DE656624C - Kamera zur Aufnahme mehrerer Teilbilder - Google Patents
Kamera zur Aufnahme mehrerer TeilbilderInfo
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- G—PHYSICS
- G03—PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
- G03B—APPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
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Description
Die Erfindung betrifft eine Kamera zur Aufnahme mehrerer Teilbilder, insbesondere
von Mehrfarbenteilbildern, mit einem zur Objektivachse geneigten und um diese Achse
drehbaren Spiegel, der in einem Arbeitsgang das Aufnahmestrahlenbündel nacheinander zu
den einzelnen Teilbildebenen lenkt. Die bekanntgewordenen Einrichtungen dieser Art
befriedigen deshalb nicht vollständig, weil außer dem Fortschaltwerk für den Spiegel ein
besonderer Objektivverschluß erforderlich
• ist, dessen öffnung und Schluß innerhalb der Zeitspanne vorgenommen wird, in welcher der
Spiegel die den einzelnen Aufnahmevorrichtungen zugeordnete Belichtungslage einnimmt.
Mit dieser Betätigung des Verschlusses sind aber Erschütterungen verbunden, die sich auf die Übereinstimmung der Teilbilder,
die nacheinander aufgenommen werden, un-
jo günstig auszuwirken vermögen. Außerdem
bedingt eine derartige Anordnung gewisse Pausen, welche die Gesamtaufnahmezeit unnötig
verlängern. Da diese Aufnahmezeit an sich durch die nacheinander erfolgende Herstellung
der Teilbilder gegenüber den üblichen Aufnahmezeiten vergrößert ist, besteht ein
um so stärkeres Bedürfnis, diese Zeitspanne verlängernde Pausen völlig zu vermeiden.
Insbesondere wirken sich diese Nachteile störend bei Mehrfarbenteilbildern aus, da
dann beim Übereinanderdrucken oder Übereinanderkopieren durch die Abweichungen der
Teilbilder merkbare farbige Bänder bedingt sind.
Zur Verringerung dieser Nachteile ist erfindungsgemäß die Kamera mit einem ebenfalls
um die Objektivachse drehbaren, stetig umlaufenden Trommelverschluß ausgestattet,
der mit dem drehbaren Spiegel derart zusammenarbeitet, daß er einerseits in den Aufnahmelagen
dieses Spiegels den Strahlengang zu der jeweils zu belichtenden Teilbildebene für die festgesetzte Belichtungszeit freigibt
und andererseits beim Wechsel der Spiegellage den Einfall von Licht auf die Teilbildebenen
verhindert. Ein solcher Trommelverschluß hat in der erfindungsgemäßen Anordnung
noch den besonderen Vorteil, daß er sich ohne einschneidende Änderungen in dem Aufbau der Kamera in diese eingliedern und
mit dem Spiegel zur Zusammenarbeit bringen läßt.
Eine besonders einfache Anordnung ergibt sich, wenn der Spiegel in einer absatzweise
weiters chaltbiaren. zylindrischen Trommel sitzt, mit der die ebenfalls zylindrische Verschlußtrommel
zusammengefügt ist. Zur Erzielung einer sicheren Führung können beide Trommeln in einem gemeinsamen, feststehenden
Rohrkörper gelagert sein, der je Bildebene ein Fenster hat.
Die absatzweise Weiterschaltung der Spiegeltrommel kann durch ein Malteserkreuz erfolgen,
das von dem Antrieb der Verschlußtrommel aus betätigt wird. Dabei muß selbstverständlich
die Spiegeltrommel bei Beginn der Belichtung bereits ruhen. Die Spiegeltrommel
kann die Verschlußtrommel um-
geben. Wird die Umfangsgeschwindigkeit der gleichförmig umlaufenden Verschlußtrommel
zur Änderung der Belichtungszeit verändert, so nimmt-die Spiegeltrommel an diesen
Veränderungen in dem gleichen Maße teil, so daß Störungen durch ein zu großes
Vor- oder Nacheilen beider Bewegungen; gegeneinander ausgeschlossen sind.
