DE707341C - Druckgasandrehvorrichtung - Google Patents
DruckgasandrehvorrichtungInfo
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- DE707341C DE707341C DEC52994D DEC0052994D DE707341C DE 707341 C DE707341 C DE 707341C DE C52994 D DEC52994 D DE C52994D DE C0052994 D DEC0052994 D DE C0052994D DE 707341 C DE707341 C DE 707341C
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F02—COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
- F02N—STARTING OF COMBUSTION ENGINES; STARTING AIDS FOR SUCH ENGINES, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
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Description
Die Erfindung betrifft eine Druckgasandrehvorrichtung für Brennkraftmaschinen mit
einem hin und her schwingbaren Kolben, der über ein Planetengetriebe ein axial verschiebbares
Andrehglied betätigt, und einem selbsttätigen Schaltwerk für ein zylindrisches drehbares
Magazin, welches die die explodierenden Gase erzeugenden.Patronen enthält.
Es gibt bereits Druckgasandrehvorrichtungen, bei denen das durch Entzündung einer Patrone entstandene explodierende Gas in den Arbeitszylinder der Brennkraftmaschine hineingetrieben wird, um den Arbeitskolben in Bewegung zu setzen. Die Patronen befinden sich hierbei in einem zylindrischen Patronenmagazin, welches schrittweise durch eine unter Druckspannung befindliche Feder weitergeschaltet wird, um die nächste Patrone in Abf euerungslage zu bringen, sobald der Druck der durch die abgefeuerte Patrone erzeugten Gase auf einen bestimmten Mindestwert herabgegangen ist.
Es gibt bereits Druckgasandrehvorrichtungen, bei denen das durch Entzündung einer Patrone entstandene explodierende Gas in den Arbeitszylinder der Brennkraftmaschine hineingetrieben wird, um den Arbeitskolben in Bewegung zu setzen. Die Patronen befinden sich hierbei in einem zylindrischen Patronenmagazin, welches schrittweise durch eine unter Druckspannung befindliche Feder weitergeschaltet wird, um die nächste Patrone in Abf euerungslage zu bringen, sobald der Druck der durch die abgefeuerte Patrone erzeugten Gase auf einen bestimmten Mindestwert herabgegangen ist.
Bei der vorliegenden Erfindung handelt es sich nicht um eine Andrehvorrichtung, bei
der Druckgase in den Arbeitszylinder hineingeschickt werden, sondern um die Weiterausbildung
einer solchen, die über einen hin und her schwingenden Kolben verfügt, der ein axial verschiebbares Andrehglied betätigt,
das in Eingriff mit der Kurbelwelle der Brennkraftmaschine gebracht wird. Die Erfindung
besteht in der besonderen Ausbildung der Schaltvorrichtung für das Patronenmagazin
in Verbindung mit der Andrehvorrichtung der genannten Patentanmeldung.
Erfindungsgemäß verfügt das Schaltwerk über eine konzentrisch zum Magazin angeordnete
Scheibe, welche durch das von dem schwingbaren Kolben betätigte Planetengetriebe
um die Drehachse des Magazins verdreht wird und bei Rückgang des Kolbens durch Federkraft in ihre Anfangslage zurückgebracht
wird. An der Scheibe sitzt eine schwingbare Schaltklinke, welche mit am Magazin angeordneten Ansätzen in Eingriff
gerät und dasselbe nach jeder Schwingung des Kolbens um einen Patronenabstand weiterdreht.
Die Schaltklinke ist erfindungsgemäß schwingbar an einem Hebel angeordnet, der
seinerseits drehbar an der verdrehbaren Scheibe angeordnet ist, wobei die Ausschwingung
des Hebels zwecks Überwachung der Schaltklinke durch zwangsweise Führung des einen Endes dieses Hebels in einen Hubschlitz
in einer feststehenden Platte vorgenommen wird. Diese feststehende Platte ist neben der verdrehbaren Scheibe angeordnet,
und eine Sperrklinke fällt bei Beendigung der Vorwärtsbewegung der Scheibe in eine Kerbe
der feststehenden Platte ein, um die verdrehbare Scheibe entgegen der Spannung einer
Feder gegen sofortiges Zurückdrehen festzuhalten, bis ein Arm, der die Vorwärtsbewegung
der verdrehbaren Scheibe herbeiführt, nach der Ausführung der Arbeitsbewegung
des Kolbens in seine ursprüngliche Lage zurückkehrt und hierbei die Sperrklinke entriegelt.
Ferner ist ein mit dem Schaltwerk zusammenwirkender, um die Drehachse der verdrehbaren
Scheibe drehbarer Hebel mit einem in radialer Richtung nachgiebigen Kopf versehen,
der zwischen zwei benachbarte Schaltansätze des Magazins eintritt, um bei Stillstand
des Schaltwerkes das Magazin gegen unbeabsichtigte Verdrehung zu schützen. Dieser Sicherungshebel wird jedoch durch
einen Stift an der verdrehbaren Scheibe in einer bestimmten Richtung während der
Schaltung dieser verdrehbaren Scheibe verdreht, so daß er infolge der radialen Nachgiebigkeit
des Kopfes an dem Ansatz des Magazins vorbeigeht.
Die Zeichnungen stellen eine Ausführungszo form einer Andrehvorrichtung mit den Merkmalen
gemäß der Erfindung dar:
Abb. ι ist ein Achsschnitt durch dieselbe. Abb. 2 zeigt in einem ähnlichen Schnitt
Einzelheiten der Andrehvorrichtung in einer anderen Lage.
Abb. 3, 4, 5, 6 und 7 sind Einzelheitsschnitte nach den entsprechenden Schnittlinien
der Abb. 1.
Abb. 8 zeigt das Magazin nach Abnahme der Deckplatte.
Abb. 9 stellt die Schaltplatte für das Hemmwerk dar, von der einen Seite gesehen.
Abb. 10 zeigt dieselbe Platte von der anderen Seite.
Abb. 11 zeigt eine andere Kreisscheibe zur Schaltung des Magazins.
Abb. 12 und 13 stellen Einzelheiten des
Schaltwerks für das Magazin dar.
