DE665953C - Selbsttaetige Anlasseinrichtung fuer Brennkraftmaschinen - Google Patents

Selbsttaetige Anlasseinrichtung fuer Brennkraftmaschinen

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DE665953C
DE665953C DEC50112D DEC0050112D DE665953C DE 665953 C DE665953 C DE 665953C DE C50112 D DEC50112 D DE C50112D DE C0050112 D DEC0050112 D DE C0050112D DE 665953 C DE665953 C DE 665953C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02NSTARTING OF COMBUSTION ENGINES; STARTING AIDS FOR SUCH ENGINES, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • F02N13/00Starting of engines, or driving of starting apparatus by use of explosives, e.g. stored in cartridges

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Description

  • Selbsttätige Anlaßeinrichtung für Brennkraftmaschinen Gegenstand der Erfindung ist eine selbsttätige Anlaßeinrichtung für Brennkraftmasc hinen mit einem drehbaren Magazin, welches Patronen zur Erzeugung von Antriebsgasen enthält und dessen Patronenkammern nacheinander in Verbindung mit einer Verbrennungskaminer zur Fortleitung der erzeugten Gase geraten.
  • Das Neue besteht im wesentlichen darin, daß ein Teil der beim Abfeuern einer Patrone entstehenden Gasmenge dazu benutzt wird, (las Magazin gegen die Verbrennungskammer zu drücken und eine für das Magazin bestimmte Schaltvorrichtung zu spannen, welche das Magazin nach Abfeuern einer Patrone weiterschaltet, um die nächste Patrone in Feuerstellung zu bringen.
  • Bei der Anlaßeinrichtung der Erfindung tritt ferner das Antriebsgas unmittelbar nach seiner Erzeugung von der Verbrennungskaminer in den Zylinder der Brennkraftinaschine und wird nicht etwa in einem besonderen Raum aufgespeichert und von dem letzteren über ein von Hand aus zu öffnendes Ventil in den Zylinder hineingeleitet, wie dieses bereits vorgeschlagen «-orden ist.
  • Erfindungsgemäß steht die Verbrennungskammer nicht nur mit einem an sich bekannten Fortleitungsrohr in Verbindung, sondern sie ist auch mit einem Hilfszylinder verbunden, in welchem ein mit dem Magazinverschlu(i verbundener Kolben angeordnet ist,der beim Abfeuern einer Patrone den Magazinverschluß gegen das Magazin drückt, welch letzteres dadurch fest gegen einen Einlaßsitz der Verbrennungskammer gehalten wird. Ferner ist ein zweiter, ebenfalls mit der Verbrennungskammer verbundener Hilfszylinder vorgesehen, der auch einen Kolben enthält, der eine Schaltvorrichtung spannt, durch welche in zeitlicher Aufeinanderfolge das gewöhnlich gegen Drehung gesperrte Magazin entriegelt, eine Entlüftung der Verbrennungskammer, eine Weiterschaltung des Magazins und eine Wiederverriegelung desselben in der nächsten Betriebsstellung überwacht wird.
  • 1n der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel einer Einrichtung nach der Erfindung dargestellt.
  • Abb. i ist eine Draufsicht der Einrichtung. Abb. 2 ist :eine Seitenansicht derselben. Abb. 3 ist eine Vorderansicht der Einrichtung, teilweise im senkrechten Schnitt. Abb. 4. ist ein Einzelheitsschnitt nach Linie 4-4 der Abb. 5.
  • Abb.5 ist eine teilweise Rückansicht der Einrichtung.
  • Abb. 6 ist ein teilweiser Längsschnitt durch das Fortleitungsrohr nach Linie 6-6 der Abb. B.
  • Abb. 7 ist ein Längsschnitt der Dämpfungsvorrichtung, welche einen Teil der Einrichtung der Erfindung bildet.
  • Abb. S ist eine Seitenansicht der Einrichtung von der entgegengesetzten Seite als in der Abb. 2 gezeigt ist, wobei jedoch die Einrichtung teilweise im Schnitt dargestellt ist und einige Teile fortgelassen sind.
  • Abb. 9 ist ein Schaltungsschema des Zündstromkreises, welcher selbsttätig überwacht wird.
