DE66603C - Einrichtung zum Treideln von Wasserfahrzeugen vermittelst Elektricität - Google Patents

Einrichtung zum Treideln von Wasserfahrzeugen vermittelst Elektricität

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DE66603C
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Germany
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locomotive
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running wheels
towing
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DENDAT66603D
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L. WOLLHEIM in Wien I, Elisabeths«-. 2
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B63SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; RELATED EQUIPMENT
    • B63BSHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; EQUIPMENT FOR SHIPPING 
    • B63B21/00Tying-up; Shifting, towing, or pushing equipment; Anchoring
    • B63B21/56Towing or pushing equipment
    • B63B21/64Equipment for towing or pushing vessels by vehicles or beings moving forward on ground-based paths along water-way

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  • Toys (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Treideln von Schiffen auf Kanälen, welche im wesentlichen durch die Anordnung eines oder zweier elektrischer Sammler auf dem zu treidelnden Schiff und durch eine auf dem Treidelweg aufgestellte, einen oder zwei Elektromotoren tragende Lokomotive gekennzeichnet ist, wobei dh von den Sammlern mittels Leitungsdrähte in Betrieb gesetzten Elektromotoren die Lokomotive und dadurch das an derselben hängende Schiff fortbewegen.
Die Zeichnung veranschaulicht eine der Erfindung gemäfs ausgeführte Einrichtung zum Treideln von Wasserfahrzeugen, bei welcher ai.f der treidelnden Lokomotive ein Elektromotor angebracht ist, und zwar zeigt Fig. 1 eiie Ansicht, Fig. 2 eine Draufsicht derselben.
Wie ersichtlich, ist auf dem zu treidelnden Schiff A ein elektrischer Sammler B irgend einer bekannten Einrichtung, und zwar vortbeühaft derart aufgestellt, dafs die Wartung desselben durch den das Schiff Steuernden besorgt werden kann. D,as Schiff ist mit der auf dem Treidelwege laufenden Lokomotive D durch die Schleppleine C verbunden, in welche des leichteren Betriebes wegen die vom elektr.sehen Sammler zu dem Elektromotor E führenden Leitungsdrähte eingeflochten sind. Das Gestell der Lokomotive ruht auf federnden Lagern α und b für die beiden hinteren Laufräder F und das Leitrad G. Auf dem Gestell befindet sich der Elektromotor E von geringer Tourenzahl.
Die Uebertragung der.Bewegung des Elektromotors auf die Laufräderachse erfolgt durch de Zahnräderübersetzung cc^dd1, wobei die Achse des Zahnrades d in derselben waagrechten Ebene wie die gemeinschaftliche Achse der Laufräder F und des in das Zahnrad d eingreifenden Zahnrades d1 angeordnet ist, so dafs die beiden Zahnräder d und dl auch beim Auf- und Abwärtsschwingen des Lokomotivgestelles in Eingriff verbleiben.
Zum Lenken der Lokomotive ist auf dem in einer senkrechten Welle b1 sich fortsetzenden Gabellager b des Leitrades G ein Schneckenrad e aufgekeilt, in welches eine mittels Handrades g drehbare Schnecke f eingreift, wodurch das Leitrad in die jeweilig erforderliche Stellung gebracht wird.
Statt eines Elektromotors können auf der Lokomotive auch zwei solche Motoren angebracht werden, um die Lokomotive, wenn einer der Elektromotoren schadhaft werden sollte, durch den anderen allein weiterbewegen zu können. In diesem Falle wird die gemeinsame Achse der beiden Laufräder durch die beiden Zahnradvorgelege der Elektromotoren in Umdrehung versetzt, und ist eine Vorrichtung vorhanden, um eines der Zahnräder der einen oder anderen Uebersetzung ausrücken zu können, wenn der eine oder der andere Elektromotor aufser Thätigkeit gesetzt werden soll.
Auf dem zu treidelnden Wasserfahrzeuge werden bei Anwendung von zwei Elektromotoren auch zwei elektrische Sammler aufgestellt. Bei Treidellokomotiven mit zwei Elektromotoren kann die Einrichtung auch derart getroffen werden, dafs die Lokomotive durch dieselben nicht nur fortbewegt, sondern gleichzeitig auch gelenkt wird. In diesem Falle erhält die Lokomotive vier Laufräder,

Claims (1)

  1. jedoch kein Leitrad, und jedes dieser Laufräder wird auf eine besondere Welle gekeilt, wobei die Laufräder je einer Seite von einem der beiden Elektromotoren angetrieben werden. Für gewöhnlich findet dann der Antrieb aller Laufräder mit gleicher Geschwindigkeit statt; durch Einschalten von Widerstand in einen der zwei Stromkreise dagegen wird die Bewegung der Räder der einen Lokomotivseite mit verschiedener Geschwindigkeit als diejenige der auf der anderen Seite angebrachten Laufräder erfolgen und so die Lokomotive nach Belieben gelenkt.
    Diese Treideleinrichtung läfst sich aber auch derart ausführen, dafs die Lokomotive statt, wie oben beschrieben, unmittelbar auf dem Treidelwege auf einer auf diesem Wege angebrachten leichten Spurbahn fortschreitet. In diesem Falle erhält die Lokomotive zweckmäfsig vier durch zwei Elektromotoren in Thätigkeit zu setzende Laufräder, wie die bei elektrischen Strafsenbahnen meist verwendeten Lokomotiven.
    Da man sowohl, wenn die Lokomotive sich unmittelbar auf dem Treidelwege, als auch wenn die Lokomotive sich auf einer Spurbahn weiter zu bewegen hat, die elektrischen Sammler auf dem Wasserfahrzeuge unterbringt, so werden dieselben auch nicht so sehr schädlichen Stöfsen ausgesetzt, und zu ihrem Transport auf dem Wasser wird eine geringe Betriebskraft erforderlich sein.
    Da auf der Lokomotive weder schwere Motoren, noch die zu deren Betrieb erforderlichen Materialien aufgestellt sind, so wird es leichter möglich sein, die Lokomotive unmittelbar auf dem gar nicht oder weniger gut fundamentirten Treidelwege fortzubewegen.
    Diese Einrichtung wird insbesondere bei solchen Kanälen mit Vortheil Anwendung finden, bei welchen da"s Laden der elektrischen Sammler durch in der Nähe befindliche Wasserkraft oder dortselbst billig erhältliches Brennmaterial mit geringen Kosten durchführbar ist. Sie soll als Ersatz der bisher zumeist üblichen thierischen Zugkraft, namentlich bei Kanälen, bei welchen zur Bewältigung des Verkehrs eine gröfsere Schnelligkeit erförderlich ist, dienen.
    Pa ten τ -Anspruch:
    Einrichtung zum Treideln von Wasserfahrzeugen vermittelst Elektricität, dadurch gekennzeichnet, dafs der auf der Lokomotive für Strafsen oder Spurbahnen angeordnete und dieselbe fortbewegende Elektromotor von auf dem Wasserfahrzeug angeordneten elektrischen Sammlern gespeist wird.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT66603D Einrichtung zum Treideln von Wasserfahrzeugen vermittelst Elektricität Expired DE66603C (de)

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