Eine wesentliche Verkürzung der Zeit für ίο eine Aufnahmereihe ergibt sich, wenn erfindungsgemäß
der Spiegel und die Verschlußtrommel sich gegenläufig drehen. In diesem Fälle kämen bei drei nacheinander zu belichtenden,
senkrecht und U-förmig zueinander angeordneten Teilbildebenen, an die sich noch
eine vierte, gegebenenfalls eine Einstellmattscheibe enthaltende Bildebene anschließt, die
Antriebsvorrichtungen so ausgebildet sein, daß ausgehend von der Lage, in der auf die
vierte Bildebene ein Bild geworfen wird, der Spiegel eine und die Verschlußtrommel drei
Umläufe während eines Arbeitsganges macht. Um die Belichtungen nicht zu stören, wird
also der Spiegel um je 900 fortgeschaltet, wenn die Verschlußtrommel aus den gegen
die Ausgangsstellung um 900, 3600, 6300 und 9000 versetzten Stellungen in gegen die
Ausgangsstellung um i8o°, 4500, 7200 und
990° versetzte Stellungen übergeht. Wenn es auch an sich möglich ist, die konzentrisch
zueinander angeordneten Trommeln mit einem Spiel auszubilden, das praktisch
das Eindringen von Licht von der Einstellmattscheibe her in die Aufnahmekammern
ausschließt, so können jedoch auch zur Verhinderung des Lichteinfalls von der Mattscheibe
her in die Spalte zwischen den einzelnen Trommeln'besondere an Fensterbegrenzungskanten
liegende Schirme vorgesehen sein, die vorzugsweise als Klappen um zu den
Fensterbegrenzungskanten parallele Achsen drehbar sind. Sind diese Schirme in Abhängigkeit
vom Mattscheibenverschluß (Lichtschacht) oder von der Auslösung der Trommein
zwangsläufig in der Weise gesteuert, daß sie beim Verdecken der Mattscheibe bzw.
beim Auslösen der Trommeln die Abschirmlage verlassen, so- ist'die Gefahr beseitigt, daß
die Rohrkörper bei eingeklappten Abschirmungen
in Bewegung gesetzt werden. Es können auch zusätzliche, auf den Trommelantrieb wirkende Sperreinrichtungen vorgesehen
sein, welche die Bewegung der Trommeln verhindern, solange sich die Klappen in der Abschirmstellung befinden.
Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes ist zeichnerisch dargestellt.
Im einzelnen zeigen:
Abb. ι einen senkrechten Schnitt durch die Kamera quer zur Objektivachse nach der
Linie I-I der Abb. 2,
Abb. 2 einen senkrechten Schnitt längs der Objektivachse nach der Linie H-II der Abb. 1
und 3,
Abb. 3 eine Draufsicht auf das den Spiegel 6g
und den Verschluß bewegende Getriebe,
Abb. 4 einen Längsschnitt durch die Spiegeltrommel und
Abb. 5 einen Längsschnitt durch die Verschlußtrommel. Die
Abb. 6 bis iS zeigen in schemätischer Darstellung
die zur Herstellung einer Folge von drei Teilbildern erforderlichen Bewegungen
der Spiegel- und der Verschlußtrommel.
In den Abbildungen bezeichnet 1 das Objektiv,
das mit den üblichen Einstell- und Blendeneinrichtungen versehen ist. Im Strahlengang
dieses Objektivs liegt der unter einem Winkel von 450 zur Objektivachse geneigte
Spiegel 2, der auch durch ein total reflektierendes Prisma ersetzt sein kann. Der
Spiegel 2 ist, wie insbesondere Abb. 4 veranschaulicht, an der zum Objektiv zugewandten
Stirnwand 3 eines Rohrkörpers 4 befestigt,
der in einem äußeren Rohrkörper 5 drehbar 8g gelagert ist. Die Befestigung des Spiegels
ist so ausgebildet, daß der durch das Objektiv ι auf den Spiegel 2 geworfene Strahlengang
ungestört durch die fensterartige Ausnehmung 6 des Rohrkörpers 4 austreten kann.
