DE650954C - Verfahren zur Herstellung von Sitzmoebeln, insbesondere Stuehlen mit Einlegesitz - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Sitzmoebeln, insbesondere Stuehlen mit Einlegesitz

Info

Publication number
DE650954C
DE650954C DES120872D DES0120872D DE650954C DE 650954 C DE650954 C DE 650954C DE S120872 D DES120872 D DE S120872D DE S0120872 D DES0120872 D DE S0120872D DE 650954 C DE650954 C DE 650954C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
seat
frame
production
seating furniture
insert seats
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DES120872D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
ALFRED SEIFERT
Original Assignee
ALFRED SEIFERT
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by ALFRED SEIFERT filed Critical ALFRED SEIFERT
Priority to DES120872D priority Critical patent/DE650954C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE650954C publication Critical patent/DE650954C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A47FURNITURE; DOMESTIC ARTICLES OR APPLIANCES; COFFEE MILLS; SPICE MILLS; SUCTION CLEANERS IN GENERAL
    • A47CCHAIRS; SOFAS; BEDS
    • A47C7/00Parts, details, or accessories of chairs or stools
    • A47C7/002Chair or stool bases

Landscapes

  • Chairs For Special Purposes, Such As Reclining Chairs (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Sitzmöbeln, insbesondere Stühlen.
Bei der Herstellung von Stühlen, wurde in bekannter Weise so verfahren, daß zunächst der aus zwei Beinen und drei Zargen bestehende Bock vollkantig und die aus den Hinterschenkeln, Kopf, Mittelstück und Hinterzarge bestehende Lehne gesondert fertiggestellt wurden. Die Bockzargen wurden dabei vor dem Einsetzen in die. Lehne zur späteren Sitzaufnahme ausgefräst.
Bei der Herstellung der Böcke kommt es in der Regel vor, daß die hinsichtlich des Ab-Standes der Seitenzargen etwas verschieden ausfallen und so, selbst wenn sie unter gewisser Spannung in 'die Lehne eingesetzt werden, stets verschiedene Auflager für den Sitz, bilden. Da auch der Abstand der Schenkel nicht immer haargenau der gleiche ist, müssen die Seitenzargen mehr oder weniger zusammengedrückt werden. Das hat zur Folge, daß jeder Sitz einzeln nach dem vorhandenen Stuhl gezeichnet, geschnitten und dann eingehobelt werden mußte.
Größere Betriebe frästen den Sitz nach Schablonen ab und legten den Sitz dann in die vier Zargen hinein. Da aber keine Möglichkeit, die Zargenausfräsung ganz gleichmäßig herzustellen, gegeben war, paßten die nach Schablone gefrästen Sitze nie genau in die Zargen hinein. Es war oft erforderlich, daß der Polsterer, der den Sitz mit Stoff oder Leder beziehen mußte, Pappe einlegen mußte, um die ungenaue Ausfalzung ausztigleichen. Ebensooft kommt es vor, daß der Sitz zu straff war und nachgehobelt werden mußte.
Es war praktisch nicht gut möglich, die Sitze austauschbar herzustellen. Man mußte den Sitzen zuviel Toleranz geben. Wenn man sich dabei bisher half, indem der Sitz schräg gefräst wurde, so hatte das eine starke Abnutzung bzw. Zerstörung, der Polsterkanten zur Folge, da der Sitz überstand und sich! der Stoff nach der Bockzargenkante einschnitt.
Um den Stoff nicht zu beschädigen, waren Mittel vorgesehen, die darin bestanden, über den Stoff einen Blechstreifen zu ziehen. Die Folge davon war, daß beim Herausnehmen, zwecks Reinigung des Sitzes der Streifen festgeklemmt war und der Zargenrand beschädigt wurde. Der Blechstreifen hatte sich nämlich durch die Länge der Zeit in die Zargen eingedrückt.
