DE667346C - Durch einen Kolben hin und her bewegte Wurfschaufel an Schuettelrutschen zum Austragen des Foerdergutes - Google Patents

Durch einen Kolben hin und her bewegte Wurfschaufel an Schuettelrutschen zum Austragen des Foerdergutes

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DE667346C
DE667346C DESCH107112D DESC107112D DE667346C DE 667346 C DE667346 C DE 667346C DE SCH107112 D DESCH107112 D DE SCH107112D DE SC107112 D DESC107112 D DE SC107112D DE 667346 C DE667346 C DE 667346C
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ANNI SCHIRRMACHER
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    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21FSAFETY DEVICES, TRANSPORT, FILLING-UP, RESCUE, VENTILATION, OR DRAINING IN OR OF MINES OR TUNNELS
    • E21F15/00Methods or devices for placing filling-up materials in underground workings
    • E21F15/06Filling-up mechanically

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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Description

  • Durch einen Kolben hin und her bewegte Wurfschaufel an Schüttelrutschen zum Austragen des Fördergutes Die Erfindung betrifft eine am Auslaufende einer Schüttelrutsche angeordnete, durch Druckluft betriebene Wurfschaufel zum Austragen des mit der Schüttelrutsche beförderten Gutes. Die Erfindung hat Einrichtungen der Wurfschaufel zum Gegenstande, durch welche ihre Leistungsfähigkeit durch bessere Ausnutzung des zu ihrem Betriebe zur Verfügung stehenden Treibmittels erhöht und ihre Bedienung erleichtert wird.
  • Nach der Erfindung wird der vor dein Kolben befindliche Innenraum des WurfkolbenzvIinders vor dem Vorgang des Kolbens durch einen Hilfssteuerkolben entlüftet, welcher von dein den Einlaß und Auslaß des Treibmittels regelnden Hauptsteuerkolben gesteuert wird. Diese Vorentlüftung sichert einen unbehinderten Vorgang des Wurfkolbens und eine restlose Ausnutzung des Treibmitteldruckes. Zur weiteren Erhöhung ihrer Wurfleistung hat die Wurfschaufel in ihrer Wurfrichtung wirkende Blasdüsen, denen die Druckluft am Ende des Wurfschaufelvorganges zugeführt wird. Ferner ist vor der Wurfschaufel eine schwingbare Klappe angeordnet, welche in der Füllstellung der Wurfschaufel ihre Wurföffnung verschließt und beim Vorgang der Wurfschaufel von letzterer zurückgedrängt wird und die Oberseite der Wurfschaufel überdeckt, so daß beim Füllen der Wurfschaufel das Fördergut nicht aus ihr herausfallen kann und beim Wurf der Wurfschaufel durch die Bildung einer geschlossenen, nur an der Vorderseite offenen Kammer die fortschleudernde Wirkung der Blasdüsen unterstützt wird.
  • Da der OOuerschnitt der in den Streb führenden Druckluftleitung bekanntlich nicht ausreicht, um die Beaufschlagung eines größeren schnellaufenden Kolbens ohne großen Druckabfall im Antriebszylinder zu ermöglichen, sind ferner Mittel vorgesehen, durch die die Leistungsfähigkeit des Wurfkolbens voll ausgenutzt und erhöht werden kann. Sie bestehen darin, daß dein Wurfkolbenzylinder ein Windkessel in solcher Nähe vorgeschaltet ist, die einen durch Reibungen in der Verbindungsleitung entstehenden wesentlichen Druckabfall ausschließt.
  • Zur Erleichterung der zweckmäßig von Hand erfolgenden Bedienung der Steuerung der Wurfschaufel ist nach der Erfindung der Steuerungshandgriff mit dein Steuerkolben durch ein gelenkiges oder biegsames Zwischenglied verbunden, so daß die Hand des Bedienungsmannes den Hinundherbewegungen des Rutschenstranges nicht zu folgen braucht.
