Kondensators (6) in dem Ableitungskreis liegende Glimmlampe (7). während der Prüfperiode als Anzeigegerät in den Prüfstromkreis eingeschaltet ist. q.. Prüfgerät nach Anspruch a- bis 3. dadurch gekennzeichnet, daß eine Glüh-Jampe (2a) in Reihe mit der den Funkeninduktor speisenden Gleichstromquelle ( 13) niedriger Spannung und dem Prüfgegenstand (36) einschaltbar ist.
DEM129161D 1934-09-15 1934-11-13 Tragbares elektrisches Pruefgeraet zum Pruefen von Isolationswiderstaenden Expired DE674544C (de)

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