Aus vorstehendem ist ersichtlich, daß einerseits die Auswechselbarkeit der Sitze nicht gewährleistet werden konnte, obwohl die Auswechselbarkeit oft ein unbedingtes Erfordernis ist, weil der Kunde für einen bestimmten Stuhl zuweilen eine andere Polsterung oder einen anderen Überzug wünscht, als sie gerade der im Stuhl befindliche Sitz aufweist, und andererseits eine Reihenherstellung für die Sitze verhindert war, weil jeder Sitz gesondert angefertigt 'und eingepaßt werden mußte und eine Paßarbeit nur durch mehr
Aufwand an Arbeit im Einzelfall erzielbar war.
Hier setzt nun die Erfindung ein,- indem der Falz zur Auflage für den Sitz in die ■ Zargen erst nach dem Zusammenfügen des Bockes mit der Lehne eingefräst wird.
Bisher wurden entweder die Zargen, wie bereits erwähnt, einzeln ausgefalzt oder der Vorderbiock mit der Vorderzarge und den ίο Seitenzargen mit den Vorderfüßen verleimt und dieser alsdann ausgefräst. Da aber Holz beim Zusammendrücken, eins mehr als das andere, verändert wird, bestand bei dieser Arbeitsweise keine Möglichkeit, genaue Maßgrößen zu schaffen, die nicht voneinander abweichen. Hieraus erhellt- der große Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens, durch welches der vorgenannte Nachteil beseitigt wird, wenn der Falz erst eingefräst wird, nachdem der Stuhl zusammengeleimt ist.
Durch, die Erfindung ist es möglich, Sitze gleicher Grundform ohne jede zusätzliche Arbeit oder Anpassung auszuwechseln, und außerdem wird, ein besonderer zeitraubender Arbeitsgang, wie es das An- und Einpassen des Sitzes oder seine Sonderanfertigung war, eingespart.
In der beiliegenden Zeichnung ist das erfindungsgemäße Verfahren an einem Beispiel veranschaulicht. Es zeigen:
Abb. ι einen Stuhlvorderbock vor und Abb. 2 denselben nach, dem Ausfalzen, Abb. 3 die Lehne mit den Hinterfüßen, Abb. 4 den fertig zusammengeleimten Stuhl mit vollkantigem Bock,
Abb. s den Sitzrahmen,
Abb. 6 einen Schnitt dieses Rahmens nach der Linie VI-VI der Abb. 5 und
Abb. 7 den in der Abb. 4 dargestellten Stuhl nach dem Ausfräsen bzw. Ausfalzen der SitzauflagerfLäche.
Der in der Abb. 1 dargestellte Bock setzt sich, aus einer" Vorderzarge 1, zwei Vorderbeinen 2 und 3 sowie den Seitenzargen 4 und 5 zusammen.
Wie man sieht,, ist der Vorderbock vollkantig·.
In der Abb. 2 ist der Bock, wie bei 7 gezeigt, zur Auflage für den Sitz ausgefräst.
Die Abb. 3 veranschaulicht die Lehne, welche aus zwei Schenkeln 8 und 9 mit den Hinterfüßen sowie dem Kopf 10, dem Mittelstück 11 und der Hinterzarge 12 besteht.
Bisher wurde nun so verfahren, daß der in der Abb. 2 vorgearbeitete Bock 1 bis 7 mit 'der Lehne 8 bis 12 verleimt wurde. Dabei zeigten sich die mehrfach erwähnten Nachteile, wenn der Sitz 13 eingefügt werden sollte.
Erfindungsgemäß wird nun so verfahren, daß der Stuhl, aus dem vollkantigen Bock· 14 und dem Lehnenteil 15 bestehend, erst zusammengeleimt ' und dann erst, wie bei 18 beispielsweise in der Abb. 7 gezeigt ist, ausgefräst wird. Der hierbei am hinteren Ende jeder Bockseitenzarge vom Fräser nicht faßbare Holzteil wird schließlich ausgestoßen.
Der in der Abb. 4 fertiggestellte Stuhl ist keiner Verformung mehr unterworfen, so daß die in der Abb. 7 gezeigte Ausphasung ebenfalls unverändert bleibt und so ein ihrer Größe entsprechender Sitz 13 gegen einen gleichen jederzeit ausgetauscht werden kann.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zur Herstellung von Sitzmöb'eln, insbesondere Stühlen mit Einlegesitz, dadurch gekennzeichnet, daß der Falz zur Auflage für den Sitz in die Zargen erst nach der Zusammenfügung des Bockes mit dem Lehnenteil eingefräst wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DES120872D 1935-12-19 1935-12-19 Verfahren zur Herstellung von Sitzmoebeln, insbesondere Stuehlen mit Einlegesitz Expired DE650954C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DES120872D DE650954C (de) 1935-12-19 1935-12-19 Verfahren zur Herstellung von Sitzmoebeln, insbesondere Stuehlen mit Einlegesitz

