DE66838C - Verfahren zur Erzeugung schwarzer Farbstoffe auf der Wollfaser vermittelst rother Azofarbstoffe aus Naphtolsulfosäuren und Diazoverbindungen von Naphtylaminsulfosäureri - Google Patents

Verfahren zur Erzeugung schwarzer Farbstoffe auf der Wollfaser vermittelst rother Azofarbstoffe aus Naphtolsulfosäuren und Diazoverbindungen von Naphtylaminsulfosäureri

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DE66838C
DE66838C DENDAT66838D DE66838DA DE66838C DE 66838 C DE66838 C DE 66838C DE NDAT66838 D DENDAT66838 D DE NDAT66838D DE 66838D A DE66838D A DE 66838DA DE 66838 C DE66838 C DE 66838C
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    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06PDYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
    • D06P1/00General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed
    • D06P1/02General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed using azo dyes
    • D06P1/12General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed using azo dyes prepared in situ

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Das Verfahren beruht auf der Beobachtung, dafs die rothen Azofarbstoffe, welche sich von der ι · 4-(a)-Naphtolsulfosäure und ΐ·5-(α)-Naphtolsulfosäure und einigen Diazonaphtalinsuliosäuren ableiten, bei vorsichtiger Behandlung mit Chromsäure in neue violettschwarz gefärbte Prc ducte übergehen, welche indessen als solche in reinem Zustande bisher noch nicht dargestellt weiden konnten.
Erfolgt die Umwandlung der Farbstoffe jedoch, nachdem oder während sie auf der Wollfaser fixirt werden, so wird die letztere intensiv vio.ettschwarz bis blauschwarz angefärbt. Dieses bis dahin unbekannte Verhalten bildet die Grundlage der vorliegenden Erfindung.
Einige dieser Farbstoffe, wie das von O. N. Witt entdeckte Azorubin oder Azosäurerubin (D. R. P. No. 26012, aus Diazonaphtionsäure unc; ι · 4-(ö)-Naphtolsulfosäure), Doppelscharlach (aus diazotirter β-Naphtylaminmonosulfosäure vor Brönner und 1 . 4-(a)-Naphtolsulfosäure) unc. Pyrotin (der analoge Farbstoff aus der ß-Naphtylaminmonosulfosäure D) sind schon seit mehreren Jahren als rothe Wollfarbstoffe im Handel, während die übrigen Farbstoffe bis jetzt eine technische Bedeutung nicht erlangt haben.
Die chemische Zusammensetzung der auf der Wollfaser erzeugten schwarzen Farbstoffe ist noch nicht aufgeklärt. Es dürften dieselben als Chromlacke von Oxydationsproducten aufzufassen sein, welche nicht mehr zur. Gruppe der Azofarbstoffe gehören und sich auch nicht mehr in. ihre Ausgangsproducte zurückver-wandeln lassen. Sie zeigen grofse Beständigkeit gegen chemische Reagentien, sowie eine hervorragende Echtheit gegen Licht, Luft und die Walke.
Zur Erzeugung der neuen Umwandlungsproduete mit Chromsäure genügt es nicht allein, dafs man Azofarbstoffe verwendet, welche Derivate der ι · 4- und 1 · 5-(a)-Naphtolsulfosäuren sind, sondern es sind die Combinationsproducte dieser Säuren mit ganz bestimmten Diazoverbindungen erforderlich, da sonst ein durchaus anderer technischer Effekt erreicht wird.
■Solche geeignete Diazoverbindungen sind:
diazotirte Naphtionsäure,
ι · 5-Naphtylaminmonosulfosäure von
Laurent,
β - Naphtylaminmonosulfosäure D
(D. R. P. No. 29089),
β - Naphtylaminmonosulfosäure von
Brönner (D. R. P. No. 22547), ß-Naphtylamin-i-sulfosäure (D. R. P.
No. 39925),
a-Naphtylamindisulfosäure (D. R. P.