Abb. 14 ist schaubildlich eine Darstellung der Klinkenanordnung für die Magazinschaltung.
Abb. 15 zeigt eine Einzelheit des Mechanismus zum Abfeuern der Patrone.
Abb. 16 zeigt im Schnitt eine Sperrvorrichtung für eine Schaltplatte.
Abb. 17, 18, 19, 20, 21 und 22 zeigen das
Schaltwerk für das Magazin in verschiedenen Lagen während der Ausführung einer Vor-
und Rückschaltung der Teile. Wie in Abb. 1 und 5 gezeigt, umfaßt die
Andrehvorrichtung ein im wesentlichen zylindrisches Gehäuse 1, das sich aus zwei nahezu
halbzylindrischen, schalenförmig vertieften Ringen zusammensetzt. Nach ihrer Zusammenstellung
verbleibt zwischen diesen nahezu halbringförmigen Teilen eine Lücke, in welche ein Klotz 2 (Abb. 5) eingesetzt ist. Dieser
Klotz verjüngt sich nach innen hin. Er wird an Wülsten 3 der ringförmigen Teile des Gehäuses
ι in Stellung gesichert und hat an dem verjüngten Ende einen Boden sowie zwei
gegen diesen Boden zulaufende Wände, von welchen die eine zweckmäßig als ein Rost 4
ausgebildet ist. Durch den oberen Teil dieses Klotzes erstreckt sich eine Bohrung 5, in Riehtung
der Achse des Gehäuses verlaufend, und diese Bohrung steht durch den Durchbruch 6
in Verbindung mit dem Hohlraum 7 des Klotzes.
Der Innenumfang des ringartigen Gehäuses dient als Lagerfläche für eine Nabe 10 des
in Abb. 5 dargestellten flügelartigen Kolbens 11. Die Arbeitsfläche dieses Kolbens entspricht
der Querschnittsfläche des ringartigen Gehäuses, und wie aus Abb. 1 ersichtlich,
wird durch die Gehäuseteile die Nabe 10 mit dem Kolben 11 drehbar unterstützt. Wenn
demnach durch die lauf artige Bohrung 5 des Klotzes und durch die Durchbrechung6 expandierende
Gase in die Kammer 7 des Klotzes übertreten, so wirken sie durch den Rost 4
des Klotzes auf den Kolben 11 und versetzen denselben in Drehung, bis der Kolben an der
Gegenwand des Klotzes anstößt. Bei dieser Drehung wird die Nabe 10 des Kolbens von
den Gehäuseteilen nach Art eines Lagers unterstützt. Einer im Innern der Nabe 10
befindlichen Welle 12 wird die Drehung des Kolbens dadurch übermittelt, daß zwischen
der Nabe 10 und der Hohlwelle 12 an dem
einen Ende der Nabe außerhalb des Gehäuses ein Planetengetriebe eingeschaltet ist. An
dem freien Ende der Nabe, rechts (Abb. 1), ist eine Tragscheibe 13 für eine Anzahl von
Planetenrädern 14 gelagert. Bei der Drehung der Nabe 10 um ihre Achse wird diese Scheibe
mitgenommen, und die Planetenräder 14 wälzen sich dabei an der Innenverzahnung eines
Ringes 15 ab, welcher an einem zylindrischen Vorsprung 16 des Gehäuses 1 angeordnet ist.
Dieser zylindrische Vorsprung ist fest mit dem Gehäuse verschraubt. Der Ring 15 mit
Innenverzahnung ist jedoch an dem Vorsprung selbst nicht starr befestigt, sondern kann in
der Umfangrichtung mit Bezug auf diesen zylindrischen Stutzen 16 verschoben werden.
Die Planetenräder 14, welche durch den Eingriff auf den Ring 15 um ihre eigene
Achse gedreht werden, stehen in Eingriff mit einem Sonnenrad 18, das durch lange Keile
19 mit der Hohlwelle 12 so verbunden ist, daß bei Drehung des Sonnenrades 18 die
Hohlwelle wohl mitgedreht wird, sich aber dabei gleichzeitig längs ihrer Achse verschieben
kann. Eine Schraubenfeder 20, die zwisehen einer Schulter an der Nabe 10 und einem
Ansatz 21 der Hohlwelle eingelegt ist, hat das Bestreben, die Hohlwelle beständig nach
links zu drücken, so daß Zähne oder Klauen an dem Vorderende dieser Hohlwelle in iao
treibenden Eingriff mit ähnlichen Klauen 23 der anzulassenden Welle 24 geraten und die
letztere dabei in Drehung versetzen. Für gewöhnlich wird jedoch die Hohlwelle 12 an
dieser durch die Feder 20 herbeiführbaren Verschiebung dadurch gehindert, daß ein von
ihr getragener Stift 30 gegen eine Leiste eines Hubringes 25 stößt, der in dem Gehäuseansatz
26 festliegt. Erst nachdem die Drehung der Hohlwelle eingeleitet ist, wird der von ihr mitgenommene Stift durch Hubnuten
in den Ring 25 nach links beweglich, so daß unter dem Einfluß der Feder 20 die Axialverschiebung dieser Hohlwelle und damit
der Eingriff auf die .anzulassende Welle 24 stattfinden kann. Die Einzelheiten dieser
is Zusammenstellung von Sperrstift 30 und
Hubring 25 bilden nicht den Gegenstand der vorliegenden Erfindung.
Wenn der schwingende Kolben 11 an dem Ende seines bogenförmigen Hubs angelangt
ist und gegen die Festwand des Klotzes 2 stößt, drückt er auch auf ein Auslaßventil 28,
durch welches die nunmehr expandierten Gase aus dem Gehäuse ihren Austritt finden,
worauf der Kolben 11 durch die von ihm angespannte Torsionsfeder 27 (Abb. 1) zurückgeschwungen
wird, bis er die in Abb. 5 gezeigte Lage wieder einnimmt, in welcher er das Auslaßventil 28 in die Abschlußlage stößt.
Damit ist der Kolben wieder für die Ausführung des nächsten Hubes in Bereitschaftslage.
