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Selbsttätige Anlaßeinrichtung für Brennkraftmaschinen Gegenstand der
Erfindung ist eine selbsttätige Anlaßeinrichtung für Brennkraftmasc hinen mit einem
drehbaren Magazin, welches Patronen zur Erzeugung von Antriebsgasen enthält und
dessen Patronenkammern nacheinander in Verbindung mit einer Verbrennungskaminer
zur Fortleitung der erzeugten Gase geraten.
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Das Neue besteht im wesentlichen darin, daß ein Teil der beim Abfeuern
einer Patrone entstehenden Gasmenge dazu benutzt wird, (las Magazin gegen die Verbrennungskammer
zu drücken und eine für das Magazin bestimmte Schaltvorrichtung zu spannen, welche
das Magazin nach Abfeuern einer Patrone weiterschaltet, um die nächste Patrone in
Feuerstellung zu bringen.
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Bei der Anlaßeinrichtung der Erfindung tritt ferner das Antriebsgas
unmittelbar nach seiner Erzeugung von der Verbrennungskaminer in den Zylinder der
Brennkraftinaschine und wird nicht etwa in einem besonderen Raum aufgespeichert
und von dem letzteren über ein von Hand aus zu öffnendes Ventil in den Zylinder
hineingeleitet, wie dieses bereits vorgeschlagen «-orden ist.
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Erfindungsgemäß steht die Verbrennungskammer nicht nur mit einem an
sich bekannten Fortleitungsrohr in Verbindung, sondern sie ist auch mit einem Hilfszylinder
verbunden, in welchem ein mit dem Magazinverschlu(i verbundener Kolben angeordnet
ist,der beim Abfeuern einer Patrone den Magazinverschluß gegen das Magazin drückt,
welch letzteres dadurch fest gegen einen Einlaßsitz der Verbrennungskammer gehalten
wird. Ferner ist ein zweiter, ebenfalls mit der Verbrennungskammer verbundener Hilfszylinder
vorgesehen, der auch einen Kolben enthält, der eine Schaltvorrichtung spannt, durch
welche in zeitlicher Aufeinanderfolge das gewöhnlich gegen Drehung gesperrte Magazin
entriegelt, eine Entlüftung der Verbrennungskammer, eine Weiterschaltung des Magazins
und eine Wiederverriegelung desselben in der nächsten Betriebsstellung überwacht
wird.
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1n der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel einer Einrichtung nach
der Erfindung dargestellt.
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Abb. i ist eine Draufsicht der Einrichtung. Abb. 2 ist :eine Seitenansicht
derselben. Abb. 3 ist eine Vorderansicht der Einrichtung, teilweise im senkrechten
Schnitt. Abb. 4. ist ein Einzelheitsschnitt nach Linie 4-4 der Abb. 5.
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Abb.5 ist eine teilweise Rückansicht der Einrichtung.
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Abb. 6 ist ein teilweiser Längsschnitt durch das Fortleitungsrohr
nach Linie 6-6 der Abb. B.
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Abb. 7 ist ein Längsschnitt der Dämpfungsvorrichtung, welche einen
Teil der Einrichtung der Erfindung bildet.
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Abb. S ist eine Seitenansicht der Einrichtung von der entgegengesetzten
Seite als in der Abb. 2 gezeigt ist, wobei jedoch die
Einrichtung
teilweise im Schnitt dargestellt ist und einige Teile fortgelassen sind.
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Abb. 9 ist ein Schaltungsschema des Zündstromkreises, welcher selbsttätig
überwacht wird.
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Abb. io ist ein Schnitt nach Linie io=.q. der Abb. 3, und Abb. i i
ist ein Einzelheitsschnitt durch den Lüftungszylinder nach Linie i i- i i derAbb.
i. Die Einrichtung der Erfindung verfügt über ein Fortleitungsrohr für die erzeugten
Antriebsgase, ein Magazin, welches zur Aufnahme einer Anzahl Patronenhülsen bestimmt
ist, eine Einrichtung zum selbsttätigen Weiterschalten des Magazins, um die Patronenhülsen
nacheinander in Zündstellung zu bringen, eine Einrichtung zur Verhütung der Schließung
des Zündstromkreises, bis die Patrone in ihre Zündlage gebracht worden ist, eine
Vorrichtung zur gründlichen Lüftung oder Reinigung der Verbrennungskammer vor Einbringen
der nächsten Patrone in Zündstellung und eine Vorrichtung zur Überwachung und Veränderung
der Geschwindigkeit, mit welcher die verschiedenen Teile zueinander bewegt werden,
und zwar `-erden alle obengenannten Schritte unter dein Einfluß derjenigen Kraft
vorgenommen, welche von dem erzeugten gasförmigen Treibmittel herrührt.