  • Schließlich geschieht nach der Erfindung das Verschieben der auf einem Schlitten angeordneten Wurfeinrichtung auf der Schüttelrutsche mittels eines am Schlitten umgelenkten Zugmittels, wodurch die zum Verschieben erforderliche Antriebskraft halbiert und eine entsprechende Gewichtsverringerung der Antriebselemente ermöglicht wird.
  • Der Erfindungsgegenstand ist auf der ZeicW; nung in drei Ausführungsbeispielen darbe'=' stellt. Abb. i veranschaulicht eine Län ansicht mit Teilschnitt der gesamten auf d Schüttelrutsche aufliegenden Einrichtung. Abb. 2 zeigt einen vergrößerten Längsschnitt durch die mit Treibdüsen versehene Schrägrinne zum Beschicken der Wurfschaufel, Abb.3 eine Draufsicht und Abb.4 einen Querschnitt derselben. Abb.5 stellt eine Draufsicht auf die Wurfschaufel mit einem Schnitt durch den Antriebszylinder mit Steuerung dar. Abb.6 veranschaulicht den Längsschnitt des Kopfteiles der Wurfeinrichtung in einer anderen Ausführungsform. Abb. 7 stellt eine weitere Ausführungsart der Wurfkolbensteuerung dar, und Abb@.8 zeigt eine stark verkleinerte Draufsicht auf die gesamte Einrichtung.
  • Die Schüttelrutsche a sowie die Schrägrinne b, c sind mit Versatzgut beladen und werden durch einen Schüttelrutschenmotor hin und her bewegt. Der Hingang der Schüttelrutsche erfolgt in Pfeilrichtung, der Rückgang entgegen der Pfeilrichtung. Das Versatzgut wird aus der Schüttelrutsche a über die Schrägrinnen b und c bei jedem Rückgang der Schüttelrutsche in die Wurfschaufel d befördert, welche während ihres Beschickens die in Abb. i dargestellte Lage hat. Hierbei verhütet die Klappe n, welche in der dargestellten Lage der Wurfschaufel den Auswurf derselben abdeckt, das Herausfallen des Versatzgutes aus der Schaufel. Das Bergaufrutschen auf der Schrägrinne c wird durch den in der Förderrichtung wirkenden Druckluftstrom der am Rinnenboden angeordneten Treibdüsen e, welche während des Rutschens des Versatzgutes mit Druckluft gespeist werden, ermöglicht. Während des Hinganges der Schüttelrutsche findet das Werfen des Versatzgutes aus der Schaufel in das Versatzfeld statt. Für diesen Zweck hat der neben der Schüttelrutsche stehende Bedienungsmann den Steuerkolben f vermittels des quer zum Rutschenstrang liegenden Griffes g, der mit dem Steuerkolben f durch die Kette 13 verbunden ist, in die in Abb. 5 dargestellte Endlage zu ziehen. Durch die Biegsamkeit der Zugkette 13 braucht die den Griff g haltende Hand nicht dem Hinundhergang der Schüttelrutsche zu folgen. In dieser Lage des Steuerkolbens kann die hinter der Ringfläche des Wurfkolbens h stehende Druckluft über die Kanäle i und k in das Freie entweichen, während die Stirnfläche des Wurfkolbens über die Kanäle Z und na mit der Frischluft verbunden ist. Der auf die Stirnfläche des Wurfkolbens wirkende Druck stößt den Wurfkolben samt der Wurfschaufel d mit großer Geschwindigkeit in die strichpunktiert gezeichnete Endstellung (Abb. i ),wobei die Schaufel ";tjtrch die nach dem Überfahren des Kanals i ',gntstehendePufferwirkung etwas zurückfedert. :Das auf diese Weise stark beschleunigte Versatzgut