Während jedoch der Rohrkörper 4" nur eine einzige fensterartige Ausnehmung 6 besitzt,
weist der äußere, zur Lagerung des drehbaren Rohrkörpers 4 dienende, feststehende Rohrkörper 5 je Aufnahmekammer 7, 8 und 9
einen Fensterausschnitt io, 11 und 12 auf;
ein weiterer Fensterausschnitt 13 liegt der Mattscheibe 14 gegenüber. Die Aufnahmekammern
7, 8 und 9 besitzen in üblicher Weise je ein Farbenfilter 15, 16 und 17. Die
Anfnahmekammer 1.8 ist dagegen mit der Mattscheibe 14 ausgerüstet, so daß sie als
Sucher- und Einstellkammer zu dienen vermag. Sie kann aber auch zur Herstellung
eines Teilbildes auf einem panchromatischen Schichtträger Verwendung finden, wie es für
das graphische Gewerbe benötigt wird. Die Kammern 7, 8, 9 und 18 sind zu einer baulichen
Einheit vereinigt und besitzen lediglich Trennwände 19-26, mit denen sie an den Stegen
29-32 des feststehenden Rohrkörpers 5, die zwischen den einzelnen Ausschnitten 10-13 verbleiben, befestigt sind. Stirnwandungen 27 und 28 schließen die Kammern 7-9
und 18 stirnseitig ab. Zwischen den einzelnen Kammern 7-9 und 18 sind Auf- und Abwickelspulen
sowie FührungsroUen für den Film vorgesehen. Die Auf- und Abwickelspulen
sind dabei mit 33 und 34, die FührungsroUen mit 36-41 bezeichnet. Die An-Ordnung,
insbesondere die der FührungsroUen für den Film, ist dabei so getroffen, daß ein
Film bei üblicher Länge und im unzerschnittenen Zustand die Belichtungslage in sämtlichen
Aufnahmevorrichtungen einzunehmen vermag. Weiter entspricht die Breite der bei Herstellung einer Teilbildfolge zunächst unbelichteten
Filmabschnitte der Teilbildbreite, so daß durch Verschiebung des Films um die Teilbildbreite eine neue Teilbildfolge eingestellt
ist, bei der die zunächst unbelichteten Filmabschnitte ausgenutzt werden. Durch ein Anzeigewerk mit geeigneter Übersetzung
wird dabei dafür gesorgt, daß die zur richtigen Einstellung des Films erforderlichen
Auf- bzw. Abspulbewegungen durchgeführt werden können.
Außer dem beweglichen Rohrkörper 4 ist ein zweiter beweglicher Rohrkörper 42 vorgesehen,
der konzentrisch zum Rohrkörper 4 in diesem drehbar und lichtdicht aufgenommen ist. Auch dieser Rohrkörper 42 weist
eine Ausnehmung 43 auf. Es kann also kein Licht in die Kammern 7, 8, 9, 18 gelangen,
wenn sich nicht die Ausnehmung 6 mit der Ausnehmung 43 ganz oder teilweise deckt.
Durch diese beiden Teile 4 und 42 geht also der Lichtweg in die einzelnen Kammern 7-9
und 18. Die Relativgeschwindigkeit der Trommeln 4, 42 zueinander bestimmt die Belichtungszeit.
