DE647907C - Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit Waehlerbetrieb - Google Patents

Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit Waehlerbetrieb

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DE647907C
DE647907C DE1930647907D DE647907DD DE647907C DE 647907 C DE647907 C DE 647907C DE 1930647907 D DE1930647907 D DE 1930647907D DE 647907D D DE647907D D DE 647907DD DE 647907 C DE647907 C DE 647907C
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Germany
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relay
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earth
winding
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Expired
Application number
DE1930647907D
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English (en)
Inventor
Adolf Waschnack
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Siemens and Halske AG
Siemens Corp
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Siemens and Halske AG
Siemens Corp
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    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04MTELEPHONIC COMMUNICATION
    • H04M3/00Automatic or semi-automatic exchanges
    • H04M3/42Systems providing special services or facilities to subscribers
    • H04M3/58Arrangements for transferring received calls from one subscriber to another; Arrangements affording interim conversations between either the calling or the called party and a third party

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Interface Circuits In Exchanges (AREA)
  • Sub-Exchange Stations And Push- Button Telephones (AREA)

Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine Schaltungsanordnung für Fernsprechanlagen mit mehreren Vermittlungsstellen, bei welchen über dieselben Wähler der Sprechverkehr der Teilnehmer der eigenen und auch anderer Vermittlungsstellen verläuft. Die Erfindung bezweckt, die Verbindungseinrichtungen einer Vermittlungsstelle möglichst 'einfach zu gestalten, und erreicht dies dadurch, daß die in
ίο einer Vermittlungsstelle angeordneten Wähler, die bei einer von einem Teilnehmer hergestellten internen Verbindung (Haus- oder Rückfrageverbindung) im Sprechweg liegen, bei Weiterleitung einer von einer anderen Vermittlungsstelle ankommenden Verbindung von der den Ruf entgegennehmenden zur gewünschten Sprechstelle teils als Einstellwähler und teils unter Umgehung des bzw. der Einstellwähler als Sprechwähler dienen.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt, und zwar ist hier eine Nebenstellenanlage gezeigt, welche Anschluß an ein öffentliches Amt hat.
i. Herstellung einer internen
Verbindung
Wünscht z. B. der Teilnehmer N1 eine Verbindung mit irgendeinem Teilnehmer der eigenen Vermittlungsstelle, so wird durch Abnehmen des Hörers folgender Stromkreis hergestellt: Erde, Kontakt it über Teilnehmerschleife des Teilnehmers N1, Widerstand Wi1, Kontakt 21, Schaltarm c des Leitungswählers LW in Stellung o, Wicklung I des Relais V, Batterie, Erde. In diesem Stromkreis spricht das Relais V an und bewirkt durch Schließen des Kontaktes 3ν die Einschaltung des Drehmajgneten DAS des Anruf suchers AS über Erde, Relaisunterbrecher RU, Kontakte 25 i, 3 v, 5 s, Drehmagnet DAS, Batterie, Erde. Durch den Drehmagneten wird der Anrufsucher AS so lange fortgeschaltet, bis folgender Stromkreis für die Wicklung I des Relais S zustande kommt: Erde, Kontakt ii über Teilnehmerschleife N1, Schaltarm b des Anrufsucher AS, Kontakte 6 t, Jr, Wicklung Γ des Relais S, Batterie, Erde. Durch Relais S, welches anspricht, wird einmal der Drehmagnet DAS des Anruf suchers AS durch öffnen des Kontaktes 5 s stillgesetzt. Durch Schließen des Kontaktes 8 s werden die Relais T1 bis Tt über Erde, Kontakt 8 s, ReIaIsT1 bis T1 nach Batterie, Erde erregt. Durch die Relais T1 bis Ί\ werden sämtliche i-Kontakte betätigt, wodurch die Anrufstromkreise (Stromkreis des. Relais V) sämtlicher Teilnehmer, z. B. der Teilnehmer N, N1, N2, an den Kontakten ii, 2t, Qf und ιοί unterbrochen werden. Hierdurch ist die Einrichtung für sämtliche weiteren Teilnehmer gesperrt.
Nach Ansprechen der Relais T1 bis T4 wird das Relais V über Erde, Wicklung III des Relais S, Kontakte 171, Schaltarm c des Lei-
*) Von dem Patefitsucher ist als der Erfinder angegeben worden;
Adolf Waschnack in Finkenkrug b. Berlin-Spandau.
tungswählers LW in Stellung o, Wicklung I des Relais V, Batterie, Erde gehalten.
Der Speisestromkreis des anrufenden Teilnehmers N1 verläuft nun über Erde, Kontakt ι Ii, Wicklung II des Relais S, Kontakt 12 r, Wicklung II des Relais Λ", Schaltarm α des Anrufsuchers AS zum Teilnehmer N1, Schaltarm b des Anrufsuchers AS, Wicklung I des Relais X, Kontakt 7 r, Wicklung I des Relais S, Batterie, Erde.
