DE65829C - Selbstverkäufer mit elektrischem Motor der durch Münzeneinwurf angelassen wird - Google Patents
Selbstverkäufer mit elektrischem Motor der durch Münzeneinwurf angelassen wirdInfo
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- G—PHYSICS
- G07—CHECKING-DEVICES
- G07F—COIN-FREED OR LIKE APPARATUS
- G07F5/00—Coin-actuated mechanisms; Interlocks
- G07F5/10—Coin-actuated mechanisms; Interlocks actuated electrically by the coin, e.g. by a single coin
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
KLASSE 44: Kurzwaaren.
Die Erfindung bezieht sich allgemein auf diejenige Klasse von Selbstverkäufern, welche
durch den Einwurf einer Münze von bestimmter Gröfse und Gewicht bethätigt werden,
und betrifft im besonderen eine Vorrichtung, bei welcher eine Trommel zu dem Zweck gedreht
wird, Cigarren oder andere Verkaufsgegenstände abzugeben.
Auf beiliegenden Zeichnungen ist:
Fig. ι ein Schaubild der vollständigen Vorrichtung
bei abgenommenem Deckel und inder Lage, in welcher die Vorrichtung zur Abgabe von Cigarren in Gang gesetzt werden
kann,
Fig. 2 eine Einzeldarstellung des Auslösemechanismus am Ende des Apparates, welches
den Magneten enthält,
Fig. 3 eine Ansicht des anderen Endes des Apparates; ein Theil des Motorträgers ist fortgebrochen
dargestellt und aus dieser Figur ist die Schubklinke, sowie der Mechanismus zur
Münzenauslösung ersichtlich,
Fig. 4 ein senkrechter Schnitt durch den Münzeneinwurf; in dieser Figur sind die innere
Einrichtung, sowie der Stromweg durch die Münze durch punktirte Linien kenntlich gemacht,
Fig. 5 eine Einzeldarstellung des Cigarrenbehälters und des mit Ausschnitten zur Aufnahme
von Cigarren u. dergl. versehenen drehbaren Cylinders,
Fig. 6 eine Schnittdarstellung durch den Münzeneinwurf; in dieser Figur ist eine andere
Vorrichtung zur Herstellung von Stromschlufs abgebildet.
A ift die Platte, auf welcher der Apparat
angebracht wird, und in deren einer Ecke ein Träger 1, Fig. 3, aufgestellt ist, welcher in der
Mitte einen Schlitz 2 für den Münzeneinwurf erhält. Aufsen am Schlitz wird ein nachgebender
Leitfinger 3, Fig. 4, vorgesehen, der durch eine Leitung 4 in den Stromkreis
einer Batterie B, Fig. 1, geschaltet wird. Am Träger 1 wird unterhalb des Münzeneinwurfs
ein Winkelhebel 5 drehbar befestigt, dessen senkrechter Arm nach oben in den Schlitz 2
tritt und gegenüber dem Finger 3 liegt. Der rechte (s. Fig. 4) Arm von 5 tritt gegen den
Rand eines Cylinders, wo er mit dem Ansatz oder Stift 6 an der Seite des Sperrrades 7 in
Eingriff tritt, das fest auf der Cylinderachse sitzt. Durch dieses Rad mit Stift wird eine
Freigabe der Münze 8 durch Bewegung des Armes 5 veranlafst, nachdem der Stromkreis
geschlossen worden ist. Die Münze fällt in einen Behälter, aus dem sie nur nach Aufschliefsen
des den ganzen Apparat umhüllenden Gehäuses entfernt werden kann. Der linke Arm des Winkelhebels 5 wird mit dem
Stift auf dem Rad durch die Feder 9 oder eine andere elastische Verbindung in Eingriff gehalten.
C, Fig. 5, ist ein auf der Achse angebrachter Cylinder, welcher am Umfang mit Längsnuthen
10 versehen ist. Auf dasselbe Ende der Cylinderachse wird ein Rad 11 festgekeilt,
welches am Umfang Ausschnitte 12, Fig. 2, in
regelmäfsigen Abständen besitzt, in welche das nach unten gerichtete Ende des Ankers ι 3 des
Elektromagneten D greift, um den Cylinder in seiner Lage festzuhalten, wenn der Stromkreis
unterbrochen ist, 14 ist ein federnder Arm, welcher an einem mit der Batterie durch
die Leitung a, Fig. 1, verbundenen Träger 15
angebracht ist. Das freie Ende dieser Feder 14 tritt unmittelbar über das Ende des Ankers 13
und schliefst den Stromkreis, wenn der Anker durch Anziehen gehoben wird, um den Cylinder
freizugeben.
Der Elektromagnet D wird an einem Halter b, Fig. ι, befestigt und mit der Batterie
durch die Leitung c, sowie mit dem Träger 1 durch die Leitung d verbunden. Der Anker 13
ist an dem Träger e gelenkig angebracht. Auf der anderen Seite des Cylinders wird der
Motor E angebracht, welcher einen nach unten gerichteten Hebelarm 16 hat, der die Bewegung
einer Schubklinke 17, Fig. 3, zu dem Zweck vermittelt, das Sperrrad 7 und den Cylinder
in Drehung zu setzen. Der Motor ist dabei durch die Leitung f, Fig. 1, mit der
Batterie und die Leitung g mit dem Träger e in geeignete Verbindung gebracht. F ist ein
in geeigneter Weise getragenes Blech, welches unmittelbar über dem Cylinder liegt und
dessen obere Kante zweckmäfsig hochgebogen ist, um zu verhindern, dafs die Cigarren oder
anderen Verkaufsgegenstände auf den Cylinder auflaufen. G ist ein Behälter von Kastenform,
der an einem Ende offen ist und zur Aufnahme von Cigarren oder anderen Verkaufsgegenständen
dient. Die Anordnung ist derart, dafs immer nur eine Cigarre in jede der Aussparungen 10 des Cylinders gelangt,
sobald dieser gedreht wird, um eine seiner Aussparungen dem Behälter G gegenüber zu
bringen.
