DE66098C - Magazin-Camera mit combinirtem Rouleau- und Klappenverschlufs - Google Patents
Magazin-Camera mit combinirtem Rouleau- und KlappenverschlufsInfo
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- G—PHYSICS
- G03—PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
- G03B—APPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
- G03B17/00—Details of cameras or camera bodies; Accessories therefor
- G03B17/42—Interlocking between shutter operation and advance of film or change of plate or cut-film
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- Operating, Guiding And Securing Of Roll- Type Closing Members (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAM
KLASSE 57: Photographie.
Die Erfindung betrifft eine Camera mit combinirtem Rouleau- und Klappenverschlufs, bei
welcher das Spannen des Rouleauverschlusses und das Auswechseln der exponirten Platte zu
einem Vorgang vereinigt ist.
Der gebräuchliche federnde Rouleauverschlufs A wird mit einem drehbaren Klappenverschlufs
B derart combinirt, dafs man sie vereinigt oder den Klappenverschlufs allein benutzen
kann. Die Auslösung kann in jeder beliebigen Art erfolgen.
Der Klappenverschlufs B, der bei Bs drehbar
gelagert ist, hat einen derartig ausgebildeten Anschlag B\ dafs beim Heben der
Klappe mittelst des gerändelten Knopfes B2 der Anschlag B1 die Sperrklinke A1 aus der
Rast der Walze An aushebt, so dafs das Rouleau
A unter Federwirkung niederschnellt und sich auf die untere Walze aufwickelt. Das
Aufziehen der Feder geschieht mittelst des gerändelten Knopfes A^. Eine Bremse kann bei
der Walze A3 angebracht werden, um die Geschwindigkeit des Verschlusses zu regeln. Soll
bei der Aufnahme die Klappe B allein verwendet werden, so wird das Rouleau A mittelst
des Knopfes A2 theilweise emporgezogen, und nachdem die richtige Stellung erreicht ist,
schraubt man jenen Knopf, dei eine Mitnahme oder Drehung nur in der einen Richtung ermöglicht,
gegen die Kastenwandung C und sperrt dadurch das Rouleau, so dafs es auch
bei Auslösung der Klinke nicht zurückgeht. Die Klappe B kann dann so weit gehoben
werden, bis der Anschlag JS1 unter dem Ende von Αλ vorbeigeht und die Klappe B1 so lange
in geöffneter Stellung hält, bis die Klinke A1 aufser Eingriff mit B1 gebracht wird.
Wiewohl die Lage und Anordnung des combinirten Verschlusses unwesentlich ist, so ist es
zweckmäfsig, das Rouleau unmittelbar vor der lichtempfindlichen Platte oder Schicht anzubringen
und die Klappe vor oder hinter dem Objectiv einzurichten. Die combinirte Verwendung
beider Verschlüsse . bringt einen zusätzlichen Schutz der lichtempfindlichen Schicht
vor der Exponirung mit sich, indem die Klappe B das Objectiv während des Spannens des Rouleauverschlusses
A zuhält, bis man zur Auslösung des Apparates fertig ist.
In Verbindung mit dem combinirten Rouleauverschlufs wird die in Fig. 3, 4, 5 und 6 dargestellte
Einrichtung benutzt, um eine Reihe von Platten nach einander zu exponiren und jedesmal die exponirte fortzuziehen, oder es
wird beim Arbeiten mit Negativband die in Fig. 7 und 8 dargestellte Einrichtung verwendet.
Der Zweck wird im ersten Falle dadurch erreicht, dafs man auf dem biegsamen Rouleau
in geeigneter Stellung ein oder mehrere Nasen oder Hebdaumen E, Fig. 5, anbringt, welche
mit dem Rouleau auf und nieder gehen und den Plattenrahmen, welcher nach Fig. 3 und 4
construirt ist, mitnehmen. Diese Plattenrahmen F sind, wie in Fig. 5 und 6 dargestellt,- in der
Camera untergebracht und bestehen aus dünnem Hartgummi; ebenso besteht die Seite F1 aus
Hartgummi oder Holz, wie auch der vorspringende Anlauf F2, dessen abgekehrter Rand
abgesetzt und gekrümmt ist, wie in Fig. 3 und 4 dargestellt. Die lichtempfindliche Platte wird
in die Nuth bei den Seiten F1 F1 eingeschoben
und hier in Stellung durch einen Steg F2 gehalten, dessen Rand als Halt für das anstofsende
Ende dient.