fliegt alsdann in das Versatzfeld. Nach dem erfolgten Wurf des Versatzgutes aus der Schaufel in das Versatzfeld hat der Bedienungsmann den Griff g zu lockern, so daß sich der Steuerkolben f vermittels des Zuges .der Feder .o in die entgegengesetzte Endstellung verschiebt. In dieser Stellung des Steuerkolbens entweicht die vor der Stirnfläche des Wurfkolbens befindliche Druckluft über die Kanäle m und p ins Freie, während die entgegengesetzt liegende Ringfläche des Wurfkolbens über die Kanäle Z und i mit der Frischluft verbunden wird. Dadurch findet ein Zurückziehen der Wurfschaufel in die in Abb. i gezeichnete Ausgangsstellung, d. h. in ihre Beschickungsstellung statt. Das Vorschnellen der Wurfschaufel und das Zurückgehen in ihre Beschickungsstellung spielt sich in einem Bruchteil einer Sekunde ab, so daß sich der beschriebene Vorgang während des langsameren Hinganges der Schüttelrutsche, bei dem ein Beschicken der Wurfschaufel nicht stattfindet. mit genügendem Spielraum vollziehen kann. Nach Beendigung des Hinganges der Schüttelrutsche erfolgt ihr Rückgang, währenddessen die Wurfschaufel von neuem mit Versatzgut beschickt wird, worauf sich das eingangs beschriebene Spiel wiederholt.
  • Um das mit dem Versatzfortschritt erforderliche Verschieben des Werfers auf der Schüttelrutsche zu ermöglichen, ist die gesamte Einrichtung auf dem Schlitten 6 gelagert. Gemäß der Abb. 8 wird der Schlitten 6 durch die Klemmhaken 15 und 151 mit einstellbarem Reibungsschluß an die Schüttelrutsche geklemmt und durch das Zugmittel 14 und 2o gehalten. Das Zugmittel ist mit dem einen Ende an einer Verbindungsstelle 19 der Schüttelrutsche eingehakt und mit dem anderen Ende auf der Trommel 18 eines Windwerkes, das an jedem Rutschenschuß befestigt werden kann, aufgewickelt. Die Umlenkung des Zugmittels findet durch die vertikal gelagerte Seilscheibe 16 o. dgl. statt, deren Achse mit dem Schlitten 6 fest verbunden ist. Diese Anordnung ermöglicht ein völliges Mitbewegen der Einrichtung mit der Schüttelrutsche und ein 'beliebiges Verschieben des Werfers in beiden Richtungen. Die Verschiebung des Schlittens 6 kann entweder durch das Verdrehen des Handrades 17, welches durch eine Schnecke auf die Trommel 18 einwirkt, oder mittels eines motorischen Antriebes erfolgen. Zwecks Vermeidung des öfteren Umlegens des Windwerkes 18 und zu großer Dimensionen der Seiltrommel kann das Zugmittel durch beliebig viele Seilstücke 2o o. dgl., die mit dem Trommelseil 1q. leicht verbindbar sind, verkürzt oder verlängert werden.
  • Die für das vollständige Ausfüllen des ausgekohlten Hohlraumes erforderliche Einsteilbarkeit der Wurfhöhe wird durch die Schwenkbarkeit der Wurfschaufel d samt der Schrägrinne c um den Drehpunkt s ermöglicht. Zu diesem Zweck bilden die von der Kolbenstange q getragene Wurfschaufel d und ihr Antriebszylinder v mit der Schrägrinne c eine Einheit. Zur Schwenkung der Wurfschaufel samt der Schrägrinne um den Drehpunkt s wird das Ritzel t gedreht, welches am Wurfkolbenzylinder v gelagert ist und in die auf dem Schlitten 6 gestützte Zahnstange 2a greift.