Die Antriebsvorrichtungen für die Rohrkörper 4 und 42 sind nun in folgender Weise
ausgebildet:
An die dem Objektiv 1 gegenüberliegende Stirnwand des Rohrkörpers-4 setzt sich eine
Hohlachse 44 an, welche das Malteserkreuz . 45 trägt. Dieses Malteserkreuz ist deutlich
aus Abb. 3 zu ersehen. In der Hohlachse 44 liegt der Achsstummel 46, der sich an die dem
Objektiv ι gegenüberliegende Stirnwand des Rohrkorpers 42 ansetzt. Der Achsstummel
46 trägt ein mit ihm unverdrehbar verbundenes, aber auf- und absetztbares Zahnrad 47,
das beispielsweise 40 Zähne aufweist. Ein nicht gezeichnetes Uhrwerk treibt das mit
60 Zähnen ausgerüstete Zentralrad 48 mit einer vorbestimmten Geschwindigkeit an. Mit
dem Zentralrad 48 kämmt das Ritzel 49, das beispielsweise 15 Zähne aufweist. Auf der
Achse des Ritzels sitzt ein Zahnrad 50, das mit dem Ritzel undrehbar verbunden ist. Das
Zahnrad 50 besitzt 30 Zähne. Mit dem Zahnrad 50 kämmt das Zahnrad 47 als Antriebsrad
des Rohrkorpers 42. Mit dem Zahnrad
50 kämmt weiter das Zahnrad 51, das wiederum
30 Zähne besitzt. Mit dem Zahnrad
51 ist das Stiftrad 52 unverdrehbar verbunden, dessen Stift 53 sich in das Malteserkreuz
45 einsetzt. Wenn also das Zahnrad 48 eine Umdrehung macht, macht das Ritzel 49 vier
Umdrehungen. Ebenfalls vier Umdrehungen macht dabei auch das Zahnrad 50, so daß das
Zahnrad 47 infolge seiner Untersetzung nur drei Umläufe ausführt. Das Zahnrad 51 dagegen
und mit ihm das Stiftzahnrad 52 führen dabei auch vier Umläufe aus, so daß infolge
der Übersetzung 1 14, die zwischen
Malteserkreuz 45 und Stiftzahnrad 52 besteht, das Malteserkreuz einen einzigen Umlauf
während drei Umläufen des Zahnrades 47 ausführt. Es führt also der Rohrkörper 42
drei volle Umläufe aus, wenn in derselben Zeiteinheit der Rohrkörper 4 einen einzigen
Umlauf beschreibt. Während aber der Rohrkörper 42 gleichförmig · umläuft, erfolgt der
Umlauf des Rohrkorpers 4 durch den Malteserkreuzantrieb absatzweise. Außerdem besteht
der weitere Unterschied, daß das Malteserkreuz 45 im Uhrzeigersinne, dagegen das
Zahnrad 47 entgegengesetzt dem Uhrzeigersinne angetrieben wird, so daß die Bewegungen
der beiden beweglichen Rohrkörper 42 und 4 gegeneinandergerichtet sind. Die Gesamtanordnung
ist dabei, durch entsprechende Versetzung der Rohrkörper 42 und 4 in bezug auf den Rohrkörper 5 sowie durch entsprechende
Einstellung der Getriebeteile 48-53, so bestimmt, wie dies die Abb. 6 bis 18 veranschaulichen.
Abb. 6 gibt zunächst schematisch die Ausgangsstellung
wieder, in der sich der Ausschnitt'13 des feststehenden Rohrkorpers S
mit dem Ausschnitt 6 des ungleichförmig bewegten Rohrkorpers 4 und dem Ausschnitt 43
des gleichförmig bewegten Rohrkorpers 42 so deckt, daß der Strahlengang aus dem Objektiv
ι über den Spiegel 2 und die Kammer 18 die Mattscheibe 14 erreicht. Es kann also das
Objektiv 1, beispielsweise über eine Schnekkengangverstellung, eingestellt werden. Hierauf
wird das nicht gezeichnete Uhrwerk ausgelöst, das über das Triebwerk 48-53 die beiden
beweglichen Rohrkörper nacheinander in die Lagen der Abb. 7 bis 18 verlegt. Zwischen
den Abb. 7 und 8 findet dabei der erste, · zwischen den Abb. 10 und 11 der zweite, zwisehen
den Abb. 13 und 14 der dritte und zwischen den Abb. 16 und 17 der vierte Malteserkreuzwechsel
statt, so daß der Ausschnitt 6 des Rohrkorpers 4 in den Abb. 6, 8,
11, 14 und 17 um je 900, im Uhrzeigersinn
gesehen, verdreht erscheint. Da zwischen den Abb. 8 und 9, 11 und 12, 14 und 15 und 17
und 18 kein Malteserkreuzwechsel mehr erfolgt, andererseits der gleichförmig umlaufende
Rohrkörper 42 Stellungen annimmt, in denen sich seine Ausnehmung 43 mit den Ausnehmungen
6 und 10 in der Abb. 9, 6 und 11 in der Abb. 12, 6 und 12 in der Abb. 15 und
schließlich 6 und 13 in der Abb. 18 deckt, erfolgen in den Stellungen der Abb. 9, 12 und
15 die Belichtungen, wobei die Belichtungszeiten von der Umfangsgeschwindigkeit des
Rohrkörpers 42 abhängen. Wird daher die Umfangsgeschwindigkeit des Rades 48 durch
Eingriff in das Uhrwerk geändert, so ändern sich damit entsprechend dieBelichtungszeken.