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Die Patronenhülsen sind mit einer relativ langsam verbrennbaren Ladung
gefüllt, bestehend aus einer Mischung von Nitrozellulose und N itroglycerinkörnern
von verschiedener Größe oder Körnung, um die gewünschten Veränderungen in der Geschwindigkeit
der Verbrennung herbeizuführen.
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Ein Rohr 5 zum Fortleiten der erzeugten Antriehsgase ist an seinem
vorderen Ende 6 mit Gewinde versehen., um an ein nicht dargestelltes Leitungsrohr
angeschlossen werden zu können, durch welches die Antriebsgase zu der anzulassenden
Brennkraftmaschine geleitet werden.
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Das rückwärtige Ende des Rohres 5 ist vorzugsweise erweitert, um eine
Verbrennungskammer 8 zu bilden, an deren einer Seite ein Halsansatz 9 angeordnet
ist, der mit einem Sitz io zur Aufnahme des konischen Endes eines Futters i i (Abb..4.)
dient, in welches die Patrone eingesetzt wird. Dieses Futter i i befindet sich in
einem Magazin 12, welches eine Reihe von Patronen 13 aufnimmt. Wenn eine Patrone
entzündet wird, dann strömt der brennbare Inhalt derselben in die Verbrennungskammer
8 hinein und wird dort verbrannt, wobei die erzeugten Gase aus dem Rohr 5 austreten,
um irgendeine bestimmte Arbeit zu verrichten. Ein Teil dieser Gase kommt nun erfindungsgemäß
auf einen Kolben 14 (Abb. 4) zur Einwirkung, der in einem Zylinder 15 sich befindet,
welcher von der Verbrennungskammer 8 nach abwärts ragt. Dieser Kolben 14 ist seinerseits
bei 16 mit einem Querkopf 17 verbunden.
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Der Querkopf 17 ist mit seinem äußeren Ende mit zwei Stangen 18 und
i9 verbunden (Abb.3 und 6), welche ihrerseits mit ihrem anderen Ende mit einem Verschlußstück
2o (Abb.3) verbunden sind, welches die elektrische Zündnade12i trägt. In dem dargestellten
Ausführungsbeispiel gelangt nämlich eine Patrone zur Verwendung, welche auf elektrischem
Wege entzündet wird, und in der Abb.9 ist ein Schaltungsschema des elektrischen
Stromkreises dargestellt, das aus einem Handschalter 22, einer Stromquelle 23, den
Leitern 24 und den Kontaktstreifen 25 und 26 besteht, welch letztere selbsttätig
betätigt werden, wie im folgenden noch näher erläutert wird.
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Man erkennt aus dem Schaltungsschema, daß der Stromkreis den metallischen
Mantel der Patrone 13 sowie die Zündnadel 21 enthält, und wenn der Stromkreis durch
Berührung des Kontaktstreifens 25 mit dem Kontaktstreifen 26 und durch Schließung
des Handschalters 22 geschlossen wird, dann wird die Ladung in der Patrone entzündet,
was entweder durch Erzeugung eines Zündfunkens in der Patrone oder durch Erhitzung
eines Überbrückungsdrahtes geschehen kann.
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Das Verschlußstück 2o ist gemäß der Abb. 3 bei 27 schwingbar mit der
Stange 18 verbunden und wird durch eine Flügelmutter 28 auf der Stange i9 festgehalten.
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Das Rohr 5 und die Verbrennungskammer 8 bestehen vorzugsweise aus
einem einheitlichen Gußstück, dessen Umriß in der Abb. 5 bei 5' angedeutet ist.
