DE647907C - Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit Waehlerbetrieb - Google Patents
Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit WaehlerbetriebInfo
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- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04M—TELEPHONIC COMMUNICATION
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Schaltungsanordnung für Fernsprechanlagen mit
mehreren Vermittlungsstellen, bei welchen über dieselben Wähler der Sprechverkehr der
Teilnehmer der eigenen und auch anderer Vermittlungsstellen verläuft. Die Erfindung
bezweckt, die Verbindungseinrichtungen einer Vermittlungsstelle möglichst 'einfach zu gestalten,
und erreicht dies dadurch, daß die in
ίο einer Vermittlungsstelle angeordneten Wähler,
die bei einer von einem Teilnehmer hergestellten internen Verbindung (Haus- oder
Rückfrageverbindung) im Sprechweg liegen, bei Weiterleitung einer von einer anderen
Vermittlungsstelle ankommenden Verbindung von der den Ruf entgegennehmenden zur gewünschten
Sprechstelle teils als Einstellwähler und teils unter Umgehung des bzw. der Einstellwähler als Sprechwähler dienen.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt, und zwar ist
hier eine Nebenstellenanlage gezeigt, welche Anschluß an ein öffentliches Amt hat.
i. Herstellung einer internen
Verbindung
Verbindung
Wünscht z. B. der Teilnehmer N1 eine Verbindung
mit irgendeinem Teilnehmer der eigenen Vermittlungsstelle, so wird durch Abnehmen des Hörers folgender Stromkreis
hergestellt: Erde, Kontakt it über Teilnehmerschleife
des Teilnehmers N1, Widerstand Wi1, Kontakt 21, Schaltarm c des Leitungswählers LW in Stellung o, Wicklung I des
Relais V, Batterie, Erde. In diesem Stromkreis spricht das Relais V an und bewirkt
durch Schließen des Kontaktes 3ν die Einschaltung
des Drehmajgneten DAS des Anruf
suchers AS über Erde, Relaisunterbrecher RU, Kontakte 25 i, 3 v, 5 s, Drehmagnet DAS,
Batterie, Erde. Durch den Drehmagneten wird der Anrufsucher AS so lange fortgeschaltet,
bis folgender Stromkreis für die Wicklung I des Relais S zustande kommt: Erde, Kontakt ii über Teilnehmerschleife N1,
Schaltarm b des Anrufsucher AS, Kontakte 6 t, Jr, Wicklung Γ des Relais S, Batterie,
Erde. Durch Relais S, welches anspricht, wird einmal der Drehmagnet DAS des Anruf
suchers AS durch öffnen des Kontaktes 5 s stillgesetzt. Durch Schließen des Kontaktes
8 s werden die Relais T1 bis Tt über Erde,
Kontakt 8 s, ReIaIsT1 bis T1 nach Batterie,
Erde erregt. Durch die Relais T1 bis Ί\
werden sämtliche i-Kontakte betätigt, wodurch die Anrufstromkreise (Stromkreis
des. Relais V) sämtlicher Teilnehmer, z. B. der Teilnehmer N, N1, N2, an den Kontakten
ii, 2t, Qf und ιοί unterbrochen werden.
Hierdurch ist die Einrichtung für sämtliche weiteren Teilnehmer gesperrt.
Nach Ansprechen der Relais T1 bis T4 wird
das Relais V über Erde, Wicklung III des Relais S, Kontakte 171, Schaltarm c des Lei-
*) Von dem Patefitsucher ist als der Erfinder angegeben worden;
Adolf Waschnack in Finkenkrug b. Berlin-Spandau.
tungswählers LW in Stellung o, Wicklung I des Relais V, Batterie, Erde gehalten.
Der Speisestromkreis des anrufenden Teilnehmers N1 verläuft nun über Erde, Kontakt
ι Ii, Wicklung II des Relais S, Kontakt 12 r,
Wicklung II des Relais Λ", Schaltarm α des
Anrufsuchers AS zum Teilnehmer N1, Schaltarm
b des Anrufsuchers AS, Wicklung I des Relais X, Kontakt 7 r, Wicklung I des Relais
S, Batterie, Erde.
