DE668189C - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Selbstbinderkrawatten - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Selbstbinderkrawatten

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DE668189C
DE668189C DEW100618D DEW0100618D DE668189C DE 668189 C DE668189 C DE 668189C DE W100618 D DEW100618 D DE W100618D DE W0100618 D DEW0100618 D DE W0100618D DE 668189 C DE668189 C DE 668189C
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self
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DEW100618D
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English (en)
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Jack Weisbaum
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A41WEARING APPAREL
    • A41DOUTERWEAR; PROTECTIVE GARMENTS; ACCESSORIES
    • A41D25/00Neckties
    • A41D25/001Making neckties

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Auxiliary Devices For And Details Of Packaging Control (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)
  • Holders For Apparel And Elements Relating To Apparel (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Herstellung von Selbstbinderkrawatten, die aus einem aus einem Gewebe schräg ausgeschnittenen Stoffstück bestehen.
S Das Handformen des Krawattenstoffes erfordert sehr hohe Geschicklichkeit und ist eine schwierige Arbeit, da die kleinste Falte in dem Krawattenstoff bewirkt, daß sich in der Krawatte verwundene Teile bilden, die die Krawatte unansehnlich, und unverkäuflich machen. Die Erfindung betrifft ein sehr einfaches Verfahren zum Beheben dieses Nachteiles durch Formen von Krawatten auf mechanischem Wege mittels eines Preßvorganges, so daß es nicht mehr notwendig ist, eine Musterschablone zu verwenden und mit einem Bügeleisen den Stoff längs vorbestimmter Faltlinien zu pressen.
Die Erfindung besteht darin, daß das Stoffstück in der. Längsrichtung durch Einpressen
ao von drei nicht parallelen Faltlinien in annähernd vier gleichförmige Teile unterteilt wird, von denen zunächst die beiden äußeren Teile um die äußeren Faltlinien nach innen und anschließend die so gewonnenen beiden Doppellagen um die mittlere Faltlinie ebenfalls nach innen umgeschlagen werden, worauf die nunmehr sich, deckenden äußeren Faltlinien miteinander vernäht werden.
Dieses Verfahren erleichtert nicht nur die Arbeit des Krawattenmachers, sondern ermöglicht auch die Herstellung von Krawatten, die in der Form sich vollkommen ähnlich sind. Da die Kanten des Krawattenstoffes eingeschlagen werden und längs einer Kante der Krawatte liegen, kann die Krawatte ohne Hervorrufen eines glänzenden blanken Striches längs der Faltlinien der Stoffkante gepreßt werden.
Es ist ein Halstuch bekannt, das aus vier verschiedenen gleich breiten Warenstücken besteht, die untereinander durch eine Art Hohlsaum ver-
bunden sind. Nach dem Zusammenlegen der Warenstücke bildet je ein Hohlsaum eine Begrenzungskante des Halstuches. Für eine Krawatte, wie sie die vorliegende Erfindung betrifft, ist die Begrenzung der Seitenfläc|fei| durch einen Hohlsaum unmöglich, weil 8äs Tragen einer solchen Krawatte, deren Ränder infolge der Hohlsäume wie ausgefranst erscheinen, von der gesamten Käuferschicht abgelehnt wird.
Die Erfindung besteht ferner in einer Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens, die durch zwei miteinander gelenkig verbundene Preßplatten gekennzeichnet ist, von denen die eine mit den Faltlinien entsprechenden Rillen, die andere dagegen mit in diese Rillen eingreifenden Rippen versehen ist. In der Zeichnung ist
Fig. ι ein Schnitt durch eine Preßvorrichtung, wobei die Oberplatte und die Unterplatte der Preßvorrichtung mit Musterplatten zum Vorfalten des Stoffes längs vorbestimmter Linien ausgerüstet sind,
Fig. 2 eine Ansicht der Oberplatte in Richtung z5 der Linie 2-2 der Fig. 1 gesehen,
Fig. 3 eine Ansicht der Unterplatte der Preßvorrichtung in Richtung der Linie 3-3 der Fig. 1 gesehen,
Fig. 4 die Ansicht einer Selbstbinderkrawatte, die längs vorbestimmter Linien zwecks Herstellung einer vierfach gefalteten Selbstbinderkrawatte vorgefaltet ist,
Fig. 5 die schaubildliche Darstellung einer vierfach gefalteten Selbstbinderkrawätte gemäß Fig. 4 nach dem Fertigstellen.
