DE659503C - Fernsprechanlage mit Haupt- und Untervermittlungsstellen - Google Patents

Fernsprechanlage mit Haupt- und Untervermittlungsstellen

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DE659503C
DE659503C DES118829D DES0118829D DE659503C DE 659503 C DE659503 C DE 659503C DE S118829 D DES118829 D DE S118829D DE S0118829 D DES0118829 D DE S0118829D DE 659503 C DE659503 C DE 659503C
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DES118829D
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Eugen Jauch
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Siemens and Halske AG
Siemens Corp
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Siemens and Halske AG
Siemens Corp
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    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04QSELECTING
    • H04Q3/00Selecting arrangements
    • H04Q3/58Arrangements providing connection between main exchange and sub-exchange or satellite

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  • Astronomy & Astrophysics (AREA)
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  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
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Description

Die Erfindung bezieht sich auf Fernsprechanlagen mit Haupt- und Untervermittlungsstellem, in denen zur Herstellung einer Verbindung zu einem Teilnehmer einer Unter-S Vermittlungsstelle der gewünschte Teilnehmer durch entsprechende Einstellung einer Verbindungseinrichtung in der Hauptvermittlungsstelle bestimmt wird.
In diesen Anlagen ist es beispielsweise bisher üblich gewesen, den gewünschten Teilnehmer durch Einstellung eines Leitungswählers, in der Hauptvermittlungsstelle über eine Hilfskontaktbank des Leitungswählers zu kennzeichnen und nach Belegung einer Verbindungsleitung zur Untervermittlungsstelle entsprechend dieser Kennzeichnung einen Wähler (Drehwähler oder 'Relaiswähler) in der Untervermittlungsstelle einzustellen.
Um nun die zur Belegung der Verbindungsleitung und Steuerung des Wählers in der Untervermittlungsstelle dienenden Schaltvorgänge mit der Einstellung des Leitungswählers einleiten zu können, wurden sämtliche Kennzeichnungskontakte in der Hilfskonitaktbank des Leitungswählers über Widerstände mit dem zur Belegung und Steuerung des Wählers dienenden Anreizkreise vielfach geschaltet. Wenn nun für diese Zwecke als Hilfskontaktbank im Leitungswähler diejenige Kontaktbank benutzt. wurde, über die bei Herstellung einer Verbindung zu einem Einzelteilnehmer die Leitung dieses Teilnehmers geprüft und gesperrt wurde, mußte man zunächst auf eine Sperrung der Verbindungsleitung zu diesem Zeitpunkt verzichten. Sie konnte erst herbeigeführt werden, wenn die Schaltvorgänge zur Einstellung des Wählers in der Untervermittlungsstelle beendet waren, und wurde in der Weise durchgeführt, daß dann das Besetztpotential von der Seite der zur Untervermittlungsstelle abgehenden Verbindungsleitung aus an die Hilfskontaktbank angelegt wurde.
Die vorliegende Erfindung beseitigt diese Nachteile, ohne nun etwa eine weitere Hilfskontaktbank in der Verbindungseinrichtung der Hauptvermittlungsstelle vorzusehen, dadurch, daß durch die verschiedene Belegung der Sprechkontaktbank der in der Hauptvermittlungsstelle liegenden Verbindungseimichtung die Auswahl des in der Untervermittlungsstelle an die zur Haupt vermittlungsstelle führende Verbindungsleitung anzuschaltenden Teilnehmers erfolgt.
Durch die erfindungsgemäße Anordnung kann nun weiterhin gegebenenfalls auch eine unterschiedliche Besetztkennzeichnung durchgeführt werden, z. B. ortsbesetzt, fernbesetzt,
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Eugen Jauch in Berlin-Siemensstadt.
wie sie bisher in Anlagen der vorliegenden Art nicht möglich war.
Außerdem ist es möglich, die Sicherheit bei der Verbindungsherstellung zu erhöhen,. indem man die Belegung der VerbindunigiK leitung zur Unter vermittlungsstelle über den Prüf arm der Verbindungsleitung erfolgen läßt; dagegen den Anlaßkreis für die Einstellung des Wählers in der Untervermittlungsstelle ίο in Abhängigkeit von einem über die zur Kennzeichnung dienende Sprechkontaktbank der Verbindungseinrichtung verlaufenden Stromkreis und in Abhängigkeit von der Bereitstellung des Wählers in der Untervermittlungsstelle schließt, so· daß gewissermaßen erst nach der Prüfung auf Durchführung sämtlicher zur Einstellung des Wählers in der Untervermittlungsetelle erforderlichen Schaltvorgänge im Leitungswähler und auf Bereitstellung des Wählers in der Untervermittlungsstelle 'der weitere Verbindungsaufbau erfolgt.
Die Abbildung zeigt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung, und zwar eine Untervermittlungsstelle UVSt und eine Hauptvermittlungsstelle HVSt, die durch eine Verbindungsleitung VL miteinander verbunden sind. Diese Verbindungsleitung wird im abgehenden Verkehr von einem anrufenden Teilnehmer der Untervermittlungsstelle über den Wähler WR erreicht, während im ankommenden Verkehr nach Einstellung eines Leitungswählers LW in der Hauptvermittlungsstelle ein Abgreifschaltwerk Da den vorn Leitungswähler gekennzeichneten Kontakt aufsucht und während dieser Bewegung den Wähler WR in der Untervermittlungsstelle steuert, so daß der durch die Einstellung des Leitungswählers gekennzeichnete Teilnehmer über den Wähler WR an die Verbindungsleitung VL angeschaltet wird. Das Abgreifs ehalt werk Da wird im übrigen auch bei abgehendem Verkehr durch einen anrufenden Teilnehmer in Gang gesetzt und steuert auch bei Verbindungen dieser Verkehrsrichtung die Fortbewegung des Wählers WR. Dabei liegen die Prüfeinrichtungen, die den anrufenden Teilnehmer der Untervermittlungsstelle feststellen, in der Hauptvermittlungsstelle.