Zwecks Einstellung des Leitungswählers LW sendet nunmehr der Teilnehmer Stromstöße
aus. Entsprechend dieser Stromstöße wird Relais 5 stromlos und betätigt den
Drehmagneten DLlV des Leitungswählers über folgenden Weg: Erde, Kontakte 13 AII,
i_j.i, 15s, Wicklung II des Relais V, Kontakt
luv, Drehmagnet DLlV des Leitungswählers LlV, Batterie, Erde. Der Leitungswähler LW
wird auf den bestimmten Kontakt eingestellt. Nur während der Stromstoßgabe bleibt das
Relais V noch im Stromkreis des Drehmagneten erregt. Relais V fällt nach der
Stromstoßgabe ab, da der Stromkreis über die Wicklung I des Relais V durch Weiterschalten
des Schaltarmes c vom Leitungswähler LW unterbrochen ist. Der gewünschte Teilnehmer
wird über folgenden Weg gerufen: Erde, Kontakt 111, Wicklung II des Relais S, Kontakt
12/·, Wicklung II des Relais X, Kontakt
i8^>, Schaltarm α des Leitungswählers LW
zum gewünschten Teilnehmer, Schaltarm b des Leitungswählers LW, Kontakt 19«, Wicklung
I des Relais U, Kontakt 20 ν über den Kontakt ^sek, welcher alle 4 Sekunden geschlossen
wird, zur Rufstromquelle RQ.
Meldet sich der gewünschte Teilnehmer, so wird das Relais U in der Rufpause, in der
die Wicklung I des Relais U über den in Ruhestellung befindlichen Kontakt 4sek und
Widerstand Wi3 an Batterie liegt, erregt und bewirkt durch öffnen des Kontaktes igu und
Schließen des Kontaktes 21 u Durchschaltung der Sprechleitung und Unterbrechung des
Rufstromkreises. Das Relais U wird über die II. Wicklung gehalten, und zwar in folgendem
Stromkreis: Erde, Kontakt22 f, Wicklung
II des Relais U, Kontakt 23 u, Kontakt 24z», Drehmagnet DLW des Leitungswählers
LlV, Batterie, Erde. In diesem Stromkreis wird der Drehmagnet DLW nicht betätigt. Es
ist nunmehr die Sprechverbindung zwischen dem anrufenden und dem gewünschten Teilnehmer
hergestellt.
Die hergestellte Verbindung wird auf folgende Weise ausgelöst: Legen der Anrufende
und der Angerufene ihre Hörer auf, so wird das Relais S stromlos und bewirkt durch
öffnen des Kontaktes 8 s Abfall der Relais T1
bis T4. Hierdurch werden sämtliche f-Kontakte in die Ruhelage zurückgeführt. Durch
Schließen des Kontaktes 251 wird folgender Stromkreis für den Drehmagneten DLW des
Leitungswählers hergestellt: Erde, Relais-
·■·-unterbrecher RU, Kontakt 251, Schaltarm d
fcs Leitungswählers LW in Stellung 1 bis 10,
' Drehmagnet DLW des Leitungswählers, Batterie,
Erde. Der Drehmagnet DLW wird so lange betätigt, bis der Leitungswähler LW
die Stellung ο erreicht hat und somit der vorgenannte Stromkreis unterbrochen wird. Am
Kontakt 221 wird der Haltestromkreis des Relais U unterbrochen. Somit sind sämtliche
Schaltmittel in der Ruhelage, und es kann die Einrichtung für eine neue Verbindung benutzt
werden.
2. Herstellung einer Amtsverbindung
Wünscht z. B. der Teilnehmer JV1 eine Verbindung
mit dem Amt herzustellen, so wird in gleicher Weise, wie vorher beschrieben, die Einstellung des Anrufsuchers AS auf den
anrufenden Teilnehmer herbeigeführt. Ist dies erfolgt, so drückt der Teilnehmer JV1
vorübergehend seine Taste T1, wodurch in bekannter
Weise das im Speisestromkreis liegende Differenzrelais X erregt wird. Hierdurch
wird das Relais P über folgenden Weg erregt: Erde, Kontakte 261, 2jr, 29χ, 32 AII,
Wicklung II des Relais P, Batterie, Erde. Das Relais P spricht an und bereitet durch Kontakt
31 ρ einen Erregerstromkreis für das Relais H vor, der nach Beendigung des Tastendruckes
und somit Öffnen des Kontaktes 29* über Erde, Kontakte 261, 27 r, Wicklung II
des Relais H, Wicklung I des Relais P, Kontakte 31/), 32 AII, Wicklung II des Relais P,
Batterie, Erde verläuft. Das Relais H ist ein Grenzrelais, das in letztgenanntem Stromkreis
in zweiter Stufe erregt wird. Das Relais H ist ein Stufenrelais, das in letztgenanntem
Stromkreis in erster und zweiter Stufe erregt wird.
