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Optische Kopiermaschine zum gleichzeitigen Kopieren mehrerer Negativfilme
auf mehrere Positivfilme Die Erfindung bezieht sich auf eine optische Kopiermaschine,
die zum gleichzeitigen Kopieren mehrerer Negativfilme, insbesondere eines Tonnegativfilms
und eines Bildnegativfilms, auf mehrere Positivfilme dient.
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Die Erfindung .besteht nun darin, daß bei einer solchen optischen
Kopiermaschine negativ- und positivseitig je zwei über Reibungskupplungen wirkende
Antriebsinotore für das in zwei Richtungen mögliche Auf- und Abrollen der Filme
vorgesehen sind und daß die gemeinsame Antriebswelle für die mit den Positivfilmen
vor ihren Belichtungsstellen in Eingriff stehenden Fördertrommeln und für die Fördertrommeln
der Negativfilme durch einen weiteren Antriebsmotor angetrieben ist.
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Diese erfindungsgemäße Gestaltung ergibt zugleich folgende Vorteile:
Es besteht die Möglichkeit, daß man zur Sicherung der Spannung der Filme bei abrollend
wirkender Spule ihren Motor vor dem Anlassen' des die Belichtungstrommeln antreibenden
Motors, wie dies an sich bekannt ist, in der dem Filmablauf entgegengesetzten Richtung
umlaufen lassen oder auch diesen Motor stillsetzen kann. Ferner kann man in einfacher
Weise ,die Filme in zwei verschiedenen Richtungen ablaufen lassen und, ohne Unregelmäßigkeiten
in dem Filmablauf befürchten zu müssen, praktisch beliebig lange Filme kopieren,
was nicht zuletzt in der klaren Trennung der Antriebsvorrichtungen für die Positiv-
und Negativspulen von den Vorrichtungen zur Vorbeiförderung der Filme an den Belichtungsstellen
begründet liegt.
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Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes ist zeichnerisch
wiedergegeben. a Fig. r ist eine schaubildliche Gesamtansicht der Mehrfachkopiermaschine.
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Fig. 2 und 3 sind Schnitte durch die Vorrichtung zum Antreiben der
Negative und durch einen Teil des Apparatgehätises in der Offen- und Schließstellung.
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Fig:4 zeigt die eine Reihe von. Mitnahmetrommeln für die Positivfilme.
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Fi.g. 5 zeigt -den das Aufrollen der beiden Negative durch Vermittlung
von Reibungskupplungen bewirkenden Motor.
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Fig.6 und 7 sind ein senkrechter Schnitt und eine Draufsicht einer
der Vorrichtungen zum Aufrollen der Positivfilme.
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In Fig. r, die schematisch die ganze Kopiermaschine darstellt, sind
die zwischen jedem Negativfilm und den entsprechenden Lichtspalten liegenden optischen
Teile fortgelassen, jedoch sind schematisch mit L1
und L2 die Wege
der von jedem Negativfilm ausgehenden Strahlenbündel angedeutet, durch die jenseits
von den Lichtspalten die Positivfilme belichtet werden. Das Bildnegativ i und das
Tonnegativ 2 laufen von den Abgabespulen ab und rollen sich auf die Aufnahmespulen
auf, die durch Reibung von einem gemeinsamen Motor aus angetrieben werden. Die Rollen
der Aufnahme- und Abgabespulen können vertauscht werden, indem man den Motor 8o
der zuAbgabespulen werdenden Aufnahmespulen stillsetzt und auskuppelt und den Motor
8o* der zum Antreiben der zu Aufnahmespulen werdenden Abgabespulen bestimmt ist,
in Gang setzt und einkuppelt.