Die elastische Beschaffenheit des Hartgummis erlaubt, die Platte über den Anlauf F2 beim
Einschieben und Herausziehen herübergleiten zu lassen. Die beiden Seiten F1 sind, wie
bei F3 ersichtlich, ausgeschnitten, um Angriffoder
Auf haltflächen zu bilden, hinter welche die Daumen E fassen, mittelst deren der Rahmen
mit der Platte fortgeschoben wird, während in dieser Zeit das Objectiv durch den Klappenverschlufs
zugehalten wird.
Die Kasten HH1 zur Aufnahme der Platten
sind leicht auswechselbar; beim Gebrauch sind sie über einander, Seite an Seite, angeordnet,
wobei die an einander liegenden Kastenseiten, wie bei H'2, Fig. 5, ausgespart sind, um eine
Uebergangsstelle zu schaffen, bei welcher die Rahmen F übertreten, zu welchem Zwecke
ferner . an den gegenüberstehenden Kastenwandungen Krempen oder Stege eine durchgehende
Schieberbahn bilden, in der die genannten Rahmen aus einem Kasten in den anderen verschoben werden. Die Rahmen
werden in der gehörigen Anzahl in den einen Kasten eingesetzt und stehen unter dem Druck
einer Schraubenfeder üf4, die sie gegen die
Krempe üT3, Fig. 6, in Richtung nach der
Uebergangsbahn pressen. Erfinder schaltet auch bei jedem Kasten Schiebedeckel II1 ein, die
für Licht undurchdringlich sind und auf dieselbe Weise verschoben werden wie die Rahmen;
der eine Deckel / verhindert den Zutritt des Lichtes zu dem Kasten, der mit den nicht exponirten
Platten gefüllt ist, während der andere P in diesen vor seiner Füllung eingeschoben wird.
Die beiden Deckel oder Blindrahmen erhalten Angriff- oder Anlaufflächen /2, ähnlich wie die
Plattenhalter. Die mit J3 bezeichneten Theile stellen eine nebensächliche Verriegelungsvorrichtung
dar, die dazu dient, den Deckel in gewissen Endlagen innerhalb des Kastens festzuhalten,
während er sonst frei beweglich ist.
Soll eine Aufnahme gemacht werden, so verlegt man den mit Platten gefüllten Kasten
zweckmäfsig nach dem unteren Theil der Camera und den leeren Kasten nach oben.
Sobald man zum ersten Male den Rouleauverschlafs aufzieht, kommen die Daumen EE
in Berührung mit den Angriffen I'2 I2 am Deckel I, welcher dadurch in die leere Kammer
hineingezogen wird und nun in dieser rückwärts beweglich ist. Der Verschlufs A kann
dann ausgelöst werden, um die erste Platte zu exponiren; das Wiederaufziehen des Verschlusses
veranlafst wieder ein Emporheben der exponirten Platte in den oberen Kasten, und die nicht exponirte
folgende Platte stellt sich im unteren Kasten für die neue Exposition bereit; dieser
Vorgang wiederholt sich so lange, bis alle vorhandenen Platten exponirt sind und bis auch
der zweite Deckel J1 in die Abschlufsstellung gehoben wird (Fig. 5). Der obere so gefüllte
Kasten ist nun für Licht unzugänglich und kann aus dem Apparat herausgenommen und
durch den unteren leeren ersetzt werden, an dessen Stelle ein mit neuer Füllung versehner
Kasten unterzuschieben ist. Diese Einrichtung gestattet eine beliebige Auswechselung der zur
Verfugung stehenden, gleich construirten Kasten, so dafs die Benutzung einer Dunkelkammer
zum Auswechseln ganz fortfällt.