  • An der Einlaufkante der Wurfschaufel befindet sich das Blech x, welches in jeder Lage der Wurfschaufel unter den Boden der Schrägrinne c greift und so das Herausfallen des Versatzgutes aus der Rinne c während des Werfens unmöglich macht. Der nachgiebige Abstreifer 22 (Abb. 6) schließt ein Einklemmen von Fördergutteilen zwischen dem Boden der Schrägrinne c und dem Blech x in allen Fällen aus. Das Begrenzen der Wurfschaufelbewegungen kann einerseits durch einen Luftpuffer erfolgen, welcher sich beim Überfahren des Kanals i durch den Kolben h bildet (Abb.5), und andererseits vermittels des Gummipolsters 23 o. dgl. (Abb. 6) stattfinden. Das Verdrehen der Wurfschaufel um die Kolbenachse wird dadurch verhütet, daß sich das Blech x gegen eine der beiderseitig an der Schrägrinne c angeordneten Rollen w legt.
  • Die in den Abb. 2, 3, 4 und 6 dargestellten, in der Schrägrinne c angeordneten Treibdüsen e sind mit dem Doppelbodenblech y verschraubt oder vernietet und zweckmäßig mit Rotgußbüchsen ausgefüttert. Das Doppelbodenblech y und der Boden der Rinne c bilden mit den Seitenwänden eine Kammer, welche vermittels des Stutzens L mit der Frischluft verbunden werden kann, so daß sämtliche Treibdüsen gleichmäßig stark mit Druckluft gespeist werden können. Hierbei sind die Treibdüsen e so auszubilden, daß ihr in Förderrichtung strömender Luftstrahl den Boden bestreicht, ohne ein Hochfliegen des Fördergutes zu verursachen. Dadurch wird die Reibung des Versatzgutes am Boden y fast aufgehoben und darüber hinaus dem Fördergut ein Antrieb in Förderrichtung gegeben, so daß die Förderung des Versatzgutes auch bei stärkster Schrägstellung der Rinne c ohne einen Rücktransport (Tanzen) möglich ist. Die Schrägrinne c kann entweder offen (wie Abb.4) oder oben abgedeckt sein. Da die Tätigkeit der Treibdüsen während des Werfens nicht nötig ist, ist im Hinblick auf möglichste Einschränkung des Luftverbrauchs eine Einrichtung vorgesehen, welche die Speisung der Treibdüsen mit Frischluft während des Werfens ausschaltet. Sie besteht gemäß des in Abh. 5 dargestellten Ausführungsbeispieles darin, daß die über die Leitung 2 und 3 erfolgende Zuführung der Frischluft zu den Düsen e während des Werfens durch die Kolbenstange q unterbrochen wird, wobei die Beschickungsstellung, wie in Abb. 5 dargestellt, einen ungehinderten Durchlaß des Treibmittels über den in der Kolbenstange angeordneten Kanal z zuläßt. Hierbei kann die Druckluftzuführung durch die Leitung :2 entweder eine ständige sein oder sie kann durch den Steuerkolben f besonders gesteuert werden. Die Schwenkung der von den überstehenden Wangen der Schrägrinne c getragenen Verschlußklappe n um den Drehpunkt r von der Schließstellung in die strichpunktiert gezeichnete Lage gemäß der Abb. r kann entweder durch einen Schub der Wurfschaufel oder durch einen mit dem Wurfkolben gesteuerten besonderen Antriebskolben stattfinden. Die umgekehrte Schwenkung von der strichpunktierten in die gezeichnete Lage kann dann entweder durch Federkraft oder mittels des Druckluftkolbens bewirkt werden.
  • Der in die Druckluftleitungen 7 und 5 zum Wurfzylinder v eingeschaltete Windkessel soll die Druckluftentnahme aus dem vorhandenen Leitungsnetz ohne größeren Druckabfall im Wurfzylinder ermöglichen. Der Querschnitt der vom Windkessel 4 zum Wurfkolbenzylinderv führenden Druckluftleitung 5 und der Steuerorgane im Wurfkolbenzylinder v ist so groß bemessen, daß während des Werfens wesentliche Reibungsverluste in der Leitung und ein wesentlicher Druckabfall vor dem Wurfkolben nicht eintreten können. Diese Maßnahmen erlauben die Beaufschlagung des vorschnellenden Wurfkolbens mit fast dem vollen Leitungsdruck und die Benutzung des normalen Druckluftnetzes für die Druckluftzufuhr und bewirken eine gute Wurfleistung.
