DE25798C - Verfahren zur Herstellung oxydfreien Nickels und Kobalts - Google Patents

Verfahren zur Herstellung oxydfreien Nickels und Kobalts

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DE25798C
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DE
Germany
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oxide
cobalt
nickel
manganese
metal
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DENDAT25798D
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G. selve, Chef der Firma BASSE & SELVE und F. lotter, Beide in Altena i. W
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B23/00Obtaining nickel or cobalt
    • C22B23/06Refining

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Materials Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 40: Hüttenwesen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 23. Januar 1883 ab.
Käufliches Nickelmetall, selbst wenn es ziemlich frei von fremden Bestandtheilen ist, lä'fst sich bekanntlich nicht walzen, schmieden, hämmern, schweifsen etc., weil das Nickel im schmelzenden Zustande Sauerstoff absorbirt und das dadurch entstehende Oxydul gelöst behält. Diesem Uebelstande wirkt das vorliegende Verfahren entgegen, indem durch dasselbe der Sauerstoff, den das Nickel im Laufe des Processes im schmelzenden Zustande aufnehmen würde, mittelst eines Zusatzes von während des Processes aus Manganoxyden erhaltenem Mangan auf dessen Kosten entfernt wird, während das wieder entstehende Manganoxyd oder Oxydul in Schlackenform ausscheidet, so dafs ein oxydfreies, metallisch reines Nickel gewonnen wird. Als Rohmaterialien werden die unschwer und nicht zu theuer zu beschaffenden Oxyde beider Metalle benutzt.
Ein von schädlichen Bestandtheilen freies Nickeloxyd wird mit einem Oxyde des Mangans in für jeden Fall besonders auszuprobirenden Verhältnissen (in der Regel reichen zur Erlangung eines guten Resultates 2'/2 bis 3 pCt. Mangansuperoxyd aus) in Pulverform innig gemischt, dann in die übliche Form von Würfeln, Scheibchen oder Batzen etc. gebracht und so vorerst gemeinschaftlich reducirt.
Wird nun diese so erhaltene sehr innige Mischung beider Metalle zu geeigneten Gufsstücken geschmolzen, so absorbirt das metallische Mangan den Sauerstoff, den sonst -das Nickel beim Schmelzen aufnehmen würde, für sich und scheidet sich als Manganoxyd oder -Oxydul in Schlackenform aus. Etwa bei nicht gut geführtem Schmelzprocefs zurückbleibende Spuren von Mangan sind unschädlich.
Die so erhaltenen Gufsstücke zeichnen sich durch besondere Reinheit, Dichtigkeit, Weichheit und Dehnbarkeit, sowie schönen, metallischen Glanz aus. Sie lassen sich kalt und warm walzen, schmieden, hämmern, schweifsen, ziehen, überhaupt in jeder Weise leicht bearbeiten. Des Weiteren hat dieses so gewonnene Nickel die Eigenschaft, bei dem Zusatz zu anderen Metallen, z. B. zu Kupfer (Münzmetall) oder zu Kupfer und Zink (Neusilber) u. dergl. m., solche Legirungen bedeutend dehnbarer und schöner von Farbe zu machen und dichte und reine Güsse zu ermöglichen.
Dieses Verfahren hat ferner den grofsen Vortheil, dafs durch die Verwendung der billigen Manganoxyde das Nickelmetall kaum vertheuert wird, wohingegen die bisher üblichen Darstellungsarten des Nickels unter Anwendung anderer Beimischungen viel kostspieliger und auch schwieriger wird.
In gleicher Weise wird metallisches, walzbares, schmiedbares, überhaupt mit ähnlichen guten Eigenschaften versehenes und ähnlich zur Verwendung kommendes Kobalt dargestellt, also. indem man ein Kobaltoxyd in ähnlichen Verhältnissen mit Oxyden des Mangans in Pulverform innig mischt, diese Mischung in Würfel, Scheibchen oder Batzen etc. formt, die so verarbeiteten Oxyde gemeinschaftlich in üblicher Weise zu Metall reducirt und dann diese Metall-
mischung in geeignete Gufsstücke schmilzt, wobei wieder das Mangan unter Aufnahme von Sauerstoff in Schlackenform ausgeschieden wird und ein oxydfreies Kobaltmetall zurückbleibt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Das Verfahren, metallisches, schmiedbares,
    hämmerbares, ziehbares, überhaupt jeder Art .verarbeitbares Nickel oder Kobalt herzustellen durch Zusatz eines Oxyds des Mangans zu den Oxyden des Nickels oder des Kobalts in so geringen Mengen, dafs durch gemeinschaftliche Reduction dieser Oxydmischungen zu Metall unter Verhütung des Schmelzens während dieses Reductionsprocesses und darauf folgendes Schmelzen der so erhaltenen innigen Metallmischungen das Mangan ganz oder bis auf Spuren verschlackt wird und ein sauerstofffreies Nickel oder Kobaltmetall erfolgt.
DENDAT25798D Verfahren zur Herstellung oxydfreien Nickels und Kobalts Active DE25798C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US5409205A (en) * 1993-10-01 1995-04-25 Synchromotion, Inc. Apparatus and method of feeding paper from the bottom of a stack using a reciprocating separator

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