DE655491C - Anlage mit mehreren Flugkolbentreibgaserzeugereinheiten zur Speisung einer gemeinsamen Verbrauchsstelle - Google Patents

Anlage mit mehreren Flugkolbentreibgaserzeugereinheiten zur Speisung einer gemeinsamen Verbrauchsstelle

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DE655491C
DE655491C DEP71566D DEP0071566D DE655491C DE 655491 C DE655491 C DE 655491C DE P71566 D DEP71566 D DE P71566D DE P0071566 D DEP0071566 D DE P0071566D DE 655491 C DE655491 C DE 655491C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02CGAS-TURBINE PLANTS; AIR INTAKES FOR JET-PROPULSION PLANTS; CONTROLLING FUEL SUPPLY IN AIR-BREATHING JET-PROPULSION PLANTS
    • F02C5/00Gas-turbine plants characterised by the working fluid being generated by intermittent combustion
    • F02C5/06Gas-turbine plants characterised by the working fluid being generated by intermittent combustion the working fluid being generated in an internal-combustion gas generated of the positive-displacement type having essentially no mechanical power output
    • F02C5/08Gas-turbine plants characterised by the working fluid being generated by intermittent combustion the working fluid being generated in an internal-combustion gas generated of the positive-displacement type having essentially no mechanical power output the gas generator being of the free-piston type

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  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Compressors, Vaccum Pumps And Other Relevant Systems (AREA)