Eine weitere Aufgabe des Abgreifschaltwerkes Da besteht darin, in der Hauptvermittlungsstelle bei abgehenden Verbindungen den einem anrufenden Teilnehmer der Untervermittlungsstelle entsprechenden Zähler für die Gesprächszählung nach Gesprächsschluß anzuschalten. Sind die Teilnehmer der Untervermittlungsstelle mit Gebührenanzeigern ausgerüstet, so wird durch das Abgreifschaltwerk außerdem ein entsprechendes Relais angeschaltet, durch das eine Betätigung des Gebührenanzeigers an der anrufenden Teilnehmerstelle in der Untervermittlungsstelle ermöglicht wird.
In der Ruhelage der Anlage verläuft über .^ftje «-Ader der Verbindungsleitung VL ein ,-ICiplitrollstromkreis, in welchem das Relais L '»%pi Untervermittlunigsstelle erregt ist (Erde, Batterie, Wicklung I des Relais X, Kontakt 1 x, Stellung ο des Schaltarmes Ua1 des Abgreifschaltwerkes, Kontakte 3 q, 5 zr, α-Ader der Verbindungsleitung VL, Kontakt 6 /, Schaltarm α des Wählers WR, Relais L, Erde). In dem Kontrollstromkreis spricht das Relais X nicht an. Die Erregung des Relais £ in obigem Stromkreis dient dazu, sämtliche Teilnehmer der Untervermittlungsstelle über die entsprechenden /-Kontakte an den gemeinsam zur Hauptvermittlungsstelle führenden Anlaßstromkreis anzusehalten. Sollten hierzu die Kontakte des Relais L nicht ausreichen, so können mehrere L-Relais vorgesehen werden. Es können auch mechanisch betätigte Kontakte 11 wr, 12 wr des Wählers WR für diesen Zweck benutzt werden.
Wünscht z. B. der Teilnehmer Tnx der Untervermittlunigsstelle UVSt eine Verbindung herzustellen, so hebt er seinen Hörer ab. Hierdurch kommt folgender Stromkreis zustande : Erde, Batterie, Wicklung I des Relais X, Kontakt 1 x, Schaltarm (Ia1 des Abgreif Schaltwerkes in Stellung o, Kontakte 3 q, 5 zr, α-Ader der Verbindüngsleitung VL, Kontakt 6 L, Schaltarm α des Wählers WR, Widerstand Wi1, Kontakt 12 wr (mechanisch von WR betätigt), Teilnehmer Tn1, Kontakt 101, Schaltarm b des Wählers WR, Kontakte 13 /, 32 U1, Drosselspule Dr, Erde. In diesem Stromkreis spricht das Relais X an und legt sich in einen Haltekreis über Erde, Batterie, Wicklung I des Relais X, Kontakt 2.κ, Wicklung II des Relais X, Schaltarm da3 des AbgreifSchaltwerkes in Stellung o, Erde. Durch Öffnen des Kontaktes ι χ wird der während der Ruhelage der Anlage bestehende Kontrollstromkreis des Relais/, unterbrochen, so daß dieses Relais abfällt und seine in dem gemeinsamen Anlaßstromkreis liegenden Kontakte öffnet, so daß alle übrigen Teilnehmer der Untervermittlungsstelle UVSt abgeschaltet sind. Bei den Teilnehmern, die über einen mechanisch betätigten Kontakt 11 wr, 12 wr des Wählers WR am Anlaßstromkreis liegen, erfolgt die Abschaltung vom Änlaßkreis mit dem ersten Schaltschritt des Wählers WR. Da durch die Aberregung des Relais L außerdem der Kontakt 14/ geschlossen wird, kommt folgender Stromkreis zustande: Erde, Batterie, Wicklung III des Relais K., Schaltarm da2 des Abgreifschaltwerkes in Stellung o, Kontakte 15 x, (16q), iyy, iqzr, ö-Ader der Verbindungsleitung VL, Kontakte 20%, 14/, Schaltmagnet ', Drosselspule Dr, Erde. In diesem Strom-
kreis spricht nur das Relais/( an und gibt durch Schließen des Kontaktes 23 k einen Stromstoß auf den Schaltmagneten Da des Abgreifschaltwerkes über Erde, Batterie, Schaltmagnet Da, Kontakte 21/L, 22%, 23 A, 24A1, Erde. Bei Erregung des Schaltmagneten Da wird der Kontakt 25 da betätigt, so daß über diesen. Kontakt das Relais Y erregt wird. Durch öffnen des Kontaktes 30 y wird der über den Widerstand Wf5 nach dem ersten Schaltschritt des Abgreifschaltwerkes geschlossene Haltekreis für die Wicklung III des Relais /< unterbrochen, während durch Schließen des Kontaktes 29 y das Relais V1 erregt wird über Erde, Batterie, Wicklungen I und II des ReIaIsV1, Kontakte 2g y, i%k, Erde. Ein Teilstrom verläuft über die. Wicklung III des ReIaIsV1 und die Kontakte 23 k und 24.A1, so daß während der Fortschaltung des Abgreifschaltwerkes das Relais V1, das durch Kurzschluß seiner Wicklung II als Verzögerungsrelais arbeitet, ununterbrochen betätigt .bleibt.