Es sei bemerkt, daß das Relais H alle mit I bezeichneten Kontakte nur in erster, alle
mit II bezeichneten Kontakte in zweiter und alle mit I und II bezeichneten Kontakte in
erster und zweiter Stufe betätigt.
Durch öffnen des Kontaktes 32fell und
Schließen des Kontaktes 30h II erfolgt die Herstellung eines Haltestromkreises für die
Relais P und H über Erde, Kontakte 26t, r, Wicklung II des Relais//, Wicklung I
des Relais P, Kontakte 31/» 30/tII, Wicklung
I des Relais H, Batterie, Erde. Durch Relais P erfolgt die Umschaltung der Anrufsucher
AS und Leitungswähler LW verbindenden Leitung auf die Leitung zum Amt ζA,
und zwar durch öffnen der Kontakte 34/>
und i8/> und Schließen der Kontakte35p und 36/».
Der Anruf des Amtes erfolgt durch Relais H.
Es werden nämlich, wie bereits beschrieben, nach Einstellung des Anrufsuchers AS
das Relais 61 und bei kurzem Drücken der Taste T1 die Relais X, P und H erregt. Durch
Relais vS" und H wird über die Kontakte 37 s,
38fei, Relais Dr eine Brücke zwischen die
Amtsleitung gelegt, über welche außer dem Anrufrelais im Amt das Relais Dr anspricht.
Durch dieses Relais Dr wird die Amtsleitung an den Kontakten 39 dr und 40 dr durchgeschaltet.
Die Einstellung der Wähler im Amt erfolgt in bekannter Weise durch das Speisebrückenrelais
S. Stromstoßkontakt ist in diesem Falle der Kontakt 37 j. Nach erfolgter
Einstellung der Wähler im Amt können beide Teilnehmer miteinander sprechen.
3. Herstellung einer Rüekfrageverbindung während einer Amtsverbindung
Wünscht der Teilnehmer N1 während des
Amtsgespräches mit einem anderen Teilnehmer der Nebenstellenzentrale Rückfrage zu
halten, so drückt er nochmals vorübergehend die Taste T1, wodurch das Differenzrelais· X
erregt wird. Durch Öffnen des Kontaktes 33 χ und Schließen des Kontaktes 29 χ wird die
Wicklung I des Relais P und Wicklung II des Relais H kurzgeschlossen. Das Relais P fällt
ab und öffnet am Kontakt 31 p auch den Haltestromkreis des Relais H über die Wicklung II
des Relais//. Das Relais// wird aber über
Erde, Kontakte 26t, 27t, 29χ, 2,OhH, Wicklung
I des Relais H, Batterie, Erde und über Erde, Kontakte 26t, Widerstand Wi4, Kontakt
55Ji I und II, Wicklung I des Relais H,
Batterie, Erde erregt gehalten. Das Relais H betätigt nach Beendigung des Tastendruckes
und somit Öffnen des ersten Stromkreises für Relais H am Kontakt 29^ nur die Kontakte
in erster Stufe, also alle mit hl und hl + hll bezeichneten Kontakte. Durch Öffnen
der Eontakte 35/7 und 36/7 und Schließen
der Kontakte 18 p und 34^ ist der anrufende
Teilnehmer auf· die Leitung zum Leitungswähler LW umgeschaltet und kann,
wie bereits vorher beschrieben, irgendeinen Teilnehmer der Nebenstellenanlage anrufen.
Während der Rückfrageverbindung ist zwischen der Amtsleitung die Haltebrücke über
Kontakte 37s, 38hl, Relais Dr hergestellt.
