DE663960C - Vorrichtung zum Klaeren von faserstoffhaltigen Fluessigkeiten - Google Patents

Vorrichtung zum Klaeren von faserstoffhaltigen Fluessigkeiten

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DE663960C
DE663960C DEP68907D DEP0068907D DE663960C DE 663960 C DE663960 C DE 663960C DE P68907 D DEP68907 D DE P68907D DE P0068907 D DEP0068907 D DE P0068907D DE 663960 C DE663960 C DE 663960C
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    • C02TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02FTREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
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    • C02F1/24Treatment of water, waste water, or sewage by flotation

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  • Water Supply & Treatment (AREA)
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Description

Es sind Klärvorridhtungen für Flüssigkeiten bekannt, in die Luft eingeleitet wird, die dann im eigentlichen Klärraum unter Vakuum der Flüssigkeit wieder entzogen wird, wobei die faserigen Verunreinigungen an.die Oberfläche steigen und aus der Deckelspitze oder vom Flüssigkeitsspiegel abgesaugt werden. Solche nach bekannten Verfahren mit Saug- oder Heberwirkung betriebenen Vorrichtungen haben den Nachteil, daß sie in der Einhaltung eines für die Wirksamkeit zweckmäßigen Wasserspiegels als auch in der Verteilung der Flüssigkeit im Klärraum sowie in der Fangstoffentnahme unzuverlässig sind. Auch ist der Auftrieb der Gasblasen und die Größe der sich in der Stärke des Vakuums entwickelnden Gasblasen immer bedingt durch die Saughöhe.
Die neue Klärvorrichtung, die zum Reiniao gen der Flüssigkeiten von schwebenden Verunreinigungen, insbesondere faserigen Stoffteikhen oder abgeschiedenen und ausgefällten flockigen Stoffen, wie sie in der Papier-, Pappen-, Cellulose- und Pergamentfabrikation hauptsächlich, aber auch in anderen Abfallflüssigkeiten vorkommen, dient, unterscheidet sich von den bekannten Verfahren und Vorrichtungen dadurch, daß der Flüssigkeitsspiegel der mit Stoffasern und Stoffflocken verunreinigten Flüssigkeit, die vor dem Eintritt in den Klärbehälter mit Gas oder Luft fein verteilt angereichert wurde, durch einen regelbaren Überfall des geklärten Teiles der Flüssigkeit außerhalb des Klärraumes auf einer Steigleitung eingestellt wird, während der durch die Gasbläschen aufgetriebene Fangstoff an der Oberfläche des Klärraumes durch Überfalltrichter sicher abgeleitet werden kann. Die so geklärte Flüssigkeit wird dann noch unterhalb des Einführungstrichters auf ihrem Wege zur Steigleitung dadurch wirksam nachgeklärt, daß das mitgerissene Gas sich in dem erweiterten Raum abscheiden kann und die Stoffteilchenreste mit nach oben zieht und durch Überströmrohre, die in Fangschirmen angebracht sind, in den oberen Teil des Klärraumes bzw. an die Oberfläche leitet. Der regelbare Überfall auf der Steigleitung hat also den Zweck, die Flüssigkeit, die in den Klärbehälter hineingedrückt wird, auf einen bestimmten Flüssigkeitsspiegel einstellen zu können, um die Fangstoffentnahme, d.h. die mit Fangstoff angereicherte Dickflüssigkeitsmenge, aus dem geschlossenen Behälter durch äußeren freien Überfall regeln zu können. Gleichzeitig wird mit dem aus diesem Überfall abfließenden Wasser eine an dem unteren Ende der Falleitung angeordnete Saugdüse betrieben, die durch eine Luftleitung mit dem Raum über den Flüssigkeitsspiegel des Klärbehälters verbunden ist, die in diesem Raum eine gewisse Luftverdünnung bewirkt und damit zur schnelleren Entgasung des Klärraumes und zum Auftrieb der Stoffasern beiträgt. Zum Ausgleich dieser dabei entstehenden Druckhöhenunterschiede zwischen Flüssigkeitsspiegel und Überfall auf der Steigleitung dient ebenfalls der regelbare
