DE655490C - Verfahren zum Stueckigmachen von Feinerzen oder anderen Ausgangsstoffen - Google Patents

Verfahren zum Stueckigmachen von Feinerzen oder anderen Ausgangsstoffen

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DE655490C
DE655490C DER96407D DER0096407D DE655490C DE 655490 C DE655490 C DE 655490C DE R96407 D DER96407 D DE R96407D DE R0096407 D DER0096407 D DE R0096407D DE 655490 C DE655490 C DE 655490C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B1/00Preliminary treatment of ores or scrap
    • C22B1/14Agglomerating; Briquetting; Binding; Granulating
    • C22B1/16Sintering; Agglomerating
    • C22B1/20Sintering; Agglomerating in sintering machines with movable grates

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Description

  • Verfahren zum Stückigmachen von Feinerzen oder anderen Ausgangsstoffen Die zum Stückigmachen von Feinerzen bekannten Saugzugsinterverfahren bestehen darin, daß man die ,zu sinternde Mischung in vorbestimmter Schütthöhe auf das Band des Wanderrostes bzw. in eine Pfanne aufgibt, die Mischung an ihrer Oberfläche zündet und nach Einleitung des Verbrennungsvorganges die Verbrennungsluft an der Unterfläche des Bandes absaugt. Dadurch schreitet der Verbrennungsvorgang und damit die Sinterung des Rohstoffes langsam und gleichmäßig nach unten vorwärts. Es ist auch schon vorgeschlagen worden, auf den zu einem guten Teil schon durchgesinterten Kuchen, dessen Widerstand gegen die durchgesaugte Luft dadurch also schon erheblich vermindert 'ist, nachträglich noch eine oder mehrere dünne Mischungslagen aufzubringen und für sich zu zünden, um so die alte Höhe des Durchflußwiderstandes wiederherzustellen. Zu diesem Zweck wer den die Mischungsaufgabestellen und die Zündhauben über dem Rostband auf dessen ganze Länge verteilt.
  • Bei diesem bekannten Verfahren ist die Sinterung beendet, sobald nach einer bestimmten Zeit die glühende Schicht bis auf den untenliegenden Rost durchgedrungen ist. Die Leistung der Sintereinrichtung hängt demnach von dem Zeitaufwand ab, der zur gesamten Verbrennung des in der Mischung enthaltenen Brennstoffes in der gesamten Schütthöhe benötigt wird.
  • Mit der Erfindung wird eine Verkürzung dieses Zeitaufwandes und damit eine Leistungssteigerung des* Sinterverfahrens erstrebt. Sie besteht in einem Verfahren, das sich im wesentlichen dadurch kennzeichnet, daß die Zündung schon an der Aufgabestelle gleichzeitig in mehreren Höhenlagen eingeleitet wird. Zweckmäßigerweise ordnet man unter gleichzeitiger Vergrößerung und Vorlagerung.der Saugkästen an der Aufgabestelle des Mischguts eine oder mehrere Hilfszündhauben an.
  • Versuche haben ergeben, daß die durch die Saugkästen abziehenden Gase bei der Saugzugsinterung immer noch einen beachtlichen Sauerstoffgehalt haben. Die Erkenntnis dieser Tatsache führte zu dem Verfahren gemäß der Erfindung. Während bei dem bisher bekannten Sinterverfahren die unter der Glut befindliche Mischungsschicht zunächst am Verbrennungsvorgang nicht beteiligt war, setzt die Verbrennung erfindungsgemäß in mehreren Höhenlagen der Schicht gleichzeitig bereits an deren Aufgabestelle ein. Durch die Flamme der Hilfszündhaube wird dabei die Mischungsnässe, die zur Erreichung einer lockeren Lagerung der Mischung nötig ist, bei wenig verändertem Rauminhalt der Schüttmischung in so starkem Maße ausgetrieben,. daß die Luftdurchlässigkeit erheblich verstärkt und hierdurch allein schon die Leistung .der Sintereinrichtung erhöht wird. Dieser Umstand führt selbst dann, wenn die Zeit für die Vorzündung nicht ausreichend ist und die entstehende Glut in dem unteren Teile der Mischung durch eine allzu schnell folgende Aufgabe weiterer Mischungsmengen erstickt wird oder wenn der Sauerstoffgehalt der Abgabe für eine Unterhaltung dieser Verbrennung,; nicht ausreicht, trotzdem noch zu einer erhe%-:1 lichen Steigerung der Erzeugung. ..
