DE67101C - Verfahren zur Vorbereitung des Eisens zum Legiren - Google Patents

Verfahren zur Vorbereitung des Eisens zum Legiren

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DE67101C
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DENDAT67101D
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H. PIDOT in Stanhope Gardens, Grafsch. Middlesex, Engl
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22CALLOYS
    • C22C1/00Making non-ferrous alloys
    • C22C1/02Making non-ferrous alloys by melting
    • C22C1/03Making non-ferrous alloys by melting using master alloys

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 40: Hüttenwesen.
(Grafsch. Middlesex, England).
Patentirt im Deutschen Reiche vom 5. Juli 1892 ab.
Vorliegende Erfindung besteht in einem Verfahren, Eisen derart zu behandeln, dafs eine Legirung desselben mit Kupfer in jedem Procentsatz mit oder ohne Zusatz anderer Metalle ermöglicht und eine Reihe von Bronzen von rothgelb bis zu silberweifs bezw. dem sogenannten Pidots »Eisensilber« und »Ferrobronze« gebildet wird.
Der erwähnten Legirung können auch andere Metalle, wie zum Beispiel Zink, Zinn, Nickel, Aluminium, Blei, Mangan etc., hinzugesetzt und auf diese Weise eine Anzahl neuer Legirungen gebildet werden, die im Handel von grofsem Werth sind, da dieselben für diejenigen Zwecke benutzt werden können, für welche bisher Eisen, Kupfer oder Bronze Anwendung fanden.
Diese Legirungen können in irgend einer Art und Weise durch Giefsen, Walzen, Ziehen, Schmieden, Löthen, Stanzen etc. verarbeitet werden, während die Herstellungskosten derselben verhältnifsmä'fsig gering sind, da die hierzu verwendeten Materialien zum gröfsten Theile aus Abfällen bestehen.
Gufseisenabfälle, Späne oder dergleichen werden in ein Salzsäurebad eingetaucht, durch welches ein Kohlensäurestrom geleitet wird, zum Zwecke, die Bildung von bestimmten Eisenchlorüren und -Chloriden zu verhindern.
Hierauf wird ein Dampfstrahl durch das Bad getrieben, die Flüssigkeit abgelassen, die Rückstände getrocknet und mit anderen Metallen legirt.
Zur Herstellung des obenerwähnten sogenannten »Eisensilbers« werden Kupfer, Zink und Eisen in etwa folgenden Verhältnissen legirt: Kupfer 40 pCt., Zink 25 pCt, Eisen wie oben beschrieben vorbereitet 35 pCt.
Soll die Legirung kein Kupfer enthalten, so wird das oben beschriebene Verfahren angewendet; wenn aber Kupfer oder Kupfer und Zink entweder einzeln oder als Messing mit dem Eisen legirt werden sollen, empfiehlt es sich, das Verfahren dahin abzuändern, dafs man Kupfer bezw. Kupfer und Zink oder Messing dem Eisen zusetzt, während sich letzteres noch in dem Salszsäurebad befindet, anstatt die Legirung nachher in dem Schmelztopf vorzunehmen.
In letzterem Falle wird folgendermafsen verfahren. Das Eisen wird in das Salzsäurebad gestellt und bleibt so lange darin, bis die Flächen desselben durch Einwirkung der Säure hell und rein werden. Hierauf wird ein Dampfstrahl ungefähr eine halbe Stunde lang und danach ein Strom Kohlensäuregas ebenfalls dieselbe Zeitdauer durch das Bad hindurchgeschickt. Letzteres geschieht einmal täglich, bis das Bad ungefähr drei Tage gestanden hat, während der* Dampfstrahl nicht wiederholt wird. Der Kohlensäurestrom hat den Zweck, die Bildung von bestimmten Eisenchlorüren und -chloriden zu verhindern, obwohl gewisse unerkennbare Formen dieser Salze gebildet werden. Nachdem das Bad, wie erwähnt, ungefähr drei Tage gestanden hat, währenddessen die Säure ab und zu durch Zusatz erneuert und wiederholt benutzt werden kann, wird Kupfer bezw. Kupfer und Zink hinzugesetzt,
welche Metalle sich bald mit dem Eisen mischen.
Nachdem das Bad noch ungefähr fünf Tage gestanden hat, werden die Metalle zu einer pulverisirten Masse, wonach die Flüssigkeit abgelassen werden kann. Um die Bildung dieser Masse zu beschleunigen, setzt man Sägespäne hinzu, während sich erstere noch im Bade befindet, so dafs eine teigartige Masse entsteht, die dann auf einem Herd geröstet und vollständig carburirt wird. Die Masse wird hierauf in einem geeigneten Schmelztopfe geschmolzen und andere Metalle bezw. Legirungen, wie z. B. Kupfer, Messing, Zink, Aluminium, Blei, Zinn, Nickel, Mangan etc., in den gewünschten Verhältnissen zugesetzt.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Das Verfahren, Eisen zum Legiren mit anderen Metallen geeignet zu machen, darin bestehend, dafs man das Eisen der Einwirkung eines . Salzsäurebades unter Mit^ wirkung eines Dampfstrahles und eines Kohlensäurestromes aussetzt.
  2. 2. Eine Abänderung des unter i. gekennzeichneten Verfahrens, nach welcher man Kupfer, Zink oder Messing dem Eisen zusetzt, während es sich im Bade befindet.
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