DE57173C - Neuerung an pneumatischen Melkvorrichtungen - Google Patents

Neuerung an pneumatischen Melkvorrichtungen

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DE57173C
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DE
Germany
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suction
milk
pipe
tube
innovation
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT57173D
Other languages
English (en)
Original Assignee
W. MURCHLAND in 13 Bank Street, Kilmarnock, Grafschaft Ayr, Schottland
Publication of DE57173C publication Critical patent/DE57173C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01JMANUFACTURE OF DAIRY PRODUCTS
    • A01J5/00Milking machines or devices
    • A01J5/04Milking machines or devices with pneumatic manipulation of teats

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Animal Husbandry (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • External Artificial Organs (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Vorliegende Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Melken von Kühen, .welche gegenüber dem gewöhnlichen Verfahren bezweckt, den Melkprocefs sowohl ökonomischer als auch naturgemäfser und mit geringerer schädigender Einwirkung auf die Kühe vorzunehmen. Die Erfindung besteht im allgemeinen darin, dafs eine saugende Wirkung an den Zitzen der Kühe hervorgerufen wird; aber ein Hauptmerkmal der Einrichtung ist, dafs die Milch nicht durch eine Pumpe abgesogen wird. Eine andere wesentliche Neuerung, welche die vorliegende Erfindung umfafst, hat zum Zweck, den Grad der Saugwirkung durch eine Flüssigkeitssäule zu reguliren, wobei die Flüssigkeit in einzelnen Fällen die Kuhmilch selbst sein kann. Die durch eine Pumpe hervorzurufende Saug-, wirkung, die manchmal nur beim Beginn des Melkens einzutreten hat, kann danach in den nothwendigen Grenzen gehalten werden, indem jede Ueberschreitung der Grenze ein Einsaugen von Luft durch die Flüssigkeitssäule ohne wesentliche Beeinträchtigung des Vacuumgrades innerhalb des Apparates zur Folge hat. Eine Flüssigkeitssäule von ca. 4 m verticaler Länge wird in der Regel genügen, wiewohl die Länge in besonderen Fällen zweckentsprechend abgeändert werden kann, um beispielsweise bei unempfindlicheren Kühen eine gröfsere Saugwirkung zu erzielen..
Es sind Fig. 1 und 2 Schnittansichten in Quer- und Längsrichtung, welche die Erfindung in einer Anwendung auf Kuhställe gewöhnlicher Bauart darstellt; Fig. 3 und 4 sind Seiten- und Oberansicht einer Ausführungsform des Saugnapfes; Fig. 5 und 6 zeigen im Aufrifs und in Oberansicht einen der bei den Anordnungen nach Fig. 1 und 2 benutzten Milchkübel; Fig. 7 ist ein Verticalschnitt einer Anlage, bei welcher die Aufnahmeapparaie für die Milch unterhalb des Niveaus des Kuhstalles untergebracht werden können, und Fig. 8 ist ein. Verticalschnitt eines Saugnapfes abgeänderter Construction.
Bei der in Fig. 1 und 2 dargestellten Anlage sind zwei Behälter 11, 12 in einer senkrechten Entfernung von etwa 4 m, .oder wie es der gewünschten Saugwirkung entspricht, vorgesehen, welche durch ein Rohr 13 zur Aufnahme der Wassersäule mit einander verbunden sind. An den oberen Behälter 11, der sonst geschlossen ist, schliefst oben ein Rohr 14 mit einem Zweigrohr 15 an, welches zu einer Pumpe 16 führt; das Rohr 14 steht ferner mit Hauptleitungen 17 in Verbindung, die sich längs über die Stände des Kuhstalles erstrecken und bei Verschlufshähnen 18 einen Arischlufs an die biegsamen Zweigleitungen 19 gestatten.
Wenn die Pumpe 16 in Betrieb ist, so saugt sie Luft aus dem oberen Behälter 11, mithin auch aus den Rohren 14 und 17 sowie den betreffenden, gerade offen stehenden biegsamen Leitungen 19. Dabei kann aber der Grad des erreichten Vacuums nicht höher sein, als der Wassersäule im Rohr 13" in Verbindung mit dem oberen und unteren Behälter 11 und 12 entspricht.