Dieses Gußstück ist gemäß der Abb. 3 mit einem seitlichen Ansatz 33 versehen, in
welchem das untere Ende einer Hülse 34 hineingeschraubt ist. Eine Platte 35 ist
zwischen den Ansatz 33 und einen Ringansatz 36 an der Hülse 34 eingespannt. Die
Stange i9 geht durch diese Hülse 34 hindurch und ist in der Nähe ihres oberen Endes
mit einem Ringansatz 40 versehen, welcher im Innern der Nabe 41 des Magazins 12
liegt. Das Magazin 12 besteht aus der Nabe 41, den radialen Rippen 42 und einer
Anzahl von Patronenkammern 43 (im vorliegenden Falle 12). Jede Patronenkammer 43
ist mit einem Futter 11 versehen, das an seinem vorderen Ende, ja konisch
abgeschrägt ist, um, wie bereits erwähnt, mit dem Einlaßsitz io des Halsansatzes
9 in Eingriff geraten zu können.
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Die Abb.8 zeigt am deutlichsten, daß die Platte 35 mit einer kreisringförmigen
Ausdrehung 35u versehen ist, welche zur Aufnahme einer Ringscheibe 44 aus Asbest
oder anderem feuerfestem Material dient, gegen welches die inneren oder offenen
Enden der
Futter i r für gewöhnlich anliegen und über welche diese
Futter bei der Drehung des Magazins hinweggleiten.
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Wenn eine Patrone entzündet wird, dann gerät ein Teil der erzeugten,
unter Druck befindlichen Gase von der Verbrennungskainnier 8 durch einen Zweigkanal
.I5 in das Innere des Hilfszylinders 46 (Abb. 6), um auf einen Kolben .47 zur Wirkung
zu kommen, der mit einer rohrförmigen Kolbenstange 48 versehen ist. An dein nach
auswärts ragenden Ende des Kolbens ..17 sitzt eine Platte .19, welche bei der Vorwärtsbewegung
des Kolbens eine Feder 5o in einen becherartigenTeil 51 hineindrückt. welcher an
einer seitlichen Fortsetzung 52 des Rohres 5 sitzt. An der Platte 49 sitzt ein Schlitten
53, der in der Abb. 6 durch die gestrichelten Linien schematisch angedeutet ist.
Die nähere Ausbildung dieses Schlittens 53 ist aus der Abb. 8 ersichtlich, aus welcher
man erkennt, daß der Schlitten zwei Hubflächen 54. und 55 hat. Die Hubfläche 54
dient dazu, tun bei der Rückkehr der holbellstange 48 unter dem Einfluß der Feder
5o einen Sperrstift 56 nach aufwärts zu bewegen, was dann geschieht, wenn das untere
Ende dieses Sperrstiftes 56 an einer schrägen Fläche 57 entlanggleitet.
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In der normalen Lage der Teile (Abb. 8) ist der Sperrstift 56 nach
aufwärts bewegt, und in dieser Lage befindet sich der kurze Arm 58 eines Winkelhebels
59 in seiner oberen Endlage, um eine Klinke 6o nach rechts zu drücken. Diese Klinke
6o ist an dem langen Arm des Winkelhebels 59 bei 61 schwingbar gelagert und befindet
sich unter dein. Einfluß einer Feder 62, welche dafür sorgt, daß die Klinke
mit (teil Zähnen 63 einer Hülse 64 im Eingriff stellt. Die Hülse 64 ist an der Nabe
.41 des Magazins befestigt. Die Klinke 6o und der Winkelhebel 59 dienen dazu, um
die notschrittweise Verdrehung des Magazins 12 zu besorgen. Wenn aber der Schlitteil
53 nach links (Abb. 8) bewegt wird und der Stift 56 zur tieferen Stelle der Hubfläche
5_E gleitet, dann wird der Winkelhebel 59 entgegei1 der Uhrzeigerrichtung (Abb.