  • Da erfahrungsgemäß der Druck im Druckluftleitungsnetz mit der Entfernung von der Drucklufterzeugungsstelle abfällt und ferner die Druckluftentnahme anderer Maschinen stärkere Druckschwankungen herbeiführen kann, so müßte der Durchmesser des Wurfkolbens h für den niedrigsten vorkommenden Luftdruck berechnet sein, wenn die Versatzeinrichtung für alle vorkommenden Fälle verwendbar sein soll. Eine solche Lösung kann aber zu einer unvorteilhaften Erhöhung des Gewichtes des Wurfkolbens samt dem Zylinder sowie zu einer unvorteilhaften Vergrößerung der Luftzufuhrkanäle und des Steuerkolbens führen. Um dieses zu vermeiden, ist für den betreffenden Fall die Einschaltung eines Luftkompressors 9 in die Luftzuleitung 8 und 7 zum Wurfkolbenzylinder vorgesehen (Abb. 8), welcher den Leitungsdruck auf den für den Wurfkolben günstigen Druck erhöhen kann. Die Aufstellung dieses Kompressors, welcher zweckmäßig zusammen mit seinem Antriebsmotor auf einem Schlitten anzuordnen ist, ist infolge seines geringen Gewichtes und infolge der Vermeidung des Ansaugens atmosphärischer Luft auch im Streb möglich. Die für den Antrieb der Wurfschaufel erforderliche Druckluft kann aber auch noch vorteilhaft durch eine besondere Kompressoranlage mit Ansaugung atmosphärischer Luft erzeugt werden, wenn ihre Aufstellung an einem in der Nähe liegenden staubfreien Ort erfolgt.
  • Abb. 6 zeigt eine weitere Ausführungsform des Werfers, welche eine genügende Wurfgeschwindigkeit auch bei geringerem Luftdruck ermöglicht, so daß sich hierbei die Anwendung eines besonderen Kompressors erübrigen würde. Sie besteht darin, daß die Wurfwirkung,der Wurfschaufel d am Schluß der Wurfbewegung durch den Luftstrahl eines mittels Druckluft gespeisten Düsensysteins io verstärkt wird. Gemäß der Zeichnung befindet sich die Wurfschaufel in ihrer Wurfendstellung, bei der das bereits beschleunigte Versatzgut durch den Strahl der an der Schaufel angeordneten Düsen eine weitere Beschleunigung erhält. Hierbei kann die Verschlußklappe % derart ausgebildet sein, daß sie die obere Wurfschaufelöffnung durch eine entsprechende Verlängerung überdeckt und die Wurfschaufel in eine am Auswurf offene Kammer umwandelt, wodurch die Wirksamkeit der Düsen erheblich erhöht wird. Die Verschlußklappe n1 verhindert ferner in der strichpunktiert gezeichneten Beschickungsstellung das Herausfallen des Gutes aus der Schaufel. Das Einschwenken der Klappe n1 in die beiden Endstellungen kann in der gleichen Weise und mit den gleichen Mitteln erfolgen wie das der Verschlußklappe n der Abb. i. Da die Tätigkeit der Treibdüsen io nur im Augenblick der Loslösung des beschleunigten Fördergutes von der in der äußersten Wurfstellung etwas zurückfedernden Wurfschaufel stattzufinden hat, ist eine Einrichtung vorgesehen, welche die Druckluftspeisung der Düsen io selbsttätig steuert. Die Steuerung erfolgt in einfacher Weise dadurch, daß die Zuleitung der Druckluft zu den Düsen io nur dann erfolgt, wenn sich die Wurfschaufel in der gezeichneten Wurfendstellung (A.bb.5) befindet. In dieser Stellung strömt die Frischluft aus der Leitung i i über den Schlitz.2i und den Kolbenstangenkanal ia zu den Düsen io. In jeder anderen Lage der Wurfschaufel ist Druckluftzufuhr aus dem Kanal i i durch die Kolbenstange q unterbrochen. Die Leitung i i kann entweder mit ständiger oder mit gesteuerter Druckluft gespeist werden. Infolge der Steuerung der Dzuckluftzufuhr zu den Düsen io ist der Treibmittelverbrauch derselben auch bei stärkster Wirkung gering.