  • Abb. io ist ein Schnitt nach Linie io=.q. der Abb. 3, und Abb. i i ist ein Einzelheitsschnitt durch den Lüftungszylinder nach Linie i i- i i derAbb. i. Die Einrichtung der Erfindung verfügt über ein Fortleitungsrohr für die erzeugten Antriebsgase, ein Magazin, welches zur Aufnahme einer Anzahl Patronenhülsen bestimmt ist, eine Einrichtung zum selbsttätigen Weiterschalten des Magazins, um die Patronenhülsen nacheinander in Zündstellung zu bringen, eine Einrichtung zur Verhütung der Schließung des Zündstromkreises, bis die Patrone in ihre Zündlage gebracht worden ist, eine Vorrichtung zur gründlichen Lüftung oder Reinigung der Verbrennungskammer vor Einbringen der nächsten Patrone in Zündstellung und eine Vorrichtung zur Überwachung und Veränderung der Geschwindigkeit, mit welcher die verschiedenen Teile zueinander bewegt werden, und zwar `-erden alle obengenannten Schritte unter dein Einfluß derjenigen Kraft vorgenommen, welche von dem erzeugten gasförmigen Treibmittel herrührt.
  • Die Patronenhülsen sind mit einer relativ langsam verbrennbaren Ladung gefüllt, bestehend aus einer Mischung von Nitrozellulose und N itroglycerinkörnern von verschiedener Größe oder Körnung, um die gewünschten Veränderungen in der Geschwindigkeit der Verbrennung herbeizuführen.
  • Ein Rohr 5 zum Fortleiten der erzeugten Antriehsgase ist an seinem vorderen Ende 6 mit Gewinde versehen., um an ein nicht dargestelltes Leitungsrohr angeschlossen werden zu können, durch welches die Antriebsgase zu der anzulassenden Brennkraftmaschine geleitet werden.
  • Das rückwärtige Ende des Rohres 5 ist vorzugsweise erweitert, um eine Verbrennungskammer 8 zu bilden, an deren einer Seite ein Halsansatz 9 angeordnet ist, der mit einem Sitz io zur Aufnahme des konischen Endes eines Futters i i (Abb..4.) dient, in welches die Patrone eingesetzt wird. Dieses Futter i i befindet sich in einem Magazin 12, welches eine Reihe von Patronen 13 aufnimmt. Wenn eine Patrone entzündet wird, dann strömt der brennbare Inhalt derselben in die Verbrennungskammer 8 hinein und wird dort verbrannt, wobei die erzeugten Gase aus dem Rohr 5 austreten, um irgendeine bestimmte Arbeit zu verrichten. Ein Teil dieser Gase kommt nun erfindungsgemäß auf einen Kolben 14 (Abb. 4) zur Einwirkung, der in einem Zylinder 15 sich befindet, welcher von der Verbrennungskammer 8 nach abwärts ragt. Dieser Kolben 14 ist seinerseits bei 16 mit einem Querkopf 17 verbunden.
  • Der Querkopf 17 ist mit seinem äußeren Ende mit zwei Stangen 18 und i9 verbunden (Abb.3 und 6), welche ihrerseits mit ihrem anderen Ende mit einem Verschlußstück 2o (Abb.3) verbunden sind, welches die elektrische Zündnade12i trägt. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel gelangt nämlich eine Patrone zur Verwendung, welche auf elektrischem Wege entzündet wird, und in der Abb.9 ist ein Schaltungsschema des elektrischen Stromkreises dargestellt, das aus einem Handschalter 22, einer Stromquelle 23, den Leitern 24 und den Kontaktstreifen 25 und 26 besteht, welch letztere selbsttätig betätigt werden, wie im folgenden noch näher erläutert wird.
  • Man erkennt aus dem Schaltungsschema, daß der Stromkreis den metallischen Mantel der Patrone 13 sowie die Zündnadel 21 enthält, und wenn der Stromkreis durch Berührung des Kontaktstreifens 25 mit dem Kontaktstreifen 26 und durch Schließung des Handschalters 22 geschlossen wird, dann wird die Ladung in der Patrone entzündet, was entweder durch Erzeugung eines Zündfunkens in der Patrone oder durch Erhitzung eines Überbrückungsdrahtes geschehen kann.
  • Das Verschlußstück 2o ist gemäß der Abb. 3 bei 27 schwingbar mit der Stange 18 verbunden und wird durch eine Flügelmutter 28 auf der Stange i9 festgehalten.
