DE66955C - Milchprüfer - Google Patents

Milchprüfer

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DE66955C
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Germany
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vessel
milk
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DENDAT66955D
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Dr. A. N. NAHM in Königsberg i. Pr., Steindamm 38
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    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N33/00Investigating or analysing materials by specific methods not covered by groups G01N1/00 - G01N31/00
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 42: Instrumente.
Milchprüfer.
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren nebst Vorrichtung zur volumetrischen Bestimmung von Ausscheidungen aus Flüssigkeiten, insbesondere von Fett aus Milch und milchähnlicheri Stoffen.
Das Verfahren besteht darin, dafs man die Milch unter Zusatz einer Zersetzungsflüssigkeit, welche aus einer Lösung von Aetzalkali (Aetznatron, -kali, -ammoniak) in hochprocentigem Aethylalkohol und Amylalkohol zusammengesetzt ist, unter Druck bei Wassersiedetemperatur erhitzt, dann kurze Zeit der Ruhe überläfst und darauf die Absonderung aus dem Zersetzungsgefäfs in ein mit Theilung versehenes Mefsgefäfs saugt und in diesem das Volumen der Absonderung (durch Procente Fettgehalt ausgedrückt) feststellt.
Die vom Erfinder mit Vorzug benutzte Zersetzungsflüssigkeit setzt sich zusammen aus:
ι 500 ecm 62/3procentiger alkoholischer Kalilauge mit 96 procentigem Aethylalkohol dargestellt,
400 ecm Amylalkohol,
600 ecm 20 bis 2 5 procentigem Salmiakgeist.
An Stelle von Aethylalkohol kann man auch Methylalkohol und andere im Wasser lösliche Lösungsmittel für Amylalkohol benutzen.
Man versetzt 100 ecm der Milch mit 2 5 ecm der Zersetzungsflüssigkeit, wobei man erstere zweckmäfsig zuvor schon erhitzt.
Die zur Ausführung des Verfahrens dienende Vorrichtung setzt sich zusammen aus einem Zersetzungsgefäfs α und einem direct oder indirect damit verbundenen, mit Theilung e versehenen Mefsgefäfs d, welches im dargestellten Beispiel aus einer Röhre besteht.
Damit das Zersetzungsgefäfs während des Erhitzens den Druckschwankungen folgen kann und um ferner das Einsaugen der Abscheidung in die Mefsröhre zu erleichtern, ist das Zersetzungsgefäfs ganz oder zum Theil mit nachgiebigen Wänden ver-sehen; der Zeichnung gemäfs ist z. B. zu diesem Zwecke der Bodentheil des im Uebrigen aus Glas bestehenden Gefäfses α aus einem sich dicht anschliefsenden Gummiball b gebildet. Letzterer ist noch zur Verstärkung mit einem Netz c äufserlich umstrickt. Zum hermetischen Abschlufs der Mefsröhre während der Zersetzung und Abmessung sowie zum Einsaugen der Abscheidung ist auf dieselbe ein mit Quetschhahn f versehener Gummischlauch g aufgeschoben. Um die Länge der Mefsröhre zu verkürzen, kann man dieselbe an geeigneter Stelle mit einer Erweiterung versehen. Die Theilung e entspricht dem Procentgehalt an Fett; sie ist empirisch zu ermitteln, da die ausgeschiedenen Fettmengen nicht direct proportional dem Gesammtgehalt an Fett sind.
Mit der oben beschriebenen Vorrichtung benutzt der Erfinder das in Fig. 1 und 2 veranschaulichte Wasserbad, w ist das mit dem Wasser zu füllende Gefäfs, das für Heizflammen von verschiedener Höhe dadurch einstellbar gemacht wird, dafs seine Füfse sich teleskopartig verlängern und verkürzen lassen. Diese Füfse werden von je aus einer im Sockel s befestigten Stange η und einer innerhalb des Gefäfses angeordneten weiteren Röhre 0 zusammengesetzt, welche durch den Gefäfsboden geht und aufserhalb desselben mit Klemmschraube versehen ist. Der Verschlufs des
Wasserbades um den eingesetzten Apparat herum erfolgt mittelst eines Deckels, der sich zusammensetzt aus einem am Gefäfs festen Randtheil h mit Ausschnitten h1 zur Aufnahme des Apparatentheiles α und einem losen Theil i mit übereinstimmenden Ausschnitten i\ so dafs durch entsprechendes Auflegen von / auf h nach dem Einhängen der Apparate das Gefäfs geschlossen ist. Zum Einhängen der Apparate sind auf dem Gefäfsrand oberhalb der Oeffnungen h1 Gabeln Z und auf den Mefsröhren d verschiebbare Ringe m angeordnet, mittelst deren man, wie aus Fig. ι ersichtlich, die Apparate in den Gabeln so aufhängt, dafs das Zersetzungsgefäfs nicht mit dem Boden in Berührung kommt. Ferner giebt man dem Gefäfs w solche Höhe, dafs unter der Beobachtung dieser Vorsichtsmaisregel das Niveau im Zersetzungsgefäfs möglichst mit dem im Wasserbad zusammenfällt. Anstatt im Kreise kann man die Oeffnungen h' i' auch in radialen oder parallelen Reihen anordnen.
Zur Ausführung der Bestimmung verfährt man nun so, dafs man das dem Apparat zu Grunde gelegte Milchquantum, ζ. Β. ι oo ecm, mit der Zersetzungsflüssigkeit (25 ecm) in das Zersetzungsgefäfs durch die Mefsröhre einfüllt, letztere mittelst des Quetschhahnes hermetisch schliefst, den Apparat in das Wasserbad einhängt und etwa eine halbe Stunde unter öfterem Umschütteln bei Siedehitze des Wassers digeriren läfst, wobei der Gummiball durch seine Nachgiebigkeit die Druckschwankungen ausgleicht und ein Zerplatzen des Gefäfses α verhütet, dann den Apparat herausnimmt und kurze Zeit bei Seite stellt. Darauf öffnet man den Quetschhahn und befördert die Ausscheidung durch Saugung am Schlauch g in die Mefsröhre d, bis die Trennungslinie zwischen Abscheidung und Flüssigkeit auf dem Nullpunkt der Scala steht, schliefst dann den Quetschhahn und liest an dem mit der Oberfläche der AbscheidungzusammenfallendenTheilstrich den Fettgehalt direct in Procenten ab.

