DE650488C - Verfahren zur Geschmacksverbesserung von Kaffee - Google Patents

Verfahren zur Geschmacksverbesserung von Kaffee

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DE650488C
DE650488C DEQ1837D DEQ0001837D DE650488C DE 650488 C DE650488 C DE 650488C DE Q1837 D DEQ1837 D DE Q1837D DE Q0001837 D DEQ0001837 D DE Q0001837D DE 650488 C DE650488 C DE 650488C
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coffee
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QUIETA WERKE ALFRED KASPER
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23FCOFFEE; TEA; THEIR SUBSTITUTES; MANUFACTURE, PREPARATION, OR INFUSION THEREOF
    • A23F5/00Coffee; Coffee substitutes; Preparations thereof
    • A23F5/02Treating green coffee; Preparations produced thereby

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Tea And Coffee (AREA)

Description

  • Verfahren zur Geschmacksverbesserung von Kaffee Das Hauptpatent bezieht sich auf ein Verfahren zum Behandeln von Kaffeebohnen mit Wasserdampf zwecks Geschmacksverbesserung, welches darin besteht, daß die rohe Kaffeebohne vor der Wasserdampfbehandlung und der hierauf folgenden Fertigröstung einer Vorröstung unterzogen wird. Der Hauptzweck dieses Verfahrens besteht darin, daß das bei der Wasserdampfbehandlung und nachträglichen Röstung sonst ä.uftretende Fleckigwerden der Bohne vermieden wird.
  • Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine weitere Abänderung des Verfahrens nach dem Hauptpatent, durch welches neben den Vorteilen, die das Verfahren nach dem Hauptpatent erreicht, noch weitere technische Fortschritte in Hinsicht auf die Entfernung geschmacksabträglicher oder gar gesundheitsschädlicher Stoffe aus der Bohne erreicht werden.
  • Es ist bekannt, daß im Röstkaffee verschiedene Stoffe enthalten sind, die zu dessen Aroma nicht erforderlich sind, hingegen auf den menschlichen Organismus schädliche Wirkungen ausüben. Solche Stoffe sind: Furand@erivate (Furfuralkohol, Furfurol u. a.), Phenole, organische Amine rund Pyridinderivate sowie organische Säuren, z. B. Valeriansäure.
  • Bekanntlich bildet sich das wirklich feine Aroma des Kaffees erst im letzten Stadium des Röstprozesses, während sich ob@engen.annte Stoffe schon bedeutend früher durch Zersetzung von Pentosanen, Eiweißstoffen und Gerbsäure entwickeln.
  • Wenn man nun das Verfahren nach dem Hauptpatent dahin abändert, daß man die rohen Kaffeebohnen nach einer gegenüber den ziffernmäßigen Angaben im Hauptpatent auch weiter treibbaren Vorröstungeiner Wasserdampfdestillation :unterzieht, bei welcher also die .auf den Kaffee einwirkenden Wasserdämpfe fortlaufend abdestilliert werden, so daß die vorgerösteten Kaffeebohnen nur mit Dampf und nicht mit Wasser in Berührung kommen, infolgedessen ein Extraktverlust nicht zu erwarten ist, und hierauf fertigröstet, erreicht man, daß die oben angeführten, bei der Röstung sonst sich bildenden geschmacksabträglichen rund gesundheitsschädlichen Stoffe fast restlos ,aus der Bohne ausgetrieben werden, während die das Kaffeearoma bewirkenden, erst im allerletzten Stadium der Fertigröstung entstehenden wertvollen Öle vollständig erhalten bleiben. Es ist selbstverständlich, daß die Wasserdampfdestillation auch unter gleichzeitiger Mit- oder Einwirkung von anderen geeigneten Mitteln (z. B. in Dampfform) erfolgen kann. Es können z. B. Oxydationsmittel und gewisse Säuren, wie Essigsäure, zugeführt werden. Der nach diesem Verfahren behandelte Kaffee unterscheidet sich im fertiggerösteten Zustand von dem gewöhnlich gerösteten Kaffee durch seinen reineren und angenehme; ren Geruch und Geschmack, was auf den 74 Wegfall der bei dem gewöhnlichen Röstprozeß nicht oder nur unvollkommen entfernbaren geschmacksabträglichen Stoffe zurückzuführen ist.
  • Weitere Vorteile des so behandelten Kaffees sind seine außerordentlich lange Haltbarkeit .' und der Wegfall des bei ,gewöhnlich geröstetem Kaffee meist auftretenden Schwitzens. Würde man ohne Vorröstung den,Kaffeeeiner Wasserdampf destillation unterziehen, so würde er erstens bei der 1`Tachröstung ein unschönes Aussehen aufweisen im Sinne der Angaben im Hauptpatent, zweitens würden aber auch durch die unmittelbare Wasserdampfdestillation solche geschmacksabträglichen Stoffe nicht entfernt werden können, die sich erst bei gewissen Rösttemperaturen (während des Vorröstungsvorganges) ausbilden.
  • Man hat bereits vorgeschlagen, zwecks Abtreibung schwerflüchtiger, besonders teerartiger Stoffe aus Kaffeebohnen Wasserdampf auf diese während der Röstun;r einwirken zu
    '° ' en. Hierbei werden aber mindestens teil-
    @n e die sich bildenden flüchtigen Stoffe,
    nicht nur die unerwünschten Aroma-
    heständteil@e, sondern auch die sich bei der
    Röstung zuletzt bildendenerwünschtenAromastoffe, entfernt, da ja bei diesem bekannten Verfahren der Wasserdampf bis zur Beendigung der Fertigröstung einwirkt. Dieses vorbekannte Verfahren bezweckt auch nicht, das bei der Wasserdampfbehandlung mit nachfolgender Röstung (also ohne Vorröstung) auftretende Fleckigwerden der Bohnen zu vermeiden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCI3: Abänderung des Verfahrens nach Patent 635 672, dadurch gekennzeichnet, daß die Kaffeebohnen nach der Vorröstung einer Wasserdampfdestillation, gegebenenfalls unter gleichzeitiger Einwirkung anderer Stoffe, z. B. Oxydationsmittel, unterworfen werden.
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