Man ist in keiner Weise auf diese Art der Bewegung der Rohrkörper beschränkt. Man
kann statt der entgegengesetzten Bewegungsrichtungen auch gleichgerichtete Bewegungsrichtungen vorsehen. In diesem Falle vergroßem
sich jedoch die Zwischenräume zwischen den einzelnen Deckungslagen der Bildfensterausschnitte.
Wie Abb. 1 zeigt, besteht durch den Lichteinfall, der durch die Mattscheibe 14 erfolgt,
die Möglichkeit, daß einfallendes Licht insbesondere in den Spalt gelangt, der zwischen
den Rohrkörpern 4 und 43 aufzutreten vermag. Wenn dieser Spalt auch außerordentlich
klein gehalten werden kann, so daß nicht einmal durch Reflexionen Licht in die Kammern
7-9 gelangen kann, so erscheint es doch zweckmäßig, die Möglichkeit des Lichteinfalls
durch bewegliche Klappen S3, 54 zu beseitigen, welche die Fensterbegrenzungskanten
abschirmen. Die Klappen 53, 54 sind dabei um zu den Fensterbegrenzungskanten
parallel verlaufende Achsen 55 und 56 drehbar.
Um die Möglichkeit zu beseitigen, daß das Uhrwerk in der in Abb. 1 veranschaulichten
Abschirmlage der Klappen 53, '54 ausgelöst
wird, kann eine zwangsläufige Steuerung der Klappen vorgesehen sein, die in Abhängigkeit
vom Mattscheibenverschluß (Lichtschacht) oder von der Auslösung der Rohrkörperbewegungen
stehen kann. Wird also beispielsweise die Mattscheibe durch Zusammenklappen
des Lich'tschachtes verschlossen, so verlassen die Klappen zwangsläufig die
Abschirmlage. Die Steuerung kann aber auch so ausgebildet sein, daß im Zeitpunkt der
ersten Auslösung des die Rohrkörperbewegung hervorrufenden Uhrwerks die Abschirmlage
der Klappen zwangsläufig aufgehoben wird. Verzichtet man auf diese
zwangsläufige Steuerung in Abhängigkeit vom Mattscheibenverschluß oder der Verschlußauslösung,
so ist es zum mindesten vorteilhaft, auf den Rohrkörperantrieb wirkende
Sperrvorrichtungen vorzusehen, die eine Bewegung der Rohrkörper verhindern, solange
sicji die Klappen in der Abschirmstellung befinden. Naturgemäß kann man auch beide
Maßnahmen zur Vorsorge beispielsweise für den Fall verwirklichen, daß die Steuer- oder
Sperrvorrichtungen einmal versagen sollten.
Claims (10)
- Patentansprüche:i. Kamera zur Aufnahme mehrerer Teilbilder, insbesondere von Mehrfarbenteilbildern, mit einem zur Objektivachse geneigten und um diese Achse drehbaren Spiegel, der in einem Arbeitsgang das Aufnahmestrahlenbündel nacheinander zu den einzelnen Teilbildebenen lenkt, gekennzeichnet durch einen ebenfalls um die Objektivachse drehbaren, stetig umlaufenden Trommelverschluß (42), der mit dem drehbaren Spiegel (2) derart zusammenarbeitet, daß er einerseits in den Aufnahmelagen dieses Spiegels den Strahlengang zu der jeweils zu belichtenden Teilbildebene für die festgesetzte Belichtungszeit freigibt und andererseits beim Wechsel der Spiegellage den Einfall von Licht auf die Teilbildebene verhindert.