Claims (3)

Pa tent-Ansprüche:
1. Verfahren zur volumetrischen Bestimmung des Fettgehaltes von Milch und ähnlichen Flüssigkeiten, darin bestehend, dafs man das Fett durch Versetzen der Milch etc. mit einer aus Amylalkohol und einer Lösung von Aetzalkali in hochprocentigem Aethylalkohol (bezw. Aethylalkohol oder anderen wasserlöslichen Lösungsmitteln für Amylalkohol) zusammengesetzten Zersetzungsflüssigkeit bei Wassersiedehitze unter Druck digerirt und darauf nach einiger Ruhe die gebildete Ausscheidung in ein Mefsgefäfs saugt, bis die Trennungslinie zwischen Flüssigkeit und Ausscheidung auf dem Nullpunkt der Theilung steht.
2. Zur Ausführung des Verfahrens unter 1. eine Vorrichtung, bestehend aus einem Abscheidungsgefäfs (a) und einem damit dicht verbundenen Mefsgefäfs (d) mit Einrichtung zum luftdichten Verschluss und Saugen, und wobei das Mefsgefäfs ganz oder theilweise mit nachgiebigen Wänden versehen ist, um den Druckschwankungen während der Erhitzung zu folgen und das Einsaugen der Abscheidung in das Mefsgefäfs zu erleichtern (Fig. 1).
3. In Verbindung mit der Vorrichtung unter 2. ein Wasserbad, bestehend aus einem auf Teleskopfüfsen (n 0) verstellbaren Gefäfs (n>), mit Gabeln (I) zum Einhängen der Vorrichtung unter 2. und einem durch Rand (h) mit Ausschnitten (h 1J und Deckel (i) mit Ausschnitten (i1) gebildeten Verschlufs (Fig. 1 und 2).
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT66955D Milchprüfer Expired - Lifetime DE66955C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4749058A (en) * 1986-11-07 1988-06-07 Trainor John B Muffler

Cited By (1)

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