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Der eigentliche Antrieb der Negative erfolgt durch die Trommel
3. Die Negative werden der Trommel 3 durch auf feststehenden Zapfen gelagerte
Rollen zugeführt. Dabei genügt die Elastizität der Negative dazu, sie in Anlage
an der Trommel 3 zu halten. Zur Projektion der beiden Negative sind zwei Lampen
16 und 17 an den Belichtungsstellen (Fig.2, 3) vorgesehen; die Trommel 3 wird unabhängig
von allen Reibungskupplungen durch das allgemeine Getriebe der Maschine angetrieben,
das den im Fuß ioi befestigten Motor iöo, dessen Welle 99 und die Zwischenwelle
66 umfaßt. Die Welle 66 trägt am' einen Ende eine Schnecke zum Antrieb der Trommel
3.. Am anderen Ende der Welle 66 ist eine weitere Schnecke 65 befestigt zum Antrieb
der die Mitnahmetrommel 97, 97' für die Positivfilme 5 tragenden Wellen 6o, 6o'.
Zwischen der Schnecke 65 und der Welle 6o' ist ein Hilfszahnrad 98 angeordnet, damit
die Wellen 6o und 6o' in derselben Richtung umlaufen. Die Positivfilme werden von
der Abgabespulensäule D zugeführt und rollen sich auf die Aufnahmespulensäule R
auf, die durch Reibung vom Motor 96 .mitgenommen wird. Dazwischen laufen die Positivfilme
über die Trommeln 97 für die Tonaufzeichnungen, die: Ausgleichs- und Spannrollen
125 und über die Trommeln 97' für die Bildübertragung.
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Haben sich die Bühnen P1 und P2, die je zwei Spulensäulen tragen,
um ihre Zapfen gedreht, wie weiter unten näher erläutert wird, so können die auf
die Reservespülen der dritten Säule D' aufgerollten Positivfilme sich abrollen,
um auf die Spulen der von der BühneP2 getragenen vierten Säule R', die den Platz
von R eingenommen hat und jetzt durch Reibung vom Motor 96 angetrieben wird, aufgerollt
zu werden. Selbstverständlich kann die Mitnah-me ebensogut in der Richtung von R
nach D bzw. von R' nach D' stattfinden, wenn man den Motor 96' statt des Motors
96 in :der entsprechenden Richtung umlaufen läßt. Ganz ällgemeinkann eine der Spulensäulen
und eine von :den Bühnen in der beschriebenen Weise in Verbindung mit irgendeiner
der Spulensä ulen der andern Bühne als Aufnahmespule verwendet werden.
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Der allgemeine Antrieb durch die Welle 99 des Motors ioo bewirkt auch
den stetigen Antrieb der Lichtwechselschaltbänder io2 und io2' für das Kopierender
Tonaufzeichnungen und der Bilder durch Vermittlung der Nebenwelle 103, deren Antrieb
mit starker Untersetzung von der Welle 99 aus erfolgt. An den Enden trägt die Welle
103 die Mitnahmetroznmeln io4, io4' für die Schaltbänder io2, i02'.
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Es sollen jetzf im einzelnen die verschiedenen Teile der Maschine
beschrieben werden. Die Fig. 2 und 3 sind waagerechte Schnitte längs der Achse der
Mitnahmetrommel für den Negativbildfilm i und den Negativtonfilm 2. Diese Trommel
oder Hohlwelle 3 weist zwei Zahnkränze 4. und 4' an ihren beiden Enden für die Mitnahme
der Filme i und 2 durch je eine Lochreihe auf und bildet zusamrnen mit den mit ihr
gleichachsigen feststehenden Ringen Ringspalte i.., 15. Diese Ringe 203 und
2o3' dienen ferner auch zur zusätzlichen Führung der mit ihren äußeren Rändern auf
ihnen aufliegenden Filme i, -2. Die Trommel 3 trägt ferner einen Zahnkranz 6 zum
Antrieb mittels der Welle 66 (Fig. i) und einen Flansch 7, der dazu dient, durch
Vermittlung einer Reibscheibe 9 ein zum Regeln dienendes Schwungrad B mitzunehmen.