  • In Abb. 7 ist eine Ausführung dargestellt, die ein Verfahren ermöglicht, nach welchem die Wirkung des Wurfschaufelkolbens lal durch eine Vorentlüftung des Zylinderraumes vor der Ringfläche des Wurfkolbens erhöht werden kann. Zu diesem Zweck wird das Treibmittel durch zwei getrennte Steuerorgane, und zwar durch Steuerkolben 24. und den Steuerkolben 25 gesteuert. In der gezeichneten Lage der Steuerkolben 24. und 25 kann die hinter der Ringfläche des Wurfkolbens hl stehende Druckluft über die Kanäle 26 und 27 in das Freie entweichen, während die Stirnfläche des Wurfkolbens über die Kanäle 28, 39 und 29 mit der Frischluft verbunden ist. Der auf die Stirnfläche des Wurfkolbens wirkende Druck stößt den Wurfkolben samt der Wurfschaufel d mit großer Geschwindigkeit in die in Abb. i strichpunktiert gezeichnete Endstellung, wobei die Schaufel durch die nach dem Überfahren des Kanals 26 entstehende Pufferwirkung etwas zurück£edert. Das auf diese Weise stark beschleunigte Versatzgut in der Schaufel fliegt alsdann aus der Schaufel in das Versatzfeld. Nach dein erfolgten Wurf des Versatzgutes hat der Bedienungsmann den Griff g zu lockern, so daß sich der Steuerkolben 25 mittels des Druckes der Feder 30 in die entgegengesetzte Endlage verschiebt. In dieser Stellung des Steuerkolbens 25 strömt die Druckluft über die Kanäle 28, 31, 32 und 26 in den Zylinderraum vor die Ringfläche des Steuerkolbens lal, während die vor der Stirnfläche des Steuerkolbens 24 befindliche Druckluft über die Kanäle 33 und 34. ins Freie entweicht, so daß die vor der Ringfläche des Steuerkolbens ständig stehende Druckluft denselben in die entgegengesetzte Endlage bzw. bis zum Deckel 37 verschiebt. Bei der Anlage des Steuerkolbens 24 an dem Deckel 37 entweicht die vor der Stirnfläche des Wurfkolbens lt, stehende Druckluft über die Kanäle 29 und 35 ins Freie, so daß der auf der Ringfläche des Wurfkolbens wirkende Druck den Kolben samt der Wurfschaufel in seine Ausgangsstellung bzw. in die gezeichnete Endlage verschiebt. Der bis jetzt beschriebene Vorgang spielt sich während des Hinganges der Schüttelrutsche in einem Bruchteil einer Sekunde ab. Nach vollendetem Hingang der Schüttelrutsche erfolgt der Rückgang derselben und die Beschickung der Wurfschaufel mit Versatzgut. Bei dem darauf von neuem erfolgenden Hingang der Schüttelrutsche hat der Bedienungsmann mittels des Handgriffes g den Steuerkolben 25 in die gezeichnete Endlage zu ziehen. Alsdann entweicht die hinter der Ringfläche des Wurfkolbens hl stehende Druckluft über die Kanäle 26 und 27 ins Freie. Ferner strömt die Druckluft über die Kanäle 28, 31, 32, über den Kanal 38 im Steuerkolben 25 und über den Kanal 33 vor die obere Stirnfläche des Steuerkolbens 2q., so daß derselbe in die gezeichnete Endlage verschoben wird. Während des Umsteuerns des Steuerkolbens 24 in die gezeichnete Endlage verbleibt genügend Zeit für die vollständige Entlüftung des Zylinderraumes vor der Wurfkolbenringfläche, so daß die über die Kanäle 28, 39 und 29 in den Wurfkolbenzylinder vor die Stirnfläche des Wurfkolbens hl tretende Druckluft sich fast ohne einen Gegendruck auf der anderen Kolbenseite (Ringfläche) auswirken kann. Alsdann wird die Wurfschaufel d samt dem Versatzgut mit voller und ungeschmälerter Wirkung des Treibmittels in die in der Abb. i strichpunktiert gezeichnete Lagre gestoßen, worauf die Wurfschaufel, wie beschrieben, wieder zurückbewegt wird.