  • Das Rohr 5 und die Verbrennungskammer 8 bestehen vorzugsweise aus einem einheitlichen Gußstück, dessen Umriß in der Abb. 5 bei 5' angedeutet ist. Dieses Gußstück ist gemäß der Abb. 3 mit einem seitlichen Ansatz 33 versehen, in welchem das untere Ende einer Hülse 34 hineingeschraubt ist. Eine Platte 35 ist zwischen den Ansatz 33 und einen Ringansatz 36 an der Hülse 34 eingespannt. Die Stange i9 geht durch diese Hülse 34 hindurch und ist in der Nähe ihres oberen Endes mit einem Ringansatz 40 versehen, welcher im Innern der Nabe 41 des Magazins 12 liegt. Das Magazin 12 besteht aus der Nabe 41, den radialen Rippen 42 und einer Anzahl von Patronenkammern 43 (im vorliegenden Falle 12). Jede Patronenkammer 43 ist mit einem Futter 11 versehen, das an seinem vorderen Ende, ja konisch abgeschrägt ist, um, wie bereits erwähnt, mit dem Einlaßsitz io des Halsansatzes 9 in Eingriff geraten zu können.
  • Die Abb.8 zeigt am deutlichsten, daß die Platte 35 mit einer kreisringförmigen Ausdrehung 35u versehen ist, welche zur Aufnahme einer Ringscheibe 44 aus Asbest oder anderem feuerfestem Material dient, gegen welches die inneren oder offenen Enden der Futter i r für gewöhnlich anliegen und über welche diese Futter bei der Drehung des Magazins hinweggleiten.
  • Wenn eine Patrone entzündet wird, dann gerät ein Teil der erzeugten, unter Druck befindlichen Gase von der Verbrennungskainnier 8 durch einen Zweigkanal .I5 in das Innere des Hilfszylinders 46 (Abb. 6), um auf einen Kolben .47 zur Wirkung zu kommen, der mit einer rohrförmigen Kolbenstange 48 versehen ist. An dein nach auswärts ragenden Ende des Kolbens ..17 sitzt eine Platte .19, welche bei der Vorwärtsbewegung des Kolbens eine Feder 5o in einen becherartigenTeil 51 hineindrückt. welcher an einer seitlichen Fortsetzung 52 des Rohres 5 sitzt. An der Platte 49 sitzt ein Schlitten 53, der in der Abb. 6 durch die gestrichelten Linien schematisch angedeutet ist. Die nähere Ausbildung dieses Schlittens 53 ist aus der Abb. 8 ersichtlich, aus welcher man erkennt, daß der Schlitten zwei Hubflächen 54. und 55 hat. Die Hubfläche 54 dient dazu, tun bei der Rückkehr der holbellstange 48 unter dem Einfluß der Feder 5o einen Sperrstift 56 nach aufwärts zu bewegen, was dann geschieht, wenn das untere Ende dieses Sperrstiftes 56 an einer schrägen Fläche 57 entlanggleitet.
  • In der normalen Lage der Teile (Abb. 8) ist der Sperrstift 56 nach aufwärts bewegt, und in dieser Lage befindet sich der kurze Arm 58 eines Winkelhebels 59 in seiner oberen Endlage, um eine Klinke 6o nach rechts zu drücken. Diese Klinke 6o ist an dem langen Arm des Winkelhebels 59 bei 61 schwingbar gelagert und befindet sich unter dein. Einfluß einer Feder 62, welche dafür sorgt, daß die Klinke mit (teil Zähnen 63 einer Hülse 64 im Eingriff stellt. Die Hülse 64 ist an der Nabe .41 des Magazins befestigt. Die Klinke 6o und der Winkelhebel 59 dienen dazu, um die notschrittweise Verdrehung des Magazins 12 zu besorgen. Wenn aber der Schlitteil 53 nach links (Abb. 8) bewegt wird und der Stift 56 zur tieferen Stelle der Hubfläche 5_E gleitet, dann wird der Winkelhebel 59 entgegei1 der Uhrzeigerrichtung (Abb. 8) verdreht, so daß die Klinke 6o mit dein nächsten "Zahn an der Hülse 64 in Eingriff gerät. Diese Schaltbewegungfindet unter demEinfluß einer Feder 63 statt, welche in einem Gehäuse 66 angcordnet ist undwelche zwischen deroberen Abschlußwand des Gehäuses und einem Ringansatz 67 an einer Sperrstange 68 eingespannt ist. Das obere Ende dieser Sperrstange 68 dient dazu, um in dein richtigen Augenblick mit entsprechenden Löchern 69 der radialen Rippe-2 des Magazins 12 in Eingriff zu treten. Diese Stange 68 ist ferner an ihrem unteren Ende finit einem Fingerstück 70 versollen, uni voll Hand aus betätigt werden zu können, wenn das Magazin von Hand aus gedreht werden soll, was aus irgendeinem Grunde erwünscht sein mag. Die Feder 65 wirkt einer Feder 71 entgegen, «-elche zwischen dem Ringansatz 67 und dem gegabelten Ende 72 eines Hebels 73 eingespannt ist, der in den Bewegungspfad des kurzen Armes des Winkelhebels 59 hineinragt.