Das Sch-,vungrad 8 ist mit einer Scheibe i i durch einen Stift 12 auf Drehung verbunden,
und seine Querbewegungen werden durch zwischen ihm und der Scheibe i i angeordnete
Federn io gedämpft. Das Schwungrad soll die durch das Arbeiten der Zahnräder bedingten
Vibrationen ausgleichen.
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Ein Gehäuse 13 umschließt die Trommel 3 unter Freilassung der Ringspalte
1.4, 15. Die Lichtquellen 16 und 17 für die Projektion der Bild- und Tonaufzeichnungen
sind innerhalb der Trommel 3 auswechselbar angeordnet. Die Deckel 18 und 21 des
Gehäuses 13 gestatten ein schnelles Herausnehmen und Einsetzen. Die Kühlung erfolgt
durch einen Luftstrom, der aus das Gehäuse durchsetzenden Leitungen i9, i9' kommt:
Die Kühlluft entweicht, nachdem sie die Lampen 16, 17 umspült hat, durch die Öffnungen
2o; 2o, vor denen der übergreifendeRand desDeclzels2ieinenLchtabschluß bildet.
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Das allgemeine Gehäuse der Maschine kann durch die Türen 22, 22' geöffnet
werden; dabei muß das von den Lichtquellen i6, 17 ausgehendeLicht abgeblendetwerden,damit
nicht eine intensive Beleuchtung des Kopierraumes stattfindet. Zu diesem Zwecke
ist ein zylindrischer Schieber 23 vorgesehen. Dieser weist zwei Öffnungen 2q., 2q.`
auf, die durch Glasscheiben verschlossen sind, um zu vermeiden,
daß
die Filme durch den inneren Luftdruck abgehoben werden. Die Öffnungen 24, 24' decken
sich betriebsmäßig mit den Projektionsspalten 1d., 15. Der Schieber :23, den ein
Stift 26 am Drehen verhindert, ist durch einen Finger 25 mit der Verriegelungsvorrichtung
der Türen 22, 22' verbunden. Der Finger 25 steht in Eingriff mit einer Gabel an
einem Hebel 28, der auf einer Achse 29 befestigt ist, deren anderes Ende einen Arm
30 trägt. Eine Feder 31 hält den Arm 30 in Anlage an einen doppelarmigen
Hebel 32, der bei 33 an der Tür 22 drehbar gelagert ist. Sind die Türen22, 22' geschlossen
(Fig.2), so stört der Schieber 23 nicht die Projektion. Sobald jedoch die Türen
sich öffnen (Fig.3), verschließtder Schieber 23 die Lichtspalte 14, 15,
wie
nachstehend erläutert ist.
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Die die Bewegungen des Schiebers 23 verursachende Vevriegelungsvorrichtung
der Türen weist eine Achse 34 auf, die mittels eines Knopfes 35 in einem fest in
der Tür 22 sitzenden Führungslager 36 drehbar ist. Ein auf der Achse 34. befestigtes
Kurvenstück 37 besitzt eine schraubenförmige Nut 38, in die das Ende des Doppelhebels
32 faßt. Ein das Ende der Achse 34 bildender Vierkant 39 steht in Eingriff mit einer
Muffe 40, die einen Drehriegel 41 trägt. Eine Feder 4.2 ist um die Muffe herum zwischen
dem Drehriegel und einem Ansatz 4.4. der Tür 22 angeordnet, in welchem die Muffe
40 gleitet. Ein von der Muffe 40 getragener und sich an den Türansatz 44 legender
Stift q.3 hindert die Muffe daran, nach der Seite der Tür 22' hin aus dem Türansatz
44 herauszugehen und kann sich, wenn die Muffe um 18 o° gegenüber der Stellung
der Fig. 2 gedreht wird, in eine Vertiefung 4.5 des Ansatzes 44 legen. Bei geschlossenen
Türen greift der Drehriegel 41 in ein Maul .46 der Tür 22 ein. Um ein Verriegeln
von der Tür22'aus zu ermöglichen, ist diese mit einem ähnlichen Antrieb wie die
Tür 22 versehen, d. h. mit einer Muffe 47, die von einer Achse 3q.' mit außenliegendem
Drehknopf 35' getragen wird und mit der Muffe q.o durch Kupplungsklauen 48 in Eingriff
steht, so daß man auch mittels des Knopfes 35' den Drehriegel q.1 drehen kann. Im
übrigen trägt eine Isolierscheibe 49, die durch die Kurvennutscheibe 37 mitgenommen
wird, einen Kontakt 5ö, der gemeinsam mit einer Kontaktfeder 5 z, die- auf einer
weiteren an der Tür 22 befestigten Isolierscheibe 52 angebracht ist, den Stromkreis
einer nicht dargestellten Signallampe schließt, wenn die Türen verriegelt sind.