  • Die Wurfschaufeleinrichtung nach vorliegender Erfindung ist für jede Bergwerksschüttelrutsche geeignet.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Durch einen Kolben hin und her bewegte Wurfschaufel an Schüttelrutschen zum Austragen des Fördergutes, dadurch gekennzeichnet, daß der Hauptsteuerkölben (25) für den Hinundhergang des Wurfkolbens durch einen Umlaufkanal (33) auch einen Hilfssteuerkolben (2q.) umsteuert, welcher vor dem Einlaß des Treibmittels hinter die Kolbenstirnfläche die ringförmige Kolbenrückfläche entlüftet.
  2. 2. Wurfschaufel nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß bei von Hand erfolgender Umsteuerung des Steuerkolbens (25 oder f) durch einen quer zum Rutschenstrang bewegten Handgriff letzterer mit dem Steuerkolben durch ein gelenkiges oder biegsames Zwischenglied (i3) verbunden ist, durch welches die den Griff haltende Hand nicht der Hinundherbewegung des Rutschenstranges zu folgen braucht.
  3. 3. Wurfschaufel nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die an ihrem Ende die Wurfschaufel (d) tragende Kolbenstange (q) des Wurfkolbens (h) einen Kanal (1e) hat, welcher die Blasdüsen (io) der Wurfschaufel mit einem Schlitz (2i) der Kolbenstange verbindet, der am Ende des Wurfschaufelvorganges den Anschlußkanal der Druckluftleitung (i i ) überfährt und so die Düsen (io), welche die Wurfwirkung der Wurfschaufel unterstützen, an die Druckluftleitung anschließt. q..
  4. Wurfschaufel nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der auf der Schüttelrutsche verschiebbare Wurfsehaufelantriebszylinder mit einem Treibmittelvorratsbehälter (q.) unmittelbar verbunden ist, welcher aus der Treibmittelzuleitung gespeist wird. .
  5. 5. Wurfschaufel nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß vor der Wurfschaufel eine schwingbar gelagerte Klappe (n) angeordnet ist, welche in der Füllstellung der Wurfschaufel die Vorderfläche ihrer Auswurföffnung verschließt und beim Vorgang der Wurfschaufel durch diese zur Seite gedrückt wird.
  6. 6. Wurfschaufel nach Anspruch i und 5, dadurch gekennzeichnet, daß die schwingbar gelagerte Klappe (n) eine solche Länge hat, daß sie in der @urfendstellung die Oberseite der Auswurföffnung der Wurfschaufel überdeckt und so aus dieser eine nur an der Vorderseite offene Kammer macht, welche die im Schaufelrücken befindlichen Blasdüsen zu voller Wirkung kommen läßt.
  7. 7. Wurfschaufel nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Verschieben der auf einem Schlitten (6) angeordneten Wurfeinrichtung auf der Schüttelrutsche vermittels eines am Schlitten umgelenkten Zugmittels (i4, 20) stattfinden kann, dessen Enden einerseits mit der Schüttelrutsche und andererseits mit einem an der Schüttelrutsche befestigten Windwerk o. dgl. verbunden sind.
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