  • Es hat sich gezeigt, daß der gesamte Zeitaufwand für die Sinterung erheblich verkürzt' und die Leistung in der Zeiteinheit je nach den örtlichen Verhältnissen um 2o bis 5o °1" gesteigert werden konnte.
  • Bisher erfolgt die Aufgabe der Mischung in der in der Zeichnung in Abb. i dargestellten Weise. Die Mischung wird bei a auf den in Richtung des Pfeiles b wandernden Rost c aufgegeben. Mittels der Abstreifvorrichtung d .,wird eine bestimmte, mit c bezeichnete Schütthöhe erzielt. Der Verbrennungsvorgang wird durch Zündung unter der Zündhaube feingeleitet. Durch den Saugkasten g wird die Luft abgesogen.
  • Abb.2 und 3 zeigen Einrichtungen zur Durchführung des Verfahrens nach der Erfindung.
  • Gemäß Abb. 2 wird .die bei a auf den in Richtung b wandernden Rost c aufgegebene Mischung durch den Abstreifer d auf eine vorbestimmte Schütthöhe gebracht und durch die Hauptzündhaube f2 in üblicher Weise gezündet. An der Aufgabestelle ist eine zweite, kleinere, schräg gestellte Hilfszündbaube f1 vorgesehen, deren Neigung sich dem an der Aufgabestelle sich bildenden Böschungswinkel lt der Mischung anpaßt. Der Beginn der Saugung muß natürlich durch Umbau bz-,v. Erweiterung des Saugkastens entsprechend vorverlegt werden, g1, g.2.
  • In ähnlicher Weise wird bei der Einrichtung nach Abb. 3 die Mischung gleichzeitig an den Stellen a1 und a2 auf den in Richtung b wandernden Rost c aufgegeben. Die beiden Abstreifer dl und d2 sorgen für vorbestimmte, aber unterschiedliche Schütthöhen ei und e2. Die niedrigere Mischungsschicht ei wird durch die Haube f1, die höhere Schicht durch die Haube f2 gleichzeitig gezündet. Den Zündhauben stehen unterhalb des Rostes die Absaugkästen g1 'und g2 gegenüber. Bei dieser Verfahrensweise kann die Hilfszündhaube f1 ,#henso wie die Hauptzündhaube f2 waagerecht 'ätigeordnet werden. Beide Zündhauben befinden sich ebenso wie die beiden Aufgabe--stellen dicht nebeneinander, so daß sie irn Hinblick auf die Länge des ganzen Sinterbandes praktisch als eine einzige Aufgabestelle angesprochen werden können.
  • Am einfachsten ist die neue Arbeitsweise bei der Pfannensinterung durchzuführen. Man braucht die zu sinternde Mischung zunächst nur in der halben Schütthöhe auf den Pfannenrost zu geben, dann zu zünden, nach erfolgter Vorzündung entweder die Zündhaube fortzufahren bzw. die Pfanne zur Aufgabevorrichtung zurückzuführen und dann auf die endgültige Schütthöhe mit Mischung aufzufüllen und erneut zu zünden. Bei der Pfannensinterung ist also eine Änderung der Vorrichtung überhaupt nicht erforderlich, sondern lediglich eine zwei- oder mehrstufige Schüttung und gleichzeitige Zündunterteilung. Da für die Vorzündung naturgemäß weniger Zeit zur Verfügung steht, kommt es sehr darauf an, daß der der Mischung beigemengte Brennstoff besonders leicht entzündlich ist, und zum andern, daß die Vorzündung eine besonders heiße Flamme gibt.

Claims (2)

  1. PATRNTANSPRLCIiR: i. Verfahren zum Stückigmachen von Feinerzen oder anderen Ausgangsstoffen nach dem Saugzugsinterverfahren, dadurch gekennzeichnet, daß an der Aufgabestelle für das Gut die Zündung gleichzeitig in mehreren Höhenlagen eingeleitet wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Zündung oder Vortrocknung des Schüttgutes gleichzeitig von oben und über dem natürlichen Böschungswinkel der voreilenden Mischung eingeleitet wird.
DER96407D 1936-05-28 1936-05-28 Verfahren zum Stueckigmachen von Feinerzen oder anderen Ausgangsstoffen Expired DE655490C (de)

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