Die Preßvorrichtung besteht aus einer Oberplatte oder Kopfplatte 1, die mittels Handgriffes 2 auf die Unterplatte oder den Bock 3 niedergelegt wird. Die Oberplatte 1 weist eine Musterplatte 4 mit einer Reihe von in der Platte gebildeten Musterrippen 5 auf, durch welche eine Anzahl von Öffnungen hindurchgehen, so daß gegebenenfalls in das hohle Innere der Preßkopfplatte 1 eingeführter Dampf durch die öffnungen längs der Rippen in der oberen Musterplatte hindurchströmen kann. Der Bock 3 trägt eine Musterplatte 7 mit Rillen 8, die den Rippen 5 der oberen Musterplatte entsprechen. Von dem hohlen Inneren des Bockes führen Bohrungen 9 in die Rillen 8, so daß Dampf aus den Bohrungen längs der Rillen austreten kann. Die Preßvorrichtung kann in der üblichen Weise derart ausgerüstet sein, daß, wie erwähnt, Dampf durch die Bohrungen in der oberen und unteren Musterplatte in gewünschten Zeitabständen durchtreten kann oder daß ein Vakuum entweder im Oberteil oder im Bockteil oder .Gestellteil erzeugt wird. Gewünschtenfalls wird eine Verbindung vorgesehen, so daß Druckluft im Oberteil oder im Gestellteil zur Ein-■ wirkung gebracht werden kann.
Wie in Fig. 1 dargestellt, ist die Musterplatte 7 so im Bock gelagert, daß die Umfangskanten der Musterplatte vertieft unter der ι Oberfläche des Bockes liegen, so daß das in 'Fig. 4 dargestellte Stoffstück auf den Bock und firt, die aus Fig. 3 erkenntliche Vertiefung vor dem Pressen eingelegt werden kann. Die vertieft liegenden Umfangskanten erleichtern das Einlegen und Richten des Stoffstückes in bezug auf die Musterplatten. Das Stoffstück paßt gut in die Vertiefungen des Bockes. Wegen der vertieft liegenden Kanten der Form besteht auch keine Neigung für das Stoffstück, sich zu verschieben und zu verziehen.
Dieses Einlegen und Lagern ist eine wichtige Stufe im Verfahren gemäß der Erfindung, da das Stoffstück aus einem lockeren Werkstoff besteht und die Falten ohne ein genaues Einlegen und Einbringen nicht längs der richtigen Linien in dem Stoff stück geformt würden. Ohne Genauigkeit in der Lagerung der Falten im Stoffstück ist aber eine vollkommen gut geformte Selbstbinderkrawatte nicht fertigzustellen. Es wird also durch das Verfahren gemaß der Erfindung nicht nur dem Krawattenmacher ein großer Teil Arbeit erspart, sondern die Selbstbinderkrawatten fallen auch alle sehr gleichmäßig aus. Für das Verpacken und das Zurschaustellen ist es sehr wichtig, daß eine Selbstbinderkrawatte so wie die andere ist; denn der Verkaufserfolg für Selbstbinderkrawatten ist in hohem Maße darauf zurückzuführen, daß der Käufer genau weiß, daß jede Selbstbinderkrawatte, abgesehen natürlich von dem Stoffmuster, aus dem eine solche gemacht ist, der anderen gleicht.
Die in Fig. 4 dargestellte Selbstbinderkrawatte 10 hat schräg geschnittene Enden il, 11«. Das Ende 11« ist breiter gehalten und wird demgemaß der außenliegende, sichtbare Teil der vierfach gefalteten Selbstbinderkrawatte. Die Selbstbinderkrawatte hat drei Faltlinien oder Vorfalten, nämlich a-b, c-d, e-f, die durch das Vorfalten des Stoffstückes zwischen den Rippen a' V, c' d', e' f' der oberen Musterplatte und den Rillen «2 ö2, c2 dz, e2 f2 der unteren Musterplatte entstanden sind.
Nachdem das Stoffstück gepreßt worden ist, wird es zuerst längs der Falte a-b und dann uo längs der Falte e-f nach innen umgeschlagen. Die gewonnenen beiden Doppellagen werden dann längs der Falte c-d ebenfalls nach innen umgeschlagen. Dadurch legen sich die Kante g-h der einen Seite des Stoffstückes und die Kante?-/ der anderen Seite des Stoffstückes parallel übereinander und liegen dann, wie in Fig. 5 dargestellt, längs einer Kante der fertigen Selbstbinderkrawatte. Die gegenüberliegende Kante der Selbstbinderkrawatte wird durch übereinanderliegende Lagen gebildet, von denen die äußere Lage die Falte längs der Linie a-b
und die darunterliegende Lage die Falte längs der Linie e-f ist, so daß beim Bügeln der Selbstbinderkrawatte der ganze Mittelteil frei von irgendeiner darunterliegenden Faltkante oder Stoffkante ist, so daß die Selbstbinderkrawatte gebügelt werden kann ohne befürchten zu müssen, daß glänzende oder blanke Flächen oder Striche entstehen.
Wenn auch die Erfindung mit Bezug auf eine vierfach gefaltene Selbstbinderkrawatte beschrieben ist, so kann das gleiche Verfahren zum Formen einer Selbstbinderkrawatte, die aus beliebig vielen Falten besteht, z. B. zum Herstellen einer achtfach gefalteten Selbstbinderkrawatte, verwendet werden.
Beim Arbeiten nach dem Verfahren gemäß der Erfindung ist die Verwendung von besonderen Pappmusterschablonen vollkommen überflüssig, ebenso das Handpressen der verschiedenen Falten oder Vorfalten beim Herstellen der Selbstbinderkrawatte. Die Falten bleiben in der Selbstbinderkrawatte bis zu dem Zeitpunkt, wo der Krawattenmacher die Fertigstellung der Selbstbinderkrawatte vorzunehmen wünscht, wenn die in Fig. 5 bei k und I dargestellten Stiche genäht werden.