Nach Abb. 4 hat der mit Innenverzahnung versehene Ring 15 eine Anzahl von Bogenschützen
31, durch die sich jene Schrauben 32 erstrecken, durch welche dieser verzahnte
Ring an dem zylindrischen Ansatz 16 des Gehäuses gehalten wird. Der gezahnte Ring
15 hat demnach Bewegungsfreiheit, sich zu verdrehen, und zwar in dem Ausmaß der
Bogenschütze 31. Die Nabe 10 des Schwingkolbens ti nimmt bei ihrer Drehung die
Scheibe 13 mit den Planetenrändern 14 mit, und infolge der Übersetzung auf das Sonnenrad
18 dreht sich dann die Hohlwelle 12 mit der doppelten Geschwindigkeit. Da der mit
Innenverzahnung versehene Ring 15 ebenfalls eine Drehung ausführen kann, so befindet
sich bis zum Anstoß der Schlitzenden an den Halteschrauben 32 die Planetenräder
14, 18 und der Ring 15 gleichzeitig in Bewegung.
Solange diese Bewegung anhält, ist die Drehgeschwindigkeit der getriebenen
Welle 12 die gleiche wie die der Nabe 10. Wenn jedoch der Ring 15 durch Anschlag an
die Stiftschrauben 32 an Weiterdrehung gehindert wird, so wird unmittelbar die Geschwindigkeit
der Planetenräder mit Bezug auf das Sonnenrad 18 'erhöht, und von dann
ab dreht sich die Welle 12 mit der doppelten
Geschwindigkeit.
Nach Abb. 3 hat der Ring 15 einen Arm 33, welcher sich gegen einen Zapfen 34 legt,
der gleichzeitig auch wie andere ähnliche Zapfen >ein Planetenrad 14 unterstützt, jedoch
etwas weiter aus der Ebene des Ringes herausragt wie die übrigen Zapfen für diese
Planetenräder. Dieser Arm verbürgt, daß bei Einsetzen der Drehung der Zahnring 15 mit
derselben Winkelgeschwindigkeit mitgenommen wird wie die Tragscheibe 13, die an der
Nabe 10 befestigt ist.
Das hier beschriebene Getriebe dient auch zur schrittweisen Weiterschaltung des Magazins
für die Patronen, aus welchen bei Zündung der Ladung die zu expandierenden Gase befreit werden. Ein zylindrischer Körper 40
trägt an seinem Rand in gleichförmigem Abstand die kurzen Rohre 41 für die Patronen
Dieser Ring 40 dreht sich auf der zylindrischen Blechhülse 42, die im Abstand von dem
zylindrischen Ansatz 16 des Gehäuses durch eine Wärmeisolationsschicht 29 gehalten wird.
Der Ansatz 16 dient also zur Unterstützung des verzahnten Ringes 15 und
auch zur Unterstützung des Magazins 40. Die Wärmeisolationsschicht wird dadurch in Stellung gehalten, daß an dem
Ansatz 16 auch eine Abdeckscheibe 46 befestigt ist. Die Rohre 41 für die Aufnahme
der Patronen sind in der Achsrichtung etwas länger als das Magazin 40, und ihre inneren
Enden legen sich unter Reibung gegen einen Satz von Ringscheiben 48, 49, welche durch
die Schrauben 45 in Stellung gehalten werden. Die äußere dem Magazin zugekehrte Scheibe
49 ist aus zusammendrückbarcm Werkstoff, und die Schrauben 45 dienen also sowohl zur
Sicherung des zylindrischen Ansatzes 16 am Gehäuse als auch zur Unterstützung dieser
Ringscheiben 48, 49', welche die offenen Enden lo°
der Rohre 41 im Magazin abdecken. Das Magazin trägt an dem anderen Ende einen Blechdeckel
50, der mit einem kurzen Flansch den Umfang umgreift. Das ganze Magazin ist
also leicht auf die Hülse 42, welche den Gehäuseansatz 16 umschließt, aufsteckbar und
abnehmbar. Bei der Aufsteckung wird es durch den Anstoß der Patronenrohre 41 gegen
die Ringscheibe 49 begrenzt.
Die laiufartige Bohrung 5 des Klotzes 2, der ™
einen Teil des Gehäuses bildet, schließt sich in Achsrichtung an eines der Rohre 41 an, wenn
das Magazin in Stellung ist. Der Klotz dient dabei gleichzeitig als Träger eines Verschlusses,
durch welchen das betreffende Rohr 41 "5
dicht gegen das eine Ende dieser Bohrung angedrängt wird, um eine Überleitung der Gase
in diese Bohrung ohne Entweichen möglich zu machen. Die Andrückung des betreffenden
Rohres gegen dieses Ende der Bohrung erfolgt durch einen Verschlußklotz, der ebenfalls
gegen das Zündende der Patrone angedrängt
wird und also von diesem Ende der Patrone abgehoben werden muß, wenn das Magazin
weitergeschaltet werden soll, um eine neue Patrone in Feuerungslage zu bringen. Diese Verschiebung des Klotzes erfolgt
einerseits durch die Gase, die beim Abfeuern frei werden, und andererseits durch eine Feder,
welche für gewöhnlich den Klotz in Abstandslage von der Patrone hält. ίο Die mit dem Gehäuseansatz i6 fest verbundene
Scheibe 46 trägt auf einer Nabe eine zweite Scheibe 57. Diese zweite Scheibe ist
mit dem Magazin so verbunden, daß bei ihrer Verdrehung mit Bezug auf die ortsfeste
Scheibe 46 auch das Magazin gedreht wird. Der Drehschritt der Schaltscheibe 57 wird dadurch
begrenzt, daß ein aus ihrer Rückseite herausragender Stift 58 (Abb. 9) in einem
Bogenschlitz 54 der ortsfesten Scheibe46 Führung findet. Dieser Stift ragt auch in den
Pfad des am verzahnten Ring 15 angebrachten Armes 33 (Abb. 3), so daß bei der durch die
Schlitze 31 begrenzten Drehung des Ringes 15
auch die Schaltscheibe 57 verdreht wird. Auf derselben Seite, also auf der Rückseite, trägt
die Schaltscheibe 57 nach Abb. 10 auch eine Klinke 59. Diese Klinke liegt dicht an der
Rückwand der Schaltscheibe 57 an und verschiebt sich bei Drehung der Schaltscheibe in
dem Bodenschutz 55 der feststehenden Scheibe 46 (Abb. 11). Wie in Abb. 1 gezeigt, ist der
Radialabstand der Achse des Zapfens 34 so gewählt, daß der Zapfen selbst über den
Bogenschlitz 55 der feststehenden Scheibe 46 hinweggeht. Bei dieser Verdrehung des PIanetenradzapfens
34 drückt er auf den Kopf 59' der Klinke 59 und hebt dadurch die Klinke
aus ihrem Eingriff auf eine Haltevorrichtung aus, um so der Schaltscheibe 57 eine Ver-Schwenkungsmöglichkeit
zu geben, die nur durch den Anstoß des Vierkantstiftes 58 gegen das Ende des feststehenden Bogenschlitzes 54
begrenzt ist.