In Fig. 5 und 6 ist der untere Kasten entleert dargestellt in dem Augenblick, wo die
Blindcassette (Deckel 7) bereitsteht, emporzugehen , um den lichtdichten Verschlufs des
oberen Kastens zu bilden; der andere Deckel I, der im oberen Kasten zu sehen ist, befindet
sich hinter den exponirten Platten.
In dem Falle, wo eine biegsame lichtempfindliche Schicht in Verwendung kommt, werden,
wie in Fig. 7 und 8 dargestellt, zwei Walzen K K1 benutzt, über welche die biegsame Schicht
gewickelt wird. Die Walzen können herausgenommen und durch neue gefüllte Walzen ersetzt werden; zweckmäfsig aber setzt man die
leergewickelte an die Stelle der mit exponirter Schicht gefüllten Walze und schaltet eine neue
gefüllte Walze ein. Um dabei die Auswechselung der Walzen zu erleichtern und die Nothwendigkeit
einer Dunkelkammer zu umgehen, wird jede Walze in ein für Licht undurchdringliches
Futteral K'2 eingeschlossen, in welchem sich die Walzen leicht genug drehen können.
Wenigstens eines der Walzenenden ist so eingerichtet, dafs es von der Futteralaufsenseite
her bethätigt oder mit dem Aufwickelmechanismus bezw. dem Knopf K3 verbunden werden
kann, der am Apparat festbleibt; die Futterale selbst sind auswechselbar. Dieselben
können aus Karton zweckmäfsig in rechteckiger Form hergestellt werden und mit einem Schlitzi^4
versehen sein, der durch Anbringung von zackenförmigen Lippen undurchdringlich für Licht den
Durchgang der lichtempfindlichen Schicht nach Bedarf gestattet, wobei zur Herabführung der
nöthigen Spannung derselben und um einen ferneren Schutz gegen das Licht zu gewähren,
sowie die Beschädigung der Schicht durch Kratzwirkung zu vermeiden, die eine oder jede
der beiden Lippen des Schlitzes mit einem Band von Sammet oder anderem geeigneten
Material besetzt sein können. An der Aufwickelwalze ist ein Stück Papier befestigt, welches
an dem aus dem Schlitz des Futterals herausstehenden Ende gummirt ist, um es leicht
an dem Filmband befestigen zu können; sind in dieser Weise die Papierstücke verbunden,
so kann die empfindliche Schicht von der einen Walze auf die andere Walze herüberwechseln.
Um die für jedes Bild erforderliche Schichtlänge vorzuschieben, werden die Walzen KK1
oder der Knopf K3, durch welchen sie bethätigt werden, derart eingerichtet, dafs je einer
vollständigen Umdrehung die gewünschte Vorschublänge entspricht, und dafs ein Klinkenhebel
ins Spiel kommt, der in eine Kerbe oder gegen einen Anschlag behufs Feststellung
nach jeder Umdrehung einfällt. Die in Fig. 7 und 8 dargestellte Einrichtung kennzeichnet sich
dadurch, dafs die Bewegungsvorrichtung bei Walze K1 durch Räderwerk NN1N2 mit der
Walze O des Rouleaus in Antriebverbindung gebracht ist; damit letztere indessen eine zeitweise
unabhängige Rückwärtsbewegung (beim Entspannen) machen kann, ist von der Antriebzahnung
am Rad N, welches mit der Handhabe oder dem Aufziehknopf K3 gedreht wird,
ein Theil bei iV4 fortgeschnitten. Bei diesem fortgeschnittenen Theil kann demnach das Zahnrad
2V1 frei vorbeitreten, sobald der Rouleauverschlufs ausgelöst wird. Die Auslösung erfolgt
mittelbar durch einen Hebel, der in aushebbarem Eingriff mit der Anschlagkerbe Af2
die Rouleaubewegung einerseits controlirt und andererseits mit einer zweiten Sperrklinke die
nach je einer Umdrehung eintretende Sperrung an der Walze K1 einrichtet. Letztere Klinke
wird nicht bei dem Auslösevorgang des Rouleautriebwerkes aufser Eingriff gebracht, und zwar
