DE222159C - - Google Patents

Info

Publication number
DE222159C
DE222159C DENDAT222159D DE222159DA DE222159C DE 222159 C DE222159 C DE 222159C DE NDAT222159 D DENDAT222159 D DE NDAT222159D DE 222159D A DE222159D A DE 222159DA DE 222159 C DE222159 C DE 222159C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
seat
frames
frame
curved
backrest
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT222159D
Other languages
English (en)
Publication of DE222159C publication Critical patent/DE222159C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A47FURNITURE; DOMESTIC ARTICLES OR APPLIANCES; COFFEE MILLS; SPICE MILLS; SUCTION CLEANERS IN GENERAL
    • A47CCHAIRS; SOFAS; BEDS
    • A47C7/00Parts, details, or accessories of chairs or stools
    • A47C7/02Seat parts

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 34g. GRUPPE
GEBRÜDER THONET in WIEN.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 19. November 1909 ab.
Aus gebogenem Holze hergestellte Sitzmöbel mit geflochtenen Sitzen und Lehnen haben den bekannten Übelstand, daß, wenn das Geflecht beschädigt ist, zu dessen Ausbesserung oder Erneuerung das ganze Möbel zum Flechter gebracht werden muß, wobei überdies die Ausbesserung meist mehr kostet als ein neues Geflecht in der Fabrik. Um diesem Übelstand abzuhelfen, hat man bereits Ersatzgeflechte eingeführt, welche in der Weise hergestellt wurden, daß von einem Brett aus gekreuzten Furnieren der mehrere Zentimeter breite Rand abgestanzt oder ausgesägt und dann dieser Rand in gebräuchlicher Weise gebohrt und ausgeflochten wurde. Dieser ausgeflochtene Rand wurde dann entsprechend den bekannten Holzsitzen auf den Sitzrahmen aufgenageilt. Hierbei ergaben sich aber die Nachteile, daß einerseits derartige nachträg-Hch angebrachte Rahmen stets das Gepräge des Minderwertigen hatten, weil die Faserung des gekreuzten Furnierrahmens fast niemals mit derjenigen des Sitzrahmens übereinstimmte; anderseits waren die Herstellungskosten derartiger Ersatzgeflechte verhältnismäßig groß, und die früher ausgeflochten gewesenen Sitzrahmen mußten zur Erneuerung des Geflechtes mittels Ersatzrahmens teilweise nachgearbeitet werden, um letztere zur glatten Auflage zu bringen.
Demgegenüber betrifft vorliegende Erfindung ein Verfahren, genau zum betreffenden Sitz- oder Lehnenrahmen passende Ergänzungsrahmen herstellen zu können, die in verschiedener Weise belegt, d. h. der eine mit Rohrgeflecht, ein anderer mit Furnierbelag und wieder ein anderer mit einer Polsterung versehen, gegeneinander . oder gegen in gleicher Weise belegte Rahmen ausgewechselt werden können, wobei der fertige Sitz- oder Lehnenteil als ein einheitliches Ganzes erscheint. Bei diesem Verfahren wird gleich bei Anfertigung des ursprünglichen beliebig profilierten Sitz- bzw. Lehnenrahmens aus entsprechend stärkerem gebogenen Holze dieser durch einen parallel zu seiner Ebene geführten Schnitt in zwei ungleich starke Rahmen gespalten, von welchen der stärkere als Sitz- oder Lehnenrahmen in das Möbelstück eingebaut wird, während der schwächere ausgeflochten und danach auf dem vorerwähnten stärkeren Rahmen abnehmbar befestigt wird. Hierbei ergibt sich, daß naturgemäß die Unterrahmen und Ergänzungsrahmen genau aufeinanderpassen, in der Holzfaserung übereinstimmen und die Oberrahmen jederzeit im Lokale, in welchem die Möbel stehen, durch entsprechend hergestellte Ersatzgeflechtsrahmen leicht und rasch ersetzt werden können, ohne daß der Unterrahmen irgendwelche Nacharbeit erfordert.
Die Herstellungskosten sind für beide Rahmen zusammen gegenüber normalen geflochtenen Sitzen nur um ein geringes höher.
Die zum nachträglichen Ersatz bestimmten Geflechtsrahmen (Wechselrahmen) werden in gleicher Weise aus gebogenem Holze hergestellt, nur mit dem Unterschied, daß hierfür
der starke gebogene Rahmen durch entsprechend viele Parallelschnitte in so viele schwache Rahmen zerspalten wird, als sich daraus ergeben.
Selbstverständlich können diese Ergänzungsund Wechselrahmen ebensogut mit Polsterung, Leder oder sonstigem Sitzbelag versehen werden, wobei sich auch der Vorteil ergibt, daß ein Etablissement seine Sitzmöbel mit
ίο doppelter Garnitur Wechselrahmen haben kann, so daß sie z. B. im Winter mit gepolstertem, im Sommer mit geflochtenem Rahmen versehen werden können.
Die Zeichnung stellt in Fig. ι in Ansicht und zum Teil im Schnitt einen Rahmen a dar, der durch einen in gleicher Richtung mit dessen Ebene geführten Schnitt /-/ in den Sitzrahmen «' und den Ergänzungsgeflechtsrahmen b' geteilt worden ist. Der Sitzrahmen a' welcher in Fig. 2 und 3 im Schnitt und in der Draufsicht gezeigt ist, erhält in seiner Auflagfläche eine umlaufende Nut c eingeschnitten, welche dazu bestimmt ist, den unerläßlichen Geflechtsverbund c' an der Unterseite des Geflechtsrahmens aufzunehmen, um ein glattes Aufliegen des letzteren zu gewährleisten.
Die Fig. 4, 5 und 6 zeigen im Schnitt den von dem Sitzrahmen abgespaltenen Ergänzungs- oder Wechselrahmen, und zwar mit Rohrgeflecht, Furnierbelag und Polsterung als Ausführungsbeispiele.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung auswechselbarer Ergänzungsrahmen aus gebogenem Holze für ebensolche Möbel-Sitze und -Lehnen, dadurch gekennzeichnet, daß von einem entsprechend stärker gehaltenen massiv gebogenen Sitz- oder Lehnenrahmen durch einen in gleicher Richtung mit seiner Ebene geführten Schnitt ein hinsichtlich Umrißform und Flächen ausdehnung dem Sitz- oder Lehnenrahmen gleieher schwächerer Rahmen abgetrennt wird, welcher beliebig ausgeflochten, gepolstert oder mit einem Furnierbrett o. dgl. versehen, auf dem beim Zerlegen erübrigten, im Möbelstück eingebauten Sitz- oder Lehnenrahmenteil abnehmbar befestigt wird.
2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß aus einem den Sitzoder Lehnenrahmen gleichen, massiv gebogenen Rahmen durch Parallelschnitte entsprechend viele Wechselrahmen hergestellt werden, die zum späteren Ersatz der Ergänzungsrahmen dienen können.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT222159D Active DE222159C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE222159C true DE222159C (de)