- 2. Kamera nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Spiegel (2) in einer absatzweise weiterschaltbaren zylindrischen Trommel (4) sitzt und daß die ebenfalls zylindrische Verschlußtrommel (42) mit dieser zusammengefügt ist.
- 3. Kamera nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Spiegeltrommel (4) von einem Malteserkreuz (45) weiter- 8S geschaltet wird, das von dem Antrieb der Verschlußtrommel (42) aus betätigt wird.
- 4. Kamera nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Spiegeltrommel (4) und die Verschlußtrommel (42) sich gegenläufig drehen.
- 5. Kamera nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Spiegeltrommel (4) die Verschlußtrommel (42) umgibt.
- 6. Kamera nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß beide Trommeln in einem gemeinsamen, feststehenden Rohrkörper gelagert sind, der je Bildebene ein Fenster hat.
- 7. Kamera nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Spiegel (2) und die Verschlußtrommel (42) bei drei nacheinander zu belichtenden, senkrecht und U-förmig zueinander angeordneten Teilbildebenen, an die sich noch eine vierte, gegebenenfalls eine Einstellmattscheibe (14) enthaltende Bildebene anschließt, derart gegenläufig angetrieben sind, daß ausgehend von der Lage, in der auf die vierte Bildebene ein Bild geworfen wird, der Spiegel (2) eine und die Verschlußtrommel (42) drei Umläufe während eines Arbeitsganges macht.
- 8. Kamera nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Lichteinfall von der Einstellmattscheibe (14) her in die Spalte zwischen den einzelnen Trommeln durch besondere, an Fensterbegrenzungskanten liegende Schirme (53, 54) verhindert ist, die vorzugsweise als Klappen umzu den Fensterbegrenzungskanten parallele Achse (55, 56) drehbar sind.
- 9. Kamera nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß-die Schirme in Abhängigkeit vom Mattscheibenverschluß (Lichtschacht) oder von der Auslösung der Trommeln (4, 42) derart gesteuert sind, daß sie beim Verdecken der Mattscheibe bzw. beim Auslösen der Trommeln (4, 42) die Abschirmlage verlassen.
- 10. Kamera nach Anspruch 8, gekennzeichnet durch auf den Antrieb der Trommeln (4, 42) wirkende Sperreinrichtungen, die eine Bewegung der Trommeln (4, 42) verhindern, solange sich die Klappen in der Abschirmstellung befinden.Hierzu ι Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA75845D DE656624C (de) | 1935-04-21 | 1935-04-21 | Kamera zur Aufnahme mehrerer Teilbilder |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA75845D DE656624C (de) | 1935-04-21 | 1935-04-21 | Kamera zur Aufnahme mehrerer Teilbilder |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE656624C true DE656624C (de) | 1938-02-12 |
Family
ID=6946587
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA75845D Expired DE656624C (de) | 1935-04-21 | 1935-04-21 | Kamera zur Aufnahme mehrerer Teilbilder |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE656624C (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2506863A (en) * | 1947-05-03 | 1950-05-09 | Adel Prec Products Corp | Camera casing having selective cover latching means |
| US2521404A (en) * | 1946-04-04 | 1950-09-05 | Alex M Pentland | Plural film roll holding camera |
| US2616342A (en) * | 1947-07-19 | 1952-11-04 | William D Thompson | Plural film camera with film strips at right angles to one another |
-
1935
- 1935-04-21 DE DEA75845D patent/DE656624C/de not_active Expired
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2521404A (en) * | 1946-04-04 | 1950-09-05 | Alex M Pentland | Plural film roll holding camera |
| US2506863A (en) * | 1947-05-03 | 1950-05-09 | Adel Prec Products Corp | Camera casing having selective cover latching means |
| US2616342A (en) * | 1947-07-19 | 1952-11-04 | William D Thompson | Plural film camera with film strips at right angles to one another |
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