Die Schaltscheibe 57 trägt auf der Außenseite nach Abb. 9 einen Hebel 61, der in Kantenansicht
die aus Abb. 15 ersichtliche Ausbildung hat. Dieser Hebel wird durch die
Feder 63 gegen einen Anschlagstift 62 an der Scheibe 57 gedrängt. Das freie Ende des Hebels
ist bei 80 abgeschrägt.
Ungefähr diametral gegenüber ist an der Außenseite der Schaltscheibe 57 am Zapfen 65
ein Winkelhebel 64 befestigt. Ein Zapfen 66 an dem Ende des einen Armes dieses Hebels
führt sich in dem Bogenschlitz 67, der mit Bezug auf den Zapfen 65 konzentrisch ist und
der demnach die Schwingbewegung dieses Winkelhebels begrenzt. Der andere Arm des
Winkelhebels trägt an dem freien Ende eine Klinke 68, welche beständig durch eine Feder
in die in Abb. 9 gezeigte Lage gedrängt wird. Diese Klinke hat an dem freien Ende
einen Kopf, welcher aus dem Rand der Schaltscheibe 57 heraussteht und sich gegen den
Innenrand des Magazins 40 legt.
Das Magazin hat an diesem Innenrand eine Anzahl Stifte 70, entsprechend der Anzahl der
Patronenrohre 41 und in ähnlicher Verteilung. Diese Stifte dienen dazu, eine Verschiebung
des ganzen Magazins in der Achsrichtung zu gestatten bzw. das Magazin gegen Verschiebung
in der Umfangsrichtung zu sichern. Die Scheibe 46 (Abb. 11) hat an zwei diametral
gegenüberliegenden Stellen nahe dem Rand zwei Ansätze 52 von einer Bogenlänge entsprechend
dem Abstand der Stifte 70, und wenn sich also die Teile in der in Abb. 8 gezeigten
Lage befinden, so wird das Magazin gegen Verdrehung nach beiden Richtungen hin festgehalten. Eine Verdrehung kann nur stattfinden,
wenn das Magazin und demnach auch die fest an ihm angeordneten Stifte 70 in der Achsrichtung so verschoben werden, daß die
Stifte 70 aus der Ebene der Ansätze 52 der Scheibe heraustreten.
Zu dieser Verschiebung des Magazins in der Achsrichtung dient ein doppelarmiger Hebel
73 (Abb. 12), dessen Nabe 81 die Nabe 74 der Schaltscheibe 57 drehbar umschließt. Die
beiden Arme des Hebels 73 sind bei 82 hohl ausgebildet und nehmen den Stiel 83 eines
Hubgliedes auf, das durch die Federn 85 beständig nach außen hin gedrängt wird. Der
Kopf 84 dieses Hubgliedes hat eine in der UmfangsrichtungherausragendeAbschrägung
185 und an der anderen Seite einen aus der Ebene des Kopfes herausragenden Anschlag
86. Wenn demnach der Hebel 73 verschwenkt wird, so tritt die Abschrägung 185 unter den
nächstgelegenen Stift 70 des Magazins und verursacht dadurch eine Axialverschiebung
des Magazins entsprechend der Höhe der Abschrägung 85, wobei die Verschwenkung des
Hebels durch Anstoß des Anschlags 86 gegen den gleichen Stift 70 begrenzt wird.
Abb. 17 zeigt die Teile in ihrer Ruhestellung. Die Schaltscheibe 57 ist mit dem Vierkantstift
58 an ihrer Rückseite sowohl am Ende des Bogenschlitzes 54 der feststehenden Scheibe 46 als auch mit diesem Vierkantstift no
in Eingriff auf den Arm 33 des verzahnten Ringes 15.
In dieser Lage wird die Schaltscheibe gewöhnlich durch eine Spiralfeder 76 gedrängt
gehalten, die einerseits an einer Scheibe 75 verankert ist, welche auf der Nabe der feststehenden
Scheibe 46 verkeilt ist und andererseits an den auf der Vorderseite der Schaltscheibe
angeordneten Stift 'j'j (Abb. 8) angeschlossen
ist. Jede Verdrehung der Schalt- iao scheibe 57 zur Weiterschaltung des Magazins
bedeutet eine Anspannung der Feder, so daß
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die Schaltscheibe nach ihrer Auslösung durch diese Feder wieder in die in Abb. 17 gezeigte
Lage zurückgezogen wird. Dieser Rückzug wird durch den Anstoß des Vierkantstiftes 58
der Schaltscheibe gegen den Arm 33 des gezahnten Ringes begrenzt.
Der auf der Vorderseite der Schaltscheibe 57 angelenkte Hebel 61 wird dann durch die
Feder 63 mit einer Hubkante gegen einen
to Stift 79 gedrängt, welcher an einem Teil des Verschlusses fest angebracht ist (Abb. 1
und 2).
