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Verfahren zum ununterbrochenen Zuführen von verhältnismäßig dicken
oder mehrschichtigen Werkstücken zu einer Vereinzelungsvorrichtung Bei dem Verfahren
zum ununterbrochenen Zuführen von Werkstücken gemäß dem Zusatzpatent 647 86o rückt
die aus einzelnen Werkstückstößen bestehende Stapelstaffel immer nur dann auf dein
Zuführungstisch vor, wenn der jeweils vorderste Stoß erschöpft, d. 1i. restlos vereinzelt
ist, so claß die Stapelstaffel, während sie vorwärts läuft, sich nicht unter den
noch in der Abfördcrung begriffenen und daher festliegenden vordersten Stoß zu schieben
braucht, sondern stets mit Freier Vordvrkante, also völlig unbchindvrt vorrücken
kann.
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Diese "Zuführungsweise von Werkstückstößen zu einer Vereinzelungsvorrichtung
wird erfindungsgemäß dadurch weiter entwickelt, daß die Cberlappung der die Stapel-Staffel
bildenden Werkstückstöße eine Verminderung auf Null erfährt, so daß also die einzelnen
Werkstückstöße auf dem Fördertisch zwar aufeinanderfolgen, sich jedoch nicht mehr
teilweise überdecken.
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Dadurch ergibt sich im Vergleich zu dein Zusatzpatent noch der weitere
Vorteil, claß das sonst zur Erzeugung der Stapelstaffel erforderliche zeitraubende
Anheben des letzten Werkstückstoßes an seiner Hinterkante zwecks L'nterschiebens
des nächstfolgenden Werkstückstoßes in Fortfall kommt, da bei dem erfindungsgemäßen
Verfahren die einzelnen Werkstückstöße lediglich nacheinander auf den Zuführungstisch
gelegt zu werden brauchen. An Stelle der bisherigen Stapelstaffel entstellt mithin
eine bloße
Stapelfolge, bei der die einzelnen Werkstückstöße oder
-stapel entweder unmittelbar aneinanderstoßen oder auch durch Zwischenräume voneinander
getrennt sein können.
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Wenn nicht besondere Vorkehrungen ge=: troffen werden, bedingt die
vorliegende »Erfindung natürlich, daß die Stapelfolge naeL Erschöpfung des jeweils
vordersten Stoßes stets um die volle Formattiefe vorrückt, während bei dem Zusatzpatent
64786o nur eine Vorwärtsbewegung um die jeweilige Teilung der Stapelstaffel erforderlich
ist. Es hat sich jedoch gezeigt, daß innerhalb des für das Vorrücken der Werkstückstöße
zur Verfügung stehenden Zeitabschnittes (d. h. vom Augenblick der Abführung des
letzten Werkstückes des jeweils vordersten Stoßes durch das Trennorgan bis zur Rückkehr
dieses Organs zwecks erneuter Abführung eines Werkstückes) selbst verhältnismäßig
tiefe Formate in die für das Vereinzeln vorgesehene Abförderstellung gebracht werden
können.
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Mit Vorteil kann für das Vorrücken der erfindungsgemäßen Stapelfolge
ein Getriebe Verwendung finden, das in der Weise einstellbar ist, daß das jeweils
zu verarbeitende Format mit der geringsten Geschwindigkeit vorwärts läuft, so daß
also der durch einen Arbeitskreislauf des Trennorgans festgelegte Zeitabschnitt
für das Vorrücken der Stapelfolge stets restlos ausgenutzt wird. Unter der Voraussetzung;
daß die Arbeitsgeschwindigkeit des Trennorgans bei jedem zu verarbeitenden Format
konstant bleibt, kann somit bei Benutzung eines in der bezeichneten Weise einstellbaren
Getriebes ein kleineres Format entsprechend langsamer vorrücken als ein größeres
Format.
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Es läßt sich aber auch bei großen Formaten ein verhältnismäßig langsames
Vorrücken der Stapelfolge dadurch erzielen, daß man die Vorschubbewegung der Stapelfolge
auf zwei oder mehrere Arbeitskreisläufe des Trennorgans verteilt. In diesem Falle
braucht nur darauf geachtet zu werden, daß das Trennorgan nicht mit der gerade vorrückenden
Stapelfolge zusammentrifft, d. h. es ist erforderlich, den Vorschub der Stapelfolge
auf die Bewegung des Trennorgans abzustimmen. Zu diesem Zweck kann auf dem Zuführungstisch
ein Taster vorgesehen sein, der den Vorschub der Stapelfolge kurzzeitig unterbricht,
sobald die Gefahr besteht, daß die vorrückende Stapelfolge mit ihrer Vorderkante
auf das in oder nahe seiner tiefsten Stellung befindliche Trennorgan stößt.