Überfall. Natürlich kann auch eine Luftpumpe, die das Gas fein verteilt in die zu klärende Flüssigkeit drückt, mit ihrer Saugseite an den Raum über dem Flüssigkeitsspiegel des Klärraumes angeschlossen seinj wodurch wiederum der regelbare Überfall der Steigleitung in vorbeschriebenem Sinne den Ausgleich der Druckhöhenunterschiede bewirkt.
ίο Die patentbegründende Neuheit dieser Klärvorrichtung ist die durch freien Überfall regelbare Einstellung des Flüssigkeitsspiegels im Klärraum, so daß di&: auf dem Flüssigkeitsspiegel angesammelte Fangstoff dickflüssigkeit ebenfalls regelbar abgeleitet werden kann, während gleichzeitig das geklärte Wasser zur Absaugung des über dem Klärraum angesammelten Gases nutzbar gemacht wird, ferner daß im Klärgehäuse eine Einrichtung zur Nachklärung angeordnet ist, durch die mitgerissenes Gas den Reststoff aus der abfließenden Flüssigkeit durch Leitrohre zum Flüssigkeitsspiegel des Klärraumes fördert.
Die in Abb. 1 als Aufrißquerschnitt und Abb. 2 als Grundrißquerschnitt dargestellte Vorrichtung besteht aus dem Auftriebsklärbehälter β, dem Einführungstrichter δ für die Rohflüssigkeit mit Gas oder Luft, dem Nachklärraum e mit Fangschirmen e1 und e%, der Steigleitung d mit Überfall·/,- der FalleitungA mit Saugdüse i und Luftleitung k und dem Fangstoffüberfalltrichter g. Die Rohflüssigkeit tritt bei c gemeinsam mit Gas oder Luft in die Klärvorrichtung ein, um dieselbe in Richtung der Pfeile I1 bzw. w zu durchströmen. Der Fangstoff nimmt seinen Weg in Richtung der Pfeile v. Saugdüse i erzeugt mit dem Wassergefälle von l-i und der Luftleitung k eine geringe Luftleere im oberen Teil des Klärbehälters a, die den Gasdurchstrom fördert. Die Luftpumpe, die Flüssigkeitsförderpumpe mit Rohrleitungen und Nebeneinrichtungen sind als an sich bekannte Vorrichtungen nicht gezeichnet. E,benso ist die Verbindung der Saugseite der Luftpumpe .mit dem Klärraum oberhalb des Flüssigkeitsspiegels bekannt. Die Fangstoffabflußleitung ■vom Fangstoff überlauf trichter g in Richtung des Pfeiles ν wird gegen Einsaugen von schädlicher Luft durch einen Wasserverschluß oder durch entsprechende Einmündung in den Fangstoffsammelbehälter geschützt. Es bildet sich dann in diesem Ablaufrohr eine Flüssigkeitssäule, die das Eindringen von Luft verhindert,

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Vorrichtung zum Klären von faser-Stoffhaitigen Flüssigkeiten, die einem Klärbehälter unter Zuleitung von Gas oder Luft zugeführt werden, gekennzeichnet durch einen außerhalb des Auftriebklärraumes (a) auf einer Steigleitung (isf) angeordneten regelbaren Überfall (/) und einen innerhalb des Auftriebklärraumes (a) in der Höhe des äußeren Überfalles (I) sich befindenden Fangstoffüberfalltrichters (£■).
2. Klär vor richtung nach Anspruch i>. gekennzeichnet durch einen unter dem Klärraum (a) angeordneten Nachldärraum (e), der durch einen Einführungstrichter (b) mit Fangschirmen (e1 und e2) nach oben abgeschirmt ist.
3* Klärvorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine am unteren Ende der Überfalleitung (ft) vorgesehene Saugdüse (/), deren Saugseite durch eine Luftleitung (k) mit dem oberen Teil des Auftriebklärraumes (a) und deren Druckseite mit der Überfalleitung (A). verbunden ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DEP68907D 1934-02-06 1934-02-06 Vorrichtung zum Klaeren von faserstoffhaltigen Fluessigkeiten Expired DE663960C (de)

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