Zwecks Einstellung des Leitungswählers LW sendet nunmehr der Teilnehmer Stromstöße aus. Entsprechend dieser Stromstöße wird Relais 5 stromlos und betätigt den Drehmagneten DLlV des Leitungswählers über folgenden Weg: Erde, Kontakte 13 AII, i_j.i, 15s, Wicklung II des Relais V, Kontakt luv, Drehmagnet DLlV des Leitungswählers LlV, Batterie, Erde. Der Leitungswähler LW wird auf den bestimmten Kontakt eingestellt. Nur während der Stromstoßgabe bleibt das Relais V noch im Stromkreis des Drehmagneten erregt. Relais V fällt nach der Stromstoßgabe ab, da der Stromkreis über die Wicklung I des Relais V durch Weiterschalten des Schaltarmes c vom Leitungswähler LW unterbrochen ist. Der gewünschte Teilnehmer wird über folgenden Weg gerufen: Erde, Kontakt 111, Wicklung II des Relais S, Kontakt 12/·, Wicklung II des Relais X, Kontakt i8^>, Schaltarm α des Leitungswählers LW zum gewünschten Teilnehmer, Schaltarm b des Leitungswählers LW, Kontakt 19«, Wicklung I des Relais U, Kontakt 20 ν über den Kontakt ^sek, welcher alle 4 Sekunden geschlossen wird, zur Rufstromquelle RQ.
Meldet sich der gewünschte Teilnehmer, so wird das Relais U in der Rufpause, in der die Wicklung I des Relais U über den in Ruhestellung befindlichen Kontakt 4sek und Widerstand Wi3 an Batterie liegt, erregt und bewirkt durch öffnen des Kontaktes igu und Schließen des Kontaktes 21 u Durchschaltung der Sprechleitung und Unterbrechung des Rufstromkreises. Das Relais U wird über die II. Wicklung gehalten, und zwar in folgendem Stromkreis: Erde, Kontakt22 f, Wicklung II des Relais U, Kontakt 23 u, Kontakt 24z», Drehmagnet DLW des Leitungswählers LlV, Batterie, Erde. In diesem Stromkreis wird der Drehmagnet DLW nicht betätigt. Es ist nunmehr die Sprechverbindung zwischen dem anrufenden und dem gewünschten Teilnehmer hergestellt.
Die hergestellte Verbindung wird auf folgende Weise ausgelöst: Legen der Anrufende und der Angerufene ihre Hörer auf, so wird das Relais S stromlos und bewirkt durch öffnen des Kontaktes 8 s Abfall der Relais T1 bis T4. Hierdurch werden sämtliche f-Kontakte in die Ruhelage zurückgeführt. Durch Schließen des Kontaktes 251 wird folgender Stromkreis für den Drehmagneten DLW des Leitungswählers hergestellt: Erde, Relais-
·■·-unterbrecher RU, Kontakt 251, Schaltarm d fcs Leitungswählers LW in Stellung 1 bis 10,
' Drehmagnet DLW des Leitungswählers, Batterie, Erde. Der Drehmagnet DLW wird so lange betätigt, bis der Leitungswähler LW die Stellung ο erreicht hat und somit der vorgenannte Stromkreis unterbrochen wird. Am Kontakt 221 wird der Haltestromkreis des Relais U unterbrochen. Somit sind sämtliche Schaltmittel in der Ruhelage, und es kann die Einrichtung für eine neue Verbindung benutzt werden.
2. Herstellung einer Amtsverbindung
Wünscht z. B. der Teilnehmer JV1 eine Verbindung mit dem Amt herzustellen, so wird in gleicher Weise, wie vorher beschrieben, die Einstellung des Anrufsuchers AS auf den anrufenden Teilnehmer herbeigeführt. Ist dies erfolgt, so drückt der Teilnehmer JV1 vorübergehend seine Taste T1, wodurch in bekannter Weise das im Speisestromkreis liegende Differenzrelais X erregt wird. Hierdurch wird das Relais P über folgenden Weg erregt: Erde, Kontakte 261, 2jr, 29χ, 32 AII, Wicklung II des Relais P, Batterie, Erde. Das Relais P spricht an und bereitet durch Kontakt 31 ρ einen Erregerstromkreis für das Relais H vor, der nach Beendigung des Tastendruckes und somit Öffnen des Kontaktes 29* über Erde, Kontakte 261, 27 r, Wicklung II des Relais H, Wicklung I des Relais P, Kontakte 31/), 32 AII, Wicklung II des Relais P, Batterie, Erde verläuft. Das Relais H ist ein Grenzrelais, das in letztgenanntem Stromkreis in zweiter Stufe erregt wird. Das Relais H ist ein Stufenrelais, das in letztgenanntem Stromkreis in erster und zweiter Stufe erregt wird.