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DES120872D DE650954C (de) 1935-12-19 1935-12-19 Verfahren zur Herstellung von Sitzmoebeln, insbesondere Stuehlen mit Einlegesitz

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE650954C true DE650954C (de) 1937-10-04

Family

ID=7535355

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DES120872D Expired DE650954C (de) 1935-12-19 1935-12-19 Verfahren zur Herstellung von Sitzmoebeln, insbesondere Stuehlen mit Einlegesitz

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE650954C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1126574B (de) * 1954-06-10 1962-03-29 Albert Spieth Stuhl mit frei tragendem Sitz

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1126574B (de) * 1954-06-10 1962-03-29 Albert Spieth Stuhl mit frei tragendem Sitz

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP1439090A1 (de) Rücksitzlehne für einen Fahrzeugrücksitz
DE2506661C3 (de) Faltstuhl
DE8604745U1 (de) Mit Flechtwerk bespannter Rahmen zur Verwendung als Sitz-, Lehn- oder Liegefläche bei Möbeln
DE650954C (de) Verfahren zur Herstellung von Sitzmoebeln, insbesondere Stuehlen mit Einlegesitz
DE8434844U1 (de) Klappstuhl
DE1435310A1 (de) Schaerfmaschine
DE3417412A1 (de) Verfahren zur herstellung eines hoelzernen hauptrahmens mit umlaufender glashalteleiste, insbesondere fensterfluegelrahmen
DE867903C (de) Stuhl
DE664753C (de) Aus zwei gelenkig miteinander verbundenen Sitzmoebeln gebildetes, in ein Liegemoebelumwandelbares Ecksofa
AT383984B (de) Gattersaegeblatt
DE579456C (de) Rahmen fuer Schuhwerk
DE412987C (de) Verfahren zur Herstellung von Schreibsesseln
DE502942C (de) Durch einen hohlen Rahmen verstaerktes Moebel, insbesondere Sitzmoebel, aus Blech
DE409649C (de) Zerlegbares Sitzmoebel
DE1403714C (de) Werkzeugsatz zur Herstellung einer schwalbenschwanzförmigen Verbindung
DE631634C (de) Verfahren zur Herstellung von Deckel- oder Klappschachteln
DE3246975A1 (de) Verfahren und presse zur herstellung von gepolsterten stuhlsitzen
DE3316387A1 (de) Stuhl aus plattenfoermigem material und verfahren zu dessen herstellung
DE222159C (de)
DE1942574C (de) Verfahren zum Schneiden von Fellen, insbesondere Persianerfellen
DE959165C (de) Taschenschere
DE160936C (de)
DE2253937C3 (de) Verfahren zur Herstellung einer auf unterschiedliche Mauerdicken einstellbaren Türzarge sowie nach einem derartigen Verfahren hergestellte Türzarge
DE620780C (de) In ein Bett verwandelbares Sofa
DE1870553U (de) Moebelstueck mit stoffbezug.