DE649656C - Verfahren und Vorrichtung zum Trocknen von Mehl - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Trocknen von MehlInfo
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Classifications
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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- F26B—DRYING SOLID MATERIALS OR OBJECTS BY REMOVING LIQUID THEREFROM
- F26B17/00—Machines or apparatus for drying materials in loose, plastic, or fluidised form, e.g. granules, staple fibres, with progressive movement
- F26B17/001—Machines or apparatus for drying materials in loose, plastic, or fluidised form, e.g. granules, staple fibres, with progressive movement the material moving down superimposed floors
- F26B17/006—Machines or apparatus for drying materials in loose, plastic, or fluidised form, e.g. granules, staple fibres, with progressive movement the material moving down superimposed floors the movement being imparted by oscillation or vibration
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Description
- Verfahren und Vorrichtung zum Trocknen von Mehl Für die Trocknung von Mehl aus den verschiedenen Getreidearten sowie Kartoffelmehl, Reismehl, Stärke usw. benutzte man bisher Tellertrockner, ferner Trockenschnecken, Trockentrommeln oder Trockenbänder. Alle diese Einrichtungen haben den Nachteil, daß das :Mehl in verhältnismäßig geringer Bewegung über die Heizflächen geführt wird, so daß für die Erzielung einer bestimmten Trockenwirkung eine größere Heizfläche sowie höhere Temperaturen im Mehl benötigt werden, als wenn das Mehl auf den Heizflächen in dauernder starker Bewegung ist.
- Es sind ferner für den gleichen Zweck Vorrichtungen bekanntgeworden, bei welchen das Trockengut durch Kanäle mit natürlichem Gefälle geführt wird, welche entweder nach Art einer Schüttelrinne oder quer zur Bewegungsrichtung des Gutes bewegt werden. Bei der ersteren Ausführung wird das Mehl auf den Heizflächen nicht genügend`gewendet; es können auch über die Breite der Kanäle verschiedene Temperaturen herrschen; so daß die Trocknung ungleichmäßig wird. Die zweite Ausführung benötigt für die Förderung des Trockengutes ein unverhältnismäßig großes Gefälle.
- Gegenstand der Erfindung ist die Verwendung des aus der Mühlenindustrie bekannten Plansichters in etwas abgeänderter Bauart für die Trocknung von Mehl. Hierbei wird das Mehl über Kanäle aus Weißblech oder anderem geeignetem Baustoff geführt, ähnlich wie sie beim Plansichter als Sammelböden dienen, während die Siebe für die Absichtung des Gutes hier in Fortfall kommen. Bei dieser Ausführung macht jeder Punkt der Kanäle eine gleich große waagerechte Kreisschwingung; dieBewegungsrichtung .derselben ist abwechselnd einmal quer zur Bewegungsrichtung des Gutes und einmal gleichgerichtet mit derselben, so daß sowohl die Durchmischung des Gutes einwandfrei ist und auch das Gefälle der Kanäle für die Bewegung des Gutes in denselben nur gering zu sein braucht. Durch die lebhafte Bewegung des Trockengutes in den Kanälen kann der Brüden leicht ..us dem Mehl entweichen; -die gute Durchmischung verhindert ungleichmäßigeTrockenwirkung sowie Schädigungen von Teilmengen, welche zu lange ununterbrochen mit der Heizfläche in Berührung stehen. Das geringe Gefälle ermöglicht die Unterbringung einer großen Heizfläche auf kleinem Raum. Die frei schwingende Aushängung des ganzen Systems ergibt einen sehr günstigen erschütterungsfreien Antrieb bei geringstem Kraftbedarf.
- Die Förderkanäle werden durch Rohrschlangen mit Warmwasser oder Dampf geheizt; es können auch elektrische Widerstände hierfür verwendet werden, oder es kann heiße Luft oder Abgase von Kraftmaschinen unter den Kanälen durchgeleitet -werden. Für die Abführung des Brüdens kann atmosphärische. oder vorgewärmte Luft verwendet werden.
- Die Abb. r zeigt die Ausführung des. Trockenplansichters im Längsschnitt, und.. zwar bezeichnet a die Förderkanäle, welche gleichzeitig als Heizflächen für das Mehl dienen, und mit b ist die Heizung mittels Rohrschlangen für die Kanäle bezeichnet. Der Einlaufschlauch für das Mehl ist mit c bezeichnet, der Auslaufschlauch mit d, der Anschluß für die Absaugung des Brüdens mit e. Ein Lufterhitzer für die Vorwärmung der'Trockenluft ist mit f bezeichnet.
- Abb.2 zeigt die eine Hälfte des Sichters im Ouerschnitt, während die andere Hälfte in Ansicht dargestellt ist. Der Antrieb sowie die Aufhängung des Sichters erfolgt in der nekannten frei schwingenden Ausführung. Die Luft kann, wie gezeichnet, im Gegenstrom über die Heizflächen geführt werden oder im Parallelstrom übe.- alle Heizflächen nebeneinander, wobei der Lufteintritt am Anfang jeder Heizfläche. die Absaugung am Epde jeder Heizfläche erfolgt.
- Die Förderung des Mehles in den Kanälen erfolgt durch natürliches Gefälle derselben, wobei das Gefälle die Durchlaufgeschwindigkeit bestimmt. Soll das Mehl nach der Trocknung gekühlt «-erden, so kann die eine Hälfte des Sichters als Trockenabteil, die zweite Hälfte als Kühlabteil Verwendung finden, 1vobei die Kühlung durch atmosphä rische Luft allein oder auch in Verbindung mit künstlich gekühlten Flächen erfolgen kann. Hierbei «-erden die Kanäle durch Kühlflüssigkeit gekühlt, «-elche durch dieselben Rohrschlangen geführt wird, wie sie im Trockenabteil für die _Heizung verwendet «-erden. Es kann daher die Kühlabteilung wahlweise auch als Trockenabteilung benutzt werden.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE'. r. Verfahren zum Trocknen von Mehl aus Körnerfrüchten, Kartoffelmehl, Reismehl, Stärke u. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß als Heizflächen geradlinige Kanäle mit natürlichem Gefälle benutzt werden, welche sich in überall gleich großen waagerechten Kreisschwingungen bewegen und durch geeignete Mittel beheizt werden.
- 2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß die Anordnung, Antrieb und Aufhängung der Kanäle in der aus der Miihlenindustrie bekannten Plansichterausführung erfolgt.
- 3. Apparat nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Beheizung der Kanäle mittels Dampf oder Warmwasserrohrschlangen erfolgt. Apparat nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Heizung durch elektrische Widerstände erfolgt. 5. -Apparat nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Heizung durch Abgase von Kraftmaschinen erfolgt.
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| DE649656C true DE649656C (de) | 1937-08-30 |
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|---|---|
| DE (1) | DE649656C (de) |
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1935
- 1935-12-03 DE DEM132801D patent/DE649656C/de not_active Expired
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