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Die Wirkung der Verriegelungsvorrichtung ist die folgende: Will man
die Türen öffnen, so dreht man den Knopf 35. Die Kurvennutscheibe 37 verstellt dabei
infolge ihrer Drehung den Doppelhebel 32, dessen Bewegung der Arm 3o unter
der Wirkung seiner Feder 3r mitmacht. Dadurch wird der Schieber z3 zu den Lichtspalten
14 und 15 in eine solche Lage gebracht, daßdiese durch ihn abgedeckt sind.
Gleichzeitig dreht sich .der Drehriegel 41 und tritt aus dem Maul 46 heraus, so
daß die Türen 22, 22' geöffnet werden können. Ferner wird der in die Vertiefung
45 gelangte Stift 43 in ihr durch die Spannung der Feder 42 festgehalten, so daß
mit der dadurch festgelegten Muffe q.o auch der Hebel 32 festgehalten wird und der
Schieber 23 sich nicht mehr von selbst verstellen kann. Will man den Schieber 23
herausnehmen, z. B. um die Glasscheiben zu reinigen, so kann man mittels eines versenkbaren
Anschlages 54 den vom Finger 25 des Schiebers23 fortbewegten Hebe128 festhalten.
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Zum Regeln der Lichtstärke der Kopierlampen 16 und 17 sind vom Gehäuse
3 getragene photoelektrische Zellen 55, 56 vorgesehen, auf die ein Teil des Lichtes
durch Öffnungen 57, 58 des Schiebers 23 fällt, die den Spalten rd., 15 entsprechen,
um jederzeit mit Hilfe von nicht dargestellten, mit den Zellen verbundenen Galvanometern
die Intensität des jeweils ausgestrahlten Lichtes kontrollieren zu können.
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Fig. q. ist ein Schnitt nach der Längsachse einer der senkrechten
Wellen, die die Mitnahmetrommeln für die Positivfilme tragen, die auf diesen Trommeln
durch die parallelen Projektionsstrahlenbündel getroffen werden.
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Der Antrieb der Welle 6o erfolgt durch das Zahnrad 61, -das mit einer
Schnecke 65 auf dem Ende der Welle 66 in Eingriff steht. Das Zahnrad 61 ist nachgiebig
mit der Welle 6o verbunden und weist zu diesem Zwecke Bohrungen 62 auf, die ein
geeignetes nachgiebiges Material aufnehmen. An .der mit der Welle 6o verstifteten
Nabe 64. sind Mitnahmestifte 63 befestigt, die durch das nachgiebige Material in
den Bohrungen 62 hindurchgehen, wodurch die Drehung des Zahnrades 61 auf die Welle
6o übertragen wird, ohne daß die durch sein Zusammenarbeiten mit dem Zahnrad 65
bedingte Vibration mitübertragen wird. Ein Anschlagring 67 hält das Zahnrad 61 in
Anlage an die Nabe 6.4.