Es sei bemerkt, daß das Relais H alle mit I bezeichneten Kontakte nur in erster, alle mit II bezeichneten Kontakte in zweiter und alle mit I und II bezeichneten Kontakte in erster und zweiter Stufe betätigt.
Durch öffnen des Kontaktes 32fell und Schließen des Kontaktes 30h II erfolgt die Herstellung eines Haltestromkreises für die Relais P und H über Erde, Kontakte 26t, r, Wicklung II des Relais//, Wicklung I des Relais P, Kontakte 31/» 30/tII, Wicklung I des Relais H, Batterie, Erde. Durch Relais P erfolgt die Umschaltung der Anrufsucher AS und Leitungswähler LW verbindenden Leitung auf die Leitung zum Amt ζA, und zwar durch öffnen der Kontakte 34/> und i8/> und Schließen der Kontakte35p und 36/».
Der Anruf des Amtes erfolgt durch Relais H.
Es werden nämlich, wie bereits beschrieben, nach Einstellung des Anrufsuchers AS das Relais 61 und bei kurzem Drücken der Taste T1 die Relais X, P und H erregt. Durch Relais vS" und H wird über die Kontakte 37 s, 38fei, Relais Dr eine Brücke zwischen die Amtsleitung gelegt, über welche außer dem Anrufrelais im Amt das Relais Dr anspricht. Durch dieses Relais Dr wird die Amtsleitung an den Kontakten 39 dr und 40 dr durchgeschaltet.
Die Einstellung der Wähler im Amt erfolgt in bekannter Weise durch das Speisebrückenrelais S. Stromstoßkontakt ist in diesem Falle der Kontakt 37 j. Nach erfolgter Einstellung der Wähler im Amt können beide Teilnehmer miteinander sprechen.
3. Herstellung einer Rüekfrageverbindung während einer Amtsverbindung
Wünscht der Teilnehmer N1 während des Amtsgespräches mit einem anderen Teilnehmer der Nebenstellenzentrale Rückfrage zu halten, so drückt er nochmals vorübergehend die Taste T1, wodurch das Differenzrelais· X erregt wird. Durch Öffnen des Kontaktes 33 χ und Schließen des Kontaktes 29 χ wird die Wicklung I des Relais P und Wicklung II des Relais H kurzgeschlossen. Das Relais P fällt ab und öffnet am Kontakt 31 p auch den Haltestromkreis des Relais H über die Wicklung II des Relais//. Das Relais// wird aber über Erde, Kontakte 26t, 27t, 29χ, 2,OhH, Wicklung I des Relais H, Batterie, Erde und über Erde, Kontakte 26t, Widerstand Wi4, Kontakt 55Ji I und II, Wicklung I des Relais H, Batterie, Erde erregt gehalten. Das Relais H betätigt nach Beendigung des Tastendruckes und somit Öffnen des ersten Stromkreises für Relais H am Kontakt 29^ nur die Kontakte in erster Stufe, also alle mit hl und hl + hll bezeichneten Kontakte. Durch Öffnen der Eontakte 35/7 und 36/7 und Schließen der Kontakte 18 p und 34^ ist der anrufende Teilnehmer auf· die Leitung zum Leitungswähler LW umgeschaltet und kann, wie bereits vorher beschrieben, irgendeinen Teilnehmer der Nebenstellenanlage anrufen.
Während der Rückfrageverbindung ist zwischen der Amtsleitung die Haltebrücke über Kontakte 37s, 38hl, Relais Dr hergestellt.