ist dies durch die besondere bewegliche Lagerung des Hebels M mittels eines Schlitzes desselben
auf dem Drehstift m ermöglicht. Der Verschlufs kann hiernach durch Zurückdrücken
des an einer Feder sich stützenden Hebelendes und unter Auslösung bei der Kerbe Ai2 in
Wirkung gesetzt werden, während bei M1 der sperrende Eingriff nicht aufgehoben, vielmehr
hier vermöge eines jenseitigen Federangriffes ein Stützpunkt bezw. die Drehstelle für den
zurückgedrückten Hebel geschaffen wird. Zum Zwecke der vorhergehenden Spannung des
Rouleauverschlusses hat man jedesmal nur die Handhabe K3 einmal zu drehen, währenddessen
zeitweise das Räderwerk in Eingriff ist und bis durch Einfallen des Klinkenhebels bei M1 eine
Umdrehung bezeichnet ist. Das Rad N1 ist entsprechend der Abwickellänge des Rouleaus
nur für eine Theildrehung eingerichtet. Auf die beschriebene Weise wird ein neues Stück
der Schicht vorgezogen und der Verschlufs zugleich gespannt, indem die Räder in Eingriff
mit den Zähnen des Rades N1 kommen, wonach das Räderwerk wieder die durch die
Zeichnung veranschaulichte Stellung einnimmt. Der Vorgang wiederholt sich bei jeder Exposition.
Es befindet sich dabei der Rouleauverschlufs A vor der empfindlichen Schicht und
in geringem Abstand von derselben, während der Klappenverschlufs B vor dem Objectiv
wirksam ist. Beide werden durch den Knopf 5 und die Stange S1 an der Kastenwand und
unter Vermittelung eines Anlaufes oder Stiftes S2 an der Stange S1 in der Weise bethätigt, dafs
man durch Andrücken des Knopfes S die Drehung eines Hebels T veranlafst, der um T1
drehbar ist und welcher an den Hebel U der um B3 drehbaren Klappe B mittelst des Lenkers
V angreift; sobald der Verschlufs B geöffnet wird, kommt bei weiterer Einschiebung
der Stange S diese in Berührung mit dem genannten Hebel M, und der Rouleauverschlufs
A wird ausgelöst. Eine Feder W1 oder eine elastische Schnur, die über die
Rolle W geht, dient zum Schliefsen der Klappe B und dazu, die Hebel in ihre zur Wiedereinrichtung
des Verschlusses, bereite Anfangslage zurückzustellen. ,
Claims (3)
1. Magazin-Camera mit combinirtem Rouleau- und Klappenverschlufs der durch Patent
No. 53003 geschützten Art, bei welcher die Wechselvorrichtung mit dem Verschlufs
derart in Verbindung steht, dafs entweder beim Spannen des Verschlusses die an dem
unter Federwirkung stehenden Rouleau angebrachten Hebedaumen (E) die Plattenrahmen
aus einem Magazinraum in den anderen befördern, oder dafs bei der Vorwärtsbewegung des Negativbandes der
Rouleauverschlufs durch Zahnradübersetzung gespannt wird.
2. Plattenrahmen für die durch Anspruch 1. geschützte Camera, welche aus Hartgummi
hergestellt sind und am Eintrittsende für die Platten mit elastischen Stegen (F2),
welche die eingeschobenen Platten festhalten, sowie mit Angriffen (F3) für die
Hebedaumen des Rouleauverschlusses versehen sind.
3. Futterale (K2) für die das Negativband tragenden Wdzen an der durch Anspruch 1.
geschützten Camera, welche mit einem durch Lippen aus Sammet oder dergleichen lichtdicht
verschlossenen Schlitz versehen sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE66098C true DE66098C (de) |
Family
ID=339834
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT66098D Expired - Lifetime DE66098C (de) | Magazin-Camera mit combinirtem Rouleau- und Klappenverschlufs |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE66098C (de) |
-
0
- DE DENDAT66098D patent/DE66098C/de not_active Expired - Lifetime
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