Will sich nach erfolgter Rückfrageverbindung der anrufende Teilnehmer N1 wieder auf
die Amtsleitung schalten, so erfolgt die Rückumschaltung auf folgende Weise: Durch kurzen
Tastendruck wird wieder Relais X erregt, das durch Schließen des Kontaktes 29 χ
■ die Wicklung II des Relais P einschaltet. Das Relais P schaltet, wie bereits beschrieben, um
auf Amtsleitung und erregt H in zweiter Stufe. Der Drehmagnet DLW des Leitungs-Wählers
LW erhält vom Relaisunterbrecher RU über Erde, Relaisunterbrecher, Kontakte
56x, 57All, Schaltarm ei des Leitungswählers
in Stellung 1 bis 10, Drehmagnet DLW, Batterie,
Erde so lange Stromstöße, bis der Leitungswähler LW die Stellung ο erreicht hat
und somit der letztgenannte Stromkreis unterbrochen ist,
Will dagegen der Teilnehmer N1 die Amtsverbindung dem Teilnehmer überweisen, mit
dem er Rückfrage gehalten hat, so ist es erforderlich, daß der Teilnehmer JV1 die Taste
T1 längere Zeit drückt Hierdurch wird das Relais X längere Zeit erregt, so daß das
Thermorelais TH über Kontakt 41 χ anspricht und somit der Kontakt 42 th geschlossen wird.
Es kommt ein Stromkreis für das Relais R zustande, und zwar über Erde, Kontakte 41 x,
42 th, Relais R, Batterie, Erde. Durch Schließen des Kontaktes 43 r wird, nachdem durch
öffnen der Kontakte 12 r und Jr das Relais 5
abgefallen ist, über Erde, Kontakte 441, 43 r,
45s, Relais/?, Batterie, Erde das Relais/? 85
gehalten. Die Relais T1 bis T1 werden bei Abfall
des Relais 5" und somit. Öffnen des Kontaktes 8 s über den Kontakt 49?- erregt gehalten,
während die Amtsverbindung unabhängig vom Kontakt 37s. über Kontakt 53 fell gehalten
wird. Am Kontakt 46 r wird folgender Stromkreis für den Drehmagneten DAS des
Anruf Suchers hergestellt: Erde, Relaisunterbrecher R U, Kontakte 46 r, Ss, Drehmagnet
DAS des Anrufsuchers AS, Batterie, Erde. Der Drehmagnet DAS betätigt den Anrufsucher
AS nun so lange, bis folgender Stromkreis für das Relais 5" über die Wicklung I
zustande kommt: Erde, Batterie, Wicklung I des Relais S3 Kontakt 47r, Schaltarm c des
Anrufsuchers AS in der Stellung des Rückfrageteilnehmers
(z. B. 3),. Schaltarm c dies Leitungswählers LW, gleichfalls in der Stellung
des Rückfrageteilnehmers 3 über Leitung 48, Kontakt 171, Wicklung III des Relais
S nach Erde. Durch Öffnen des Kontaktes S ί wird der Stromkreis des Drehmagneten
DAS des Anruf suchers AS unterbrochen. Es ist also der Anrufsucher auf den Teilnehmer
eingestellt, mit dem der Teilnehmer N1 eine Rückfrage gehalten hat. Durch Schließen
des Kontaktes 54^ wird das Relais P
über Erde, Kontakte 26 z?, 28^ 544, 3 3 x,
32 h H, Wicklung II des Relais P, Batterie, Erde erregt. Es erfolgt an den Kontakten
2,SP und 36/) die Umschaltung auf die Amtsleitung, während durch Schließen des Kontaktes
J1Ip das Relais H in zweiter Stufe erregt
wird. Über den Kontakt 30 h II wird dann ein Haltekreis für die Relais P und H
hergestellt, wenn nach Öffnen des Stromkreises für das Relais R am Kontakt 45 s das
Relais R abfällt. Der Haltekreis für die Relais P und H verläuft dann über Erde, Kontakte
2b t, 2/>; Wicklung II des Relais H,
Wicklung I des Relais P, Kontakte 31/»,
30/ill, Wicklung I des Relais H, Batterie,
Erde. Ist der Teilnehmer, mit dem eine Rückfrage gehalten ist, an die Amtsleitung angeschaltet,
so erfolgt Auslösung des Leitungswählers auf folgende Weise: Beim Anspre- chen von Relais P wird, wie oben erwähnt,
das Relais H in zweiter Stufe erregt. Bei eingestelltem Leitungswähler wird dann über
Erde, Relaisunterbrecher RU, Kontakte 56.!· und 57ΛΙΙ, Schaltarm d des Leitungswählers
in Stellung 1 bis 10, Drehmagnet DLW, Batterie,
Erde der Drehmagnet DLW so lange betätigt, bis. der Leitungswähler die Stellung ο
erreicht hat.
