DE649769C - Ofen zur Waermebehandlung von Kohlenwasserstoffoelen - Google Patents

Ofen zur Waermebehandlung von Kohlenwasserstoffoelen

Info

Publication number
DE649769C
DE649769C DES101888D DES0101888D DE649769C DE 649769 C DE649769 C DE 649769C DE S101888 D DES101888 D DE S101888D DE S0101888 D DES0101888 D DE S0101888D DE 649769 C DE649769 C DE 649769C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
zone
furnace
pipes
heat treatment
contact
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DES101888D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Friedrich Siemens AG
Original Assignee
Friedrich Siemens AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Friedrich Siemens AG filed Critical Friedrich Siemens AG
Priority to DES101888D priority Critical patent/DE649769C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE649769C publication Critical patent/DE649769C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10GCRACKING HYDROCARBON OILS; PRODUCTION OF LIQUID HYDROCARBON MIXTURES, e.g. BY DESTRUCTIVE HYDROGENATION, OLIGOMERISATION, POLYMERISATION; RECOVERY OF HYDROCARBON OILS FROM OIL-SHALE, OIL-SAND, OR GASES; REFINING MIXTURES MAINLY CONSISTING OF HYDROCARBONS; REFORMING OF NAPHTHA; MINERAL WAXES
    • C10G9/00Thermal non-catalytic cracking, in the absence of hydrogen, of hydrocarbon oils
    • C10G9/14Thermal non-catalytic cracking, in the absence of hydrogen, of hydrocarbon oils in pipes or coils with or without auxiliary means, e.g. digesters, soaking drums, expansion means
    • C10G9/18Apparatus
    • C10G9/20Tube furnaces

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Thermal Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Waste-Gas Treatment And Other Accessory Devices For Furnaces (AREA)