8) verdreht, so daß die Klinke 6o mit dein nächsten "Zahn an der Hülse 64 in Eingriff
gerät. Diese Schaltbewegungfindet unter demEinfluß einer Feder 63 statt, welche
in einem Gehäuse 66 angcordnet ist undwelche zwischen deroberen Abschlußwand des
Gehäuses und einem Ringansatz 67 an einer Sperrstange 68 eingespannt ist. Das obere
Ende dieser Sperrstange 68 dient dazu, um in dein richtigen Augenblick mit entsprechenden
Löchern 69 der radialen Rippe-2 des Magazins 12 in Eingriff zu treten. Diese Stange
68 ist ferner an ihrem unteren Ende finit einem Fingerstück 70 versollen,
uni voll Hand aus betätigt werden zu können, wenn das Magazin von Hand aus gedreht
werden soll, was aus irgendeinem Grunde erwünscht sein mag. Die Feder 65 wirkt einer
Feder 71 entgegen, «-elche zwischen dem Ringansatz 67 und dem gegabelten Ende
72
eines Hebels 73 eingespannt ist, der in den Bewegungspfad des kurzen Armes
des Winkelhebels 59 hineinragt.
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Es ergibt sich hieraus, daß, wenn beim Abfeuern der Schlitten 53 sich
nach links bewegt (Abb. 8) und der Sperrstift 56 sich nach abwärts bewegt, der Hebel
73 nach abwärts gleitet und in dieser Weise die Spannung der Feder 71 verringert.
Die Feder 65 kommt nun zur Wirkung und bewegt die Sperrstange 68 aus dem Loch 69
des Magazins heraus. Der Winkelhebel 59 schwingt entgegen der Uhrzeigerrichtung
aus und erfaßt dabei den folgenden Zahn 63. ' Wenn hierauf der Schlitten 53 durch
die Feder 50 wieder nach rechts bewegt wird, dann wird durch die anfängliche
Aufwärtsbewegung des Stiftes 56, was durch den Schlitten 55 erfolgt, das Magazin
12 etwas verdreht, um das Loch 69 außer Eindeckung mit der Sperrstange 68 zu bewegen.
Dieses findet statt, bevor noch die Spannung der Feder 71 bei Aufwärtsgleiten des
Hebels 73 genügend groß wird, um die Kraft der Feder 65 zu überwinden. Eine weitere
Aufwärtsbewegung des Stiftes 56 und des Hebels 73 hat jedoch zur Folge, daß die
Feder 71 unter derartig große Spannung versetzt wird, daß die Kraft der Feder 65
überwunden wird, und es wird dann die Sperrstange 68 nach aufwärts bewegt und kommt
in Berührung mit der Unterfläche des radialen Flansches .I2. Wenn nun das nächste
Loch 69 in Eindeckung finit der Sperrstailge68 gerät, was dann eintritt, wenn die
nächste Patrone in Achseindeckung mit dein Halsansatz 9 gerät, dann schnappt die
Sperrstange 68 nach aufwärts in das Loch 69 hinein und verriegelt dadurch das Magazin
1z gegen weitere Verdrehung.
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Parallel zu dein Rohr 5 ist eine Dämpfungsvorrichtung 75 angeordnet,
deren Gehäuse einheitlich mit dem Gußstück 5' ausgebildet sein kann. Aus der Abb.
7 erkennt man, daß die Kolbenstange 76 der Dämpfungsvorrichtung durch eine Staufferbuchse
77 hindurchgeht und an ihrem inneren Ende mit einem Kolben 7 8 versehen ist. Dieser
Kolben ist mit einem geeigneten Dichtungsring 79, beispielsweise aus Leder, versehen
und wird durch eine FederSo aus seiner normalen Lage herausbewegt.
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Der Kolben 78 ist finit Kanälen 83 versehen, welche die eine Seite
des Kolbens finit der anderen Seite verbinden. Diese Kanäle werden aber für gewöhnlich
durch eine @'entilplatte8i geschlossen gehalten, welche durch eine Feder 82 in Abschlußlage
gehalten wird. In der Abschlußwand
des Zylinders 75 ist ein mit
Quernuten versehener Regelstift 84 auswechselbar befestigt, welcher in die ausgebohrte
Kolbenstange 76 hineinragt. Die Wandung der Kolbenstange ist in der Nähe des Kolbens
mit einer Öffnung 86 versehen, durch welche das Innere der Zylinderkammer87 mit
dem Innern der Zylinderkammer 88 in Verbindung steht. Die Strömung findet durch
die Öffnung 86 und entlang dem Stift 84 statt, der mit Spielraum lose in die Bohrung
der Kolbenstange eingepaßt ist. Der Zylinder 75 kann mit 01, Glycerin oder
einem anderen geeigneten Schmiermittel gefüllt sein.