Wie schon gesagt, wird das Relais /C stromlos, so daß durch Öffnen des Kontaktes 23 k auch der Sehaltmagnct Da aberregt wird. Durch Öffnen des Kontaktes 25 da fällt demzufolge das Relais Y ab, so daß das Relais /<" wieder ansprechen und das Wechselspiel zur Stromstoßerzeugung von neuem beginnen kann. Inzwischen ist während der Erregung des Relais Y noch folgender Stromkreis zustande gekommen: Erde, Batterie, Widerstand Wi1, Kontakte 18 y, 19 sr, ö-Ader der Verbindungsleitung VL, Kontakte 20U1, i\l, Schaltmagnet Dwr, Drosselspule Dr, Erde. Durch diese Erregung des Schaltmagneten DHT ist der Wähler WR ebenfalls um einen Schritt fortbewegt, so daß in dem Augenblick, in dem das Wechselspiel zwischen dem Relais /<C, dem Schaltmagneten Da und dein Relais Y wieder beginnt, sowohl das Abgreifschaltwerk in der Hauptvermittlungsstelle als auch der Wähler in der Untervermittlungsstelle je einen Schaltschritt ausgeführt haben. Im vorliegenden Falle unterbleiben nun solche Schaltvorgänge, da der anrufende Teilnehmer 7".B1 bereits am ersten Kontakt in der Kontaktbank des Wählers WR liegt. Würde er an einem der dahinterliegenden Kontakte angeschlossen sein, so würde die oben für einen Schaltschritt beschriebene Steuerung fortgesetzt werden. Das ist aber in vorliegendem Fall dadurch verhindert, daß nach Erreichen des ersten Kontaktes, an den der Teilnehmer 7"/Z1 angeschlossen ist, folgender Stromkreis zustande kommt: Erde, Batterie, Widerstand WZ4, Wicklung I des Relais A1, Kontakt 33 da, Schaltarm dal (auf dem Kontaktsegment stehend), Kontakte 3 q, 5 zr, «-Ader der Verbindungsleitung VL, Wicklung I des Relais U1, Schaltarm a des Wählers WR, Teilnehmer Tn1, Schaltarm b des Wählers WR, Wicklung II des Relais U1, Kontakt 32 U1, Drosselspule Dr, Erde. In diesem Stromkreis sprechen die ReIaISyI1 und U1 an, und zwar wird in der Hauptvermittlungsstelle durch Öffnen des Kontaktes 24 ax eine weitere Betätigung des Schaltmagneten Da verhindert, während das Relais K über seine Wicklung III in folgendem Stromkreis erregt gehalten wird: Erde, Batterie, Wicklung III des Relais K, Schaltarm da2 des Abgreifschaltwerkes (auf dem Kontaktsegment stehend), Widerstand WZ5, Kontakte 30 y, 28 k, Erde.
Es sei noch nachgetragen, daß das über ■ die Nullstellung des Schaltarmes da3 erregt gehaltene Relais X nach der Fortbewegung des Abgreifschaltwerkes über das Kontaktsegment ι bis 10 und den Kontakt 27.ν wcitergehalten wird.
Nach Erregimg des Relais A1 wird weiterhin durch Schließen des Kontaktes 35 ^1 das Relais F1 erregt über Erde, Batterie, Wicklung II des Relais/^, Kontakt 36x, Wicklung I des Relais F1, Kontakte 35 ax, 30 y, 28 k, Erde. Durch Schließen des Kontaktes 43 at wird über die Wicklungen I und II des Relais /( eine Brücke zwischen die Sprechadern geschaltet. Das Relais A1 dient u. a. also als Prüfrelais zur Stillsetzung des Wählers WR bei Erreichen des anrufenden Teilnehmers; es wird nach jedem Schaltschritt über den Kontakt 2,3 da angelegt.
Wie schon oben erwähnt, wurde in der Untervermittlungsstelle UVSt das Relais U1 erregt. Durch dieses Relais wird am Kontakt 20 U1 der Schaltmagniet Dwr und am Kontakt 32 U1 die Erde von der ö-Ader der Verbindungsleitung abgeschaltet, während durch Schließen des Kontaktes 33 U1 der anrufende Teilnehmer an die ö-Ader der VerbindungsleitungVL angeschaltet wird. Sämtliche Ableitungen in der Untervermittlungsstelle sind jetzt beseitigt.
Durch die über die Wicklungen! und II zwischen die Sprechadern gelegte Brücke wird in bekannter Weise das Anrufrelais R ■ im Vorwähler VW betätigt. Es veranlaßt eine Einstellung des Vorwählers auf eine freie, zu einem Gruppenwähler GVV führende Verbindungsleitung. Bei Erreichen einer solchen wird der Vorwähler VlV stillgesetzt, wobei folgender Stromkreis zur Belegung des hier nicht dargestellten nachgeordneten Gruppen-Wählers GW zustande kommt: Erde, Batterie, ' Kontakt 52 I1, Wicklung I des Relais T1, Wicklung III des Relais/^, Schaltarmc des Vorwählers VW, Relais C1, Erde. Über den Schaltarm da5 des Abgreifschaltwerkes, das ja auf dem Kontakt 1 steht, wird der Zähler Z1 der anrufenden Teilnehmcrstelle und
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das Relais Zf, welches später zur Betätigung des Gebührenanzeigers an der Teilnehmersteile dient, angeschaltet.
Der Speisestramkreis für die anrufende Teilnehnrierstelle Tn1 verläuft folgendermaßen: Erde, Batterie, Widerstand WZ4, Wicklung I des Relais^, Kontakt33da, SchaltarmUUe des Abgreifschaltwerkes auf dem Kontaktsegment, Kontakte 3 q, 5 zr, «-Ader der Verbindungsleituing VL, Wicklung I des ReIaIStZ Schaltarm α des Wählers WR in Stellung 1, Teilnehmer Tn1, Schaltarm b des Wählers WR, Wicklung II des Relais Ux, Kontakt 33 W1, δ-Ader der Verbindungsleitung VX, Kontakte Ι92Γ, 40Z1 (34^1), 41 q, Wicklung II des Relais^, Erde. Dieser Speisestromkreis wird während der Nummernwahl zur Einstellung der Nummernstromstoßempfänger auf die gewünschte Verkehrsrichtung stoßweise unterbrochen, so daß über den Kontakt 43 ax diese Stromstöße weitergegeben werden können. Während der Stromstoßgabe wird das Relais V1 über den Kontakt 24/Z1 erregt, so daß durch Öffnen der Kontakte 46 V1 und 44 V1 die Kondensatoren vom Stromstoßkreis abgeschaltet und die Stromstoßgabe dadurch saubergehalten wird.