4. Ankommende Amtsverbindungen
Kommt ein Anruf vom Amt an, so wird das Anrufzeichen AZ, z. B. ein Wecker, in
üblicher Weise über den vom Amt kommenden Rufstrom betätigt. Dieses Anrufzeichen
AZ ist z. B. in dem Raum des Teilnehmers N, welcher für die Vermittlungsarbeit ankommender
Verbindungen vorgesehen ist, angeordnet. Durch Abheben des Hörers an der Sprechstelle X wird der Anrufsucher AS veranlaßt,
sich in der schon beschriebenen Weise auf den Teilnehmer X einzustellen. Nach der
Einstellung des Anrufsuchers AS wird die Taste T vorübergehend gedrückt und somit
- 35 in gleicher Weise das Differenzrelais A' erregt.
Relais X bewirkt durch Schließen des Kontaktes 29 .v Ansprechen von Relais P über die
Kontakte261, 2jr, 2cjx, 32ΛII, Wicklung II
des Relais P, Batterie, Erde. Das Relais P bewirkt die Umschaltung auf die Amtsleitung,
und die Sprechstelle N ist nunmehr in der Lage, die Wünsche des anrufenden Amtsteilnehmers
entgegenzunehmen. Das Gespräch zu dem gewünschten Teilnehmer wird auf
folgende Art und Weise weitergeleitet:
Nachdem die Sprechstelle N den gewünschten Teilnehmer erfahren hat, drückt sie erneut
kurz die Taste 7", wodurch in der schon beschriebenen Weise die Rückumschaltung
von der Amtsleitung auf den Leitungswähler LW erfolgt. Der Leitungswähler LW wird
durch die Sprechstelle JV auf den gewünschten Teilnehmer eingestellt. Meldet sich der
angerufene Teilnehmer und erhält dieser von der Sprechstelle X mitgeteilt, daß er vom
Amt gewünscht wird, so drückt die Sprechstelle N die Taste T längere Zeit, wodurch
veranlaßt wird, daß sich der Anrufsucher AS, über welchen die die Amtsverbindungen entgegennehmende
Sprechstelle X mit der an-I rufenden Amtsleitung verbunden war, auf den durch den Leitungswähler LW gekennzeichneten
Kontakt der gewünschten Sprechstelle einstellt. Nach erfolgter Einstellung und Ansprechen des Relais .S" wird das Relais
P erregt, das an den Kontakten i8/>
und 34/> die Umschaltung auf die Amtsleitung herbeiführt. Die einzelnen Schaltvorgänge
sind die gleichen, wie bei der Übernahme eines Amtsgespräches durch einen Rückfrageteilnehmer
beschrieben.
Es wird also, wie aus vorstehendem hervorgeht, der Leitungswähler LW als Einstellweg
benutzt, während der Sprechweg für die Amtsverbindung über den Anrufsucher AS
verläuft.
In der Anlage können auch Teilnehmer verschiedener Verkehrsberechtigung vorgesehen
sein. Die Herstellung einer Amtsverbindung für hierzu nicht berechtigte Teilnehmer
ist in jedem Fall verhindert. In abgehender Richtung ist die Herstellung einer Amtsverbindung dadurch vermieden, daß der
Teilnehmer, z. B. X2, welcher keine Berechtigung
hat, mit den Teilnehmern des Amtes zu sprechen, eine Erdungstaste nicht besitzt.
Er kann also aus diesem Grunde die Umschaltung auf die Amtsleitung nicht vornehmen.