  • Es ergibt sich hieraus, daß, wenn beim Abfeuern der Schlitten 53 sich nach links bewegt (Abb. 8) und der Sperrstift 56 sich nach abwärts bewegt, der Hebel 73 nach abwärts gleitet und in dieser Weise die Spannung der Feder 71 verringert. Die Feder 65 kommt nun zur Wirkung und bewegt die Sperrstange 68 aus dem Loch 69 des Magazins heraus. Der Winkelhebel 59 schwingt entgegen der Uhrzeigerrichtung aus und erfaßt dabei den folgenden Zahn 63. ' Wenn hierauf der Schlitten 53 durch die Feder 50 wieder nach rechts bewegt wird, dann wird durch die anfängliche Aufwärtsbewegung des Stiftes 56, was durch den Schlitten 55 erfolgt, das Magazin 12 etwas verdreht, um das Loch 69 außer Eindeckung mit der Sperrstange 68 zu bewegen. Dieses findet statt, bevor noch die Spannung der Feder 71 bei Aufwärtsgleiten des Hebels 73 genügend groß wird, um die Kraft der Feder 65 zu überwinden. Eine weitere Aufwärtsbewegung des Stiftes 56 und des Hebels 73 hat jedoch zur Folge, daß die Feder 71 unter derartig große Spannung versetzt wird, daß die Kraft der Feder 65 überwunden wird, und es wird dann die Sperrstange 68 nach aufwärts bewegt und kommt in Berührung mit der Unterfläche des radialen Flansches .I2. Wenn nun das nächste Loch 69 in Eindeckung finit der Sperrstailge68 gerät, was dann eintritt, wenn die nächste Patrone in Achseindeckung mit dein Halsansatz 9 gerät, dann schnappt die Sperrstange 68 nach aufwärts in das Loch 69 hinein und verriegelt dadurch das Magazin 1z gegen weitere Verdrehung.
  • Parallel zu dein Rohr 5 ist eine Dämpfungsvorrichtung 75 angeordnet, deren Gehäuse einheitlich mit dem Gußstück 5' ausgebildet sein kann. Aus der Abb. 7 erkennt man, daß die Kolbenstange 76 der Dämpfungsvorrichtung durch eine Staufferbuchse 77 hindurchgeht und an ihrem inneren Ende mit einem Kolben 7 8 versehen ist. Dieser Kolben ist mit einem geeigneten Dichtungsring 79, beispielsweise aus Leder, versehen und wird durch eine FederSo aus seiner normalen Lage herausbewegt.
  • Der Kolben 78 ist finit Kanälen 83 versehen, welche die eine Seite des Kolbens finit der anderen Seite verbinden. Diese Kanäle werden aber für gewöhnlich durch eine @'entilplatte8i geschlossen gehalten, welche durch eine Feder 82 in Abschlußlage gehalten wird. In der Abschlußwand des Zylinders 75 ist ein mit Quernuten versehener Regelstift 84 auswechselbar befestigt, welcher in die ausgebohrte Kolbenstange 76 hineinragt. Die Wandung der Kolbenstange ist in der Nähe des Kolbens mit einer Öffnung 86 versehen, durch welche das Innere der Zylinderkammer87 mit dem Innern der Zylinderkammer 88 in Verbindung steht. Die Strömung findet durch die Öffnung 86 und entlang dem Stift 84 statt, der mit Spielraum lose in die Bohrung der Kolbenstange eingepaßt ist. Der Zylinder 75 kann mit 01, Glycerin oder einem anderen geeigneten Schmiermittel gefüllt sein.