Description

  • Anlage mit mehreren Flugkolbentreibgaserzeugereinheiten zur S peisung einer gemeinsamen Verbrauchsstelle t) Die Erfindung bezieht sich auf eine Anlage mit mehreren Flugkolbentreibgaserzeugereinheiten zur Speisung einer -erneinsamen Verbrauchsstelle.
  • Bei den bisherigen Anlagen der genannten Art besteht ein wesentlicher Nachteil darin, daß in der zu dem Verbraucher führenden Leitung erhebliche Druckschwankun-en auftreten. die eine Folge der Tatsache sind, daß jede Tr-eibgaserzeugereinheit nur während eines Teils ihres gesamten Arbeitsspiels Treibgas liefert, während in der übrigen Zeit die Auslaßöffnungen des Brennkraftzylinders der einzelnen Treibgaserzeugereinheiten von der zu dem Verbraucher führendefi Leitung abgesperrt sind. Andererseits hat aber der Verbraucher, der 'beispielsweise aus einer Turbine besteht, häufig einen gleichbleibenden Treibi-nittelbedarf, so daß die stoßweise Lieferung der Treibgaserzeugereinheiten störend wirkt.
  • Die Ausschaltung oder zum mindesten die Verminderung der Druckschwankungen in der mehreren Treibgaserzeugereinheiten gemeinsainen Treibgasleitung wird weiterhin dadurch erschwert, daß es bei Flugkolbentreibgaserzeugern praktisch unmöglich ist, sie derart zu regeln, daß sie eine bestimmte Hubzahl in der Zeiteinheit eine bestimmte Zeitlang beibehalten.
  • Erfindungsgemäß wird eine wesentliche Verminderung der Druckschwankungen in flür mehrere Flugkolbentreibgaserzeugereinheiten mit einer gemeinsamen Verbrauchsstelle verbindenden Treibgasleitung dadurch erreicht, daß einerseits die Flugkolben mindestens zweier die gemeinsame Verbrauchsstelle versorgender Treibgaserzeugereinheiten miteinander derart gekuppelt sind, daß der Arbeitshub der Flugkolben der einen Einheit während des Auflade- und Verdichtungshubes der treibenden Seite der anderen Einheit stattfindet, und umgekehrt, und andererseits die Atislaßöffnunlyen der Brennkraftzvlinder beider Treibgaserzeugereinheiten derart angeordnet und gesteuert sind, daß die Verbrauchsstelle' oder die zu der Verbrauchsstelle führende, an beide Treibgaserzeugereinheiten an-Cleschlossene Drucksammelleitung ständig mit dein Inneren wenigstens einer der beiden Brennkraftzvlinder der beiden Einheiten in Verbindung steht.
  • Die bei dem Erfindungsgegenstand zwischen den Flugkolben der beiden Treibgaserzeugereinheiten vorgesehene zwangsläufige Verbindung bewirkt, daß beide Treibgaserzeugereinheiten, selbst wenn ihre Hubzahlen je iMinute Vera änderlich sind, mit Bezug aufeinander ständig mit gleicher Hubzahl und mit gleicher Versetzung arbeiten, ohne daß der Cbarakter der Kolben als Flugkolben. d. h. also als Kolben unbestimmter Hublänge, beeinträchtigt wird. Die ständig -]eiche Hubzahl der Flug kolben der miteinander verbundenen Einheiten mit Bezug aufeinander ist eine wesentliehe Voraussetzung für die Unveränderlichkeit der erfindungsgemäß weiterhin vorgesch-lagenen Steuerung der Auslaßöffnungen derBrennkraftzylinder, derart, daß dieDrucksammelleitung ständig mit dem Inneren eines der Brennkraftzylinder in Verbindung stelit.
  • Es sei darauf hingewiesen, daß eine Anlage bekannt ist, die aus zwei gegeneinander ver:# setzt arbeitendenFlugkolbentreibgaserzeugern besteht, deren Flugkolben derart miteinander gekuppelt sind, daß der Arbeitshub der einen Einheit zwangsläufig den Auflade- und Verdichtungshub der treibenden Seite der anderen Einheit bewirkt. Hier versorgen aber die beiden Treibgaserzeugereinheiten zwei verschiedene Verbrauchsstellen, so daß ein Ausgleich der Druckschwankungen von vornherein ausgeschlossen ist.
  • Es ist weiterhin auch bei zwei eine gemeinsame Verbrauchsstelle versorgenden Treibgaserzeugern mit zwangsläufig gesteuerten und auf einen bestimmten Hub festgelegten Kolben bekannt, die. Lieferzeiten beider Erzeuger derart zu versetzen, daß immer die Lieferzeit des einen Treib#gaserzeugers in 'den Zeitabschnitt fällt in dem der andere nicht liefert. Bei zwangsläufig gesteuerten Kolben bietet die Auf rechterhaltung einer bestimmten Arbeitsversetzung selbstverständlich keinerlei Schwierigkeiten. Wesentlich anders ist dies jedoch bei den Treibgaserzeugern mit Flugkolben, d. h. also mit Kolben unbestimmter Hublänge, auf die allein sich die vorliegende Erfindung bezieht.
  • Gemäß einer besonders zweckmäßigen Ausführungsform der Erfindung wird jeder der beiden Brennkraftzvlinder mit einem zusätzlichen Auslaßorgan versehen, das während des Auflade- und Nerdichtungshubes der treibenden Seite der betreffenden Maschineneinheit bis zum Beginn des Auspuffs der anderen Maschineneinheit oder sogar noch etwas darüber hinaus offen gehalten wird. - Die Erfindung ist in der Zeichnung beispielsweise veranschaulicht, und zwar zeigt Fig. i einen Treibgaserzeuger gemäß der Erfindung, der aus zwei tandemartig zueinander angeordneten einzelnen Treibgaserzeugern mit gegenläufigen fliegenden Kolben zusammengesetzt ist.
  • Fig. -? veranschaulicht die gegenseitige Lage der Arbeitsschaubilder der beiden vereinigten Einzeltreibgaserzeuger.
  • Die beiden miteinander vereiniggten Treibgaserzeuger besitzen je einen Brennkraftzvlinder 113, 114, in dem zwei gegenläufige kolben iog und rii, iio und 112 arbeiten. Die außeren Enden dieser Kolben befinden sich mit einem scheibenförmigen Teil in Verdichterzylindern 117, 118 und iig, i2o. Der Kolben iog des einen Treibgaserzeugers ist mit dem Kolben iio des anderen Treibgaserzeugers durch einen Gestän-erahmen-ii6 ZD verbunden, während die Kolben iii und 112 der beiden Einzeltreibgaserzeuger durch eine .Stangeii5 starr gekuppelt sind. Die Folge davon ist, daß eine auswärts gerichtete BewegUhg der Kolben iog, i i i der einen Maschi--neneinheit zwangsläufig eine einwärts -erichtete Bewegung der beiden Kolben der anderen Maschineneinheit, und umgekehrt, hervorruft.