Bei ankommendem Verkehr ist die Herstellung einer Amtsverbindung zu einem nicht
berechtigten Teilnehmer dadurch vermieden, daß der Prüf Stromkreis des Relais S über die
Schaltarme c des Anruf suchers AS und Leitungswähler LW nach Kennzeichnung des
Teilnehmers durch Einstellen des Leitungswählers LW und Einstellen des Anrufsuchers
AS auf den gekennzeichneten Teilnehmer (durch längeres Drücken der Taste T) nicht
zustande kommen kann, da bei nicht berechtigten Teilnehmern die Verbindung zwischen
den Kontakten der c-Schaltarme vom Anrufsucher AS und Leitungswähler LW an den
Anschlußstellen 50, 51 unterbrochen ist. Eine Rückfrage während eines Amtsgespräches
durch die Sprechstelle X oder eine andere für Amtsverbindungen berechtigte Stelle zu einem
für Amtsverbindungen nicht berechtigten Teilnehmer ist jedoch, wie aus vorstehendem
hervorgeht, möglich, da ja eine Verbindung mit dem nichtberechtigten Teilnehmer über
den Leitungswähler LiF hergestellt werden
kann.
Erfolgt ein Anruf während eines bestehenden Gespräches, so ist die Sprechstelle N
durch Umlegen ihres Schalters MK in der Lage, das bestehende Gespräch mitzuhören
und die sprechenden Teilnehmer von dem Vorliegen eines Amtsanrufes zu informieren. iao
Die Anschaltung der Sprechstelle JV beim Bestehen eines Gespräches durch Umlegen
des Schalters MK erfolgt unter Umgehung der Schaltarme α und b des Anrufsuchers AS.
An Stelle des Amtszeichens AZ in Gestalt
eines Weckers kann auch ein Relais vorgesehen sein, das einmal eine Signaleinrichtung
an der Sprechstelle N einschaltet und ferner durch Schließen eines Kontaktes 52 as die
Induktions wicklung J einer Signaleinrichtung an die Wicklung^ anschaltet, wodurch ein
Signal, über 'die Speisebrücke· induktiv übertragen, einem sprechenden Teilnehmer übermittelt
wird, der in der gleichen Weise, wie vorher für den Teilnehmer N beschrieben,
nach der Umschaltung auf die Amtsleitung ein ankommendes Amtsgespräch entgegennimmt
und auch auf andere Teilnehmer umschaltet.
Claims (3)
- Patentansprüche:i. Schaltungsanordnung für Fernsprechanlagen mit Wählerbetrieb, bei welchen über dieselben Wähler der Sprechverkehr mit Teilnehmern der eigenen und auch anderer Vermittlungsstellen verläuft, dadurch gekennzeichnet, daß die in einer Vermittlungsstelle angeordneten Wähler (AS, LW), die bei einer von einem Teilnehmer hergestellten internen Verbindung (Haus- oder Rückfrageverbindung) im Sprechweg liegen, bei Weiterleitung einer von einer anderen Vermittlungsstelle ankommenden Verbindung von der den Ruf entgegennehmenden zur gewünschten Sprechstelle teils als Einstellwähler (LW) und teils unter Umgehung des bzw. der Einstellwähler als Sprechwähler (AS) dienen.
- 2. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß bei ankommenden Verbindungen der gewünschte Teilnehmer durch Einstellen des Leitungswählers für interne Verbindungen gekennzeichnet und hierauf die Sprechverbindung über den für interne Verbindungen vorgesehenen Wähler mit freier Wahl (AS) hergestellt wird.
- 3. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß Schaltmittel (X) vorgesehen sind, welche in unterschiedlicher Weise betätigt (kürzere oder längere Zeit erregt) sowohl die Umschaltung auf die Verbindungseinrichtungen des Einstellweges als auch die Herstellung des Sprechweges ermögliehen.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE647907T | 1930-09-22 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE647907C true DE647907C (de) | 1937-07-16 |
Family
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1930647907D Expired DE647907C (de) | 1930-09-22 | 1930-09-22 | Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit Waehlerbetrieb |
Country Status (4)
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1931
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- 1931-08-15 CH CH157794D patent/CH157794A/de unknown
Also Published As
| Publication number | Publication date |
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| AT129200B (de) | 1932-07-11 |
| CH157794A (de) | 1932-10-15 |
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