  • An einem Ende des Dämpfungszylinders befindet sich eine seitliche Fortsetzung 89, welche einen Ausgleichszylinder 9o trägt, in welchem ein Kolben 9i angeordnet ist. Eine Feder 92 drängt diesen Kolben 9i nach einwärts. Das Innere des Zylinders 9o steht über Kanälen 93 und 94 in ständiger Verbindung mit dem Innern des Dämpfungszylinders. Der Zweck des Kolbens 91 und der Feder 9? besteht darin, um stets die Veränderung des Rauminhaltes in der linken Seite des Zylinders 75 auszugleichen, welche infolge der ilinausbewegung der Kolbenstange 76 aus diesem Zylinder auftritt. Nach der Beendigung der Abfeuerung einer Patrone ist durch die Feder 8o die Kolbenstange 76 bis zu ihrer äußersten Grenze nach auswärts bewegt worden, und das äußere Ende der Kolbenstange 76 kommt dabei in Eingriff mit einem Stift 95 (Abb. 2) und übt einen Druck auf denselben aus. Dieser Stift 95 ragt verschiebbar durch einen Ansatz 96 des Rohres 5 hindurch und dient dazu, den Kontaktstreifen 25 in Eingriff mit dem Kontaktstreifen 26 zu bringen. Diese beiden Kontaktstreifen 25 und 26 sind in der Abb. 9 dargestellt und bilden einen Teil des Zündstromkreises. Wenn nun beim Abfeuern der nächsten Patrone die Kolbenstange 48 nach links (Abb. 6) bewegt wird, dann bewegt sich ein Klotz 48a, welcher sich an dem vorderen Ende dieser Stange 48 befindet, mit nach vorwärts. Um nun die Kolbenstange 76 des Dämpfungszylinders und die Stange 48 gleitbar in ihren nach auswärts bewegten Lagen zu unterstützen, und um diese Teile in der richtigen Parallellage zueinander zu halten, ist eine besondere Stange 97 vorgesehen, deren eines Ende seitlich abgebogen ist und bei 98 (Abb. 8) mit der Kolbenstange 76 verbunden ist. Die Stange97 ragt mit ihrem anderen Ende längsverschiebbar in die Bohrung 99 der Kolbenstange 48 hinein. Der Klotz 48a ist mit einer seitlichen Fortsetzung ioo (Abb. 8) versehen, durch welche die Kolbenstange 76 gleitbar hindurchgeht.
  • Der Klotz 48a ist mit einer abgestuften Fläche ,19a versehen, welche bei 49b abgeschrägt ist und bei der Auswärtsbewegung des Klotzes über eine schwingbare Sperrplatte ioi hinwegreitet, welche innerhalb bestininiter Grenzen schwingbar zwischen Stellringen io2 an der Kolbenstange 76 angeordnet ist. Nachdem die geflanschte Fläche49a die Sperrplatte ioi passiert hat, wird die Sperrplatte ioi durch eine Feder ioa' ausgeschwungen, um die Sperrplatte hinter der geflanschten Fläche 49a mit dem Klotz 48a in Eingriff zu bringen.
  • Wenn hierauf der Klotz 48a wieder nach rückwärts bewegt wird, was durch die Feder 5o geschieht, dann wird er die Sperrplatte ioi und die Kolbenstange 76 mitnehmen. Diese Rückwärtsbewegung der Teile wird aber durch die Dämpfungsvorrichtung 75 abgedämpft, so daß diese Rückbewegung nur so schnell stattfinden kann, als die Flüssigkeit von der Kammer 88 des Dämpfungszylinders verdrängt wird, um durch den Kolben 83 und die Öffnung 86 in die Kammer 87 überzutreten. Diese Rückkehrbewegung kann ein-Z, mehr oder weniger schnell vorgenommen werden, j e nachdem von welcher Beschaffenheit der gerade benutzte Überwachungsstift 84 ist. Die gemeinsame Rückkehrbewegung von Stange 48(Abb.8) und Kolbenstange 76 findet so lange statt, bis ein Schwanz 103 der Sperrplatte ioi in Eingriff mit einer schrägen Platte io4 gerät, welche von dein Ausgleichszylinder 9o nach auswärts ragt, wie die Abb. 7 und 8 zeigen.