Mundstücke oder Saugnäpfe 20 sind· zu dem Zwecke vorgesehen, um an die Kuhzitzen angesetzt zu werden. Mit jedem ist ein Abschlufshahn 21 \'erbunden, an dessen Stutzen eine nicht lange biegsame Röhre 22 befestigt werden kann. Die anderen Enden der Röhren 22, wie sie von den vier Saugnäpfen für- eine Kuh ausgehen, schliefsen an vier Stutzen 23, welche die Garnitur eines MilchkUbels oder Sammlers 24 bilden, wobei die inneren Enden gerade unterhalb der kreisförmigen Oeffnung 25, die sich im Deckel des Kübels befindet, einmünden. Die Oeffnung 25 wird mittelst einer Glasscheibe 26 geschlossen, welche auf einem im Halse des Kübels untergebrachten Ring oder einer Zwischenlage aus Gummi aufliegt; hiermit wird, wenn die Zwischenlage feucht ist, ein dichter Schlufs durch den äufseren Luftdruck infolge eines im Kübel hervorgerufenen Vacuums erzielt. Der Kübel 24 hat noch einen fünften Stutzen 27, auf welchen das Ende eines der biegsamen Rohre 19 aufgeschoben wird, wenn eine Kuh gemolken werden soll.
Der Nothwendigkeit einer stetigen Aufmerksamkeit auf die Bewegungen der Kuh während des Melkens entgeht man dadurch, dafs der Kübel 24 mittelst eines über den Rücken des Thieres gelegten Gurtes 28 aufgehängt wird, welcher zu diesem Zweck an den Enden mit Oesen versehen ist, die in Haken 29 des Kübels einpassen. Auf diese Weise wird der Kübel bei den Bewegungen der Kuh mitgenommen und bleibt stets in richtiger Stellung. ■ Die beaufsichtigende Person kann jederzeit durch die Glasdeckelscheiben 26 erkennen, ob Milch in dem Kübel 24 überfliefst, und beurtheilen, wann das Melken vollzogen ist.
Die Mundstücke oder Saugnäpfe 20 können aus Messing oder einem anderen festen Metall oder Material hergestellt werden und eine einfache Form mit einer ebenen und glatten Innenfläche haben, wie in Fig. 3 und 4 ersichtlich. Anderenfalls können die Saugstücke auch die in Fig. 8 dargestellte Form haben, bei welcher in das äufsere metallene Gehäuse 30 vom Mündungsende aus ein kurzes, schwach konisches Rohr 31 von Gummi oder anderem elastischen bezw. zusammenprefsbaren Material eingesetzt ist. An das innere Ende dieses Gummirohres 3 1, schliefst sich in Aufstreifverbindung mit demselben ein Rohr 32 von dünnem Kupfer oder anderem geeigneten Metall an, welches von einer Anzahl Löcher siebartig zu dem Zwecke, durchsetzt ist, dafs die Ausdehnung der metallischen Fläche, die in Berührung mit der Zitze kommt, möglichst vermindert und letztere in feuchtem Zustande gehalten wird. Ebenso wird für den zuletzt bezeichneten Zweck der Hahn 21 in die Nähe der Mündung verlegt, indem so die Milch veranlafst wird, an der .Aufsenseite des inneren Siebrohres 32 herumzuziehen.
Wo es die Anlage des Kuhstalles oder einer Molkerei gestattet und ein Gefalle von ungefähr 4 m unterhalb des Melkniveaus zur Verfügung steht, kann die Einrichtung wie Fig. 7 zeigt getroffen werden. Die Mundstücke oder Saugnäpfe werden mit dem oberen Ende eines Rohres 33 in Verbindung gesetzt, dessen unteres Ende in einen geeigneten Sammelbehälter 34 ausmündet. Vor dem unteren Ende ist ein Klappenventil 35 zur Verhinderung des Luftzutritts nach dem Rohr 33 oder ein Abschlufshahn angeordnet. Der Betrieb des Apparates wird dadurch eingeleitet, dafs etwas Luft aus dem Rohr 33 mittelst einer Pumpe 16 oder in anderer Weise ausgepumpt wird. Sobald sich das Rohr 33 mit Milch gefüllt hat, öffnet sich das Klappenventil 35, und das Gewicht der Milch in dem Rohr 33 veranlafst eine Saug- oder Melkwirkung, die fortdauert, ohne dafs ein ferneres Ansaugen nöthig ist. Das Klappenventil ist in Verbindung mit einem Sehwimmerhebel 36 