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Die Welle 6o läuft in Lagern 68 und 69 und trägt die verschiedenen
Trommeln 70, 70' mit Zahnkränzen 7 r, 7 i' zur Mitnahme der Positivfilme .mittels
je einer einzigen Lochreihe. Die Trommeln sind unmittelbar oberhalb des elastisch
gelagerten Zahnrades 61 angeordnet. Mit dem unteren Teil .der Welle 6o ist eine
Nabe mit Flansch 72 verstiftet, die zur Aufnahme einer Schwungmasse 73 dient, die
durch eine Reibscheibe 74 mitgenommen wird. Ausgleichsfedern 75 stützen sich auf
einen bei der Drehung .der Schwungmasse durch einen Stift 77 mitgenommenen Ring
76. Ein Gehause
78 umschließt die vorerwähnten Teile, während ein
Ansatz 79 des allgemeinen Maschinengestells das obere Lager 69 trägt.
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Fig.5 stellt eine der beiden abwechselnd zum Aufrollen der Negativfilme
dienenden Vorrichtungen dar. Diese Vorrichtung besitzt einen Motor 8o, der am Tragkörper
81 befestigt ist und dessen Achse nach beiden Seiten vorsteht; um die Reibungskupplungen
für die beiden Negativfilme anzutreiben. Die Motorwelle trägt auf jedem Ende, z.
B. 82, einen Keil 83, der eine durch eine Mutter 85 festgelegte Nabe 84 mitnimmt.
Diese trägt einen Reibring 86, der die mit einem Flansch 88 versehene Hülse 87 .mitnimmt.
Die Hülse 87 hat auf ihrem Umfang Rillen 89, die zur Mitnahme der Nabe der Aufnahmespule
für den betreffenden Negativfilm -dienen.
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Für das Halten der Hülse 87 in der Längsrichtung ist eine leicht abnehmbare
Anschlagvorrichtung vorgesehen, die :durch eine Verschlußkappe go gebildet wird:
Die Kappe go wird in der Achsrichtung durch die Kugeln gi festgehalten, die sich
in eine Ringnut der Nabe 84 setzen und unter dem Einfluß von durch Schrauben 93
unter Spannung gesetzten Federn 92 stehen. Eine Reibscheibe 94 trennt die Kappe
gö von der Nabe 84.
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Die Mitnahmevorrichtung 8o' ist im wesentlichen ebenso wie die Vorrichtung
So ausgebildet, so daßdarauf verzichtet weiden konnte, sie auch noch im Schnitt
darzustellen. Im nachstehenden sollen aber ihre wesentlichen Teile, die Teilen der
Vorrichtung 8o entsprechen, dieselben Bezeichnungen mit einem Strich erhalten. Ihre
Hülse 87' dreht sich um die im gegebenen Augenblick unbeweglichen Naben 84', indem
sie die Reibung des Ringes 86' überwindet. Erfolgt das Abrollen in entgegengesetzter
Richtung, so wird der Motor 8o' für das Wiederaufröllen in Gang gesetzt, während
bei stillstehendem, Motor So das Abrollen gegen die Wirkung der Reibungskupplung
von den auf den Enden der Welle 83 gelagerten Hülsen 87 aus erfolgt.