Bei Zündung einer Ladung verdreht sich nun der Kolben und damit auch die Nabe 10
und der Träger 13 der Planetenräder. Der Ring χ 5 wird ebenfalls gedreht, und der an
ihm angebrachte Arm 33 stößt also gegen den Stift 58 der Schaltscheibe und dreht letztere
von der Lage nach Abb. 17 in die Lage nach Abb. 18. Der Hebel 61 auf der Schaltscheibe
wird infolge des Eingriffs des Stiftes 79 auf den Hubteil des Hebele um seinen Zapfen ausgeschwungen,
bis er gegen einen Anschlagstift 72 an der Schaltscheibe 57 stößt. Der Winkelhebel
64 der Schaltscheibe wird mitgenommen, und der Kopf der Klinke 68 reitet dabei auf
dem nächsten Stift 70 des noch festgehaltenen Magazins 40 auf. Gleichzeitig wird aber auch
dieser Winkelhebel 64 um seinen Zapfen 65 dadurch verschwenkt, daß der Stift an dem
Ende des anderen Armes dieses Winkelhebels nicht nur den mit Bezug auf den Zapfen 65
konzentrischen Schlitz 67 durchsetzt, sondern auch in einen unregelmäßigen Hubschlitz 56
der feststehenden Scheibe 46 eindringt. Diese Beeinflussung des Winkelhebels 64 gestattet
den Hinweggang des Kopfes der Klinke 68 über den betreffenden Stift 70 des Magazins.
Bei der Weiterdrehung der Nabe 10 des Kolbens, wie in Abb. 19 gezeigt, wird nun der
Arm 33 des verzahnten Ringes den Vierkantstift 58 in dem Schlitz 54 noch weiter bewegen.
Der Stift 79 des Verschlusses wird den Hebel 61 in ungefähr derselben Lage erhalten,
in welcher er bei der anfänglichen Drehung (Abb. 18) war, aber der Kopf der Klinke 68
geht nunmehr auf eine Leiste 53, welche sich nahe dem Umfang der feststehenden Scheibe
46 konzentrisch zur Achse der Scheibe erstreckt und in den Pfad dieses Kopfes der
Klinke hineinragt. Auch diese Verschwenkung der Klinke wird dadurch ermöglicht, daß der Stift am Arm des Winkelhebels einerseits
durch den Bogenschlitz 67 der Schaltscheibe 57 und andererseits durch den Hubschlitz 56 der feststehenden Scheibe 46 geführt
ist. Bei dieser zusätzlichen Verschwenkung der Schaltscheibe 57 stößt aber ein aus
ihrer Vorderseite herausragender Stift 71 gegen den einen Arm des Hebels 73 und
drängt ihn in Uhrzeigerrichtung. Der nachgiebig gelagerte Kopf des Hebels weicht deshalb
nach einwärts zurück, da der Anschlag 86 am Kopf durch den Stift 70 nach einwärts
gedrängt wird, und "der Kopf bewegt sich demnach jetzt mit seiner Außenkante längs
der Innenfläche des zugehörigen Stiftes. Es kann nunmehr sowohl eine Axialverschiebung
des Magazins stattfinden, da der Kopf, des Hebels 73 diese Axialverschiebung nicht mehr
unmöglich macht, und es kann auch eine Verdrehung des Magazins stattfinden, da ja die
Halteklinke 68 nunmehr auf der feststehenden Leiste 53 ruht.
In der Weiterdrehung des verzahnten Ringes 15 bringt der Arm 33 schließlich den Vierkantstift
58 gegen das Ende des Führungsschlitzes 54 in der feststehenden Scheibe 46.
Damit ist die Bewegung der Schaltscheibe 57 im Uhrzeigersinne (Abb. 17, 18 und 19) begrenzt.
Gleichzeitig tritt aber auch die Nase der Klinke 59, welche ebenfalls an der Rückseite
der Schaltscheibe 57 schwingbar befestigt ist (Abb. 10), in die Endkerbe ihres
Führungsschlitzes 55 der feststehenden Scheibe 46 unter dem Einfluß des Armes 33 ein. Da
die Feder 60 an der Rückseite der Schaltscheibe auf diese Klinke 59 einwirkt, wird
nunmehr durch diese Klinke die Schaltscheibe 57 in dieser Lage mit Bezug auf die feststehende
Scheibe 46 augenblicklich gesperrt. Der an der Schaltscheibe 57 angeordnete Stift
71 hat den Doppelhebel 73 nunmehr zwischen die beiden nächsten Stifte 70 des Magazins
hineingedrängt, und der Kopf 84 des Hebels wird durch die Federn im Hebel in die in
Abb. 20 gezeigte Lage geschnellt. Die Klinke 68 hat ihre Gleitbewegung längs der Hubleiste
53 der ortsfesten Scheibe 46 noch weiter fortgesetzt, so daß diese Klinke nunmehr nahe
dem Ende dieser Leiste mit ihrem Kopf liegt. Der Hebel 61 an der Schaltscheibe ist jedoch
nunmehr unter dem Stift 79 des Verschlusses hinweggegangen, und die Feder 63 drängt diesen
Hebel 61 wieder um seinen Zapfen nach auswärts gegen den Anschlagstift 62,
In dieser Lage nach Abb. 20 verbleiben nunmehr die Teile, bis der Kolben 11 seine
unter dem Einfluß der Gase stattfindende Verschwenkung in der Uhrzeigerrichtung (Abb. 5)
beendet hat. Die Schaltscheibe 57 wird durch die Klinke 59 mit der feststehenden Scheibe
46 gesperrt.
Wenn nun der Kolben 11 nach Anstoß gegen das Auslaßventil 28 seine Rückbewegung
unter dem Einfluß der Feder 27 einsetzt, so bleiben die Teile in der in Abb. 20 gezeigten
Lage, bis eine Lösung der Sperrung an der Klinke 59 eintritt. Diese Lösung findet
nun statt, wenn nahe dem Ende der Rückbewegung der Arm 33 des verzahnten Ringes
15 durch die Planetenräder längs der Bögen
3i zurückgedreht wird. Der Arm 33 drückt
nämlich bei seiner Zurückdrehung gegen den rückwärtigen Teil der Sperrklinke 59 und hebt
ihre Nase aus der Kerbe des Schlitzes 55 in der feststehenden Scheibe 46 heraus, so daß
die gespannte Feder 76 nunmehr die Schaltscheibe 57 zurückdrehen kann. Dieser Auslösezeitpunkt
ist in Abb. 21 dargestellt. Die übrigen Teile befinden sich noch in der in
Abb. 20 gezeigten Lage.