  • Diese Platte 104 ist derart angeordnet, daß sie gewissermaßen eine Hubfläche darstellt, über welche der Schwanz 103, hin wegreitet, um die Sperrplatte ioi gegen die Spannung einer Feder zu verdrehen, damit sie außer Eingriff mit der geflanschten Fläche 49" des Klotzes 48a gerät. Dieses findet in der Nähe der rückwärtigen Grenze der Bewegung der Teile statt, und wenn dieses eintritt, wird die Kolbenstange 76 des Dämpfungszy linders von der Stange 48 .gelöst, und die Feder 8o beginnt, den Kolben 79 der Dämpfungseinrichtung nach vorwärts zu drücken, so schnell, wie die Flüssigkeit von der Kammer 87 zu der Kammer 88 verdrängt werden kann. Man erkennt jedoch, daß der Zündstromkreis geöffnet ist und daß keine Patrone entzündet werden kann, bis der Dämpfungskolben seine Vorwärtsbewegung beendet hat, da nur dann am Ende der Vorwärtsbewegung des Begrenzungskolbens der Kontaktstreifen 25 in Eingriff mit dem Kontaktstreifen 26 gerät.
  • Es ist daher vollkommen ausgeschlossen, daß eine Patrone vorzeitig entzündet werden kann, bevor die Teile vollständig in ihre Anfangslage zurückgekehrt sind und in dieser Lage verriegelt sind. Während der Rückwärtsbewegung der Stange 48 und der damit verbundenen Teile gerät eine Klinke io-', «-elche an dem Klotz 4.8a (Abb. i) sitzt, in Eingriff mit einer Hubscheibe io5, welche bei io5' auf dem Rohr 5 schwingbar gelagert ist. Durch diese Klinke io4' wird die Hubscheibe 105 entgegen der Kraft der Feder io6 verdreht, wobei eine Nocke 107 an dieser Scheibe 105 auf eine Kolbenstange io8 drückt, derart, daß der Kolben an dieser Stange, in einen kleinen Zylinder iog hineinbewegt wird, der sich an der Oberseite des Rohres 5 befindet. Diese Klinke iod.' wird für gewöhnlich durch eine Feder io.Iü nach auswärts gedrückt. Der Zylinder iog dient zur Lüftung und Reinigung des Rohres 5. Der Kolben i io, der an der Kolbenstange io8 sitzt, wird für gewöhnlich durch eine Feder i i i nach auswärts gedrückt und verschließt in dieser Lage einen Kanal i 12, der mit der Bohrung des Rohres 5 in Verbindung steht. Wenn nun der Kolben i t o entgegen der Kraft seiner Feder i i i durch die Hubscheibe io5 nach einwärts gedrückt wird, dann wird der Kanal i i z geöffnet, und die in der Bohrung des Rohres 5 befindlichen Gase können durch den Kanal 112, der mit einem Kanal 113 in Verbindung gerät, nach auswärts in die Atmosphäre entweichen.
  • Um die Zündnadel 21 außer Eingriff mit den Patronenhülsen zu bringen und um den Druck des Verschlußstückes 2o auf die Patronenhülsen kurz vor der Verdrehung des Magazins zu entlasten, ist an dem Schlitten 53 die eingangs erwähnte Hubfläche 55 angeordnet (Abb. 8). Diese Hubfläche 55 kommt nämlich auf das äußere Ende 115 eines Schwinghebels 116 zur Einwirkung, der im Innern eines U-förmigen Klotzes 117 angeordnet ist. Dieser Klotz i 17 umgibt seinerseits die Stange i9 und wird durch Schrauben 118 an dieser Stange festgeklemmt, wie die Abb. 3, 5 und 10 zeigen.
  • Eine Feder i i9 (Abb. io) drängt eine Schulter des Hebels 116 in eine derartige Lage, daß sie gegen einen Anschlag 120 liegt, welcher durch einen benachbarten Teil des Klotzes 117 gebildet wird. Wenn der Schlitten 53 (Abb.8) nach links bewegt wird, dann gibt das Ende 115 entgegen der Spannung der Feder ii9 nach und die senkrechte Fläche 51, des Schlittens 53 gleitet an diesem Ende 115 vorbei. Nachdem dieses Ende i 15 die Fläche 53a passiert hat, kehrt es in seine Anfangslage zurück, und zwar unter dem Einfluß der Feder i 19, und kommt dann oberhalb der Hubfläche 53 zu liegen. Wenn hierauf der Schlitten sich wieder nach rechts bewegt, dann kommt die schräge Fläche 55,1 von unten her auf das Ende 115 des Hebels 116 zur Wirkung und hebt den Hebel in seiner Gesamtheit nach aufwärts, wobei die Stange i9 ebenfalls mit nach aufwärts genommen wird. Aus der Abb. 3 ist ersichtlich, daß beim Beginn der Aufwärtsbewegung der Stange i9 keinerlei Aufwärtsbewegung des Magazins von der Platte 35 hinweg stattfindet, weil zwischen dem Ringansatz .Io der Stange i9 und dem überhängenden Flansch q.3a des Magazins ein Spielraum vorhanden ist. Bei dieser anfänglichen Aufwärtsbewegung der Stange 19 wird lediglich das Verschlußstück 2o von dem Magazin 12 abgehoben, und es wird auch dabei die Zündnadel 21 außer Eingriff mit der für sie versehenen Aussparung in der abgefeuerten Patrone bewegt. Sobald aber der Ringansatz 4o gegen den Flansch d.3a anschlägt, findet bei der weiteren Aufwärtsbewegung der Stange i9 unter der Wirkung der Hubfläche 55a eine geringe Aufwärtsverschiebung des Magazins i a statt, und das ganze Magazin wird genügend weit angehoben, damit die konischen Enden i ia der Futter i i aus den Halsansätzen 9 herausbewegt werden, so daß nunmehr das Magazin einen Schritt weiter verdreht werden kann.
