DE655101C - Verfahren zum Betriebe von zur Entgasung von Brennstoffen dienenden Kammeroefen - Google Patents

Verfahren zum Betriebe von zur Entgasung von Brennstoffen dienenden Kammeroefen

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DE655101C
DE655101C DEO22505D DEO0022505D DE655101C DE 655101 C DE655101 C DE 655101C DE O22505 D DEO22505 D DE O22505D DE O0022505 D DEO0022505 D DE O0022505D DE 655101 C DE655101 C DE 655101C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10BDESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
    • C10B27/00Arrangements for withdrawal of the distillation gases

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Organic Chemistry (AREA)
  • Coke Industry (AREA)

Description

  • Verfahren zum Betriebe von zur Entgasung von Brennstoffen dienenden Kammeröfen Man hat schon auf mannigfache Weise versucht, die durch das Einfüllen der Kohle in Koksöfen hervorgerufenen, insbesondere beim Einebnen der Kohlen auftretenden Belästigungen und Schädigungen durch die in dieser Zeit den Kammern entströmenden entzündbaren Rauch- und Gasmengen zu beseitigen. Es ist beispielsweise das Eintreten von Luft in die Einebnungsöffnung oder das Entweichen von Füllgasen aus dieser öffnung bereits dadurch verhindert worden, daß man die Ein.ebnungsstange in einem Gehäuse angeordnet und dieses Gehäuse in dicht schließende Verbindung mit der Einebnungsöffnung gebracht hat. Ein Entweichen der Füllgase aus den Füllöchern konnte bei dieser Arbeitsweise nicht verhindert werden, und die Anordnung eileer besonderen Vorrichtung zum Absaugen der Füllgase war nicht zu umgehen. Verfahren zur Absaubgung der Füllgase sind im Betrieb immer teuer, da sie erhebliche Dampfmengen zur Erzeugung des für die Absaugung der Füllgase erforderlichen Zuges verbrauchen. Sie bieten fast nie die Gewähr, daß nicht, insbesondere bei langen Kammern, durch einzelne Füllöffnungen erhebliche Luftmengen eingesaugt werden, die die Verbrennung und somit die Vernichtung wertvoller Destillationserzeugnisse bewirken.
  • Die Erfindung hat die Beseitigung der Mängel der bisher üblichen Verfahren zur Aufgabe und bietet darüber hinaus noch weitere erhebliche Vorteile. Die Erfindung besteht darin, daß nach dem Einfüllen des Brennstoffs in die Kammer durch die Füllöffnungen Wasser, und zwar vorzugsweise heißes Wasser, der Vorlagenberieselung in solcher Menge auf den Brennstoff aufgespritzt wird, daß die in der Kammer entwickelte `Vasserdampfmenge genügt, um jede Flammenbildung an den Füllöffnungen während des Einebnens des eingefüllten Brennstoffes und während des anschließenden Schließens der Füllöffnungen zu verhindern. Zur Durchführung des Verfahrens wird für den Fall, daß die Förderung der Kohle von einem Kohlenturm zu den Kammern mittels eines Füllwagens erfolgt, zweckmäßig unter dem Kohlenturm, oder auch beim Vorhandensein einer Füllwagenwaage an der Bühne dieser Waage ein Wasseranschluß vorgesehen, durch den beispielsweise mittels ,eines über den Füllwagen schwenkbarem Rohrstückes über einen Trichter und eine Rohrleitung ein auf der Bühne des Füllwagens angeordneter kleiner Behälter gefüllt werden kann. Das Füllen dieses Behälters mit der erforderlichen Wassermenge geschieht zweckmäßig während des Abziehens der Kohle aus dem Kohlenturm oder auch während des Wägens des gefüllten Füllwagens. Auf diese Weise wird jede Verzögerung im Betriebe der Koksöfen vermieden. Der Wasserbehälter ist absperrbar mit den einzelnen Trichtern des Füllwagens durch Rohrleitungen verbunden, die dicht oberhalb der Absperrschieber der Trichter in diese eingeführt sind. Der Ablauf des Wassers aus dem Behälter in die Trichter wird beim Beginn `des Einebnens des Besatzes freigegeben. Die Rohrleitungen,