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Die Fig. 6 und 7 stellen einen senkrechten Schnitt und eine Draufsicht
der doppelten Reibungsantriebe für :die Positivfilme mit einer Bühne P1 und zwei
Spulensäulen D; D'
dar. Der Motor 96 ist im Innern eines mit dem Gestell A
fest verbundenen Gehäuses 105 untergebracht. Der Verschlußdecke1204 dieses Gehäuses
gestattet das Herausnehmen des Motors: Die Welle des Motors trägt an ihrem oberen
Ende ein kleines Zahnrad i i i und an ihrem unteren Ende- ein Sperrad 2o6, dessen
Aufgabe nachstehend angegeben wird. Die :drehbare Bühne P, enthält einen Satz Zahnräder
unter ihrem Deckel 2o8. Die Bühne dreht sich um das Gehäuse io5 oberhalb des Befestigungsringes
2o9, jedoch erfolgt das Drehen der Bühne exzentrisch zum Zahnrad i i i des Motors
96. Die Plätte P, trägt zwei Zwischenzahnräder io8, io8', deren Stellung eine derartige
ist, daß je nach der der Platte P, gegebenen Stellung das :eine mit dem Zahnrad
i i i der Motorwelle in Eingriff steht, während das andere außer Eingriff ist. Die
Zahnräder-io8, iö8' stehen dauernd in Eingriff mit Zahnrädern von großem Durchmesser
Zoo, Zoo' mit langen Nabenhülsen iog; iog' zur Aufnahme der Spulensäulen D, D'.
Ein Keil 213 ist in einer Längsnut einer jeden Nabe zog, io9' angeordnet. Zur Vergrößerung
der Standfestigkeit der Nabe geht eine senkrechte Spindel 214 durch die Bühne P,
und die Nabe zog bzw. zog' und läuft in einen Ring 2 15 aus, der oberhalb
des oberen Endes der Nabe befestigt ist: Lager 216, -217, die aus einem Material
mit sehr niedrigem Reibungskoeffizienten bestehen und daher keiner Schmierung bedürfen,
sind zwischen Nabe und Spindel angebracht.
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Die Nahe trägt abnehmbare Reibscheiben 218 und Platten z 19 zur Aufnahme
der Spulen. Die Reibscheiben 2 18 sind an der Nabe i o9 durch den Keil 213
befestigt. Die Platten 219 werden durch Reibung von den Scheiben 218 unter Vermittlung
von Reibringen 22o mitgenommen. Eine Mutter z21 hält die zusammengehörigen Platten
Zig und Scheiben 218 in ihrer gegenseitigen Lage, ohne sie jedoch fest miteinander
zu verbinden, und die Filmspule 222 rollt sich in der üblichen Weise auf der sie
tragenden Platte 2i9 auf. Man kann auf diese Weise um jede Nabe iog, iog' herum
eine gewisse Anzahl Tragplatten äig übereinanderlagern, deren jede eine unabhängige,
mit ihr ein abnehmbares Aggregat bildende Renbsche:ibe 218 aufweist, mit der sie
dauernd verbunden ist.
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Wie bereits gesagt, enthält die Kopiermaschine zwei Bühnen P,, P,
mit je zwei Spulensäulen zu beiden Seiten der Bel:chtungströmmelwellen 6o, 6ö'.
Die Positivfilme können beispielsweise zum Belichten einer Gruppe von Positiven
von P, nach P. laufen, worauf man die folgende Gruppe von Positiven von P2 nach
P1 laufen läßt. Wenn die Spulen auf den Plätten Zig den Film abgeben, ist der Motor
96 unbeweglich. Der Zug am Film wird durch die Mitnahmetrommeln, z. B. 97, erzeugt,
und die Nabe i o9 ist festzuhalten, damit der Film beim Ü".bergang von der Spule
auf die Belichtungstrommel gespannt bleibt. Dies erreicht man bei in Eingriff bleibendem
Zahnradersatz iii, io8, Zoo durch das Sperrad 2o6 der Motorwelle, die durch eine
Klinke daran gehindert wird, sich in derder Zugrichtung des abrollenden Filme entsprechenden
Richtung zu drehen. Da somit die Nage iog durch den Motor unbeweglich
gehalten
wird, rollen sich die Positivspulen 222, die Filme unter Zug haltend, unter Überwindung
der Reibung der Reibscheiben 2z8, 220 ab.