Ist der gewünschte Teilnehmer erreicht, so kann nach Rufaussendung und Melden des gewünschten Teilnehmers das Gespräch zwischen beiden Teilnehmern stattfinden.
Nach Gesprächsschluß wird zwecks Zählung des Gespräches der Kontakt 53 zk auf irgendeine hier nicht interessierende Weise einmal oder mehrmals in Abhängigkeit von Zonenoder Zeitzonenkennzeichnungseinridhtungen in· bekannter Weise betätigt. Durch die dadurch über den Schaltarm c des Vorwählers VW zustande kommende Stromverstärkung wird der Zähler Z1 der anruf enden Teilnehmerstelle Tn1 entsprechend betätigt, und zwar verläuft dieser Stromkreis über Erde, Batterie, Kontakte 52^1, Zähler Z1 (parallel dazu über Relais ZR), Schaltarm da5 des Abgreifschaltwerkes in Stellung 1 (parallel dazu über Wicklung I des Relais T1), Wicklung III des Relais ,F1, . Schaltarm c des Vorwählers VW, Kontakt 53 Z&, Widerstand WZ3 bzw. Relais C1, Erde. Da der anrufende Teilnehmer Tn1 mit einem Gebührenanzeiger GA ausgerüstet ist, liegt am Kontakt 1 des Abgreifschaltwerkes, wie aus der Stromlaufbeschreibung zu entnehmen ist, parallel zum Zähler Z1 ein Relais ZR. Dieses wird gleichzeitig mit dem Zähler betätigt - und legt durch Schließen des Kontaktes 54 z/-über den Widerstand WZ14 Wechselstrom an die beiden simultan geschalteten Adern der Verbindungsleitung VL; der Stromkreis verläuft weiter über die Wicklungen! und II des Gebührenanzeigers GA nach Erde und veranlaßt eine entsprechende Betätigung des Gebührenanzieigers. Während dieser simultanen Wechselstromaussendung zur Betätigung des Gebührenanzeigers' ist der Übertrager in der Hauptvermittlungsstelle durch, Öffnen der Kontakte 5 zr und ig zr abgeschaltet. Die Aufrechterhaltung des Verbindungsweges erfolgt sowohl während der Zeit der Zählung als auch während der Betätigung des Gebührenanzeigers durch Erregthalten der Wicklung III des ReIaIsF1; durch Offenhalten des Kontaktes 21 Z1 kann nämlich das Abgreifschaltwerk in der Hauptvermittlungsstelle nicht fortgeschaltet und demzufolge auch der Wähler WR in der Ufitervermittlungsstelle nicht gesteuert werden. ·
Aus der eben gegebenen Beschreibung erkennen wir, daß die Anschaltung des Relais ZR an den Kontakt 1 des Abgreifschaltwerkes für die Beeinflussung des Gebührenanzeigers ausschlaggebend ist. Würde der anrufende Teilnehmer 7Vj1 keinen Gebührenanzeiger besitzen, so würde kein Relais ZR am Kontakt 1 vorgesehen sein, sondern beispielsweise, wie das für den Kontakt ι ο gezeigt ist, nur der Zähler des anrufenden Teilnehmers (Z10) angeschlossen sein. Es wird demnach durch die Einstellung des Schaltarmes da5 des Abgreif Schaltwerkes festgestellt, ob der anrufende Teilnehmer mit einem Gebührenanzeiger ausgerüstet ist oder nicht, und demzufolge Wechselstrom zur Betätigung des Gebührenanzeigers ausgesandt oder eine solche Aussendung unterdrückt. Durch die Unterdrückung der Wechselstromsendung bei Teilnehmern, die nicht mit Gebührenanzeigern ausgerüstet sind, wird eine sehr unangenehme Störung der nicht mit Gebührenanzeigern ausgerüsteten Teilnehmer vermieden. Da nach der Zählung die Wicklung III des Relais/7] stromlos wird, erfolgt die Auslösung der Verbindung. Diese Auslösungsvorgänge können auf irgendeine bekannte, hier nicht interessierende Weise durchgeführt werden. Nur so viel sei ausgeführt, daß nach Stromloswerden des Relais F1, da jetzt auch, das Relais ^1 aberregt ist, wieder die Stromstoßerzeugung einsetzt und eine Rückstellung sämtlicher Schaltwerke veranlaßt.