  • Die in den Verdichterzylindern I 17 bis 120 verdichtete Druckluft wird in einen Luftbehälter i:2i überführt. Dieser Behälter ist durch Leitungen 121" an Einlaßschlitze 122 der beiden Brennkraftzylinder 113, 114 angeschlossen.
  • Die Brennkraftzylinder i 13, 114 sind mit zwei Reihen von Auslaßschlitzen versehen. -Die äußere Reihe ist mit 123 und die der Zylindermitte näherliegende Reihe mit 125 bezeichnet. Die Auslaßschlitze 1,23 stehen unmittelbar mit einer beiden 'Maschineneinheiten gemeinsamen Drucksammelleitung 124 in Verbindung, während die Auslaßschlitze i2# an die gleiche Drucksammelleitung 124 über ein Ventil 1--26 angeschlossen sind. Dieses Ventil wird derart gesteuert, daß es wällrend des Arbeitshubes der Kolben geschlossen gehalten wird, so daß der Auspuff aus dein Brennkraftzylinder erst beginnt, wenn die Kolben iog, i io die Auslaßschlitze 123 freigeben, Beim einwärts gerichteten Hub der Kolben ist dagegen das Ventil 126 offen, so daß sich die Auslaßzeit in den Auflade- und Verdichtungshub der treibenden Seite bis zur Abdeckung der Schlitze 1:25 erstreckt.
  • Die Wirkungsweise der vorstehend beschriebenen Einrichtung ist die folgende. Es sei angenommen, daß im Zylinder 113 der linken Maschineneinheit gerade eine Explosion stattgefunden hat, so daß die Kolben iog, i i i auseinanderstreben. Die Folge davon ist, daß die Kolben i i o, i i -#> einander genähert werden. Die in den Verdichterzylindern 117, 118 befindliche Luft wird verdichtet und in den Luftbehälter 121 gefördert, während in die Verdichterzylinder i ig, 12o durch nicht dargestellte Ventile Frischluft eingesaugt wird.
  • Die Druckverhältnisse in den Brennkraftzylindern 113, 114 werden durch die Fig. -2 veranschaulicht, welche die beiden Schaubilder der beiden Maschineneinheiten übereinander gezeichnet enthält, und zwar gehört das linke Schaubild zur linken Maschineneinheit und das rechte Schaubild zur rechten Nifaschineneinheit.
  • Im Moment der Verbrennun- im Brennkraftzylinder 113 verläuft der Druck in diesem Zylinder nach der Linie B-C. Zugleich mit dem auswärts gerichteten Hub der Kolben i og, i i i entspannt sich dieser Druck nach der Linie C-D. Hierbei wird die zur Durchführung der Verdichterarbeit und der Auflade- und Verdichtungsarbeit im Zylinder 114 notwendige Arbeit geleistet. Während des Arbeitshubes der Kolben i og, i i i ist das Ventil 126 der linken Maschineneinheit ' geschlosseil, so daß die Tatsache der Freigabe der Schlitze i,2,# bei dem auswärts "erichteten 1-1.ub des Kolbens iog keinen Einfluß auf den Druckverlauf C-D hat. Erst wenn der Kolben iog beginnt die Schlitze 123 aufzudecken, was bei D geschieht, strömen die im Brennkraftzylinder 113 befindlichen heißen Verbrennungsgase in die Drucksammelleitung 124-el el Diese Verbrennungsgase haben im Moment ihres Austritts in die Sammelleitung 124 den für die zu erzeugenden Treibgase gewünschteil Druck. Gleichzeitig mit der Freigabe der Üffnungen 123 gibt auch der Kolben iii die öffnungen 122 frei, so daß nunmehr die in dem Behälter 121 enthaltene Luft, deren Druck ebenfalls dem Treibgasdruck entspricht, in den Zylinder 113 einströmen und unter Mitnahme der in dem Zylinder enthaltenen Verbrennungsgase aus diesem in die Drucksammelleitung 124 überströmen kann, so daß ein aus Verbrennungsgasen und Druck-Itift bestehendes Treibgasgemisch entsteht.
  • Die äußere Endlage der Kolben iog, i i i ist in dem linken Schaubild der Fig. 2 durch ZD den Punkt E bezeichnet. Nach Erreichung dieser Endlage nähern sich die Kolben ioo, i i i einander wieder. Der Ausschub des in dein Zylinder 113 befindlichen, unter dem Treib#gasdruck stehenden Gas-Luft-Geinisches 1ihrt aber nicht in dem Punkt D auf, sondern setzt sich bis zum Punkt A fort, und zwar be- ruht dies darauf, daß bei dem einwärts gerichteten Hub der Kolben iog, iii das Ventil 120 geöffnet ist und infolgedessen der Ausschub erst aufhört, wenn der Kolben iog die Innenkante der Schlitze 125 überschritten hat. Nunmehr beginnt im Zylinder I 13 die Auflaclung und Verdichtung im Brenrikraftzyliiider nach der Linie A-B der Fig. 2.
  • Der einwqrts gerichtete Hub der Kolben iog, i i i ist durch die Energie bewirkt worden, die unterdessen durch die Verbrennung im Brerinkraftzylinder 114 erzeugt wor-(len ist. Der Druckverlauf in dem Jetztgenannteil Zylinder während der Hübe der Kolben i i o, i 12 ist durch das rechte Schaubild B', C, D', E', A' der - Fig. :2 gekennzeichnet. Die Punkte B', C, D, E', A' entsprechen den Punkteil B, C, D-, E-, A des linken Schaubildes. Wie aus Fig. 2 ersichtlich ist, sind die Lage der Schlitze 123 und 125 zueinander und die Steuerung der letzteren derartig, daß der durch den Punkt D' gekennzeichnete Beginn des Auspuffs aus dem Zylinder 114 einsetzt, noch bevor das durch den Punkt A gekennzeichnete Ende des Ausschubs aus dem Zvlinder 113 beendet worden ist. Entsprechend liegt der Beginn D des Auspuffs aus dem Zy- linder 113 vor dem Ende des Ausschubs A' aus dem Zylinder 114. Die Folge davon ist, daß die Drucksammelleitung 124 ständig mit dem Inneren mindestens eines der beiden Zylinder 113 oder 114 in Verbindung steht, so daß in die Drucksammelleitung ununterbrochen Treibgas von annähernd gleichbleibendem Druck hineingefördert werden und daher keinerlei wesentliche Druckschwankungen in der Drucksammelleitung auftreten können.