Description

  • Ofen zur Wärmebehandlung von Kohlenwasserstoffölen Die Aufgabe eines Ofens zur Wärmebehandlung von Kohlenwasserstoffölen besteht darin, in ihm einen Olstrom, der unter einem Druck von etwa Zoo Atm. steht, auf etwa 5oo° zu erwärmen. Für die-Aufnahme des Ölstromes kommen infolgedessen nur Stahlrohre besonders guter Qualität in Frage, und die Hauptschwierigkeit der Aufgabe besteht darin, die.Erwärmung des Öls nach ganz bestimmten-praktisch erprobten Grundsätzen durchzuführen.
  • Es hat sich bereits herausgestellt, daß ein solcher Ofen in zwei verschiedene Teile zerfallen muß, und zwar in eine kühlere Zone, in der das Öl, welches mit 25o° eintritt, im allgemeinen auf 3ao° erhitzt wird, und in eine heißere Zone, in der das Ö1 im allgemeinen von 32o° auf 5oo° erwärmt wird. Es ist weiter bekannt, in. letzterer Zone die Wärme hauptsächlich durch Strahlung, in ersterer dagegen hauptsächlich durch Berührung (Konvektion) zu übertragen.
  • Es ist aber unvorteilhaft, wenn in der heißeren Zone die Beheizung außer durch Strahlung auch noch durch Berührung der Heizrohre 'mit der Flamme oder den heißen Flammengasen erfolgt. Nicht allein die genaue Einhaltung der Temperatur, sondern. voar allem auch die Haltbarkeit der Heizrohre werden in Frage gestellt, wenn man in dieser Zone nicht die Berührung von der Strahlung trennt. Aus diesem Grunde sind Öfen, bei denen die Heizrohre eine aufsteigende Flamme umgeben, mit den eben beschriebenen N achteilen behaftet.
  • Es sind bereits Versuche gemacht worden, diese Mängel zu beseitigen. So ist z. B. vorgeschlagen worden, in der heißesten Zone die ölführenden Rohre im Kreise nahe an der Wandung einer zylindrischen Kammer anzuordnen, die waagerecht oder senkrecht angeordnet wurde. Hierbei ist es aber nicht möglich, die Berührung der Rohre durch die in der Kammer sich bildende und ausbreitende Flamme zu verhindern, da das Volumen der Flammengase infolge der dauernd stattfindenden Reaktionen in Gestalt kleiner Explosionen fortwährend zunimmt. Liegt die Kammer mit den ölführenden Rohren waagerecht, so wirkt noch der natürliche Auftrieb der Gase mit, so daß in der oberen Hälfte der Kammer die Rohre sehr viel stärker erhitzt werden als die unterhalb der Brenners liegenden Rohre, die naturgemäß in geringerem Maße von der sich , allseitig ausdehnenden Flamme bestrichen werden.
  • Man hat deshalb diese Kammer senkrecht gestellt und den Brenner einanal in der Mitte der Decke, das andere Mal in der Mitte des Bodens der Kammer angeordnet. Im ersten Falle muß sich die- von oben eintretende Flamme entgegen ihrem natürlichen Auftriebe durch die Kammer bewegen; sie wird sich dabei in Form eines umgekehrten Pilzes nach allen Seiten verbreitern, so daß sie die Rohre berühren muß. Im anderen Falle, wenn die Flamme von unten in die Kammer eintritt und sie nach oben durchzieht, muß eine fächer- oder umgekehrt kegelförmige Flamme in der Kammer entstehen, deren Randteile wiederum die Rohre bestreichen, Wenn, in allen diesen drei Fällen auch der in der Mitte befindliche Teil des Flammenstromes auf die Rohre durch Strahlung wirkt, so ist doch eine Berührung der Rohre durch die äußeren Schichten der sich ausbreitenden Flamme nicht zu verhindern. Eine nur durch Strahlung wirkende Zone kann bei einer solchen Ofenbauart nicht entstehen.
  • Man hat deshalb vorgeschlagen, die Flamme indirekt auf die Röhre wirken zu lassen, indem man die Flamme gegen die Rohre durch Siliciumcarbidwände abdeckte, die hierbei stark erhitzt werden und nunihrerseits durch Strahlung auf die Rohre einwirkten. Es liegt aber auf der Hand, daß solche Öfen verhältnismäßig teuer in der Anschaffung sind und das Verfahren dadurch wie auch durch den höheren Wärmebedarf unwirtschaftlich wird.
  • Schließlich ist auch ein Ofen bekanntgeworden, der in der Strahlungszone die bekannte indirekte Bestrahlung durch von innen beheizte Siliciumcarbidplatten, in der Berührungszone einige wenige (sechs) am Boden angeordnete Rohre zeigte, die bezüg= lich der Ölbewegung zwischen die beiden letzten Reihen der Berührungszone zwischengeschaltet waren. Diese wenigen nur durch Strahlung beheizten Rohre bildeten also einen Teil der Berührungsheizungszone, und das sie durchströmende Öl wurde erst durch die letzte Rohrreihe in dieser Zone geniigend weit erhitzt, um in die Strahlungszone geleitet werden zu können. Mit der Ausbildung der Strahlungszone haben .diese am Boden dex Berührungszone befindlichen Rohre nichts zu tun.
  • Gemäß der Erfindung werden nun sämtliche das C51 führenden Rohre in der Zone, in der die Wärmebehandlung nur durch Strahlung erfolgen soll, derart nahe dem Boden der Ofenkammer angeordnet, daß die Verbrennungsgase über diese Rohre hinwegstreichen, ohne mit ihnen in Berührung zu kommen. Dabei erhält die Ofenkammer einen Rauminhalt, der eine freie Flammenentfaltung .ermöglicht, ohne daß die sich ausdehnende Flamme die Rohre berührt.
  • Die Erfindung ermöglicht es, wesentlich heißere Flammen als bisher zu verwenden, so daß sich durch die intensivere Beheizung der Durchsatz erheblich vergrößern läßt. Ferner ermöglicht die Erfindung eine sichere, rechnerische Erfassung des Heizvorganges, die sofort unmöglich wird, wenn wie bei den vorhin besprochenen älteren Öfen zu der Strahlungsbeheizung noch die Beheizung durch Berührung auch nur eines Teiles der Flamme hinzutritt.
  • Allerdings zwingt die. Erfindung dazu, gewisse Nachteile auf dein Gebiete der Wärmeübertragung in Kauf zu nehmen. Der Hitzeabfluß der Flamme wird in geringem Maße auf die ölführenden Heizrohre und in stärkerem Maße auf die Umgebungswände des Ofens stattfinden. Ganz abgesehen davon, daß man aber die Ausstrahlung des Ofens, sei es durch Isolation, sei es durch Mitbenutzung der Ausstrahlung, z. B. für die Vorwärinung der Verbrennungsluft, vermeiden kann, sind die wirtschaftlichen Vorteile der genauen Temperatureinhaltung und der Haltbarkeit der Rohre größer als der Nachteil der vergrößerten Ausstrahlung des Ofens. Die Heizgase werden erfindungsgemäß, ohne mit den Rohren in Berührung zu kommen, aus der heißeren Zone entfernt. Bevor sie in die kühlere Zone kommen, muß ihre Temperatur so weit herabgemildert werden, daß die Vorheizteniperatur des öls, welches im Rohrsystem der Vorzone zirkuliert, 32o° nicht übersteigt. Zu diesem Zweck wird die Temperatur der Heizgase in bekannter Weise herabgemindert, etwa indem man ihnen Kaltluft oder Abgase zusetzt. Während aber bisher das Kaltgas oder die Abgase unmittelbar vor Eintritt in die kühlere Zone den Heizgasen zugesetzt wurden, ist erfindungsgemäß ein Mischraum zwischen beiden Zonen vorgesehen, in dem die Mischung zwischen Heizgasen einerseits und Kaltluft bzw. Abgasen andererseits sich so gründlich vollziehen kann, daß bei Eintritt dieses'Gasgemisches in die kühlere Zone Überhitzungen ausge--schlossen sind.
  • In der beiliegenden Zeichnung ist der Ofen im senkrechten Schnitt dargestellt. Die heißere Zone ist mit i und das am Boden liegende ölführende Rohrsystem mit 2 bezeichnet. Bei 3 tritt die Heizflamme, dem Pfeil entsprechend, in den Heizraum ein, und die Heizgase dieser Flamme werden bei abgesaugt und treten in den Mischraum 5 ein. In diesem werden aus dem Kanal 6, dem eingezeichneten Pfeil entsprechend, kalte Abgase oder kalte Luft beigemengt. Diese Gase haben genügend Zeit und Gelegenheit, sich gründlich zu mischen und ihre Temperatur gegenseitig auszutauschen, bis sie mit dem Rohrsystem 7 in Berührung treten, welches den ganzen Raum der kühleren Zone 8 ausfüllt. Bei 9 treten die ausgenutzten Gase, dem Pfeil entsprechend, aus dem Ofen heraus und gelangen in den Schornstein.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: r. Ofen zur Wärmebehandlung von Kohlenwasserstoffölen, der aus zwei räumlich getrennten Zonen besteht, wobei das Öl in der ersten (kühleren) Zone im wesentlichen durch Berührung mit Verbrennungsgasen, in der zweiten (heißeren) Zone durch direkte Strahlung erhitzt werden soll, dadurch gekennzeichnet, daß sämtliche das Öl führenden Rohre in der Zone, in der die Wärmebehandlung nur durch Strahlung erfolgen soll, in an sich bekannter Weise derart nahe dem Boden der Ofenkammer angeordnet sind, daß die Verbrennungsgase über diese Rohre hinwegstreichen, ohne mit ihnen in Berührung zu kommen. z, Ofen nach Anspruch z, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den beiden Zonen eint Mischraum eingeschaltet ist, in welchem die Temperatur der Heizgase in bekannter Weise und gleichmäßig auf diejenige Temperatur herabgedrückt wird, welche sie bei Eintritt in diejenige Zone haben müssen, in welcher die das 01 führenden Rohre durch Berührung mit den Heizgasen erhitzt werden.
DES101888D 1931-11-14 1931-11-14 Ofen zur Waermebehandlung von Kohlenwasserstoffoelen Expired DE649769C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DES101888D DE649769C (de) 1931-11-14 1931-11-14 Ofen zur Waermebehandlung von Kohlenwasserstoffoelen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DES101888D DE649769C (de) 1931-11-14 1931-11-14 Ofen zur Waermebehandlung von Kohlenwasserstoffoelen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE649769C true DE649769C (de) 1937-09-09

