DE65011C - Verfahren und Maschine zum Dünnschleifen von Perlmutter - Google Patents

Verfahren und Maschine zum Dünnschleifen von Perlmutter

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Publication number
DE65011C
DE65011C DENDAT65011D DE65011DA DE65011C DE 65011 C DE65011 C DE 65011C DE NDAT65011 D DENDAT65011 D DE NDAT65011D DE 65011D A DE65011D A DE 65011DA DE 65011 C DE65011 C DE 65011C
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DE
Germany
Prior art keywords
pearl
stones
stone
mother
grinding
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT65011D
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English (en)
Original Assignee
J. F. crosinsky in Berlin S.O., Oranienstr. 22
Publication of DE65011C publication Critical patent/DE65011C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B24GRINDING; POLISHING
    • B24BMACHINES, DEVICES, OR PROCESSES FOR GRINDING OR POLISHING; DRESSING OR CONDITIONING OF ABRADING SURFACES; FEEDING OF GRINDING, POLISHING, OR LAPPING AGENTS
    • B24B27/00Other grinding machines or devices

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Finish Polishing, Edge Sharpening, And Grinding By Specific Grinding Devices (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Schalen der Perlmuttern und anderer Muscheln werden bisher nur in der Weise geschliffen und auf eine vorher bestimmte Dicke dadurch gebracht, dafs sie erst auf der einen und dann auf der anderen Seite flach oder eben geschliffen werden. Hierbei sind sehr geschickte Arbeiter nöthig, damit überall die gleiche Dicke erreicht wird. Bei der Sprödigkeit der Schalen und infolge ihrer gewölbten Gestalt ist es daher auch nur möglich, Platten von verhältnifsmäfsig geringer Gröfse zu schleifen, wenn man nicht übergrofse Anforderungen an die Geschicklichkeit der Arbeiter stellen oder nicht zu viel Bruchstücke erhalten oder aber übermäfsig viel Zeit auf das Schleifen verwenden will.
Nach dem Verfahren des Erfinders werden diese Schalen gleichzeitig auf zwei Seiten geschliffen zwischen zwei sich in gleicher Richtung drehenden Sandsteinen, von denen der eine in einem festen Lager läuft, während der andere ein nachgiebiges Lager besitzt, so dafs die Entfernung zwischen den beiden Steinen, nachdem eine gewisse Mindestentfernung eingestellt ist, sich bei erhöhtem Druck zwischen den Steinen vergröfsern kann.
Die Zeichnung zeigt eine Form der Maschine, die in mannigfachen, dem Maschinenbauer geläufigen Abänderungen ausgeführt werden kann. Das Wesentliche der Maschine besteht in den beiden in gleicher Richtung sich drehenden Schleifsteinen α b, die meist aus mittelfeinem Sandstein bestehen. Die Lagerböcke c d für die Wellen beider Steine sind auf je einen Schlitten fg aufgesetzt, so dafs die Schlitten und demnach auch die Steine einander genähert oder entfernt werden können. Der hintere Schlitten g, vom Stande des Arbeiters aus gerechnet, ist mit Muttergewinde versehen, während der vordere f eine glatte Bohrung besitzt. Eine Welle e mit Handrad h geht glatt durch die Bohrung von f und mit Gewinde durch die Mutter von g. Zwei Stellringe i z1 sind auf der Welle angebracht, aufserdem liegt eine ziemlich starke Blattfeder k zwischen der Innenseite des Gestellrahmens und dem Schlitten f. Es ist leicht zu erkennen, dafs bei Drehung des Handrades die Entfernung der beiden Steine α b verändert wird, und dafs auch, wenn der Druck zwischen den beiden Steinen gröfser wird als der Federdruck, sich der Stein α zurückschiebt.
Der hintere Stein b wird von einem auf der Stufenscheibe m laufenden Riemen angetrieben; die Drehung wird mittelst eines Riemens η von dem hinteren Stein b auf den anderen a übertragen. Um der wechselnden Entfernung von α und b zu entsprechen, ist der Riemen η mittelst einer Rolle ρ und eines Handrades q nachstellbar.
Der Arbeiter befindet sich vor dem vorderen Stein a\ er hält die zu schleifende Muschel mit beiden Händen und sucht sie in ihrer ganzen Fläche nach und nach zwischen die Steine α und b einzuführen. Die etwa vorstehenden Unebenheiten und die übermäfsige Dicke der Muschel werden hierbei weggeschliffen, so lange, bis die Stärke der Muschel
nicht gröfser ist als die eingestellte Entfernung zwischen α und b. Sollte der vordere Stein a bei der durch die Pfeile angedeuteten Drehrichtung, die auch umgekehrt werden kann, die Muschel bei einer besonders dicken Stelle plötzlich mit sich nehmen, so dafs also die Muschel unter die Arbeitslinie geräth, so kann der Stein nachgeben, damit keine Beschädigung oder kein Bruch der sehr spröden Muschel entstehen kann.
Das Wesentliche des neuen Verfahrens liegt in. der Anwendung der gleichen Drehrichtung für beide Steine, so dafs an der Arbeitsstelle, wie dies in Fig. ι durch Pfeile ,angedeutet ist, die arbeitenden Schleifflächen beider Steine nicht dieselbe Bewegungsrichtung besitzen. Nur auf diese Weise ist es möglich, Dünnschliffe der spröden Muschel von bisher nicht gekannter Gröfse zu erzielen, ohne die Muschel zu zerbrechen.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Das Verfahren, Perlmutter und ähnliche Muscheln dadurch beliebig dünn zu schleifen, dafs man die Muscheln zwischen zwei in gleicher Richtung sich drehenden Steinen schleift, wobei der eine Stein nachgiebig gelagert ist, um das Brechen der Muschel zu vermeiden.
  2. 2. Zur Ausübung des unter i. angegebenen Verfahrens eine Maschine, bestehend aus zwei in gleicher Richtung sich drehenden Schleifsteinen (a b),. deren Entfernung von einander durch eine Stellschraube (e) geändert werden kann und von denen der eine (a) nachgiebig gelagert ist, wobei zur Uebertragung der Drehbewegung von einem Stein (b) auf den anderen (a) ein durch Spannrolle nächstellbarer Riemen (n) benutzt ist.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT65011D Verfahren und Maschine zum Dünnschleifen von Perlmutter Expired - Lifetime DE65011C (de)

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