Wenn nun unter dem Einfluß der gespannten Feder 76 die bewegliche Schaltplatte
57 entgegen der Uhrzeigerrichtung gedreht wird (Abb. 22), so reitet die Sperrklinke
59 auf der Unterkante des Führungsschlitzes 55 der feststehenden Scheibe, während
der Vierkantstift 58 längs des Bogenschlitzes 54 der feststehenden Scheibe gegeführt
wird. Die Schaltscheibe 57 dreht sich also nunmehr von der Lage nach Abb. 21 in die Lage der Abb. 22 entgegen
der Uhrzeigerrichtung. Das zugeschärfte Ende 85 des Kopfes 84 wird durch den an der Schaltscheibe angeordneten Stift 72
unter den nächsten Stift 70 des Magazins gestoßen, so daß das Magazin eine Längsverschiebung
in der Achsrichtung erfährt. Dadurch bewegt sich das ganze Magazin mit seiner Reihe von Stiften aus der Halteebene
heraus, d. h. aus jener Ebene, in welcher die Ansätze 52 der unbeweglichen Scheibe 46
durch ihre Lage zwischen zwei Stiften 70 eine Verdrehung des Magazins unmöglich machen. Es kann also nunmehr auch eine
Verdrehung des Magazins stattfinden, und diese Verdrehung wird durch den Anhub und die Verschwenkung des Hebels 73 eingeleitet,
wie in Abb. 22 gezeigt. Das Magazin bewegt sich ebenfalls entgegen der Uhrzeigerrichtung.
Während dieser Verschwenkung der Schaltscheibe 57 entgegen der Uhrzeigerrichtung
hat sich auch der von ihr getragene Hebel 61 mit dem zugeschärften
Ende unter den Stift 79 des Verschlußklotzes geschoben, so daß der ganze Verschlußklotz
dadurch in der Achsrichtung verschoben wird, um den Druck auf das Magazin auszulösen, der ebenfalls die Verdrehung
des Magazins unmöglich macht. Mit dieser Verschwenkung der Schaltscheibe 57 entgegen der Uhrzeigerrichtung
ist jedoch auch der Winkelhebel 64 auf der Vorderseite der Schaltscheibe nicht nur um
die Achse der Scheibe bewegt worden, sondem auch um seinen Zapfen 65 verschwenkt
worden, so daß sich der Kopf der Klinke 68 gegen den nächsten Stift 70 des Magazins
legt. Diese verhältnismäßig bedeutende Bewegung des Winkelhebels 64 geht darauf zurück, daß der Arm mit dem Stift sowohl
den Bogenschlitz 56 der feststehenden Scheibe 46 als auch den Bogenschlitz 67 der beweglichen Scheibe 57 durchsetzt.
Wenn die bewegliche Schaltscheibe unter dem Einfluß der Feder 76 ihren Schaltschritt
beendet hat, befinden sich die Teile wieder in der in Abb. 8 bzw. 17 gezeigten
Lage, in welcher der Verschlußklotz mit seinem Stift 79 auf die Hubkante des Hebels
61 wirkt, der Kopf 84 des doppelarmigen Hebels 73 zwischen zwei Stiften 70 des
Magazins liegt, der Vierkantstift 58 bis zum Ende des Führungsschlitzes 54 der feststehenden
Scheibe gedrückt worden ist und der Kopf der Klinke 68 dem Magazin nun eine Teildrehung übermittelt hat, entsprechend
dem Bogenabstand zwischen zwei Patronenrohren 41. Dem Hebel 73 wurde
die Bewegung entgegen der Uhrzeigerrichtung durch den Stift 72 der gleichfalls entgegen
der Uhrzeigerrichtung verdrehten Scheibe 57 übermittelt, und zwar gegen das Ende dieser Schaltbewegung hin, so daß das
Magazin in seiner Achsrichtung durch den Durchgang des Kopfes 84 des Hebels unter
dem Stift 70 des Magazins verstellt wird.
Während die Haltekerbe 59 auf der Rückseite der beweglichen Schaltscheibe 57 an1
geordnet ist und sich mit ihr bewegt, ist zur zusätzlichen Festlegung dieser Scheibe
in ihrer Endlage auf der unbeweglichen Scheibe 46 ein Stift 73' angeordnet, welcher
sich in einem Bogenschlitz der Scheibe 57 führt. In der Anfangslage der Teile befindet
sich dieser feststehende Stift 73' nach Abb. 17 am oberen Ende dieses Bogenschlitzes
und verhindert demnach den Doppelhebel 73 an einer Bewegung entgegen der Uhrzeigerrichtung, während eine Bewegung
des Doppelhebels 72, in der Uhrzeigerrichtung
durch den an der Schaltscheibe 57 angeordneten Stift 72 verhindert wird, bis die
Scheibe anfängt, sich in der Uhrzeigerrichtung zu verdrehen.
Sollte aus irgendeinem Grund eine Patrone versagen, so kann das Magazin trotzdem
in neue Feuerungsstellung gebracht werden, wenn der Verankerungsstift 77 für
die Feder erfaßt und um 45° verdreht wird. Dieser Stift ragt deshalb zweckmäßig durch
einen mindestens 45 ° umfassenden Schlitz, nicht dargestellt, in dem Deckel 50 des Magazins
heraus.