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An einem Ende des Dämpfungszylinders befindet sich eine seitliche
Fortsetzung 89, welche einen Ausgleichszylinder 9o trägt, in welchem ein Kolben
9i angeordnet ist. Eine Feder 92 drängt diesen Kolben 9i nach einwärts. Das Innere
des Zylinders 9o steht über Kanälen 93 und 94 in ständiger Verbindung mit dem Innern
des Dämpfungszylinders. Der Zweck des Kolbens 91 und der Feder 9? besteht darin,
um stets die Veränderung des Rauminhaltes in der linken Seite des Zylinders 75 auszugleichen,
welche infolge der ilinausbewegung der Kolbenstange 76 aus diesem Zylinder auftritt.
Nach der Beendigung der Abfeuerung einer Patrone ist durch die Feder 8o die Kolbenstange
76 bis zu ihrer äußersten Grenze nach auswärts bewegt worden, und das äußere Ende
der Kolbenstange 76 kommt dabei in Eingriff mit einem Stift 95 (Abb. 2) und übt
einen Druck auf denselben aus. Dieser Stift 95 ragt verschiebbar durch einen Ansatz
96 des Rohres 5 hindurch und dient dazu, den Kontaktstreifen 25 in Eingriff mit
dem Kontaktstreifen 26 zu bringen. Diese beiden Kontaktstreifen 25 und 26 sind in
der Abb. 9 dargestellt und bilden einen Teil des Zündstromkreises. Wenn nun beim
Abfeuern der nächsten Patrone die Kolbenstange 48 nach links (Abb. 6) bewegt wird,
dann bewegt sich ein Klotz 48a, welcher sich an dem vorderen Ende dieser Stange
48 befindet, mit nach vorwärts. Um nun die Kolbenstange 76 des Dämpfungszylinders
und die Stange 48 gleitbar in ihren nach auswärts bewegten Lagen zu unterstützen,
und um diese Teile in der richtigen Parallellage zueinander zu halten, ist eine
besondere Stange 97 vorgesehen, deren eines Ende seitlich abgebogen ist und bei
98 (Abb. 8) mit der Kolbenstange 76 verbunden ist. Die Stange97 ragt mit ihrem anderen
Ende längsverschiebbar in die Bohrung 99 der Kolbenstange 48 hinein. Der Klotz 48a
ist mit einer seitlichen Fortsetzung ioo (Abb. 8) versehen, durch welche die Kolbenstange
76 gleitbar hindurchgeht.
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Der Klotz 48a ist mit einer abgestuften Fläche ,19a versehen, welche
bei 49b abgeschrägt ist und bei der Auswärtsbewegung des Klotzes über eine schwingbare
Sperrplatte ioi hinwegreitet, welche innerhalb bestininiter Grenzen schwingbar zwischen
Stellringen io2 an der Kolbenstange 76 angeordnet ist. Nachdem die geflanschte Fläche49a
die Sperrplatte ioi passiert hat, wird die Sperrplatte ioi durch eine Feder ioa'
ausgeschwungen, um die Sperrplatte hinter der geflanschten Fläche 49a mit dem Klotz
48a in Eingriff zu bringen.
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Wenn hierauf der Klotz 48a wieder nach rückwärts bewegt wird, was
durch die Feder 5o geschieht, dann wird er die Sperrplatte ioi und die Kolbenstange
76 mitnehmen. Diese Rückwärtsbewegung der Teile wird aber durch die Dämpfungsvorrichtung
75 abgedämpft, so daß diese Rückbewegung nur so schnell stattfinden kann, als die
Flüssigkeit von der Kammer 88 des Dämpfungszylinders verdrängt wird, um durch den
Kolben 83 und die Öffnung 86 in die Kammer 87 überzutreten. Diese Rückkehrbewegung
kann ein-Z, mehr oder weniger schnell vorgenommen werden, j e nachdem von welcher
Beschaffenheit der gerade benutzte Überwachungsstift 84 ist. Die gemeinsame Rückkehrbewegung
von Stange 48(Abb.8) und Kolbenstange 76 findet so lange statt, bis ein Schwanz
103 der Sperrplatte ioi in Eingriff mit einer schrägen Platte io4 gerät,
welche von dein Ausgleichszylinder 9o nach auswärts ragt, wie die Abb. 7 und 8 zeigen.