Soll nun beispielsweise eine Verbindung von der Hauptvermittlungsstelle aus zum Teilnehmer Tn10 der Untervermittlungsstelle hergestellt werden, so wird, nachdem gegebenenfalls vorgeordnete Nummernstromstoßempfänger eingestellt worden sind, durch die letzten beiden Ziffern der Nummernwahl der in der Abbildung gezeigte Leitungswähler LW eingestellt; und zwar wird er in bekannter Weise durch, die erste auf ihn treffende Stromstoßreihe gehoben und durch die zweite Stromstoßreihe auf den entsprechenden Kontakt ingedreht. Diese Stromstoßreihe für die
Drehbewegung besteht, da der Teilnehmer Tn10 gewünscht wird, aus zehn Stromstößen. Der Leitungswähler erreicht demnach den io. Kontakt. Nach dieser Einstellung schaltet der Steuerschalter die hier nicht gezeigten Triebmagnete des Leitungswählers ab und bewegt sich auf irgendeine hier nicht interessierende Weise in die Stellung 3. Aus dieser Stellung wird er durch Beeinflussung des Relais/7, welches mit seinem Kontakt 61/ den Steuerschaltermagneten S einschaltet, über den Langsamunterbrecher LU1 in die Stellung 4 gebracht, aus der er sofort durch unmittelbare Erdanschaltung an das Relais/7 in die
«5 Stellung 5 geschaltet wird. In der Stellung 5 wird das Prüfrelais P, da ja das Relais C bei Belegung des Leitungswählers erregt wurde, mit seinen Wicklungen I und II an den Schalt arm c des Leitungswählers angelegt, so daß, wenn die Verbindungsleitung zur Untervermittlungsstelle frei ist, folgender Stromkreis zustande kommt: Erde, Batterie, Relais Q, Kontakte 58 V1, 55 k, 60 q, Schaltarm c des Leitungswählers LW in Stellung 10, Wickhingen I und II des Relais P, Steuerschalter in Stellung 5, Kontakt 62 c, Erde. Durch Schließen des Kontaktes 64 p. legt sich das Relais P mit seiner Wicklung I in einen Haltekreis unabhängig von der Steuerschalterstellung S und veranlaßt gleichzeitig hierdurch die Sperrung der erreichten Leitung gegen ankommende Ortsverbindungen. Inzwischen wird der Steuerschalter weitergeschaltet, da das Relais F betätigt wird über Erde, Batterie, Widerstand WZ11, Relais F, Steuerschalter in Stellung S, Kontakte 65 u, 67 a, Erde. Der Steuerschalter gelangt von der Stellung 5 in die Stellung 6. Da das Relais P, wie schon erwähnt, erregt ist, wird der Steuerschalter aus der Stellung 6 in die Stellung 7 gebracht, indem das Relais F erregt wird über Erde, Batterie, Widerstand Wi11, Relais F, Steuerschalter in Stellung 6, Kontakt 69 p, Erde. Aus der Stellung 7 wird der Steuerschalter durch Erregung des Relais/7 in folgendem Stromkreis fortbewegt: Erde, Batterie, Widerstand WZ11, Relais F, Steuerschalter in Stellung 7, Kontakt 72 v, Erde. Der dadurch in die Stellung 8 gelangte Steuerschalter wird nun wiederum durch den Kontakt 69 ρ in die Stellung 9 und von der Stellung 9 über denselben Kontakt in die Stellung 10 gebracht. Die Fortschaltung aus der Stellung 10 erfolgt wiederum durch Erdanischaltung über den Kontakt 72 V, worauf eine Fortschaltung aus der erreichten Steuerschalterstellung 11 wie bei den Stellungen 6 und 8 über den Kontakt 69 ρ erfolgt. Der Steuerschalter ist also, indem sein Schaltmagnet 5 über den Kontakt 61/ jedesmal bei Betätigung des Relais F in den oben beschriebenen Stromkreisen erregt wurde, in die Stellung 12 gelangt. In der Stellung 12 liegt an dem Schaltarm β des Leitungswählers Rufstrom, der erst zur LTntervermittlungsstelle gelangt, wenn das Schaltwerk auf den gewünschten Teilnehmer Tn10 eingestellt ist, da erst dann der Kontakt 86Z1 geschlossen ist.
Während der beschriebenen Steuerschalterfortbewegung sind nun folgende weiteren Schaltvorgänge abgelaufen. Durch die Erregung des Relais Q nach Einstellung des Leitungswählers LW ist durch Öffnen des Kontaktes 3 q der Kontrollstromkreis über das Relais L aufgetrennt worden. Über die Kontakte 4 q und 42 q sind die Adern α und b der Verbindungsleitung VL auf die ankommenden Sprechadern umgelegt worden. Durch Aberregung des Relais L in der Untervermittlungsstelle LJVSt wurde wie bei einem Anruf seitens des Teilnehmers Tn1 der gemeinsame Anlaßkreis für sämtliche Teilnehmer unterbrochen und außerdem über den Kontakt 141 der Schaltmagnet Dwr an die ö-Ader der Verbindungsleitung VL angelegt.