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Die Zuführung einer aus großflächigen Werkstücken bestehenden Stapelfolge
kann also beispielsweise in der Form stattfinden, daß die Stapelfolge während eines
Arbeitsspieles des Trennorgans um etwa zwei Drittel der Formattiefe vorrückt, dann,
um nicht auf das Trennorgan zu treffen, durch .,das erwähnte Tastorgan für kurze
Zeit still-,gesetzt wird und darauf bis zur Anschlag-`IeIste vorläuft, so daß das
Trennorgan nach Beendigung des eingeschobenen Leerlaufes wieder auf das oberste
Werkstück eines neuen Stoßes einwirken kann.
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Für die Brauchbarmachung des erfindungsgemäßen Verfahrens auch für
große Foimate durch Einlegen von Leergängen des Trennorgans ist die Erkenntnis maßgebend
gewesen, daß es letzten Endes in der Praxis nur darauf ankommt, eine Verarbeitungsmaschine
ununterbrochen im Betrieb halten zu können, während ein etwaiger Leerlauf des Trennorgans
in gewissen Zeitabständen gegenüber dem Vorteil, daß die Verarbeitungsmaschine nicht
stillgesetzt zu werden braucht, in keiner Weise entscheidend ins Gewicht fällt,
zumal die meisten Verarbeitungsmaschinen es ohnehin zulassen, daß gelegentlich einmal
ein Werkstück ausbleibt.
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Auf der Zeichnung ist die Erfindung schematisch veranschaulicht, und
zwar geben die Abb. i bis q. verschiedene Arbeitsstellungen eines Ausführungsbeispiels
wieder, bei dem das Vorrücken der Stapelfolge während eines einzigen Arbeitskreislaufes
des Trennorgans stattfindet.
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Wie aus Abb. i hervorgeht, werden die Werkstückstöße w1, w., z"3,
u."i .... wa; nacheinander ohne Überlappung auf den Tisch t gelegt. Der Tisch
t ist in der bisherigen Weise mit endlosen Förderbändern f ausgerüstet, welche die
Stapelfolge jeweils bis zu der festen Anschlagleiste 7t. vorschieben. In der aus
Abb. i ersichtlichen Arbeitsstellung hat bereits eine Vereinzelung des obersten
Werkstückes o stattgefunden, das nunmehr in der Pfeilrichtung weiterläuft, während
das Trennorgan c gerade im Begriff ist, von dem ersten Werkstückstoß u"1 ein neues
Werkstück ,abzuheben, das dann wie bisher der in der Pfeilrichtung umlaufenden Förderwalze
a übergeben wird, die mit der pendelförmig hin und her schwingenden Andruckwalze
b zusammenarbeitet.
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Wie bei dem Zusatzpatent 64786o bleibt die im vorliegenden Falle überlappungslose
Stapelstaffel (Stapelfolge) in völliger Ruhe, solange auch nur ein einziges Werkstück
des jeweils vordersten Stoßes auf dein Tisch t vorhanden ist, wie es die in Abb.
2 wiedergegebene Arbeitsstellung zeigt, wo sich das vorletzte Werkstück o' des ersten
Stoßes bereits in der Weiterleitung befindet, während das Trennorgan c gerade im
Begriff ist, das unterste Werkstück 2c des vordersten Stoßes zu übernehmen. Sobald
aber das letzte Werkstück
ii den Tisch t verläßt, rückt
die Stapelfolge ä"', W3, w4.... ze!@; bis zur Anschlagleiste ls vor, und zwar um
eine Wegstrecke 4,,i.-. die mindestens der vollen Formattiefe dey ` Werkstücke entspricht.
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In Abb. 3 ist eine Zwischenstellung während des Vorrückens der Stapelfolge
wiedergegeben, deren Vorderkante von der Anschlagleiste h noch den Abstands,
hat; diese 'Fellstrecke muß von der Stapelfolge zurückgelegt werden, bevor das bereits
in der Ab-
wärtsbewegung befindliche Trennorgan c ein weiteres Werkstück erfaßt.
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In Abb. 4. hat die Stapelfolge w2, u", 'Zc'4.... U@" die neue Endstellung
erreicht, die der Abb. r entspricht. Von dem jetzt vordersten Werkstückstoß w. wird
gerade durch das Trennorgan c das oberste Werkstück abgenommen, während von dem
voraufgegangenen Werkstückstoß noch das bereits in der Weiterleitung befindliche
unterste Werkstück ii sichtbar ist.