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Diese Platte 104 ist derart angeordnet, daß sie gewissermaßen eine
Hubfläche darstellt, über welche der Schwanz 103, hin wegreitet, um die Sperrplatte
ioi gegen die Spannung einer Feder zu verdrehen, damit sie außer Eingriff mit der
geflanschten Fläche 49" des Klotzes 48a gerät. Dieses findet in der Nähe der rückwärtigen
Grenze der Bewegung der Teile statt, und wenn dieses eintritt, wird die Kolbenstange
76 des Dämpfungszy linders von der Stange 48 .gelöst, und die Feder 8o beginnt,
den Kolben 79 der Dämpfungseinrichtung nach vorwärts zu drücken, so schnell, wie
die Flüssigkeit von der Kammer 87 zu der Kammer 88 verdrängt werden kann. Man erkennt
jedoch, daß der Zündstromkreis geöffnet ist und daß keine Patrone entzündet werden
kann, bis der Dämpfungskolben seine Vorwärtsbewegung beendet hat, da nur dann am
Ende der Vorwärtsbewegung des Begrenzungskolbens der Kontaktstreifen 25 in Eingriff
mit dem Kontaktstreifen 26 gerät.
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Es ist daher vollkommen ausgeschlossen, daß eine Patrone vorzeitig
entzündet werden kann, bevor die Teile vollständig in ihre Anfangslage zurückgekehrt
sind und in dieser Lage verriegelt sind. Während der Rückwärtsbewegung der Stange
48 und der damit
verbundenen Teile gerät eine Klinke io-', «-elche
an dem Klotz 4.8a (Abb. i) sitzt, in Eingriff mit einer Hubscheibe io5, welche bei
io5' auf dem Rohr 5 schwingbar gelagert ist. Durch diese Klinke io4' wird die Hubscheibe
105 entgegen der Kraft der Feder io6 verdreht, wobei eine Nocke 107 an dieser
Scheibe 105 auf eine Kolbenstange io8 drückt, derart, daß der Kolben an dieser Stange,
in einen kleinen Zylinder iog hineinbewegt wird, der sich an der Oberseite des Rohres
5 befindet. Diese Klinke iod.' wird für gewöhnlich durch eine Feder io.Iü nach auswärts
gedrückt. Der Zylinder iog dient zur Lüftung und Reinigung des Rohres 5. Der Kolben
i io, der an der Kolbenstange io8 sitzt, wird für gewöhnlich durch eine Feder i
i i nach auswärts gedrückt und verschließt in dieser Lage einen Kanal i 12, der
mit der Bohrung des Rohres 5 in Verbindung steht. Wenn nun der Kolben i t o entgegen
der Kraft seiner Feder i i i durch die Hubscheibe io5 nach einwärts gedrückt wird,
dann wird der Kanal i i z geöffnet, und die in der Bohrung des Rohres 5 befindlichen
Gase können durch den Kanal 112, der mit einem Kanal 113 in Verbindung gerät, nach
auswärts in die Atmosphäre entweichen.
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Um die Zündnadel 21 außer Eingriff mit den Patronenhülsen zu bringen
und um den Druck des Verschlußstückes 2o auf die Patronenhülsen kurz vor der Verdrehung
des Magazins zu entlasten, ist an dem Schlitten 53 die eingangs erwähnte Hubfläche
55 angeordnet (Abb. 8). Diese Hubfläche 55 kommt nämlich auf das äußere Ende 115
eines Schwinghebels 116 zur Einwirkung, der im Innern eines U-förmigen Klotzes 117
angeordnet ist. Dieser Klotz i 17 umgibt seinerseits die Stange i9 und wird durch
Schrauben 118 an dieser Stange festgeklemmt, wie die Abb. 3, 5 und 10 zeigen.