Der Verschluß, durch welchen die gerade in Feuerungslage befindliche Patrone ent- »15
zündet wird, ist besonders in Abb. 1 und 2 gezeigt. Eine Verlängerung der Bohrung 5
im oberen Ende des Klotzes 2 ist mit einem größeren Durchmesser versehen und dient
zur Aufnahme eines Kolbens 92, welcher iao unter dem Einfluß der bei dem Abfeuern
der Patrone entstehenden Gase zusätzlich
nach links gedruckt wird, um so eine unbeabsichtigte
Abhebung des Verschlußklotzes 103 zu verhüten. Dieser Kolben 92 ist durch einen Kreuzkopf 94 an eine Stange
99 angeschlossen, und diese Stange sowie zwei andere parallele Schienen 96, welche
ebenfalls mit dem Kreuzkopf 94 verbunden sind, verbinden diesen Kreuzkopf mit einer
Platte 98 auf der anderen Seite der Vor-
richtung. Eine Stange 96 oder beide Stangen sind von einer Feder 108 umschlossen,
die sich einerseits gegen ein Widerlager 97 und andererseits gegen einen Stift 109 an
der Stange 96 abstützt. Wenn diese Feder
•5 entspannt ist, wie in Abb. 1 gezeigt, drückt
sie den Kolben 92 durch Beeinflussung der Schienen 96 und des Kreuzkopfes 94 nach
links. Die vordere Verbindungsplatte 98 trägt den Verschlußklotz 103. Er befindet
sich in Achsdeckung mit der Bohrung 5 des Klotzes 2, und in dem Verschlußklotz 103
ist eine Zündnadel 104, von der Feder 105 umgeben, nachgiebig gelagert. Die Zündnadel
sowie die Feder befinden sich in einer
2S Isolationsbuchse 106 des Klotzes. Die Platte
98 verlängert sich über den Klotz 103 nach einwärts und trägt dort den Stift 79, der,
wie oben erwähnt, bei der Drehung des Magazins durch den Hebel 61 verschoben wird.
Die in Abb. 17 gezeigte Beziehung des Stiftes 79 zum Hebel 61 entspricht der in
Abb. ι dargestellten Lage dieser Teile. Wird der Stift 79 durch den Hebel 61 in die Lage
nach Abb. 21 und 22 gedrängt, so wird dadurch die Platte 98 in die in Abb. 2 gezeigte
Lage verschoben, und der Klotz 103 wird von dem rückwärtigen Ende des Magazins
abgehoben. Nachdem die bewegliche Schaltscheibe 57 jedoch in die Lage nach Abb. 17
zurückgekehrt ist, befindet sich auch der Klotz 103 wieder in der in Abb. 1 gezeigten
Lage.
Während sich die Teile in der in Abb. 2 gezeigten Stellung befinden, wird das ganze
Magazin unter dem Einfluß einer Feder 110
etwas nach rechts gedrückt. Diese Feder ist in der Nabe der Festscheibe 46 verlegt und
stützt sich gegen einen Ansatz 112 sowie gegen die Schraube 113, welche den Deckel
50 in Stellung hält. Die Verschiebung des Magazins nach rechts hebt die Patronenrohre
41 von dem Eingriff auf die Abschlußringscheibe 48 ab, und nach der Drehung
wird das Magazin wieder durch die angedeutete Feder 110 in die Lage nach Abb. 8
achsial verschoben.
Sowie der Stift 79 der Verschlußplatte 98 die in Abb. 20 gezeigte Stellung an der abgeschrägten
Nase des Hebels 61 erreicht hat und bei dem darauffolgenden Schaltschritt
der Platte 57 dieser Hebel nun so verschwenkt wird, daß er den Stift in die
in Abb. 2 gezeigte Lage drückt, wird jene Bewegung eingeleitet, durch welche der Verschlußklotz
103 angedrückt wird. Wenn nämlich der Stift 79 von dem Hebel 61 abgleitet,
schnellen die Federn 108 auf den Schienen 96 die Platte 98 in die in Abb. 1
gezeigte Lage, und der Klotz 103 wird scharf gegen das Ende der Patrone gedruckt. Die
Zündnadel wird vorgestoßen, aber ein Durchschlagen des Patronenbodens wird durch die Feder verhindert. Wenn dann
Strom durch die Zündnadel geschickt wird, so findet die Entladung statt, und die Gase
gehein durch das Rohr41 in den Laufs, und
durch den Rost 4 kommen sie zur Einwirkung auf den Kolben.
Die Gase expandieren aber schon in dem " Rohr 41 und auch in dem Lauf und wirken °°
also schon bei ihrer Explosion auf den Kolben 92, welchen sie dadurch in. der in Abb. 1
gezeigten Lage halten. Die Verbindung dieses Kolbens durch die Kreuzköpfe und Schienen mit dem Verschlußklotz 103 sichern
den Verschlußklotz in der Abschlußlage.
Durch die Erhöhung des Druckes in der Kammer 7 wird der mit Dichtungsmaterial
besetzte Kolben (Abb. 7) in der Uhrzeigerrichtung herumgeschwungen und versetzt dadurch
das Getriebe und auch die Hohlwelle in Umdrehung, und zwar in eine mehrfache
Umdrehung, wobei gleichzeitig eine Verschiebung dieser Hohlwelle stattfindet. Das Abschlußventil
28 befindet sich noch in Ver-Schlußstellung, bis der Kolben 11 die ganze
Umschwingung beendet hat, worauf er das Ventil von selbst in die Offenstellung stößt.
Der Kolben 11 wird dann durch die starke Torsionsfeder 27 zurückgedreht und stößt da- >°°
bei die verbrauchten Gase durch den Rost 4 in die Kammer, von wo aus sie durch das in
der Zwischenzeit geöffnete Abschlußventil in den Auspuffkanal 100 entweichen.
Ein Zweigkanal führt von dem Auspuff- >°5
kanal 100 zur Stelle am Klotz, welche bei der Drehung des Magazins von jener Patrone
eingenommen ist, die im vorherigen Zündungsvorgang abgefeuert wurde. Durch diesen
Zweigkanal werden die Gase, welche aus dem Zylinder herausgedrängt werden, nun
auch dazu benutzt, die abgefeuerte Patronenhülse herauszustoßen, und in Verbindung
mit diesem Kanal kann eine besondere Rinne angeordnet sein, durch welche die abgefeuerten
Patronen herausfallen.
Claims (8)
- Patentansprüche:i. Druckgasandrehvorrichtung für Brennkraftmaschinen mit einem hin und her schwingenden Kolben, der über ein Planetengetriebe ein axial verschiebbaresAndrehglied betätigt, und einem selbsttätigen Schaltwerk für ein zylindrisches drehbares Magazin, welches die die explodierenden Gase erzeugenden Patronen enthält, dadurch gekennzeichnet, daß das Schaltwerk (57, 59, 61, 64, 68, 73) über eine konzentrisch zum Magazin (40) angeordnete Scheibe (57) verfügt, welche durch das von dem schwingbaren Kolbento (11) betätigte Planetengetriebe (14, 15) um die Drehachse des Magazins (40) verdreht wird und bei Rückgang des Kolbens (11) durch Federkraft in ihre Anfangslage zurückgebracht wird, und an'5 der Scheibe (57) eine schwingbare Schaltklinke (68) sitzt, welche mit am Magazin (40) angeordneten Ansätzen (70) in Eingriff gerät und dasselbe nach jeder Schwingung des Kolbens (11) um einen Patronenabstand weiterdreht.
