DE660962C - Verfahren zum Schutze gegen Wassereinbrueche oder zur Suempfung von Gruben - Google Patents
Verfahren zum Schutze gegen Wassereinbrueche oder zur Suempfung von GrubenInfo
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- DE660962C DE660962C DESCH110919D DESC110919D DE660962C DE 660962 C DE660962 C DE 660962C DE SCH110919 D DESCH110919 D DE SCH110919D DE SC110919 D DESC110919 D DE SC110919D DE 660962 C DE660962 C DE 660962C
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
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Description
- Verfahren zum Schutze gegen Wassereinbrüche oder zur Sümpfung von Gruben Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Schutze gegen Wassereinbrüche oder zur Sümpfung von Gruben, z. B. Kohlengruben, bei dem durch mindestens ein Bohrloch, das von Übertage oder einer über der Höhe des gefahrdrohenden Wassers liegenden Strecke abgeteuft wurde, in die wasserführenden Hohlräume (Klüfte, Karstbäche o. dgl.) vorzugsweise zementhaltige Versatzstoffe eingeführt werden.
- Derartige Verfahren sind z. B. aus den deutschen Patenten 575 528 und 550 9-96 des Erfinders selbst bekannt. Bei der praktischen Ausführung dieser Verfahren kann es vorkommen, daß beim Beginn des Sümpfens der z. B. im Liegenden eines Kohlenflözes vorhandenen wasserführenden Hohlräume dieselben mit demGrübeninnenraum durchRisse oder sonstige Öffnungen bereits. in Verbindung stehen. Der in den Hohlraum eingebrachte Verbindungsstoff, z. B. mit Zement versetzter Sand, Ton o. dgl., kann dabei über die erwähnte Verbindung in die Grube hineindringen, wodurch es einerseits -als Versatzstoff verlorengeht und anderseits in der Grube kostspielige Räumungsarbeiten notwendig macht, da dieser eingedrungene Versatzstoff nach beendetem Ausfüllen des. wasserführenden Hohlraumes aus der Grübe wieder entfernt werden muß.
- Zur Beseitigung des angedeuteten Nachteiles sind im allgemeinen größere Gesteinstücke wenig geeignet, weil sie beim Einbringen in die mit Wasser gefüllte Kluft o. dgl. so schnell herabsinken, daß sie infolgedessen zu den erwähnten Verbindungsöffnungen gar nicht gelangen können.
- Erfindungsgemäß werden zur Beseitigung des Übelstandes in den mit Versatzstoff auszufüllenden wasserführenden Hohlraum zusammen mit dem Versatzstoff auch Verrammelungskörper eingebracht, die in der im Hohlraum befindlichen Flüssigkeit schwimmfähig sind, so daß sie durch die Flüssigkeitsströmung zu den den Hohlraum mit dem Grubeninnenraum etwa verbindenden Öffnungen fortgeschwemmt werden können, um dieselben mindestens teilweise zu verstopfen.
- Es ist nicht unbedingt notwendig, daß die erfindungsgemäß angewendeten Verrammelungskörper fähig sein sollen, an der Oberfläche des Wassers oder der sonstigen in dem mit Versatzstoff auszufüllenden Hohlraume befindlichen, gegebenenfalls dickflüssigeren Flüssigkeit zu schwimmen, da es genügt und vielfach sogar vorteilhaft sein kann, wenn die Verrammelungskörper nur in einer gewissen Tiefe unterhalb des Wassers oder sonstiger Flüssigkeit schwimmfähig sind.
- So können erfindungsgemäß als Verrammelungskörper vorteilhaft Holzkörper, z. B. Holzkugeln, verwendet werden, die auch auf der Oberfläche des Wassers schwimmfähig sind; die Holzkörper können aber evtl. auch mit einem Ballaststück z. B. aus Metall versehen werden, so daß das spezifische Gewicht derartiger Verramrnelungskörper etwas über das spezifische Gewicht des Wassers erhöli#-wird und diese Körper daher unterhalb deyc Oberfläche des Wassers fortgeschwemnk., werden, -Zu beachten ist dabei, daß erfindungsgemäß. auch Verrammelungskörper verwendet werden können, die im ruhenden Wasser wohl nicht schwimmfähig sind, in dem im auszufüllenden Hohlraume fließenden Wasserstrome jedoch trotzdem verläßlich zu den erwähnten zu verstopfenden Verbindungsöffnungen gelangen. Infolgedessenkönnen erfindungsgemäß als Verrammelungskörper z. B. auch lose Drahtwickel oder Drahtballen oder sonstiger Faserstoff, z. B. Werg, verwendet werden, die im Sinne der Erfindung ebenfalls schwimmfähig sind und der Bewegung des Versatzstoffes in der erwähnten Verbindungsöffnung ebenfalls Halt bieten können. Im allgemeinen werden den Zwecken der Erfindung auch Hohlkörper entsprechen, die aus einem spezifisch schwereren Baustoffe als Wasser bestehen, z. B. aus Zement, Metall, Ton usw. Derartige Hohlkörper mit nach außen geschlossenemHohlraume können ohne weiteres schwimmfähig ausgeführt werden, während Hohlkörper, deren Hohlraum nach außen offen ist, erfahrungsgemäß vom strömenden Wasser infolge ihrer vergrößerten Angriffsflächeleichter fortgeschwemmt werden können.
- Die Erfindung soll noch ausführlicher an Hand" der Zeichnung erläutert- werden, die beispielsweise einen: teilweisen Schnitt einer Grubenanlage, darstellt.