dargestellt, welcher das Ventil von dem Augenblick an offen hält, wo genügend Milch im. Behälter 34 ist, um die Mündung des Rohres 33 zu überdecken. Mit dem Rohr 33 sind am oberen Ende horizontale Rohre 37 verbunden, deren auf einander folgende Bögen die zugleich als Anschlufsstücke ausgebildeten Abschlufshähne 38 aufnehmen. Die Stutzen derselben sind mit den biegsamen Leitungen in Verbindung gesetzt, die über Einzelleitungen an die Saugnäpfe anschliefsen. Die Rohrlängen 37 sind behufs Reinigung abnehmbar eingerichtet, und es können mehr oder weniger, von denselben nach Erfordernifs losgemacht, werden, wobei das offene Ende oder die Zweigleitung durch einen Stöpsel abzuschliefsen ist, sofern eine Rohrlänge nicht daran anschliefst. Ein mit seinem Bodenende an das Rohr 33 ansetzendes Glasgefäfs 39 hat eine vom oberen Ende nach der Pumpe 16 führende Rohrleitung 40 und dient dazu, dafs die an der Pumpe arbeitende Person erkennen kann, wann genug Luft abgesogen ist, indem dann die Milch in das Glasgefäfs übertritt.
• Der Erfolg des Saugens oder Abziehens kann durch irgend eines der bekannten Mittel erzielt werden; Voraussetzung bleibt, dafs der Grad des Vacuums mittelst einer Flüssigkeitssäule von geeigneter Länge in einer Weise geregelt wird, bei der ein Uebermafs desselben ausgeschlossen ist. Beispielsweise' kann das obere Gefäfs 11 der Einrichtung nach Fig. 1 und 2 mit Wasser nahezu ganz' gefüllt werden, indem es durch Pumpen oder bei Vorhandensein eines Wasserzuflusses mit natürlichem Gefalle herbeigeschafft wird; dabei soll das Standrohr 13 während des Füllens des Behälters 11 geschlossen bleiben und für das Entweichen der
Luft gesorgt sein. Wenn dann der Apparat in Betrieb zu setzen ist, werden etwaige Oeffnungen, durch die noch Luft zurück eintreten könnte, geschlossen und der Abschlufshahn am Rohr 13 geöffnet; das nunmehr in dem Rohr niederfiiefsende Wasser erzeugt die erforderliche Saugwirkung. In manchen Fällen wird es zweckmäfsig sein, zwei obere Behälter 11 mit verbindenden Rohren und Hähnen anzuordnen, so dafs einer gefüllt werden kann, während der andere in Wirksamkeit befindliche sich entleert.
Zum Absaugen kann auch ein Apparat mit Glasglocke in der Weise Verwendung finden, dafs das Innere der Glasglocke mit den Melkrohren in Verbindung gesetzt wird, während ein Gewicht an einem Seil, das über eine Rolle führt, die Glocke nach aufwärts zieht und das erforderliche Vacuum erzeugt, welches auch dann aufrecht erhalten wird, wenn Luft in die Rohre dringt. Diese Anordnung kann in Verbindung mit der regulirenden Flüssigkeitssäule benutzt werden; letztere darf indessen dann in Fortfall kommen, wenn das Gewicht zum Emporziehen der Glocke derart genau abgepafst ist, dafs es keinen höheren Vacuumgrad als den zulässigen und vorteilhaftesten erzeugt.

Claims (3)

  1. Patent-Ansprüche:
    Bei Anwendung des durch das Patent No. 41589 bekannt gewordenen pneumatischen Melkverfahrens: .
    ι. Die Verbindung der an die Luftpumpe angeschlossenen Leitung mit einem dicht geschlossenen Behälter (11), mit welchem zum Zwecke der Regelung der Saugwirkung ein Standrohr (13) in Verbindung steht, welches in ein mit Flüssigkeit gefülltes und entsprechend tief stehendes Gefäfs (12) taucht.
  2. 2. Die Benutzung des unter 1. genannten Standrohres zum directen heberartigen Absaugen der Milch nach Evacuirung der Leitung (37).
  3. 3. Die Anwendung von Saugnäpfen, welche aus einem äufseren, vollen Rohr (30) und einem inneren, in dasselbe dicht eingesetzten gelochten Rohr (32) bestehen, um durch die Netzung der Anschlufsflächen ein Dichthalten der Saugnäpfe zu erzielen.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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