  • Die Hubfläche 55a kommt etwas früher mit den Enden 115 des Hebels 116 in Eingriff, als die Hubfläche 57 auf den Stift 56 zur Einwirkung kommt, so daß die Lösung der konischen Enden der Futter n von dem Halsansatz 9 etwas vor Beginn der Drehbewegung des Magazins stattfindet. Die Verdrehung des Magazins findet, wie bereits bemerkt, durch den Winkelhebel 59 und die damit verbundenen Teile statt.
  • Die Erfindung ist einleuchtenderweise keineswegs auf dieses Ausführungsbeispiel beschränkt, sondern die beabsichtigten Wirkungen können auch noch in verschiedener anderer Weise erzielt werden. Durch die vorliegende Erfindung wird eine Vorrichtung geschaffen, welche dazu dient, eine relativ langsam verbrennende Ladung in solcher Weise zu verwenden, daß ein Teil der Kraft der entzündeten Ladung ohne Erschütterung oder Stößen zu anderen Teilen geleitet wird, welche den Betätigungsmechanismus zur Weiterschaltung des Magazins selbsttätig überwachen und diesen Betätigungsmechanismus abdämpfen, wobei die Dämpfung als auch die Geschwindigkeit der Weiterschaltung ganz genau überwacht werden kann. Es wird ferner dafür gesorgt, daß eine unbeabsichtigte oder zu frühzeitige Entzündung der nächsten Patrone vollständig unmöglich ist. DieVorrichtungder Erfindung ist ferner derart konstruiert, daß sie in irgendeiner Lage arbeiten kann, wobei das Magazin derartig angeordnet ist, daß es sehr leicht entleert und als Einheit entfernt werden kann und gegebenenfalls durch ein anderes Magazin ersetzt werden kann. Man kann ferner die einzelnen Zylinder des IVIagazins ohne weiteres wieder von Hand laden, ohne daß es notwendig ist, das Magazin abzunehmen.

Claims (9)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Selbsttätige Anlaßeinrichtung für Brennkraftmaschinen mit einem drehbaren Magazin, welches Patronen zur Erzeugung von Antriebsgasen enthält und dessen Patronenkammern nacheinander in Verbindung mit einer Verbrennungskammer zur Fortleitung der erzeugten Gase geraten, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbrennungskammer (8) nicht nur mit einem an sich bekannten Fortleitungsrohr (5), sondern auch finit einem Hilfszylinder (15) in Verbindung steht, in welchem ein mit dem Magazinverschluß (2o) verbundener Kolben (14) angeordnet ist, der beim Abfeuernden Magazinverschluß (20) gegen das Magazin (12) drückt, welch letzteres dadurch fest gegen einen Einlaßsitz (1o) der Verbrennungskammer (8) gehalten wird, und ein zweiter, ebenfalls mit der Verbrennungskammer (8) verbundener Hilfszylinder (46) einen Kolben (47) enthält, der eine Schaltvorrichtung (49 bis 55) spannt, durch welche in zeitlicher Aufeinanderfolge das gewöhnlich gegen Drehung gesperrte Magazin (12) entriegelt, eine Entlüftung der Verbrennungskammer (8), eine Weiterschaltung des Magazins (12) und eine Wiederverriegelung desselben in der nächsten Betriebsstellung überwacht wird.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das drehbare Magazin (12) parallel und konzentrisch zur Drehachse desselben angeordnete zylindrische Patronenkammern (43) hat, deren Auslaßenden durch eine ortsfeste Platte (35,44) abgeschlossen werden, über welche sich das Magazin (12) hinwegdreht, und der Verschluß (2o), der das Auslaßende der gerade in Verbindung mit der Verbrennungskammer (8) stehenden Patronenkammer (d.3) in gasdichte Verbindung mit dieser Verbrennungskammer (8) hält, auch gleichzeitig alle anderen Patronenkammern (43) in dichten Eingriff mit der Platte (35, 44) hält.