Family

ID=7524067

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DES101888D Expired DE649769C (de) 1931-11-14 1931-11-14 Ofen zur Waermebehandlung von Kohlenwasserstoffoelen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE649769C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE649769C (de) Ofen zur Waermebehandlung von Kohlenwasserstoffoelen
DE2115235C2 (de) Backofenbaugruppe mit erhitzten Wasserdampf und Kondensationswasser aufnehmenden und durch einen Herd beheizten ringförmig gekrümmten Röhren
DE535722C (de) Destillationsofen fuer Kohle u. dgl. mit liegender Kammer und senkrechten Heizwaenden
DE2440451A1 (de) Vorrichtung zur verbesserung des betriebes von oelheizkesseln
DE657015C (de) Tunnelofen zum Schwelen oder Trocknen
DE465425C (de) Dampfkessel, insbesondere fuer Kohlenstaubfeuerung, mit mittelbarer Erzeugung des Betriebsdampfs
DE340602C (de) Hohlrost mit Wasserumlauf und Zusatzluftkanaelen
DE705519C (de) Vorrichtung zum Erhitzen von Fluessigkeiten, insbesondere Kohlenwasserstoffoelen
DE457050C (de) Backofen mit durch Gasbrenner unmittelbar beheiztem Backraum
DE684418C (de) Backofen mit beiderseits einer oder mehrerer Backkammern angeordneten Heizschaechten
DE878181C (de) Gasbeheizter Backofen, insbesondere Tunnelbackofen
DE447732C (de) Senkrechter Regenerativ-Kammerofen zur Erzeugung von Gas und Koks
DE685920C (de) Ofen zur Waermebehandlung von Kohlenwasserstoffoelen
DE419308C (de) Roestofen fuer Zinkblende
DE892294C (de) Roll- oder Stossofen
DE902899C (de) Einraeumiger regenerativer Erhitzer fuer Gase oder Daempfe
AT143394B (de) Kochherd.
DE468252C (de) Ziegelringofen mit doppelten Trennwaenden zwischen den Brennkammern und in verschiedenen Hoehen angeordneten Roststaeben
DE428757C (de) Verfahren zur Erhoehung der Waermeuebertragung in industriellen OEfen (besonders Walzwerksoefen)
DE1501962C (de)
DE538620C (de) Kuehleinrichtung fuer die Feuerraumstirnwand von Rostfeuerungen mit mehreren nebeneinanderliegenden Beschickungsvorrichtungen
DE325747C (de) Brennofen, insbesondere Emaillierofen
DE586516C (de) Dampfkessel
DE693744C (de) Emailbrennofen
DE598717C (de) Steilrohrkessel