- c bedeutet das Flöz, z. B. Kohlenflöz, k den Grubeninnenraum, f das z. B. aus Kalkstein oder Doloinit bestehende Liegende der Grube; d. ist eine sandige, fettige Schicht,. die man zwischen Flöz c und eigentlichem Liegenden f -vielfacE eingelagert findet; g" ist ein. Teil: des das Liegende f durchziehenden wasserführenden Hohlraumes (Kluft, Karstbach), und b bedeutet- das- von Obertage a über das Hangende i abgeteufte Tiefbohrloch, über das in den Hohlraum ä beliebiger Versatzstoff, z. B. zementhaltiger Sand oder ein bei a an. Ort und-'Stelle auffindbarer Stoff, eingebracht wird; uni damit den Hohlraum ä allmählich auszufüllen und dadurch die Grube gegen Wassereinbruch zu schützen..
- Auf der Zeichnung ist zu sehen, daß der Hohlraum g mit dem Grubenimienraume k über einen Riß 1i o. dgl. in Verbindung- steht. Das in den Hohlraum g eingebrachte Versatzmaterial würde über -die Verbindungsöffnung h in den - Grubeninnenraum k eindringen, wodurch sich die bereits angedeuteten Übelstände- ergeben würden. Zur- Beseitigung derselben werden erfindungsgemäß zusammen#mit dem z. B. in Form von Schlamm dem Hohlraume g zugeführten Versatzstoff `käüch Verrammelungskörper eingebracht, die :..''intbereits dargelegten Sinne schwimmfähig .;sind und vom Flüssigkeitsstrome, der der `@ Öffnung lt zustrebt, zu derselben fortgeschwemmt werden, so daß sie dann die Öffnung h mindestens teilweise verrammeln. Um zu erreichen, daß der aus dem oder denVerrammelungskörpern entstehende Stopfen dem Versatzstoff den Weg zum Grubeninnenraume k schnell und vollkommen absperre, werden die Verrammelungskörper, insbesondere die erwähnten Drahtwickel oder Drahtballen, in den Hohlraum g vorzugsweise zusammen mit Säcken, Lumpenstücken oder sonstigen flächenmäßig verarbeiteten, z. B. gewebten oder gestrickten Textilstoffen eingeführt.
- Wird der Versatzstoff- in' Schlammform eingebracht, so kann man die Verrammelungskörper mit dem Strome dieses Schlammes in den Hohlraum g transportieren.
- Man kann auch so vorgehen, daß in den Hohlraum g die erfindungsgemäßen Verrammelungskörper schon vor der Aufgabe des eigentlichen Versatzstoffes eingeführt werden, wobei mit der Zuführung des kostspieligenVersatzstoffes erstbegonnen wird, nachdem die- Öffnungen h gegen den Grubeninnenraum-bereits verrammelt worden sind.
- Gemäß der Zeichnung ist das Bohrloch ä unmittelbar - von der Erdoberfläche a her abgeteuft worden; die Abteufung- kann aber gegebenenfalls äuch:von-einer. über derHöhe des Karstwassers o. dgl. liegenden. Strecke, z. B-von einem Förderstollen her erfolgen.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum, Schutze gegen Wassereinbrüche oder zur Sümpfung von Gruben, z. B. Kohleaigrüben, bei dein durch mindestens- ein Bohrloch, das von Übertage oder von einer über. der Höhe des gefahrdrohenden- Wassers liegenden Strecke aus abgeteuft wurde, in die wasserführenden Hohlräume (Klüfte, _ Karstbäche o. dgl.) vorzugsweise zementhaltiger Versatzstoff eingeführt wird, dadurch gekennzeichnet, däß in den Hohlraum- zusammen mit dem Versatzstoff auch Verrammelungskörper eingebracht werden, die in der-im Hohlraum befindlichen Flüssigkeit schwimmfähig sind, so daß sie durch die Flüssigkeitsströmtuig zu. den den Hohlraum mit dem Grubeninnenraum etwa verbindenden öffnungen fortgeschwemmt-werden können, um dieselbenmindestens teilweise zu verstopfen. a. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß Verrammelungskörper von solchem spezifischen Gewichte . verwendet werden, daß diese Körper inder im Hohlraume befindlichen Flüssig= keit .unterhalb der Oberfläche desselbell- ; schwimmfähig sind. 3. Verfahren nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß äls Verrammelungskörper Holzkörper, gegebenenfalls durch einen Ballast beschwerte Holzkörper verwendet werden. .4. Veffahren nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Verrammelungskörper ein Drahtwickel, Drahtballen, Werg o. dgl. verwendet wird. j. Verfahren nach Anspruch i, 2, 3 oder ¢, dadurch gekennzeichnet, daß die Verrammelungskörper zusammen mit flächenmäßig verarbeiteten Textilstoffen eingeführt werden. 6. Verfahren nach Anspruch t, 2 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß als Verram-_.melungskörper offene oder geschlossene .Hohlkörper z. B. aus Metall, Zement, Ton o. dgl. verwendet werden. 7. Verfahren nach einem der "Ansprüche i bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Verrammelungskörper in den Hohlraum schon vor der Zuführung des eigentlichen Versatzstoffes eingeführt werden. B. Verfahren nach einem der Ansprüche i bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Versatzstoff dem Hohlraume in Form von Schlamm zugeführt wird und die Verrammelungskörper in den Hohlraum durch den Strom dieses Schlammes befördert werden.
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