DE657358C - Verfahren zur Herstellung hoeherer sekundaerer Alkylamine - Google Patents

Verfahren zur Herstellung hoeherer sekundaerer Alkylamine

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DE657358C
DE657358C DEI49324D DEI0049324D DE657358C DE 657358 C DE657358 C DE 657358C DE I49324 D DEI49324 D DE I49324D DE I0049324 D DEI0049324 D DE I0049324D DE 657358 C DE657358 C DE 657358C
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DE
Germany
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alcoholic
preparation
higher secondary
secondary alkylamines
hydrochloride
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Expired
Application number
DEI49324D
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English (en)
Inventor
Dr Werner Zerweck
Dr Eduard Gofferje
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IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
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  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung höherer sekundärer Alkylanvne Gegenstand des yh,äfents 648 088 ist ein Verfahren zur Herstellung höherer sekundärer Alkylamine, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man Alkylhalogenide mit mehr als 8 Kohlenstoffatomen mit wässerigem Ammoniak im Druckgefäß bei verhältnismäßig niederen Temperaturen, vorteilhaft bei i2o bis 17o', erhitzt.
  • Es wurde. un gefunden, daß die erwähnten höheren Alkylhalogenide anstatt mit Ammdniak.._auch mit primären aliphatischen Aminen in E glatter Weise unter Bildung von sekundären 'Aminen reagieren. Es zeigt sich hierbei, daß die Alkylhalogenide den gemäß dem Verfahren der Patentschrift 563 398 verwendbaren Estern anderer Mineralsäuren an Reaktionsfähigkeit überlegen sind.
  • Die vorliegende Reaktion läßt sich sowohl in wässerigem als auch in alkoholischem Medium durchführen und liefert vorwiegend in vorzüglicher Ausbeute sekundäre Amine. lies ist darauf zurückzuführen, daß überraschenderweise die vorliegende Reaktion durchaus einheitlich verläuft, ohne daß als Nebenprodukte tertiäre Amine auftreten, deren vorwiegende Bildung gemäß den Angaben der- Literatur zu erwarten war (vgl. franz. Patentschrift 6963--8, in der die Umsetzung der gleichen Al'kylhalogenide mit sekundären Aminen unter Bildung von tertiären Aminen beschrieben ist, ohne daß dabei schärfere Reaktionsbedingungen erforderlich wären).
  • Gegenüber dem bekannten Verfahren, nach dem die durch Halo genieren von Mineralölen erhältlichen Gemische von Halogenko.hlenwass:erStoffen mit aliphatisehen Aminen umgesetzt werden, hat das vorliegende Verfahren den Vorteil, einheitliche sekundäre Alkylamine in sehr guter Ausbeute zu liefern. Beispiel i 5o kg Octadecylchlorid werden mit 2 5o kg etwa io%igem alkoholischem Methylamin 6 bis 7 Stunden im Druckkessel auf 14o bis 145' .erhitzt. Nach dem Erkalten erhält man eine weiße Kristallmasse, die fast ausschließlich aus reinem Methyloctadecylamin besteht; diese wird abgesaugt und durch Auswaschen mit Wasser von geringen Mengen anhaftendem Methylamin.hydrochlorid befreit. Aus dem Alkoholfiltrat können durch Eindampfen noch weitere Mengen Methyl.octadecyl:amin gewonnen werden. Man erhält auf diese Weise in ,einer go0'o der Theorie übersteigenden Ausbeute Methyloctadecylamin in. Form farbloser Kriställchen, die aus Aceton umkristallisiert bei 41 bis 42° schmelzen. Das
    1iydrochlorid ist in kochendem Wasser t)r
    Bildung eines seifenartigen Schauiües '.r
    löslich und erstarrt beim Erkalten zu eiil
    gallertartigen Masse.-
    Läßt man an Stelle von alkoholis wässeriges Methylamin auf Octadecylchla@i@ @' einwirken, so erhält man ebenfalls Methy@:T. octadecylamin, wenn .auch mit etwas geringerer Ausbeute. Von gleichzeitig in geringer Menge gebildetem Octadecylal'kohol läßt sich das Amin durch überführinig in das Hydrochlorid trennen.
  • In gleicher Weise erhält man durch Umsetzung von Oleylchlorid sowohl mit alkoholischem .als such mit wässerigem Methylamin in go0%o der Theorie übersteigender Ausbeute das MethyloleyMlnin als ein farbloses ü1, das im Vakuum voll 4. mm bei 151 bis I55° siedet.
  • Beispiel 2 5o kg Tetradecylchloridwerden mit 25o bis 3oo kg etwa i o oioigem alkoholischem Methylamili 6 bis 7 Stunden bei 14o bis 15o° im Druckkessel erhitzt. Nach dem Erkalten wird der Alkohol, zweckmäßig durch Destillation, entfernt. Der Rückstand wird in heiße verdünnte Natronlauge :eingetragen, wobei das entstandene Methyltetradecylamin als farblose Flüssigkeit abgeschieden wird. Die Base wird von der Lauge abgetrennt und kann gegebenenfalls durch Überführung in das Hydrochlorid noch weiter gereinigt werden. Man erhält auf diese Weise mit einer Ausbeute von 85% der Theorie das Methyltetradecylamin, das sich aus Aceton umkristallisleren läßt und in reinem Zustand bei 28 bis 29° schmilzt. Das Hydrachlorid ist in warmem Wasser leicht löslich. Durch Umsetzung von Tetradecylchlol-id finit einer alkoholischen Lösung von n-Butyl-
    in bei 14o bis 15o° erhält man in ähnlicher
    weise Glas n-Butyltetradecylamin, das ähn:-
    li .et' #Eilgenschaften wie das Methyltetradecyl-
    I 21rt.
    ' #..@..@; Beispiel 3
    5 lecylbromid werden mit 25o bis
    3 00: `1 o % ige nm methylalkoholischem
    Metliylfimiri -6 bis 7 Stunden im Druckkessel
    auf 13o bis 135° erhitzt und auf die in Beispiel.2 angegebene Weise aufgearbeitet. Man erhält Methyldodecylamin, das in reinem Zustande bei 18 bis 19° schmilzt. Die Aush;ehte ist 85% der Theorie.
  • In gleicher Weise erhält man aus Decylchlorid durch EimNzrkwig von alkoholischem oder wässerigem Methylamin und Aufarbeitung der Reaktionsmasse, wie vorher beschrieben, in guter Ausbeute das Methyldecylamin als eine farblose Flüssigkeit, die bei 4 bis 5° zu farblosen Kristallen erstarrt.
  • Das Hydrachlorid ist in kaltem Wasser leicht löslich unter Bildung eines seifenartigen Schaumes.
  • An Stelle .des Methyl- und Äthylalkohols können auch andere Alkolioie, wie Butyl- und Amylalkohol, Verwendung finden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung höherer sekundärer Alkyl.amine, dadurch gekennzeichnet, daß man Alkylhalogenide mit mehr als 8 Kohlenstoffatomen im Druckgefäß mit primären aliphatischen Aminen in alkoholischem oder wässerigem Medium erhitzt.
DEI49324D 1934-03-22 1934-03-22 Verfahren zur Herstellung hoeherer sekundaerer Alkylamine Expired DE657358C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE874442C (de) * 1943-08-08 1953-04-23 Glanzstoff Ag Verfahren zur Herstellung wasserloeslicher kapillaraktiver Kondensationsprodukte

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