Wäre zu diesem Zeitpunkt der Steuerschalter im Leitungswähler LW noch nicht in die Stellung 12 gelangt, so würde zunächst nichts weiter eintreten. Da-er nun aber, wie schon ausgeführt, inzwischen die Stellung 12 erreicht hat, so kommt nunmehr folgender Stromkreis zustande: Erde, Batterie, Wicklung I des Relais X, Kontakte 1 x, 105 V1, 897, 88 q, Schaltarm ώ4 des AbgreifSchaltwerkes in Stellung o, Widerstand WZ10, Schaltarm b des Leitungswählers in Stellung 10, Steuerschalter in Stellung 12, Kontakt 77 ^, Erde. In diesem Stromkreis wird das Relais X erregt und legt sich in einen Haltekreis über Erde, Batterie, Wicklung I des Relais X, Kontakt 2 x, Wicklung II des Relais X, Schaltarm da3 des Abgreifschaltwerkes in Stellung o, Erde. Durch Schließen des Kontaktes 15 χ wird nunmehr das Relais K. mit seiner Wicklung III an die ö-Ader der Verbindungsleitung VL gelegt. Es prüft über diese, ob der Schaltmagnet Dwr des Wählers WR in der Untervermittlungsstelle inzwischen an die /?-Ader (Kontakt 141) angeschaltet ist. Da dies der Fall ist, so wird das Relais erregt, und zwar verläuft dieser Stromkreis über Erde, Batterie, Wicklung III des Relais K, Schaltarm da2 in Stellung o, Kontakte ι 5 χ, 17 j', 192/", ö-Ader der VerbindungsleitungVL, Kontakte 20 K1, 14/, Schaltmagnet Dwr, Drosseispule Dr, Erde. Der Schaltmagnet Dwr spricht in diesem Stromkreis nicht an. Durch Erregung des Relais K wird in gleicher Weise wie bei Herstellung einer abgehenden Verbindung der Schaltmagnet Da des Ab greifschaltwerkes betätigt und hierbei das Relais Y über den Kontakt 2ζαα eingeschal-
tet, welches nun über seinen Kontakt 18 y einen Stromstoß auf den Schaltmagneten Dwr in der Untervermittlungsstelle aussendet. Die Stromstoßerzeugung erfolgt nun in der gleiehen Weise wie bei Herstellung einer abgehenden Verbindung durch das Wechselspiel von Da, Fund K, nur mit dem Unterschied, daß die Steuerung des Wählers WR ; in der Untervermittlungsstelle durch das Abgreifschaltwerk in der Hauptvermittlungsstelle jetzt nicht in Abhängigkeit vom anrufenden Teilnehmer der Untervermittlungsstelle erfolgt, sondern die Stromstöße solange erzeugt werden, bis ider Schaltarm A4 /dies Abgreif Schaltwerkes, den Kontakt 10 erreicht hat, der vom Schaltarm b des Leitungswählers LW gekennzeichnet ist. (In diesem Augenblick kommt folgender Stromkreis zustande: Erde, Batterie, Wicklung II des Relais F1, Kontakte 36^, goy, 88 q, Schaltarm da± des Abgreifschaltwerkes in Stellung 10, Schaltarm δ des Leitungswählers LW in Stellung 10, Steuerschalter in Stellung 12 oder 13 — je nachdem, ob der Steuerschalter inzwischen von dem Langsamunterbrecher LU1 fortgeschaltet ist oder nicht — Kontakt 77 p, Erde. Das Relais F1 betätigt seine Kontakte und legt sich u.a. durch Schließen des Kontaktes 37Z1 mit seiner Wicklung II über einen Abzweig zu dem über das Relais Q verlaufenden Prüfstromkreis des Leitungswählers in einen Haltekreis. Die Sprechadern werden an den Kontakten 8 6 f1 und. 40 Z1 zur Untervermittlungsstelle UVSt durchgeschaltet. Über den Steuerschalter wird nunmehr in Stellung 13 unter Mitwirkung des Langsamunterbrechers LU2 über die Sprechadern Rufstrom zum gewünschten Teilnehmer ausgesandt.
Meldet sich der Teilnehmer, so wird das Relais U entweder im rufstromüberlagerten Kreis oder im Gleichstromkreis erregt über Erde, Batterie (bzw. Erde, Batterie, Rufstromquelle), Langsamunterbrecher LU2, Relais U, Steuerschalter in Stellung 13, Schaltarm α des Leitungswählers LW auf Kontakt 10, Kontakte 8 6/1; 49, 52/", «-Ader der Verbindungsleitung VL, Wicklung I des Relais U1, Schaltarm α des Wählers WR in Stellung 1 o, Teilnehmer Tn10, Schaltarm b des Wählers WR in Stellung 10, Wicklung II des Relais U1, Kontakt 32%, Drosselspule Dr, Erde. Durch Ansprechen des Relais U in der Hauptvermittlungsstelle wird der Steuerschalter über die Kontakte 67 α und 66 « aus der Stellung 13 in die Stellung 14 gebracht, während durch Erregung des Relais CJ1 in der Untervermittlungsstelle der Schaltmagnet Dwr an den Kontakten 32 U1 bzw. 20 U1 abgeschaltet und am Kontakt 33 U1 die Sprechader durchgeschaltet wird. In Steuerschalterstellung 14 sind dann beide Teilnehmer miteinander verbunden, so daß das Gespräch stattfinden kann. Die Speisung für den Teilnehmer 7Vz10 verläuft dabei über die Relais A und B im Leitungswähler.