No. 41957),
wobei die Farbstoffe aus der 1 · 5- (a)-Naphtolsulfosäure sich zu Blauschwarz, diejenigen aus der ι. 4-Naphtolsulfosä'ure sich zu etwas rötherem Schwarz entwickeln lassen.
Die Erzeugung der neuen schwarzen Farbstoffe auf der Wollfaser beruht im Princip auf einem Procefs der Oxydation mit Chromsäure, welcher in der Praxis in verschiedener Weise ausgeführt werden kann.
Zweckmäfsig werden die rothen Farbstoffe mit den zur Nüancirung verwendeten Farbstoffen in einem Bade mit Schwefelsäure oder Weinsteinpräparat aufgefärbt und nun durch ein heifses Chromsäurebad entwickelt, wobei es gleichgültig ist, ob man diese Operation in demselben Bade unter Zusatz einer Auflösung von Chromsäure oder eines löslichen chromsauren Salzes oder in einem besonderen Bade vornimmt.
Beispiel:
No. I. ίο kg Wollgarn werden in einer ca. 600 1 fassenden Farbkufe mit 0,4 kg Azosäurerubin oder dem gleichen Gewicht eines anderen der genannten Farbstoffe unter Zusatz von 1 kg Weinsteinpräparat (Mischung von 0,8 kg Glaubersalz und 0,2 kg Schwefelsäure) ausgefärbt. Man geht mit der Wolle bei 30 bis 400 ein und heizt langsam zum Kochen an, bis der Farbstoff ausgezogen hat.
Farbstoff aus:
No. II. Hierauf setzt man 0,2 bis 0,4 kg Kaliumbichromat in wässeriger Lösung hinzu und erwärmt '/2 bis 3/4 Stunden weiter, wobei die rothen Farbstoffe allmälig in Schwarz übergehen. Man spült und trocknet.
Oder man nimmt die Behandlung mit Chromsäure in einem zweiten Bade, enthaltend 0,2 bis 0,3 kg Chromsäure oder 0,2 bis 0,4 Kaliumbichromat und o,i kg Schwefelsäure, vor.
No. III. 0,320 kg eines der oben genannten rothen Farbstoffe und 0,080 kg Säuregrün O bläulich werden in der unter No. I. angegebenen Weise mit ι ο pCt. Weinsteinpräparat in einem Bade auf Wolle ausgefärbt und in der unter II. angegebenen Weise mit 3 pCt. Kaliumbichromat entwickelt.
No. IV. Gefärbt wird wie nach Beispiel III.. indessen wird an Stelle des Säuregrüns 0,080 kg Patentblau verwendet.
4 °/0 Färbungen.
Diazoverbindung
combinirt mit:
No.I
mit 10 pCt. Weinsteinpräparat gefärbt No. II
mit 3 pCt. Kaliumbichromat
behandelt
No. III
80J)Ct. Farbstoff mit 20 pCt. Säuregrün
No. IV
8opCt. Farbstoff mit 2OpCt. Patentblau
Naphtionsäure
ι · 5-Naphtylaminsulrosäure
ι · 5-Naphtylaminsulfosäure
ß-Naphtylaminsulfosäure D
ß-Naphtylaminsulfosäure D
ß-Naphtylamin-
sulfosäure von
Brönner
ß-Naphtylamin-
sulfosäure von
Brönner
ß-Naphtylamin-&-
sulfosäure
ß-Naphtylamin-S-sulfosäure
ß-Naphtylamindi-
sulfosäure (D. R. P.
No. 41957)
ß-Naphtylamindi-
sulfosäure (D. R. P.
