DE412987C - Verfahren zur Herstellung von Schreibsesseln - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Schreibsesseln

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DE412987C
DE412987C DESCH70534D DESC070534D DE412987C DE 412987 C DE412987 C DE 412987C DE SCH70534 D DESCH70534 D DE SCH70534D DE SC070534 D DESC070534 D DE SC070534D DE 412987 C DE412987 C DE 412987C
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Germany
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DESCH70534D
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PAUL SCHOTTLER
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PAUL SCHOTTLER
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A47FURNITURE; DOMESTIC ARTICLES OR APPLIANCES; COFFEE MILLS; SPICE MILLS; SUCTION CLEANERS IN GENERAL
    • A47CCHAIRS; SOFAS; BEDS
    • A47C7/00Parts, details, or accessories of chairs or stools

Landscapes

  • Chairs Characterized By Structure (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM 29. APRIL »925
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
- ΛΙ 412987 -KLASSE 34 g GRUPPE 8
(Sch 70534 X\34g)
Paul Schottler in Halberstadt. Verfahren zur Herstellung von Schreibsesseln. Patentiert im Deutschen Reiche vom 15. Mai 192Φ ab.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur form des Sessels gebogen und nach EinHerstellung von Schreibsesseln mit aus ge- arbeiten von Nuten zur Aufnahme der hinbogenem Holz bestehenden Rahmenteilen'. K teren Sesselfüße und Zapfen für die vor-Der Erfindung gemäß werden ein Stück ; deren Sesselfüße in Rücken- und Armlehne, 5 massives Kantholz entsprechend der Grund- ! Sprossenrahmen, Zargenrahmen und Steg- 10
rahmen zerschnitten. Durch die Herstellung sämtlicher am Schreibsessel vorhandener Rahmen aus einem Stück wird erreicht, daß zum Zusammensetzen eines Schreibsessels nur die bezüglichen Sesselrahmen mit ihren Nuten in Eingriff mit Ausschnitten der hinteren Sesselfüße und mit ihren Zapfen inLanglöcher · der vorderen Sesselfüße gebracht zu werden brauchen, worauf die Verleimung erfolgen ίο kann.
Ein Verfahren zur Herstellung gleichgeformter, den Querschnittsumrissen des Stuhles entsprechend gebogener Holzteile durch Zerschneiden eines breiten Stückes der gleichen Ouerschnittsform ist bei der Herstellung von ; Stühlen bekannt geworden, jedoch kommen ' bei diesem Verfahren nur Profilstücke zur Bildung von Seitenteilen mit den Stuhlbeinen ■ in Frage, während es sich bei dem neuen Ver- ' fahren darum handelt, die zu einem Schreib- j sessel erforderlichen Rahmen, also auch den '■ Sitzrahmen, mit den anderen Rahmen zusammen aus einem Stück herzustellen, wobei ! die Sesselfüße für sich hergestellt werden. In der Zeichnung ist ein gemäß der Erfindung ausgebildeter Schreibsessel beispiels- [ weise dargestellt, und zwar zeigen: Abb. ι die Vorderansicht des Sessels, Abb. 2 die Draufsicht auf diesen, .
Abb. 3 eine schaubildliche Ansicht des ! Massivkantholzbügels,
Abb. 4 einen Teil dieses Bügels in Draufsicht mit eingearbeiteten Ausschnitten für die Sesselfüße,
Abb. 5 einen senkrechten Schnitt durch den j Zargenrahmen und den Sitzrahmen nach der I Linie A-B der Abb. 2 mit einem ausgeschult- j tenen Sesselfußteil als Nebenfigur, Abb. 6 eine abgeänderte Ausführungsform eines Sitzrahmens mit Nagelsitz,
Abb. 7 den gleichen Rahmen für eine j Hochpolsterung eingerichtet, und '
Abb. 8 stellt einen Querschnitt durch eine Sitzrahmenzarge mit flach gepolstertem Sitz dar.
Sämtliche gebogenen Teile des Sessels, also die Rücken- und Armlehne a, der Sprossenrahmen b, die Sitzrahmenzarge c und der vStegrahmen d sind aus einem massiven Stück Kantholz gebogen (Abb. 3), welches in der Richtung der punktierten Linien in die Rahmen a, b, c und d zerschnitten wird, so daß die Rahmen eines Sessels in der Rundung genau miteinander übereinstimmen. In das Massivkantholz sind zur Aufnahme der beiden hinteren Sesselfüße e senkrechte Nuten / eingefräst (Abb. 4), in welche sich die Sesselfüße mit Ausschnitten g (Nebenfigur von Abb. s) einlegen, während an den Vorderenden der vier Rahmen gebildete Zapfen in Langlöcher der vorderen Sesselfüße eingreifen, so daß die vier Rahmen eines Sessels mit den vier Füßen in kurzer Zeit auch von ungeübten Arbeitern sachgemäß miteinander verbunden werden können. Wie Abb. 2 zeigt, schließen die Füße e mit den vier Rahmen des Sessels bündig ab.
Die Rücken- und Armlehne α kann mit dem Sprossenrahmen b noch durch senkrechte Sprossen h (Abb. 1 und 2) verbunden sein. An den Verbindungsstellen sind die Füße und Rahmen überplattet.
Bei dem Zargenquerschnitt nach Abb. 5 ist innen an dem Zargenrahmen c eine Tragleiste! befestigt, auf welcher der Sitzrahmen / aufliegt, der am Außenrande ringsherum mit einer Rille k von dreieckigem Querschnitt versehen ist, welche zur Befestigung des Bezuges ι der Polsterung dient.
Bei dem Zargenquerschnitt nach Abb. 6 wird ein Sitzrahmen p- benutzt, der unmittelbar auf die Zarge c aufgelegt ist. Ein nach innen vorspringender Rand j2 dient zur Aufnahme des Nagelsitzes m.
Bei dem Zargenquerschnitt nach Abb. 7 ist der gleiche Sitzrahmen j1 unterhalb des Zargenrahmens c befestigt. Der vorspringende Rand /2 dient in diesem Falle zur Aufnahme der Hochpolsterung n, die auf dem Rahmen / aufruht. Wenn an Stelle eines Hochpolsters ein Flachpolster benutzt werden soll, so wird dieses mit dem Rahmen / auf Klötzchen 0 aufgelegt, wie Abb. 8 zeigt.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung von Schreibsesseln mit Rahmenteilen aus gebogenem Holz, dadurch gekennzeichnet, daß ein Stück massives Kantholz entsprechend der Grundform des Sessels gebogen und nach Einarbeiten von Nuten und Zapfen für die Sesselfüße in Rücken- und Armlehne (a), den Sprossenrahmen (b), Zargenrahmen (c) und Stegrahmen (d) zerschnitten wird.
2. Schreibsessel gemäß dem Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß er mit einem Sitzrahmen (71) von solchem Querschnitt versehen ist, daß er oberhalb oder unterhalb des Zargenrahmens (c) benutzt werden kann, um ihn sowohl für einen Nagelsitz als auch für eine Hochpolsterung verwenden zu können.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DESCH70534D 1924-05-15 1924-05-15 Verfahren zur Herstellung von Schreibsesseln Expired DE412987C (de)

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