Im vorliegenden Falle handelte es sich um die Herstellung einer sog. Ortsverbindung. Nehmen wir nun an, daß eine Fernverbindung, z. B. zum Teilnehmer Tn1, hergestellt werden soll und daß die Verbindungsleitun'gVX bereits durch eine über einen anderen Leitungswähler hiergestellte Ortsverbindung zum Teilnehmer Tn10 besetzt ist, so treten folgende Vorgänge ein: Nach Einstellung des Leitungswählers LW wird in der Steuerschalterstellung 3 durch das Fernkriterium der herzustelleriden Verbindung über eine Sprechader das Relais / Wicklung I betätigt, wodurch folgender Stromkreis zustande kommt: Erde, Batterie, Relais /, Wicklung II, V, Kontakt 63 i, Steuerschalter in Stellung 3, Kontakt 62 c, Erde. Die Relais / und V sind in diesem Stromkreis erregt. Der Steuerschalter gelangt in der oben schon beschriebenen Weise wieder von Stellung 3 nach Stellung 4 und von Stellung 4 nach Stellung 5. In der Stellung 5 wird in Reihe mit den Relais / und V das Relais T, das bisher über die Steuerschalterstellungen 3 und 4 kurzgeschlossen war, eingeschaltet. Weiterhin wird in Stellung 5 das Prüf relais P mit seinen Wicklungen I und II an den Schaltarm c des Leitungswählers wie oben angelegt. Da nun aber die Verbindungsleitung VL zur Untervermittlungsstelle besetzt ist, d. h. da Besetztpotential über den parallelen Leitungswähler und dessen Prüfrelaiswicklung an dem vom Schaltarm c erreichten Kontakt liegt, so spricht das Relais P nicht an; es wird aber, da es sich bei der bereits bestehenden Verbindung, wie oben gesagt, nicht um eine Fernverbindung handelt, also nicht unmittelbar Erdpotential an dem Schaltarm c liegt, das Relais Γ erregt gehalten; demzufolge wird der inzwischen aus Stellung 5 in die Stellung 6 gekommene Steuerschalter nunmehr aus der Stellung 6 in die Stellung 7 gebracht werden, indem das Relais/'' erregt wird über Erde, Batterie, Widerstand VVZ11, Relais/", Steuerschalter in Stellung 6, Kontakte 711, 68 p, Erde. Zur Fortbewegung des Steuerschalters aus der Stellung 7 in die Stellung 8 muß die Fernbeamtin nun eine bestimmte Schaltmaßnahme vorübergehend ausüben; sie legt zu diesem Zweck an die obere Sprechader Erde an, so daß das Relais E über die Kontakte 93 i und 94« betätigt wird. Demzufolge wird über den Kontakt 100 e das Relais F in Stellung 7 des Steuerschalters eingeschaltet, wenn nach Erregung des Relais E durch Kurzschluß des Relais T (Erde, Kontakte 1020, 104 g,
Steuerschalter in " Stellung 7, Kontakt 63 /, Relais T, Kontakt 62 c, Erde) das Relais T abgefallen ist. Dieser Stromkreis für das Relais/7 verläuft über Erde, Batterie, Widerstand IVZ11, Relais F, Steuerschalter in Stellung^, Kontakte 100 e, 70 t, 68 p, Erde. Der Steuerschalter geht in die Stellung 8. In dieser wird die .am Kontakt 63 i liegende Wicklungsseite des Relais T zur Kontrolle auf Fernbesetztsein noch einmal an den Schaltarm c des Leitungswählers LW angelegt. Da im vorliegenden Falle dort kein unmittelbares Erdpotential, wie das sonst bei einer Fernverbindung der Fall ist, liegt, so wird das Relais T in Reihe mit den Relais / und V von neuem erregt. Demzufolge geht nach Schließen des Kontaktes 711 der Steuerschalter aus der Stellung 8 in die Stellung 9. In Stellung 9 wird an den'Schalt-
ao arm α des Leitungswählers LW über den Kontakt 98 ν und den Kontakt 95 t Erde angelegt, während an den Schaltarm b des Leitungswählers LW über den Steuerschalter in Stellung 9 und den Kontakt 961 Erde angelegt wird. Hierdurch werden in bekannter Weise die Schalteinrichtungen im parallelen Leitungswähler derart beeinflußt, daß der parallele Leitungswähler die Ortsverbindung auslöst. Außerdem kommt folgender Stromkreis zustande: Erde, Batterie, Relais S1, Kontakt 86 /t (Relais/^1 ist durch die voraufgehende Ortsverbindung erregt), Schaltarme des Leitungswählers auf Kontakt 1, Kontakt 951, Steuerschalter in Stellung 9, Kontakt 98 1\ Erde. Durch Erregung des Relais S1 wird am Kontakt 39 S1 der von der voraufgehenden Ortsverbindung bestehende Haltekreis des Relais F1 unterbrochen, so daß dieses Relais aberregt wird. Durch Öffnen des Kontaktes 86Z1 wird das ReIaIsS1 stromlos. Da nun auch das Relais Ιζ von der voraufgehenden Ortsverbindung erregt ist über Erde, Batterie, Wicklung III des Relais/<", Schaltarm da, des Abgreifschaltwerkes, Kontaktsegment 1 bis 11, Widerstand Wi^, Kontakte 30 >', 28 Ä', Erde, wird nach Schließen des Kontaktes 21 J1 nach Aberregung des Relais F1 der Schaltmagnet Da in einen Stromkreis leingeschaltet, der verläuft über Erde, Batterie, Schaltmagnet Da des Abgreifschaltwerkes, Kontakte 21 fu 22 S1, 23 k, 24.A1, Erde. Das Abgreifschaltwerk steuert jetzt wieder den Wähler WR in der gleichen Weise wie bei Anruf eines Teilnehmers.
Diese Fortschaltung dient jetzt aber zur Rückstellung in die Ruhelage und zur Einstellung auf den gewünschten Teilnehmer der L'ntervermittlungsstelle, wie er durch die Einstellung des Leitungswählers LW der Fernverbindung gekennzeichnet ist. Diese Fortbewegung tritt aber nur ein, wenn der für die Fernverbindung gewünschte Teilnehmer ein anderer ist als derjenige, zu dem bei Einstellung des Leitungswählers LW eine Ortsverbindung bestand. Wird derselbe Teilnehmer gewünscht, so wird das Relais F1 nicht aberregt, sondern über den Kontakt 3Ss1 und den Schaltarm b des Leitungswählers LW bei Erregung des ReIaIsS1 gehalten.