No. 41957)
ι · 4-(a)-Naphtolsulfosäure
ι · 5-(a)-Naphtolsulfosäure
i-4-(a)-Naphtolsulfosäure
ι. 5-(a)-Naphtolsulfosäure
ι -4-(«)-Naphtolsulfosäure
ι ■ 5-(a)-Naphtolsulfo-
i · 4-(«) -Naphtolsulfo-
i · 5-(a)-Naphtolsulfosäure
ι · 4-(«)-Naphtolsulfosäure
1 · 5-(a)-NaphtolsulfosUure
ι -4-(a)-Naphtolsulfosäure
i- 5-(a)-Naphtolsulfosäure
Azosäurerubin-Nüance
Azosäurerubin bläulich
Säurerubin
S'äurerubin bläulich
Ponceauroth Säurerubin
Ponceauroth
Säurerubin gelblich
Ponceauroth
Säurerubin gelblich
Säurerubin bläulich violettschwarz
blauschwarz
violettschwarz
bläulichschwarz
braunschwarz
violettschwarz
bläulichschwarz
violettschwarz
bläu lieh s chwarz
violettschwarz
blauschwarz
blauschwarz röthlich
blauschwarz grünlich
violettschwarz blauschwarz
rothes Schwarz violettschwarz
blauschwarz grünlich
blauschwarz röthlich
blauschwarz grünlich
blauschwarz
grünschwarz
blauschwarz
bräunliches Schwarz
blauschwarz
grünliches Schwarz
blauschwarz grünschwarz
blauschwarz grünschwarz
Ganz ähnliche Resultate werden erhalten, wenn man die Umwandlung der Farbstoffe und das Ausfärben in eine Operation vereinigt, indem man die Farbstoffe und das Kaliumbichromat gleichzeitig in der Färbeflotte auflöst und mit der Wolle bei 300 eingeht. Die
hierbei erzielten Färbungen sind gewöhnlich etwas schwächer, da durch zu weit gehende Oxydation etwas Farbstoff zerstört werden kann.
An Stelle der Chromsäure werden vortheilhaf: lösliche chromsaure Salze mit der erforderlichen Menge Schwefelsäure, Weinsteinpräparat, Salzsäure, Salpetersäure, Essigsäure oder Oxalsäure verwendet oder auch Mischungen derselben mit Kupfersalzen, Chromalaun und ander sn Metallsalzen.
Durch Nüancirung der rothen Farbstoffe mit Säi■ .regrün, Säureviolett, Rosanilinblau, Patentblaj und anderen Wollfarbstoffen und nachherige Behandlung mit Chromsäure hat man es :n der Hand, alle Abstufungen von violettschwarz bis grünschwarz zu erzeugen. Auch lassen sich die bereits zu Schwarz entwickelten Färbungen durch Uebersetzen mit anderen Farbstoffen in der mannigfachsten Weise nüanciren.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Erzeugung schwarzer Farbstoffe auf der Wollfaser vermittelst der rothen Azofarbstoffe, welche bei der Combination der ι · 4-(a)-Naphtolsulfosäure von Nevile und Winther und der ι · 5 - (α) - Naphtolsulfosäure von CIe ve mit den Diazoverbindungen folgender Naphtylaminsulfosäuren entstehen:
    Naphtionsä'ure,
    · 5 -Naphtylaminmonosulfosäure von Laurent, - ■
    ß-Naphtylaminmonosulfosäure D (D. R. P. No. 29084,
    ß-Naphtylaminmonosulfosäure von Br on η er (D. R. P. No. 22547),
    ß-Naphtylamin-tf-sulfosäure (D. R.P. No. 3 992 5),
    a-Naphtylamindisulfosäure (D. R. P. No. 419 5 7), darin bestehend:
    a) dafs die in üblicherweise hergestellten Ausfärbungen dieser Farbstoffe oder Mischungen derselben unter sich oder mit anderen zum Nüanciren verwendeten Farbstoffen durch Behandlung mit Chromsäure bezw. mit chromsauren Salzen und einer Säure in Schwarz entwickelt werden, oder aber
    b) dafs diese Farbstoffe für sich oder in Mischung mit anderen, aus saurem Bade ziehenden Farbstoffen in Gegenwart von Chromsäure bezw. von chromsauren Salzen und einer Säure, wie Schwefelsäure, Essigsäure, Oxalsäure, Salzsäure, Salpetersäure oder Weinsteinpräparat in einem Bade auf Wolle ausgefärbt werden.
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