DE6630C - Absiebemaschine - Google Patents
AbsiebemaschineInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B07—SEPARATING SOLIDS FROM SOLIDS; SORTING
- B07B—SEPARATING SOLIDS FROM SOLIDS BY SIEVING, SCREENING, SIFTING OR BY USING GAS CURRENTS; SEPARATING BY OTHER DRY METHODS APPLICABLE TO BULK MATERIAL, e.g. LOOSE ARTICLES FIT TO BE HANDLED LIKE BULK MATERIAL
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- B07B1/28—Moving screens not otherwise provided for, e.g. swinging, reciprocating, rocking, tilting or wobbling screens
- B07B1/30—Moving screens not otherwise provided for, e.g. swinging, reciprocating, rocking, tilting or wobbling screens jigging or moving to-and-fro within their own plane in or approximately in or transverse to the direction of conveyance
Landscapes
- Combined Means For Separation Of Solids (AREA)
Description
1879.
Klasse 45.
MARTIN PERLS in BERLIN. Absiebe-Maschine.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 5. März 1879 ab.
Vorliegende Maschine will durch Hin- und Herbewegung von Sieben trockene Gegenstände
von ihren feineren Theilen bis zu einer gewissen Grenze trennen, die bisher übliche
Handarbeit ersetzen (wobei indessen die gewöhnlichen runden Siebe gebraucht werden)
und diese Arbeit billiger, schneller und bequemer verrichten.
In der beiliegenden Zeichnung zeigt:
Fig. ι theilweise eine Seitenansicht, theilweise
einen senkrechten Längsschnitt,
. Fig. 2 eine Oberansicht, in der eins von den drei Sieben fortgenommen ist,
Fig. 3 eine Endansicht der Maschine,
Fig. 4 eine Oberansicht der Einrichtung, um
den Sieben eine drehende Bewegung zu ertheilen.
Gleiche Buchstaben bezeichnen gleiche Theile.
In den Geschäften, in denen Siebe zum Absieben von Kaffee, Weinstein, Cochenille oder
anderen trocknen Substanzen gebraucht werden, füllt nach der bisher gebräuchlichen Weise ein
Arbeiter das Sieb damit, hebt es auf und rüttelt es so lange hin und her, bis alles, was
die Maschen des Siebes überhaupt durchlassen, abgesiebt ist, worauf das Sieb geleert und
wieder gefüllt wird. Es ist das eine sehr anstrengende, langsam fortschreitende Arbeit, da
der Arbeiter nicht blos das Schütteln besorgen, sondern auch das Gewicht des Siebes mit Inhalt
stets mit den Armen tragen mufs und dem Staube oder dem bisweilen sehr unangenehmen
Gerüche der Stoffe direct in nächster Nähe ausgesetzt ist.
Ich habe nun ein längliches Gestell construirt, das aus zwei Böcken A A' besteht, die oben
durch zwei Längsbalken B, unten am Boden durch zwei gekreuzte Flacheisen C verbunden
sind. Auf dem Vorderbock A ist eine Welle gelagert, die an ihren überstehenden Enden
zwei Kurbeln D und E trägt, von denen die letztere zugleich Speichenstück eines Schwungrades
und Befestigungspunkt einer Handkurbel F ist. Von diesen Kurbeln gehen die zwei
Zugstangen G nach den Endzapfen einer eisernen Querstange H, die fest auf dem
hölzernen Rahmen K aufgeschraubt ist. Dieser Rahmen gleitet, mit Seife oder sonstwie geschmiert,
auf den Längsbalken B und ist gegen seitliches Ausweichen durch die seitlich übergreifenden
Schienen L geschützt. In diesen Rahmen K sind zwei, drei oder mehr der gebräuchlichen
runden Siebe etwa 6 mm tief lose eingesenkt, so dafs sie noch genügend aufruhen.
Das nach innen vorstehende Holz ist .fortgenommen ; demnach können die durch die Siebe
gehenden Stoffe mittelst der Trichter T, die theils an den Längsbalken B, theils an oben
abgeschrägten Querhölzern M befestigt und mit Sackhaken versehen sind, in Säcke N oder,
wenn gewünscht, in Kasten O fallen. Um das Absieben zu erleichtern und eine gleichmäfsige
Abnutzung der Siebränder zu erreichen, lasse ich bei jedem Hube jedes Sieb sich langsam
etwas drehen und bewirke dies einfach dadurch, dafs ich die Sieblöcher des Rahmens K länglich
mache. Die lange Axe des Loches soll unter 450 zur Längsaxe des Rahmens K liegen.
Beim Wechsel der Bewegung des Rahmens K wird das Sieb durch sein Moment im Sinne
der alten Bewegung fortrücken und sich dabei etwas um seine Axe drehen. Da diese Drehung
beim zweiten Wechsel des Rahmens K in derselben Richtung stattfindet, so wird das Sieb
ruckweise sich etwas langsam drehen.
Ich bin durch diese Maschine im Stande, zu gleicher Zeit zwei, drei und mehr Siebe
schneller und mit weniger Anstrengung abzusieben, als es jetzt zwei, drei und mehr Arbeiter,
je nach der Zahl der angewendeten Siebe, im Stande sind zu thun. Der sonst herumfliegende
Staub wird auf ein Minimum reducirt und die Maschine zu drei Sieben nimmt weniger Raum
fort, als drei Arbeiter in der bisher gewohnten Weise mit Handsieben brauchen. Ich habe in
der Zeichnung die Böcke A Al aus Eisen angenommen;
doch kann das Gestell, wenn gewünscht, auch ganz in Holz ausgefühlt werden. Soll mehr, z. B. doppelt so viel, in derselben
Zeit abgesiebt werden, als die Maschine mit drei Sieben liefern kann, so wird eine ähnliche
zweite Maschine, doch ohne Bewegungsmechanismus, angesetzt, die aneinanderstofsenden
Kopfstücke werden zusammengeschraubt und
die beiden Gleitrahmen durch über die Stofsfuge geschraubte Bandeisen zu einem Rahmen
verbunden, der dann von der ursprünglichen Welle mit bewegt wird.
Claims (2)
- Patent-Ansprüche:
i. Eine Absiebemaschine, in der die gewöhnlichen runden Holzsiebe gebraucht werden, construirt wie gezeichnet und beschrieben. - 2. An solchen Absiebemaschinen die längliche Form der Sieblöcher in dem Rahmen K, um den Sieben ruckweis eine Drehung zu ertheilen.Hierzu ϊ Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE6630C true DE6630C (de) |
Family
ID=284728
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT6630D Active DE6630C (de) | Absiebemaschine |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE6630C (de) |
-
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- DE DENDAT6630D patent/DE6630C/de active Active
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