-
Nach oben zusammenklappbare, mit Schlittenkufen ausgerüstete Tragbahre
Von Tragbahren, die man auch im Felde verwenden will, wird gefordert, daß sie in
zusammengelegtem Zustand so wenig wie möglich Platz brauchen und so leicht sind,
( daß sie, wenn möglich mit anderer Last, von einem einzigen Mann getragen werden
können.
-
Bekannt ist es nun, eine Tragbahre zusammenlegbar zu machen, auch
sie zu diesem Zweck mit vier Holmen zu versehen, von denen je zwei Holme über ein
Scharnier zusammenklappbar sind. Weiterhin ist es bekannt, die Holme auf Schlitten
oder Schneeschuhkufen anzuordnen, um so eine im Celände fortziehbare und besonders
auf Schnee gleitbare Tragbahre zu schaffen. Anderseits soll sie auch von Trägern
angehoben und fortgetragen werden können. Hierbei ist es ein Erfordernis, daß in
der ausgestreckten Lage die die zusammenklappbaren Holmenpaare verbindenden Scharniere
in der ..geöffneten Lage gesichert sind, damit beim Anheben der Bahre an den Griffen
ein Zusammenklappen um diese in der Mitte liegenden Scharniere mit Sicherheit ausgeschlossen
ist. Zur Sicherung solcher Scharniere in der geöffneten und geschlossenen Stellung
kennt die Technik mehrere Vorschläge, die darauf hinauslaufen, nach der Einstellung
von Hand aus gewisse Sicherungen einzuschalten oder bei Schnappsicherungen diese
bei einem Verstellen von Hand. aus zunächst zu lösen.
-
Eine Tragbahre ist nun ein Gerät, das seinem Verwendungszweck entsprechend
sehr schnell aus der zusammengeklappten in die äusgestreckte, betriebsfertige Lage
gebracht werden muß, denn von der Schnelligkeit der Umstellung kann mitunter viel
abhängen. Es ist daher erforderlich, zusätzliche Handbetätigungen, Entsicherungen
und Sicherungen, bei der jeeeiligen Umstellung möglichst zu vermeiden. In dieser
Hinsicht vermbgen die bisher bekannten Bauarten von Trag- und Feldbahren nicht zu
befriedigen.
-
Um die genannten Nachteile zu beheben, ist gemäß der Erfindung eine
nach oben zusammenklappbare und mit Schlittenkufen ausgerüstete Tragbahre, deren
Holme in der Mitte durch ein Gelenk unterteilt und an den Enden durch gelenkig angeordnete
zweiteilige Querstreben verbunden sind, mit einem vorzugsweise eine Spannvorrichtung
aufweisenden endlosen Drahtseil ausgerüstet, das unterhalb der Holmgelenke durch
Löcher der Kufenbögen und an den Holmenden über Rollen geführt ist, so daß es beim
Spreizen der Querstreben gespannt wird und dadurch. .die Bahre starr in der Gebrauchslage
sichert. Zusätzlich sind an jeder Längsseite der Bahre im Stoff der Tragfläche und
ar. den Enden in der Nähe der Querstrebenscharniere befestigte Drahtseile vorgesehen.
-
Ein Ausführungsbeispiel :einer Tragbahre gemäß der Erfindung ist auf
der Zeichnung dargestellt, -und zwar zeigen Fig. i die Tragbahre in Seitenansicht,
Fig. a dieselbe in Draufsicht und Fig.3 und 4 die 'Bahre zusammengelegt, von zwei
Seiten aus gesehen.