Die Arbeitsweise des Apparates ist folgende: Wenn eine Münze in den Schlitz 2 gebracht
wird, so wird durch die Münze, den Finger 3, den Winkelhebel 5 und die Leitung 4 zwischen
der Batterie und dem Magneten D der Stromkreis geschlossen und der Magnet zieht
seinen Anker 13 an, so dafs derselbe mit der Feder 14 in Berührung kommt, wodurch das
Rad 11 ausgelöst und Stromschlufs zwischen der Batterie und dem Motor hergestellt wird,
so dafs der Motor mittelst des Hebels 16 und der Schubklinke 17 den Cylinder in Drehung
setzen kann. Es wird also ein Stromkreis durch die Münze, die Batterie und den Elektromagneten
und ein zweiter Stromkreis zwischen dem Anker, seinem Träger, den Leitungen gf
und dem Motor mit der Batterie hergestellt. Der erste Stromkreis veranlafst die Auslösung
des Cylinders, um seine Drehung zu gestatten, und schliefst gleichzeitig den Stromkreis mit
dem Motor. Sobald der Cylinder seine Drehung beginnt, wird der erste Stiomkreis
durch den Stift 6, Fig. 4, unterbrochen, welcher mit dem inneren Ende des Hebels 5 in
Eingriff kommt und dasselbe niederdrückt und auf diese Weise die Münze auslöst und sie
niederfallen läfst.
Wenn dieser Stromkreis auf solche Weise unterbrochen ist, bleibt der Motorstromkreis
geschlossen, da alsdann die Spitze des Ankers auf die Fläche des Rades 11 aufläuft, bis der
Cylinder sich so weit gedreht hat, dafs der Anker in einen Ausschnitt des Rades bezw.
der Scheibe 11 fassen kann, was gerade in dem Augenblick geschieht, wo eine Cigarre
abgegeben ist. Durch die Feststellung der Scheibe 11 bezw. des Cylinders infolge Unterbrechung
des Contactes zwischen dem Anker 13 und der Feder 14 wird der Motorstromkreis
unterbrochen.
In Fig. 6 ist eine andere Ausführungsform der Vorrichtung zum Schliefsen des Stromkreises
durch den Einwurf der Münze dargestellt. Hiernach wird ein mit keilförmiger Spitze versehener Schieber m angewendet, der
sich nach dem Seiten theil des Trägers 1 verschiebt und dessen inneres Ende in den Schlitz 2
tritt; Wi1 ist eine Feder, welche an diesem
Schieber angreift. Ein bei nl gelenkig mit dem Träger verbundener Hebel η ist an das
äufsere Ende des Schiebers angelenkt, und das obere Ende des Hebels ist derart eingerichtet,
dafs es mit einem nachgebenden oder federnden Finger p, mit welchem die Leitung 4
verbunden ist, durch Vermittelung des Hebels d Contact herstellt.
Wird, wie vorher ausgeführt, durch den Einwurf der Münze ein Stromkreis geschlossen,
so veranlafst das Gewicht der Münze, dafs der Schieber m nach aufsen gedrückt wird, so dafs
der Hebel η mit dem Finger ρ in Contact kommt; es bleibt die Münze aber noch unterstützt,
und erst wenn der Hebel 5 bewegt wird, wird der Schieber m weiter nach aufsen
gedrückt, so dafs die Freigabe der Münze erfolgt und der Stromkreis unterbrochen wird.
Die Stellschraube s, Fig. 4, ermöglicht die genaue Einstellung des Fingers 3, so dafs nur
bestimmte Münzen zur Bethätigung des Apparates benutzt werden können.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Ein Selbstverkäufer, bei welchem durch den Einwurf einer Münze in den Schlitz (2) vermittelst dieser Münze, eines stellbaren Fingers (3), eines Hebels (5) und einer Leitung (4) ein Stromkreis zwischen einer Batterie (B) und einem Elektromagneten (D) geschlossen wird, der seinen Anker (13) mit der Feder (14) in Contact bringt und dadurch die mit Einfallausschnitten (12) versehene Scheibe (11) aufder Achse des einzelne Verkaufsgegenstände abgebenden drehbaren Cylinders (C) auslöst und gleichzeitig Stromschlufs zwischen der Batterie und einem Motor (E) herstellt, welcher die Drehung des Cylinders vermittelt, während alsbald nach Einleitung dieser Drehung der erste Stromkreis durch Ausrückung desHebels (5) und Herunterfallen der Münze unterbrochen wird, der zweite Stromkreis aber durch Schleifen des Ankers 13 auf dem Umfang von 11 bis zum Einfallen in den nächsten, der Abgabe eines Verkaufsgegenstandes entsprechend angebrachten Ausschnitt 12 geschlossen -bleibt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.BERLIN. GEDRUCKT IN DER REICHSDRUCKEREI.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE65829C true DE65829C (de) |
Family
ID=339583
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT65829D Expired - Lifetime DE65829C (de) | Selbstverkäufer mit elektrischem Motor der durch Münzeneinwurf angelassen wird |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE65829C (de) |
-
0
- DE DENDAT65829D patent/DE65829C/de not_active Expired - Lifetime
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