- 2. Druckgasandrehvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das hohlzylindrische Magazin (40) drehbar an einem ortsfesten Stützring (16,29) sitzt und an seinem Innenumfang Ansätze (70) hat, welche mit der im Innern der Bohrung des Magazins (40) liegenden Scheibe (57) angeordneten Schaltklinke (68) in Eingriff geraten, wenn die Scheibe (57) durch einen mit Innenverzahnung versehenen Ring (15) verdreht wird, welcher konzentrisch zur Drehachse des Kolbens (11) angeordnet ist und einen Teil des Getriebes (14, 15, 18) bildet, welcher den Kolben (11) mit dem Andrehglied (12, 22) verbindet, wobei der Ring (15) in bestimmten Grenzen am Gehäuse der Vorrichtung in der Umfangsrichtung beweglich ist und erst nach axialer Verschiebung des Andrehgliedes (11, 22) eine Bewegung in der Umfangsrichtung erfährt und dabei die Weiterschaltung des Magazins (40) einleitet.
- 3. Druckgasandrehvorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein an der drehbaren Scheibe (57) sitzender Stift (58) in den Bewegungspfad eines mit dem Zahnring (15) fest verbundenen Armes (33) hineinragt, um bei Drehung des Zahnringes (15) durch den Arm (33) in der Umfangsrichtung mitgenommen zu werden, und eine an der Scheibe (57) sitzende Sperrklinke (59) die Scheibe (57) in der vorgerückten Lage verriegelt.
- 4. Druckgasandrehvorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltklinke (68) schwingbar an einem Hebel (64) sitzt, der seinerseits drehbar an der verdrehbaren Scheibe (57) angeordnet ist, und die Ausschwingung des Hebels (64) zwecks Überwachung der Schaltklinke (68) durch zwangsweise Führung des einen Endes des Hebels (64) in einen Hubschlitz (56) in einer feststehenden Platte (46) vorgenommen wird, welches neben der verdrehbaren Scheibe (57) angeordnet ist, und die Sperrklinke (59) bei Beendigung der Vorwärtsbewegung der Scheibe (57) in eine Kerbe (55) der feststehenden Platte (46) einfällt, um die verdrehbare Scheibe (57) entgegen der Spannung einer Feder (76) gegen sofortiges Zurückdrehen festzuhalten, bis der Arm (33), der die Vorwärtsdrehung der verdrehbaren Scheibe (57) herbeiführte, nach der Ausführung der Arbeitsbewegung des Kolbens (11) in seine ursprüngliche Lage zurückkehrt und hierbei die Sperrklinke (59) entriegelt.
- 5. Druckgasandrehvorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein mit dem Schaltwerk zusammenwirkender, um die Drehachse der Scheibe (57) verdrehbarer Hebel (73) mit einem in radialer Richtung nachgiebigen Kopf (84) zwischen zwei benachbarten Schaltansätzen (70) des Magazins (40) eintritt, um bei Stillstand des Schaltwerkes das Magazin (40) gegen unbeabsich- 9" tigte Verdrehung zu schützen, wobei jedoch dieser Sicherungshebel (73) durch einen Stift (71) an der verdrehbaren Scheibe (57) in einer bestimmten Richtung während der Schaltung dieser verdrehbaren Scheibe verdreht wird und dabei infolge der radialen Nachgiebigkeit des Kopfes (84) an den Ansätzen (70) des Magazins vorbeigeht.
- 6. Druckgasandrehvorrichtung nach lo° Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein an der verdrehbaren Scheibe (57) des Schaltwerkes schwingbar angeordneter Hebel (61) bei der Rückwärtsdrehung der Scheibe (57) einen Stift (79) erfaßt, durch >°5 welchen ein die benutzte Patrone in Abfeuerungsstellung festhaltender Verschlußklotz (103) von der abgefeuerten Patrone abgehoben wird.
- 7. Druckgasandrehvorrichtung nach "° Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Verschlußklotz (103) an einem am Gehäuse (1) angeordneten Gleitgestell (94, 98) befestigt ist, das unter dem Einfluß einer Feder (108) den Verschlußklotz (103) in Schließlage drängt, und ein mit dem Gleitgestell (94, 98) verbundener Kolben (92) zwecks zusätzlicher Andrükkung des Verschlußklotzes beim Abfeuern der Wirkung der explodierenden Gase iao in einem zylindrischen Kanal (5) ausgesetzt ist, der zwischen seinen Enden mitder Explosionskanuner (7) verbunden ist und dessen eines Ende in Achsdeckung mit der in Feuerungslage befindlichen Patrone und dem geradlinig geführten Verschlußklotz (105) liegt, während das andere Ende des Kanales einen Zylinder zur Aufnahme des Andrückkolbens (92) bildet.
- 8. Druckgasandrehvorrichtung nach Anspruch 1, 2 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein das Magazin (40) abschließender Deckel (50) durch eine Schraube (113) mit der feststehenden Platte (46) unter Einschaltung einer Feder (112) nachgiebig verbunden ist, so daß nach der Entzündung der Patrone unter dem Einfluß des Schaltwerks eine axiale Verschiebung des Magazins (40) von seiner Arbeitslage mit Bezug auf das Gehäuse (1) stattfindet.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEC52994D DE707341C (de) | 1935-04-27 | 1935-04-27 | Druckgasandrehvorrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEC52994D DE707341C (de) | 1935-04-27 | 1935-04-27 | Druckgasandrehvorrichtung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE707341C true DE707341C (de) | 1941-06-21 |
Family
ID=7027695
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEC52994D Expired DE707341C (de) | 1935-04-27 | 1935-04-27 | Druckgasandrehvorrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE707341C (de) |
-
1935
- 1935-04-27 DE DEC52994D patent/DE707341C/de not_active Expired
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