Der obere Rahmen der Tragbahre besteht aus vier
Trägerhälften -aus zweckmäßigem Material, am besten aber aus aus Holz hergestellten
Leisten i, 2, 3 und q., von welchen je zwei und zwei an den Enden miteinander' mittels
der Gelenke 5 und 6 verbunden sind;-Letztere ermöglichen es, daß sich die Trägerhälften
i, 2 bzw. 3, q. bei der Biegung aufwärts gegeneinander drehen, jedoch eine Drehung
bzw. Zusammenfaltung in entgegengesetzter Richtung verhindern. Die Querstreben 7
und .8 bestehen aus je zwei Teilen und sind mit den Rahmenleisten mittels der nach
innen drehbaren Scharniere 13 verbunden. Die beiden-Querstrebenteile sind
untereinander mittels Scharniere 9 derart verbunden, daß sie in der Pfeilrichtung
;gedreht werden können, also in das Innere der Tragbahre. Die Scharniere 13
!und 9 haben am besten die Form eines sog. Winkelscharniers. Unter jeder Rahmenleiste
befindet sich eine mit ihr festverbundene Kufe io, so daß also vier vorgesehen sind.
Jede Kufe ist am Ende nach oben gegen ihren Verbindungspunkt am Rahmenholz gebogen.
Wenn die Rahmenleisten mit Hilfe der Gelenke 5 und 6 ausgestreckt sind, bilden die
Kufen zwei Schlitten für die Tragbahre. Das Drahtseil i i läuft unterhalb der Holmgelenke
5 und 6 durch Löcher der Kufenbögen 12 und an den vier Ecken der Bahre in der Nähe
der Scharniere 13 über Rollen I3a. Die beiden Enden des Drahtseils sind durch eine
Spannvorrichtung'i4 verbunden, wodurch dem Drahtseil die gewünschte Spannung gegeben
wird. Dieses Drahtseil ist der wesentlichste Bestandteil der Erfindung, da @es die
Bahre in der Gebrauchslage hält. Das Drahtseil verhindert also, daß sich die Tragbahre
beim Trägen in der Mitte nach iuiten durchbiegt und, da @es an den Enden der Tragbahre
in der Nähe der Querstreben federnd auftretende Stöße abfängt, können die Querstreben
nicht durch kleinere Stöße bei den Scharnieren 9 nach innen gebogen werden, sondern
es erfordert eine größere in der Pfeilrichtung wirkende Kraft, um sie nach innen
zu drehen.
-
Die Bahre wird mit passendecri Stoff, z. B. Leder o. dgl., bekleidet,
welcher um die Raii.-inenleisten i, 2, 3 und q. herum befestigt wird. Außer als
Tragfläche wirkt der Stoff aucf als Hindernis für die Tragbahre, sich auszubreiten.
Im Stoff sind an den beiden Längsseiten der Bahre nachzustellende Drahtseile 18,
die mit ihren Enden in der Nähe der Scharniere 13 befestigt sind, vorgesehen,
welche bezwecken, daß sich die Rahmenleisten bei der Belastung bei den Gelenken
5 und 6 nicht zu sehr nach innen biegen, -welche Absicht noch außerdem durch die
Befestigung der Seile am Stoff gefördert wird. An den Scharnieren 9 befinden. sich
zweckmäßig Schlingen 16, welche beim Ziehen der Bahre Verwendung finden,
während zum Tragen der Bahre die Handgriffe 17
dienen. Zur Befestigung des
Kranken auf der Bahne und zum Zusammenhalten der Tragbahre in der Verpackung sind
die Riemen 15 vorgesehen.
-
Wenn man die Tragbahre zusammenlegen will, werden die beiden Enden
bei den Scharnieren 9 in Pfeilrichtung nach innen gescho--ben, wobei die Rahmenleisten
i, 2, 3 und q. in eine zueinander parallele Lage zusammengedrückt werden. Alsdann
wird die Trage nach oben um die Gelenke 5 und 6 zusammengelegt und durch die Riemen
15 zusammengehalten.
-
Beim Öffnen werden zunächst die Riemen 15 gelöst, und dann
wird die Tragbahre durch eine Drehung um die Gelenke 5 und 6 auseinandergeklappt,
wonach die Querstreben 7 und 8 durch Ziehen der Schlingen 16 gestreckt werden.
Dadurch wird sowohl der Stoff der Tragfläche wie auch das Drahtseil ausgespannt.