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Ist die erste Gruppe von Positiven fertig, so erteilt man der Bühne
P1 eine halbe Drehung, um das vorher freie Zahnrad io8' in Eingriff zu bringen,
so daß die Spulensäule D' zur Aufnahmesäule wird. Sobald das Aufrollen der Positivfilme
auf die Nabe iog' begonnen hat und der Motor 96 in Gang gesetzt ist, fahren
die verschiedenen durch die Reibscheiben 218, 220 mitgenommenen Spulen fort, sich
aufzurollen. Bei dieser Aufrol.lrichtung verhindert das Sperrad ,-,o6 nicht das
Drehen des Motors 96.
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Die Belichtung mehrerer aufednanderfolgender Gruppen von Positiven
kann also in der Weise erfolgen, daß die Aufrollung abwechselnd auf die Bühnen P1,
P2 erfolgt.
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Man kann im oberen Teil des Maschinengestells zur Überwachung der
Arbeit der Motoren g6 und 96' photographisch unwirksame Kontrollampen verwenden.
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Die ,jeweils außer Eingriff mit dem Motor 96 stehende Spulensäule
D' kann leicht mit Spulen von Rohfilm besetzt werden, die man nach Ausführung einer
halben Drehung der Bühne P1 oder P, in der oben angegebenen Weise der Belichtung
aussetzen kann. Es empfiehlt sich dann, die zur Zeit nicht benutzten Reservespulen
zu sperren, um ein unzeitgemäßes Abrollen dieser Reservefilme zu verhindern. Die
Sperrung wird erreicht beim Drehen der Bühne P1, wenn dadurch das Zahnrad i i i
des Motors 96 mit dem die Reibungskupplung der Abgabespule D antreibenden
Zwischenrad io8 in Eingriff gebracht wird. Zu diesem Zweck ist das Gehäuse io5 des
Motors 96 in seinem oberen Teil mit einem Zahnkranz io6 versehen, dessen
Achse unsymmetrisch zu den auf den Wellen der Zwischenräder i o8, i o8' sitzenden
Zahnrädern 107, 107' liegt. Je nach der den Bühnen P1, P. gegebenen
Stellung (befindet sich das eine oder andere Zahnrad 107, 107' in Eingriff
mit dem festen Zahnkranz io6. Daraus ergibt sich die Unbeweglichkeit der finit dem
Zahnkranz io6 in Eingriff stehenden Seite, die der mit dem Zahnrad i i i in Eingriff
stehenden Seite entgegengesetzt ist. Sobald man dagegen die Bühne P1 dreht, kommt
das Zahnrad 107'
unter leichter Drehung außer Eingriff mit dem fersten Zahnkranz
io6, und ,das Zahnrad io8' kommt in Eingriff mit dem Zahnrad i i i, so daß das Abrollen
der auf D' angebrachten Filmreserve ermöglicht wird; der Motor 96 bleibt
während dieses Abrollens unter dem Einfluß des Sperrades 2o6 unbeweglich oder dreht
sich, wenn er nicht gesperrt ist, in dem für das Abrollen gewollten Sinne. Gleichzeitig
ist das - Zahnrad io7 seinerseits .gesperrt, um das Abrollen der inzwischen auf
die Nabe iog aufzusetzenden Reiservespulen zu verhindern.
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Auf die Mitnahme der Tragplatten Zig durch Reibung zurückkommend,
ist zu bemerken, daß dabei die Bildung jeder störenden Schleife zwischen der Belichtungstrommel
und der .Aufnahmespule verhindert wird. Sobald der Motor 96 sich zu drehen
beginnt, ist der Film gespannt.
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Im allgemeinen sind die das Abrollen der Aufnahmespulen für die Negativ-
und Positivfilme sichernden Reibungen so groß; daß die Filme sicher unter Spannung
gehalten sind. Es ist jedoch auch vorteilhaft, die Reibungswellen auf der Abgabeseite
entgegengesetzt der Abrollbewegung laufen zu lassen, damit die relative Geschwindigkeit
der Reibungsflächen stets größer als die absolute Geschwindigkeit der Aufnahmespulen
ist.