    laufen in Düsen aus, deren Querschnitte s4-1;`
    bemessen sind, daß das Leerlaufen des We-k
    serbehälters während des Einebnens gewä@w'@
    leistet ist. Die vor- und zurücklaufende Eng
    ebnu@ngsstange bewirkt eine gleichmäßige'Ver- ' teälung des ;eingespritzten Wassers über den Rücken des Kohlekuchens;- es entsteht auf diese Weise eine Schicht nasser, sehr dicht liegender Kohle, die sich infolge ihres hohen Wassergehaltes während des Einebnens. und Schließens der Füllöffnungen nicht wesentlich über ioo° C erwärmt. Die nasse Kohlenschicht ist imstande, den größten Teil der fühlbaren Wärme ,der Gase und Dämpfe aufzunehmen, die sich aus der unter der Schicht liegenden Besatzko-hle entwickeln konnten. Hierbei wird der von diesen Gasen und Dämpfen mistgeführte Kohlenstaub und Teer in der Deckschicht niedergeschlagen, so daß aus den Füllöffnungen im wesentlichen nur Wasserdampf entweicht. Es sind bereits Verfahren bekannt, nach denen .durch die Füllöffnungen am Ende der Abgaxung Wasserdampf oder Teer auf den Rücken des Besatzes aufgespritzt werden. Alle diese Verfahren haben .eine Erhöhung der Gasausbeute durch Zersetzung des aufgespritzten Dampfes oder Teeres zum Ziele. Gemäß der Erfindung soll aber gerade jede Dampf- oder Teerzersetzung vermieden werden, um ein Entweichen wertvoller Bestandteile aus den: Kammern während der Zeit, in der sie mit der Außenluft in Verbindung stehen, zu verhindern.
  • Ein weiterer Vorteil des Verfahrens gemäß der Erfindung isst eine wesentliche Erhöhung des Ausbringens an Gas, Teer und leichten Kohlenwasserstoffen. Außerdem gelängt es, falls eine sehr gasreiche Kohle zur Verkokung gelangt, eine Bildung von Schaumkoks in den oberen. Teilen des Besatzes fast nzlich zu verhindern.
  • z" BQispiel 1m.T@'r ' Bei einem unterbrochen betriebenen Kammerofen von 3,6 m Höhe, i i m Länge und 0,45 m mittlerer Breite mit einem Inhalt von 12,5 t nasser Kohle mit i i bis 11,50/0 Wasser wurde nach. dem Einfüllen eine Wassermenge von Tund i oo 1 gleichmäßig über den Rücken des Besatzes verteilt; von den vier Fülltrichtern waren nur die drei der Koksseite zugewendeten Trichter an den Wasserbehälter angeschlossen. Der unter dem Fülltrichter der Maschinenseite befindliche Teil des Besatzes wurde durch das Einebnen der Kohle mittels der Einebnungsstange mit nasser Kohle überdeckt. Belästigungen durch Flammenbildung traten während .dies Einebnens und des Schließens der Füllöffnungen nicht auf.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Betriebe von zur Entgasung von Brennstoffen dienenden Kammeröfen, dadurch gekennzeichnet, daß nach dem Einfüllen des Brennstoffes in die Kammer durch die Füllöffnungen während der Zeit, in der die Kammer mit der Außenluft in Verbindung steht, Wasser, vorzugsweise heißes' Gaswasser, der VorlagenberIe;selung in solcher Menge auf den Besatz aufgespritzt wird, daß die in der Kamm-er entwickelte Dampfmenge genügt, um jede Flammenbildung an den Füllöffnungen während des Einebnens des Besatzes und während des Schließens der Füllöffnungen zu verhindern.
DEO22505D 1936-07-31 1936-07-31 Verfahren zum Betriebe von zur Entgasung von Brennstoffen dienenden Kammeroefen Expired DE655101C (de)

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