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung von Selbst-■binderkrawatten, die aus einem aus einem 3" -Gewebe schräg ausgeschnittenen Stoffstück bestehen, dadurch gekennzeichnet, daß das Stoffstück in der Längsrichtung durch Einpressen von drei nicht parallelen Faltlinien (a-b, c-d, e-f) in annähernd vier gleichförmige Teile unterteilt wird, von denen zunächst die beiden äußeren Teile um die äußeren Faltlinien (a-b, e-f) nach innen und anschließend die so gewonnenen beiden Doppellagen um die mittlere Faltlinie (c-d) ebenfalls nach innen umgeschlagen werden, worauf die nunmehr sich deckenden äußeren Faltlinien (a-b, e-f) miteinander vernäht werden.
2. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch zwei miteinander gelenkig verbundene Preßplatten (1, 3), von denen die eine (3) mit den Faltlinien (a-b, c-d, e-f) entsprechenden Rillen (8), die andere (1) dagegen mit in diese Rillen (8) eingreifenden Rippen (5) versehen ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DEW100618D 1936-03-05 1937-03-05 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Selbstbinderkrawatten Expired DE668189C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US67345A US2131545A (en) 1936-03-05 1936-03-05 Necktie manufacture

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE668189C true DE668189C (de) 1938-11-28

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ID=22075386

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEW100618D Expired DE668189C (de) 1936-03-05 1937-03-05 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Selbstbinderkrawatten

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US (2) US2131545A (de)
DE (1) DE668189C (de)
FR (1) FR818698A (de)
GB (1) GB480488A (de)

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GB480488A (en) 1938-02-23
FR818698A (fr) 1937-10-01
US2131545A (en) 1938-09-27
US2051322A (en) 1936-08-18

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