DE673422C - Verfahren zum Dekorieren von lackierten Oberflaechen durch Verdraengung des in der Farbe enthaltenen Pigments mittels einer das Pigment zusammendraengenden Treibfluessigkeit - Google Patents
Verfahren zum Dekorieren von lackierten Oberflaechen durch Verdraengung des in der Farbe enthaltenen Pigments mittels einer das Pigment zusammendraengenden TreibfluessigkeitInfo
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Description
- Verfahren zum Dekorieren von lackierten Oberflächen durch Verdrängung des in der Farbe enthaltenen Pigments mittels einer das Pigment zusammendrängenden Treibflüssigkeit Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Dekorieren von lackierten Oberflächen, bei dem .eine auf der Oberfläche aufgetragene: Farbe in noch flüssigem Zustande mit einer stark angreifenden und schnell verdunstenden Lösung bespritzt wird, vermöge deren die Farbe an einzelnen Stellen verdrängt wird. Bei einem bekannten Verfahren dieser Art wird die Farbe als solche durch das Lösungsmittel derart verdrängt, daß der Untergrund teilweise sichtbar wird und die zusammengedrängte Farbe allmählich verläuft. Die Erfindung besteht darin, daß eine Farbe verarbeitet wird, welche ein Bronzepigment enthält. Es hat sich herausgestellt, daß das Bronzepigment sich durch das Bespritzen mit dem Lösungsmittel aus seinem Träger herauslöst und sich an der Oberfläche zusammendrängt, derart, daß scharf begrenzte bronzene Felder entstehen. Diese bronzenen Felder rufen in Verbindung mit dem Untergrund den Eindruck von Alteisen hervor, während bei Behandlung anderer Farben infolge des allmählichen Verlaufens die Wirkung des Marmorierens hervorgerufen wird, Das Verfahren wird in der Weise durchgeführt, daß die Blechware zunächst eine Grundierung erhält, die zweckmäßig dunkler ist als der Grund und auch schlechte Stellen der Oberfläche unsichtbar macht. Nachdem der Grund getrocknet ist, wird auf ihn eine dünne Farbschicht mit Bronzepigment, und zwar zweckmäßig eine öllackbronzefarbe, gespritzt. Ehe diese getrocknet ist, wird die Fläche mit einer stark angreifenden und schnell verdunstenden Lösung besprenkelt. Dadurch hebt sich das Bronzepi.gmerit in der ölfarbe an die Oberfläche und läuft an einzelnen Stellen zusammen, so daß der Grund wieder sichtbar wird. Es entsteht auf der Platte ein eigenartiges wolkenartiges Muster, welches den Eindruck von Altmetall hervorruft.
- Als Grundierung sind harte öllackgrundierungen besonders geeignet.
- Die öllackfarbe enthält Bronzepigmente in Goldoder Silber (Messingbronze, Kupferbr@onze, Aluminiumbronze), -und zwar in einer Menge von 15 bis 25% je nach der Wirkung, die man erzielen. will.
- Die angreifende Sprenkellösung besteht zweckmäßig aus. einer Lösung der Gruppe der Glykolacetate mit angemessenen Zusätzen von Benzol und Alkohol, ferner auch aus Benzol, Benzin und ähnlichen Lösiungen, die sich mit dem entsprechenden nassen Bronzeüberzug nicht vertragen, ihn auseinandertreiben, aber auch schnell verdunsten. Bronzepigment hat deswegen eine andere Wirkung als ,andere Pigmente, weil es bei Behandlung finit der angreifenden Lösung an der Oberfläche schwimmt und an einzelnen Stellen zusammenläuft, so daß sich die Bronze nach dem schnellen Verdunsten der aufgesprenkelten Flüssigkeit scharf vom Grunde abhebt.
- Nachdem die angreifende Lösung verdunstet und die Bronzefarbe getrocknet ist, erhält der Gegenstand einen durchsichtigen Schutzüberzug aus einem geeigneten harten Lack.
- Beim Verarbeiten eines blauen dunklen Bleches läßt sich das Verfahren noch weiter vereinfachen. Wird der das Bronzepigment enthaltenden Farbe ein schwarzes Pigment zugesetzt, hat die Flüssigkeit also dunkle Färbung, so kann beim Lackieren dieses dunklen Bleches die Grundierung fortfallen. Die Silberbronze in Öl- lind Lackfarbe wird dann aufgetragen. Anschließend wird .die mit Schwarz versetzte Sprenkelflüssigkeit aufgespritzt. Da die Spre.nkelfarb:e sich mit dem noch nassen, dünn aufgespritzten, mit Br.:)1ze versetzten Lacköl nicht verträgt, treiben die einzelnen Tropfen beim Aufprallen auseinander, so daß sich die schwimmenden Bronzepigmente zusammenschieben. Die schwarze Sprenkelfarbe bewirkt hierbei eine weitere Schwärzung der Stellen, an denen die Bronze verdrängt ist.
- Der Vorzug des neuen Flächenmusters beruht nicht allein auf seiner geschmackvollen äußeren Wirkung, sondern auch darauf, daß alle Ungleichmäßigkeiten in der Oberflächenbeschaffenheit des Bleches verschwinden. Man kann daher für die Herstellung der Blechwaren ohne Bedenken Bleche verwenden, bei deren Herstellung weniger Gewicht auf die Herstellung einer einwandfreien Oberfläche gelegt ist. Auch läßt sich das Muster grob, mittel und fein herstellen und sich dadurch;-:der Größe des Gebrauchsgegenstandes anpassen. Man wird daher bei kleinen Gegenständen eine feinere Musterung anwenden:, bei größeren eine gröbere Musterung.
- Ein weiterer Vorteil des neuen Verfahrens ist, daß die Ware keine kostspielige,_ starke Grundierung erfordert und ein Abplatzen des Grundes oder ein Unansehnlicliwerden ausgeschlossen ist. Dieser an sich dünne, knochenharte, billige Grund, die geringen Kosten der dünnen öflackschicht mit geringen Bronzepiginenten ergeben bei den -ebenfalls billigen einfachen Vorarbeiten eine preiswerte Lackierung, die es ermöglicht, für den letzten farblosen Schutzlacküberzug, der für die Haltbarkeit ausschlaggebend ist, hochwertigste Lacke anzuwenden.
- Für die Güte des letzten Schutzüberzuges, der ja eigentlich für die Haltbarkeit allein. ausschlaggebend ist, können höhere Aufwendungen gemacht werden, @da die vorherigen Arbeitsgänge bezüglich der Kosten außerordentlich gering sind, was man bisher im allgemeinen von Lackierüberzügen nicht bebaupten konnte.
Claims (1)
- PATLNTANSPKUC11: Verfahren zum Dekorieren von lackierten Oberflächen durch Verdrängung des in der Farbe enthaltenen Pigments mittels einer das Pigment zusammendrängenden Treibflüssigkeit, dadurch gekennzeichnet, daß die auf das Blech aufgetragene Farbe ein Bronzepigment erhält.
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| DEB173082D DE673422C (de) | 1936-02-22 | 1936-02-22 | Verfahren zum Dekorieren von lackierten Oberflaechen durch Verdraengung des in der Farbe enthaltenen Pigments mittels einer das Pigment zusammendraengenden Treibfluessigkeit |
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