Family

ID=483075

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT222159D Active DE222159C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE222159C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE102016108983A1 (de) Verfahren zum Herstellen von Essbesteck
CH436605A (de) Aus Draht gebildetes Möbel
DE222159C (de)
DE428407C (de) Sessel, Sofa u. dgl. mit Lederbespannung
EP1680981B1 (de) Stuhl, einteiliger Sitz mit Rückenlehne hierfür, sowie Verfahren zu deren Herstellung
DE10357732A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Streckgitterelementen
DE454443C (de) Polsterung aus Schwamm-, Schaum- oder Moosgummi
DE360706C (de) Verfahren zur Herstellung von Stuehlen und anderen Moebeln aus gebogenen Sperrholzplatten
AT42203B (de) Verfahren zur Herstellung von Sitz- bezw. Lehnenrahmen mit genau passenden Ergänzungs- und Wechsel-Rahmen für Möbelsitze und -lehnen.
DE412987C (de) Verfahren zur Herstellung von Schreibsesseln
DE577172C (de) Polstermoebel mit voneinander loesbaren Polsterteilen
DE889354C (de) Gestell fuer Sitz- oder Liegemoebel
DE319555C (de) Vorrichtung zur Herstellung des Drahtgerippes von geflochtenen Matten
DE159423C (de)
DE895368C (de) Gepolsterter Sessel
DE532812C (de) Sitzmoebel mit von Sprungfedern nachgiebig unterstuetztem Flechtwerksitz
DE2433439B2 (de) Federrahmen für Sitz- und Liegemöbel
AT129274B (de) Sitz- oder Liegemöbel.
DE530156C (de) Sofa aus mehreren einzeln verwendbaren Sesseln
DE607344C (de) Polstersessel mit fest am Stuhlgestell angebrachtem Rueckenlehnenrahmen und daran gefuehrtem abnehmbarem Polsterrahmen
DE121166C (de)
DE502942C (de) Durch einen hohlen Rahmen verstaerktes Moebel, insbesondere Sitzmoebel, aus Blech
DE405602C (de) Sitzpolster oder Matratze aus Schwammgummi
DE2053348A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Sitz und Liegemobelemheiten sowie durch das Verfahren hergestellte Sitz und Liege mobeleinheiten
DE951761C (de) Stapelbarer Stuhl aus plattenfoermigem, bleibend verformbarem Werkstoff