DE670702C - Verfahren zur Herstellung von metallischen Craqueleeverzierungen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von metallischen CraqueleeverzierungenInfo
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Classifications
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
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Description
- Verfahren zur Herstellung von metallischen Craqueleeverzierungen Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren, das geeignet ist, aus. Glas oder einer Glasur oder :aus Email bestehende Flächen keramischer oder anderer Gegenstände, durch ein metallisches. Cr;iqu@ele:enetz zu: verzieren.
- Die Erzeugung von sog. Craqueleemus.tern .auf Glas, Porzellan und Steinzeugwaren sowie auf emaillierten Gegenständen isf an stich bereits bekannt. Man stellt diese Muster gewöhnlich in der Weise her, d.aß man Glasuren oder Emails wählt, deren Ausdehnungskoeffizient von dernjemgen des Scherbens, oder Grundmetalls ,abweicht. Beim Einbrennen und Abkühlen der Glasur entsteht @daxm ein unregelmäßiges, aber im Ballgemeinen gl;ichmaschiges Netz von feinen Rissen oder Sprüngen; die Maschenweite kann man. in weiten Grenzen durch geeignete Wahl der Glasurzu,sammensetzung und der Brennbehandlung bestimmen: Um die Craqueleemust:er besser sichtbar zu: machen, hat man bereits die Haarrisse, die sich beim Abkühlen ergeben, zuerst ausellnandergebIasen und dann mit geeigneten Stoffen gefärbt, wodurch gewisse künstlerische Wirkungen erzielt wurden. Die Musterung bleibt jedoch stets nur ein in der Glasur oder in dem Email liegendes Flächenmuster.
- Durch das der vorliegenden Erfindung zugrunde liegende Verfahren wird :erreicht, daß das Craqueleemuster reliefartig hervortritt, und zwar in Form von aus beliebigem Metall bestehenden Drähten, die sich in der Form des Craqueleemusters plastisch über der Oberfläche des zu verzierenden Gegenstandes verteilen. Hierdurch können völlig neue Wirkungen erzielt werden, wobei das Cra,quiele,emus:ber zu der den Eindruck b:estimmenden, künstlerischen Verzierung wird.
- Das neue Verfahren wird in der Weise ausgeübt, daß die auf der zu verzierenden Fläche ,aus Glas oder der Glasur oder Email in an sich bekannter Weise erzeugten Craqueleeriss.e, ohne daß sie erweitert werden, zunächst durch ihre Kapillarwirkung elektrisch leitend gemacht werden, worauf -der zu verzierende Gegenstand in ein g alvanivsches Bad, z. B. ein Kupfer- oder Silberbad, gehängt wird, in welchem sich über den stromleitenden Haarrissen das Metall in Form zusammenbängender Fäden niederschlägt, so daß ein sich im Relief erhebendes Netz vorn metallischen Stegen entsteht. Die Metallstege besitzen halbkreisförmigen Querschnitt und sind in. den Kapillarrissen verankert, so daß besondere Befestigungswittel entbehrlich sind. Die Höhe und die Breite der Metallstege wird durch die Zeit, während ,der man den zu verzierenden Gegenstand im galvanischen Bad beläßt, bestimmt. Im allgemeinen genügt es, die Stege in einer Breite von o,5 bis o,8 mm und einer Dicke von o,5 mm zu erzeugen.
- Man kann in verschiedener Weise vorgehen, um die Haarrisse in der für das neue Verzierungsverfahren notwendigen Weise elektrisch leitend zumachen. Beisplelswemse kann man den zu verzierenden Körper in eine-Lösung von kolloidalem Metall oder Graphit eintauchen, was zur Folge hat, daß sich infolge der Kapillarwirkung in den Haarrissen eine zusammenhängende, elektrisch leitende Schicht von Metall oder Graphit bildet. Eine Erhitzung der Metall- oder Graphitlösung trägt zur Verbesserung der Füllung der Haarrisse bei.
- Taucht man den craqüeliertzn Gegenstand in eine Metallsalzlösung ein, so saugen sich die Haarrisse, wiederum infolge der Kapillarwirkung, mit der Metallsalzlösung voll, welche, wenn man die Oberfläche des zu verzierenden Körpers, bereinigt hat, in den Rissen verbleibt; durch eine geeignete Behandlung mit gasförmigen oder flüssigen Reduktionsmitteln kann man die Lösung zu leitendem Metall reduzieren.
- Die Haarrisse können auch dadurch leitend gemacht werden, daß man :den zu verzierenden Gegenstand in einer Verspiegelungslösung mit einem zusammenhängenden Metallspiegel überzieht, der beim Abreiben in den Haarrissen so viel Niederschlag zurückläßt, daß die Haarrisse ein für die nachfolgende Gal.-vanisierung ausreichendes 1,eitungsuetz bilden.