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Verschlußandrückkolben (14) in einem rechtwinklig zur Verbrennungskammer (8) angeordneten Hilfszylinder (15) angeordnet ist und an seinem äußeren Ende mit einem Querkopf (17) verbunden ist, der durch parallel zur Drehachse des Magazins (12) verlaufende Stangen (18, i9) mit dem Verschlußstück (20) verbunden ist, welches eine Zündvorrichtung (21) trägt.
  4. 4. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Magazin (12) an einer der beiden Stangen (18,r9) drehbar ist und in Längsrichtung derselben verschiebbar ist.
  5. 5. Einrichtung nach Anspruch 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Verschlußstück (2o) mit einem Ende lösbar mit der als Drehachse des -Magazins (12) dienenden Stange (i9) verbunden ist und mit seinem anderen Ende gelenkig an der anderen Stange (18) angeschlossen ist.
  6. 6. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der die Schaltvorrichtung (49 bis 55) überwachende Kolben (47) in einem Hilfszylinder (46) angeordnet ist, der parallel zur Verbrennungskammer (8) angeordnet ist und bei seiner Verschiebung durch den Druck der erzeugten Gase entgegen der Kraft einer Feder (50) nach auswärts verschoben wird und hierbei zunächst einen das Magazin sperrenden Stift (68) auslöst und eine Schaltklinke (6o) in Bereitschaftsstellung bewegt, worauf nach Entlüftung der Verbrennungskammer die Weiterschaltung des Magazins (12) durch die Schaltklinke (6o) erfolgt, und zwar bei der durch die Feder (50) bewirkten Einwärtsverschiebung des Kolbens (47).
  7. 7. Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Geschwindigkeit der Einwärtsverschiebung des Kolbens (47) durch eine Dämpfungsvorrichtung (75) überwacht wird, welche gleichzeitig den Zündstromkreis öffnet und so lange geöffnet hält, bis durch das weitergeschaltete iNlagazin (i.:) die nächste Patrone (13) in Zündstellung gebracht worden ist. B.
  8. Einrichtung nach Anspruch 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Dämpfungsvorrichtung (75) selbsttätig am Ende der Auswärtsbewegung des Kolbens (47) mit der Kolbenstange (48) desselben gekuppelt wird und am Ende der Einwärtsbewegung des Kolbens (47) wieder selbsttätig von der Kolbenstange (48) entkuppelt wird, um in ihre Anfangs-Lage zurückzukehren, in welcher sie einen im Zündstromkreis liegenden Schalter (25, 26) schließt.
  9. 9. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die die Verbrennungskammer (8) von den verbrannten Treibmittelgasen befreiende Vorrichtung aus einem Lüftungskanal (112, 113) besteht, der gewöhnlich durch ein federüberwachtes Abschlußglied (11o) verschlossen ist und bei der Einwärtsbewegung des die Schaltvorrichtung (53 bis 64) steuernden Kolbens (d.7) durch den letzteren geöffnet wird. io. Einrichtung nach Anspruch i bis 6, gekennzeichnet durch eine mit dem die Schaltvorrichtung (53 bis 64) überwachenden Kolben (.:1.7) bewegte Hubfläche (55, 55u), welche bei der Einwärtsbewegung des Kolbens (47) mit einer Nocke (115, 116) an der dein Magazin (12) als Drehachse dienenden Stange (i9) in Eingrifft gerät, um die Stangen (1,9, 19) kurz vor der stattfindenden Drehung des Magazins (12) in ihrer Längsrichtung relativ zum Magazin zu verschieben zwecks Lockerung des Verschlußstückes (2o). ii.@Einrichtung nach Anspruch io, dadurch gekennzeichnet, daß an der Stange (i9) ein Ringansatz (4o) sitzt, welcher nach Lockerung des Verschlußstückes (2o) mit einem Flansch (.43Q) des Magazins (12) in Eingriff gerät, um das Magazin etwas von der dasselbe tragenden Platte (35, 44) abzuheben, bevor die Verdrehung des Magazins (12) stattfindet.
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