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Eine Feder i i9 (Abb. io) drängt eine Schulter des Hebels 116 in eine
derartige Lage, daß sie gegen einen Anschlag 120 liegt, welcher durch einen benachbarten
Teil des Klotzes 117
gebildet wird. Wenn der Schlitten 53 (Abb.8) nach
links bewegt wird, dann gibt das Ende 115 entgegen der Spannung der Feder ii9 nach
und die senkrechte Fläche 51, des Schlittens 53 gleitet an diesem Ende 115
vorbei. Nachdem dieses Ende i 15 die Fläche 53a passiert hat, kehrt es in seine
Anfangslage zurück, und zwar unter dem Einfluß der Feder i 19, und kommt dann oberhalb
der Hubfläche 53 zu liegen. Wenn hierauf der Schlitten sich wieder nach rechts bewegt,
dann kommt die schräge Fläche 55,1 von unten her auf das Ende 115 des Hebels 116
zur Wirkung und hebt den Hebel in seiner Gesamtheit nach aufwärts, wobei die Stange
i9 ebenfalls mit nach aufwärts genommen wird. Aus der Abb. 3 ist ersichtlich, daß
beim Beginn der Aufwärtsbewegung der Stange i9 keinerlei Aufwärtsbewegung des Magazins
von der Platte 35 hinweg stattfindet, weil zwischen dem Ringansatz .Io der Stange
i9 und dem überhängenden Flansch q.3a des Magazins ein Spielraum vorhanden ist.
Bei dieser anfänglichen Aufwärtsbewegung der Stange 19 wird lediglich das Verschlußstück
2o von dem Magazin 12 abgehoben, und es wird auch dabei die Zündnadel 21 außer Eingriff
mit der für sie versehenen Aussparung in der abgefeuerten Patrone bewegt. Sobald
aber der Ringansatz 4o gegen den Flansch d.3a anschlägt, findet bei der weiteren
Aufwärtsbewegung der Stange i9 unter der Wirkung der Hubfläche 55a eine geringe
Aufwärtsverschiebung des Magazins i a statt, und das ganze Magazin wird genügend
weit angehoben, damit die konischen Enden i ia der Futter i i aus den Halsansätzen
9 herausbewegt werden, so daß nunmehr das Magazin einen Schritt weiter verdreht
werden kann.
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Die Hubfläche 55a kommt etwas früher mit den Enden 115 des Hebels
116 in Eingriff, als die Hubfläche 57 auf den Stift 56 zur Einwirkung kommt, so
daß die Lösung der konischen Enden der Futter n von dem Halsansatz 9 etwas vor Beginn
der Drehbewegung des Magazins stattfindet. Die Verdrehung des Magazins findet, wie
bereits bemerkt, durch den Winkelhebel 59 und die damit verbundenen Teile
statt.
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Die Erfindung ist einleuchtenderweise keineswegs auf dieses Ausführungsbeispiel
beschränkt, sondern die beabsichtigten Wirkungen können auch noch in verschiedener
anderer Weise erzielt werden. Durch die vorliegende Erfindung wird eine Vorrichtung
geschaffen, welche dazu dient, eine relativ langsam verbrennende Ladung in solcher
Weise zu verwenden, daß ein Teil der Kraft der entzündeten Ladung ohne Erschütterung
oder Stößen zu anderen Teilen geleitet wird, welche den Betätigungsmechanismus zur
Weiterschaltung des Magazins selbsttätig überwachen und diesen Betätigungsmechanismus
abdämpfen, wobei die Dämpfung als auch die Geschwindigkeit der Weiterschaltung ganz
genau überwacht werden kann. Es wird ferner dafür gesorgt, daß eine unbeabsichtigte
oder zu frühzeitige Entzündung der nächsten Patrone vollständig unmöglich ist. DieVorrichtungder
Erfindung ist ferner derart konstruiert, daß sie in irgendeiner Lage arbeiten kann,
wobei das Magazin derartig angeordnet ist, daß es sehr leicht entleert und als Einheit
entfernt werden kann und gegebenenfalls durch ein anderes Magazin ersetzt werden
kann. Man kann ferner die einzelnen Zylinder des IVIagazins
ohne
weiteres wieder von Hand laden, ohne daß es notwendig ist, das Magazin abzunehmen.