- Das ,auf die beschriebene Weise erzeugte Craqueleegitter kann durch Anwendung von für die Metalloberfiäehenveredlumg an sich bekannten Verfahren weiterbearbeitet werden. Beispielsweise kann man die Metalis;tege versilbern oder vergolden oder färben. Als Beispiel für die Verfärbung sei hier das Grünpatinieren erwähnt.
- Die von den sich reliefartig erhebenden Metallstegen umschlossenen Zellen können mit farbloser Glasur oder Email ganz oder teilweise ausgefüllt werden, wodurch einerseits eine zuverlässige Befestigung des Metallnetzes auf dem zu verzierenden. Körper, andererseits besondere künstlerische Wirkungen :erreicht werden. Auch kann man, wenn man das Craqueleegitter raus einem emailfärbenden Metall herstellt oder mit einem Metall öder einer Metallverbindung überzieht, die fähig ist, das Email zu färben, durch Verschmelzen des farblosen Emails, mit dem Craquel6enetz besondere Farbenwirkungen erzielen.
- Schließlich sei noch erwähnt, daß manw eitere Wirkungen dadurch erzielen kann, daß man die durch das Craque1eenetz gebildeten Zellen mit beliebigen farbigen Glasuren oder Emaillen füllt; denn auf diese Weisse lassen sich an einem Stück die vielfältigsten Farbwirkungen erreichen, besonders wenn man nach der Ausfüllung der Zellen mit Email die Metallstege selbst zum Sehluß einer weiteren Veredlung auf galvanischem oder anderem Wege unterwirft.
Claims (6)
- hATE..NTANSPRÜCHE-: i. Verzierungsverfahren für aus Glas oder aus ,einer Glasur oder aus Email o. dgl: bestehende Flächen, dadurch gekennzeichnet, daß die auf der zu verzierenden Fläche erzeugten, als Kapillaren wirkenden Haarrisse :elektrisch leitend ge- macht werden, worauf der zu, verzierend.-Körper auf galvanischem Wege mit sich über den Haarrissen. reliefartig erhebenden, feinen metallischen Stegen von halbkreisfömv.@em Querschnitt versehen wird, die durch die in den Haarrissen durch Kapillarwirkung festgehaltenen Metallteilchen verankert sind.
- 2. Ausführung sweisie des Verzierungsverfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der zu verzierende Körper in eine an sich bekannte, gegebenenfalls ,erhitzte Lösung von kolloidalem Metall oder Graphit eingetaucht wird, bis sich die Haarrisse durch Kapillarwrkung mit der Lösung gesättigt haben, um bei der nachfolgenden Galvanisierung als Stromleiter zu wirken. .
- 3. Ausführungsweise des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der zu verzierende Körper in :eine an sich bekannte Metallsalzlösung eingetaucht wird, wobei die Haarrisse durch Kapillaarwirkung so viel von der Lösung zurückhalten, daß durch eine nachfolgende Behandlung mit flüssigen oder gasförmigen Reduktionsmitteln die Haarrisse stromleitend werden. q..
- Ausführungsbeispiel des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, da.ß der zu verzierende Körper in eine an sich bekannte Verspiegelungslösung getaucht wird, wobei nach dem Abreiben des Silberspiegels in den Haarrissen durch Kapillarwirkung ein Silberniederschlag zurückbleibt, der die Haarrisse -stromleitend macht.
- 5. Verfahren nach Anspruch i bis q:, dadurch gekennzeichnet, daß die von den metallischen, reliefartigen Stegen umschlossenen Zellen ganz oder teilweise mit Glasur oder Email ausgefüllt werden, wobei durch das Einschmelzen einerseits eine zusätzliche Befestigung der metallenen gitterartigen Verzierung, andererseits eine zusätzliche Verzierung erreicht wird.
- 6. Verfahren nach Anspruch r bis q. bzw. r bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das metallische Craqueleegitter durch an ,sich bekannte Verfahren der Metalloberflächenveredlung, z. B. Vergoldung, Versilberung oder Metallfärbung, weiterbe-,arbeitet wird.
Priority Applications (1)
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Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
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| DE670702C true DE670702C (de) | 1939-01-23 |
Family
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Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEW101228D Expired DE670702C (de) | 1937-06-01 | 1937-06-01 | Verfahren zur Herstellung von metallischen Craqueleeverzierungen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE670702C (de) |
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1937
- 1937-06-01 DE DEW101228D patent/DE670702C/de not_active Expired
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