Da das Abgreifschaltwerk eine kleinere Kontaktzahl besitzt, als der Wähler WR, so ist die Anordnung für die Fortschaltung in die Ruhelage hier so getroffen, daß das Schaltwerk Da zweimal umläuft. Erreicht also während der obigen Herstellung der Fernverbindung, oder auch während der Auslösung nach Gesprächsschluß das Abgreifschaltvrerk Da zum ersten Male die Nullstellung, so erfolgt eine sofortige Wiederingangsetzung durch Erregung des Relais über den Schaltarm da2 .in Stellung o, den Kontakt 10Ov1 und den über den Kontakt 14/ angeschalteten Schaltmagneten Dwr des noch nicht in der Ruhelage befindlichen Wählers WR. Das Relais λ' wurde bei Erreichen des Kontaktes 11 durch den Schaltarm da3 stromlos. Während des Durchganges des Abgreifschaltwerkes durch die Ruhelage ist das Relais V1 als Verzögerungsrelais im Abzweig zum Arbeitsstromkreis des Schaltmagneten De erregt, so daß das Relais X über den Schaltarm da± in Stellung o, den Widerstand Wi10 und den Schaltarm b des Leitungs Wählers LW auf Kontakt 10 nicht ansprechen kann (Kontakt 105V1 offen). Dadurch wird der Kontakt 3 6 χ geöffnet gehalten und das Prüfen des Relais F1 über den Schaltarm ^e1 auf den gekennzeichneten Kontakt im Leitungswähler LW verhindert, da ja jetzt der Gleichlauf zwischen dem Wähler WR und dem Abgreifschaltwerk gestört ist. Während des Umlaufens steuert das Abgreifschaltwerk den Wähler WR so lange, bis dieser die Ruhelage erreicht. In dieser wird das Relais L erregt über Erde, Batterie, Relais S1, Kontakte 107 x, 4q, $zr, Wicklung I des Relais U1, Schaltarm α des Wählers WR, Relais/., Erde. Das ReMsS1 spricht nicht an. Am Kontakt 14/ wird der Schaltmagnet Dwr abgeschaltet. Die restlichen Schaltschritte bewegt sich das Abgreifschaltwerk allein. Erreicht es seine Ruhelage zum zweiten Male, so kann das Relais /< zunächst nicht betätigt werden. Es erfolgt jetzt, da auch das Relais V1 abgefallen ist, eine Erregung des Relais X über Erde, Batterie, Wicklung I des Relais X, Kontakte ι x, 105T1, 89 y, 88 q, Schaltarm da± des Abgreifschaltwerkes, Widerstand VWS, Schaltarm b des Leitungswählers auf Kontakt i, Kontakt 961, Steuerschalter in Stellung 9, Erde. Durch Öffnen des Kontaktes 107 .ν fällt das Relais/, ab. Es erfolgt jetzt.
wie oben beschrieben, eine Einstellung des AbgreifSchaltwerkes Da (Schaltarm άα± sucht den Leitungswählerkontakt) und eine1 damit gleichlaufende Fortschaltung des Wählers WR. Alle übrigen Schaltvorgänge entsprechen den oben bei Herstellung einer ankommenden Ortsverbindung schon beschriebenen Schaltvorgängeri mit dem Unterschied, daß nach Ansprechen des Relais P der Steuerschalter aus der Stellung· 9 in die Stellung 10 (Relais/7 über Kontakt 69ρ erregt) gelangt, in der der Teilnehmer 7"/Z1 durch eine besondere Maßnahme der Fernbeamtin, wie üblich, gerufen wird.
Liegt der gewünschte Teilnehmer hinter dem Teilnehmer, dessen Verbindung getrennt wurde, ist also der Teilnehmer Tn10 gewünscht, während die Ortsverbindung zum Teilnehmer Tn1 hergestellt war, so laufen die Wähler nicht erst in die Ruhelage, sondern nur so lange, bis der Schaltarm dai den gekennzeichneten Kontakt im Leitungswähler erreicht hat.
Es sei noch bemerkt, daß durch die Erregung des ReIaIsV1 während der Fortschaltung des Abgreifschaltwerkes nach Auslösung einer Verbindung die Verbindungsleitung VL in ankommender Richtung durch den Kontakt 57 vi gesperrt ist.

Claims (6)

Patentansprüche:
1. Schaltungsanordnung für Fernsprechanlagen mit Haupt- und Untervermittlungsstellen, in denen zur Herstellung einer Verbindung zu einem Teilnehmer der Untervermittlungsstelle der gewünschte Teilnehmer durch entsprechende Einstellung einer Verbindungseinrichtung in der Hauptvermittlungsstelle bestimmt wird, dadurch gekennzeichnet, daß durch die verschiedene Belegung der Sprechkontaktbank der in der Hauptvermittlungsstelle liegenden Verbindungseinrichtung die Auswahl des in der Untervermittlungsstelle an die zur Hauptvermittlungsstelle führende Verbindungsleitung anzuschaltenden Teilnehmers erfolgt.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß nach Belegung der zwischen Haupt- und Untervermittlungsstelle verlaufenden Verbindungsleitung durch einen über eine Sprechkontaktbank der Verbindungseinrichtung in der Hauptvermittlungsstelle zustande gekommenen Stromkreis der Arbeitsstromkreis für das Schaltwerk in der Hauptvermittlungsstelle ,vorbereitet wird.
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß über eine auch anderen Zwecken (z.B. Prüfung) dienende Hilfskontaktbank Schalteinrichtungen (Q) zur Belegung der Verbindungsleitung zwischen Haupt- und Untervermittlungsstelle beeinflußt werden.
4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß nach Belegung der Verbindungsleitung durch die Verbindungseinrichtung in der Hauptvermittlungsstelle der Arbeitsmagnet eines in der Untervermittlungsstelle vor,- fo gesehenen Schaltwerkes, an dessen Kontaktbank die einzelnen Teilnehmer der Untervermittlungsstelle angeschlossen sind, an die zwischen Haupt- und Untervermittlungsstelle verlaufende Verbindungsleitung angeschaltet wird.
5. Schaltungsanordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß nach der Anschaltung des Arbeitsmagneten des Schaltwerkes (WR) in der Untervermittlungsstelle das Schaltwerk (Da) in der Hauptvermittlungsstelle in Gang gesetzt wird und durch während seiner Fortbewegung erzeugte Stromstöße das Schaltwerk in der Untervermittlungsstelle so lange fortschaltet, bis der von der Verbindungseinrichtung in der Hauptvermittlungsstelle belegte Kontakt in der Sprechkontaktbank erreicht ist.
6. Schaltungsanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß sämtliche für die Teilnehmer der gewünschten Untervermittlungsstelle vorgesehenen Kontakte in der Hilfskontaktbank ohne Zwischenschaltung von Widerständen vielfach geschaltet sind, so daß bei verschiedenwertigen Verbindungen eine unterschiedliche Sperrung möglich ist.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen
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