Claims (2)

  1. PATr-,ZT A NNSPRÜCHE: i. Anla 'ge mit mehreren Flugkolbentreibgaserzeugereinheiten zur Speisung einer gemeinsamen Verbrauchsstelle, dadurch gekennzeichnet, daß die Flugkolben mindestens zweier die gemeinsame Verbrauchsstelle versorgender Treibgaserzeugereinheiten miteinander derart gekuppelt sind, daß der Arbeitshub der Flugkolben der einen Einheit stets während des Auflade- und Verdichtungshubes der treibenden Seite der anderen Einheit stattfindet, und umgekehrt, und die Auslaßöffnungen der Brennkraftzylinder der beiden Treibgaserzeugereinheiten derart angeordnet und gesteuert sind, daß die Verbrauchsstelle oder die zu der Verbrauchsstelle führende, an beide Treibgaserzeugereinheiten angeschlosseno Drucksammelleitung (1:24) ständig mit dem Inneren wenigstens eines der beiden Brennkraftzylinder (113, 114) der beiden Einheiten in Verbindung steht.
  2. 2. Anlage nachAnspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß jeder der beiden Brennkraftzylinder (113, 114) außer mit seinen üblichen Auslaßorganen (Auslaßschlitze 123) mit je einem zusätzlichen Auslaßorgan (126) versehen ist, das während des Auflade- und Verdichtungshubes der treiben den Seite der betreffenden Gaserzeugereinheit bis zum Beginn des Auspuffs der anderen Gaserzeugereinheit oder noch etwas darÜber hinaus offen gehalten wird.
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