Will sich nach erfolgter Rückfrageverbindung der anrufende Teilnehmer N1 wieder auf die Amtsleitung schalten, so erfolgt die Rückumschaltung auf folgende Weise: Durch kurzen Tastendruck wird wieder Relais X erregt, das durch Schließen des Kontaktes 29 χ ■ die Wicklung II des Relais P einschaltet. Das Relais P schaltet, wie bereits beschrieben, um auf Amtsleitung und erregt H in zweiter Stufe. Der Drehmagnet DLW des Leitungs-Wählers LW erhält vom Relaisunterbrecher RU über Erde, Relaisunterbrecher, Kontakte 56x, 57All, Schaltarm ei des Leitungswählers in Stellung 1 bis 10, Drehmagnet DLW, Batterie, Erde so lange Stromstöße, bis der Leitungswähler LW die Stellung ο erreicht hat und somit der letztgenannte Stromkreis unterbrochen ist,
Will dagegen der Teilnehmer N1 die Amtsverbindung dem Teilnehmer überweisen, mit dem er Rückfrage gehalten hat, so ist es erforderlich, daß der Teilnehmer JV1 die Taste T1 längere Zeit drückt Hierdurch wird das Relais X längere Zeit erregt, so daß das Thermorelais TH über Kontakt 41 χ anspricht und somit der Kontakt 42 th geschlossen wird. Es kommt ein Stromkreis für das Relais R zustande, und zwar über Erde, Kontakte 41 x, 42 th, Relais R, Batterie, Erde. Durch Schließen des Kontaktes 43 r wird, nachdem durch öffnen der Kontakte 12 r und Jr das Relais 5 abgefallen ist, über Erde, Kontakte 441, 43 r, 45s, Relais/?, Batterie, Erde das Relais/? 85 gehalten. Die Relais T1 bis T1 werden bei Abfall des Relais 5" und somit. Öffnen des Kontaktes 8 s über den Kontakt 49?- erregt gehalten, während die Amtsverbindung unabhängig vom Kontakt 37s. über Kontakt 53 fell gehalten wird. Am Kontakt 46 r wird folgender Stromkreis für den Drehmagneten DAS des Anruf Suchers hergestellt: Erde, Relaisunterbrecher R U, Kontakte 46 r, Ss, Drehmagnet DAS des Anrufsuchers AS, Batterie, Erde. Der Drehmagnet DAS betätigt den Anrufsucher AS nun so lange, bis folgender Stromkreis für das Relais 5" über die Wicklung I zustande kommt: Erde, Batterie, Wicklung I des Relais S3 Kontakt 47r, Schaltarm c des Anrufsuchers AS in der Stellung des Rückfrageteilnehmers (z. B. 3),. Schaltarm c dies Leitungswählers LW, gleichfalls in der Stellung des Rückfrageteilnehmers 3 über Leitung 48, Kontakt 171, Wicklung III des Relais S nach Erde. Durch Öffnen des Kontaktes S ί wird der Stromkreis des Drehmagneten DAS des Anruf suchers AS unterbrochen. Es ist also der Anrufsucher auf den Teilnehmer eingestellt, mit dem der Teilnehmer N1 eine Rückfrage gehalten hat. Durch Schließen des Kontaktes 54^ wird das Relais P über Erde, Kontakte 26 z?, 28^ 544, 3 3 x, 32 h H, Wicklung II des Relais P, Batterie, Erde erregt. Es erfolgt an den Kontakten 2,SP und 36/) die Umschaltung auf die Amtsleitung, während durch Schließen des Kontaktes J1Ip das Relais H in zweiter Stufe erregt wird. Über den Kontakt 30 h II wird dann ein Haltekreis für die Relais P und H hergestellt, wenn nach Öffnen des Stromkreises für das Relais R am Kontakt 45 s das
Relais R abfällt. Der Haltekreis für die Relais P und H verläuft dann über Erde, Kontakte 2b t, 2/>; Wicklung II des Relais H, Wicklung I des Relais P, Kontakte 31/», 30/ill, Wicklung I des Relais H, Batterie, Erde. Ist der Teilnehmer, mit dem eine Rückfrage gehalten ist, an die Amtsleitung angeschaltet, so erfolgt Auslösung des Leitungswählers auf folgende Weise: Beim Anspre- chen von Relais P wird, wie oben erwähnt, das Relais H in zweiter Stufe erregt. Bei eingestelltem Leitungswähler wird dann über Erde, Relaisunterbrecher RU, Kontakte 56.!· und 57ΛΙΙ, Schaltarm d des Leitungswählers in Stellung 1 bis 10, Drehmagnet DLW, Batterie, Erde der Drehmagnet DLW so lange betätigt, bis. der Leitungswähler die Stellung ο erreicht hat.
4. Ankommende Amtsverbindungen
Kommt ein Anruf vom Amt an, so wird das Anrufzeichen AZ, z. B. ein Wecker, in üblicher Weise über den vom Amt kommenden Rufstrom betätigt. Dieses Anrufzeichen AZ ist z. B. in dem Raum des Teilnehmers N, welcher für die Vermittlungsarbeit ankommender Verbindungen vorgesehen ist, angeordnet. Durch Abheben des Hörers an der Sprechstelle X wird der Anrufsucher AS veranlaßt, sich in der schon beschriebenen Weise auf den Teilnehmer X einzustellen. Nach der Einstellung des Anrufsuchers AS wird die Taste T vorübergehend gedrückt und somit - 35 in gleicher Weise das Differenzrelais A' erregt.
Relais X bewirkt durch Schließen des Kontaktes 29 .v Ansprechen von Relais P über die Kontakte261, 2jr, 2cjx, 32ΛII, Wicklung II des Relais P, Batterie, Erde. Das Relais P bewirkt die Umschaltung auf die Amtsleitung, und die Sprechstelle N ist nunmehr in der Lage, die Wünsche des anrufenden Amtsteilnehmers entgegenzunehmen. Das Gespräch zu dem gewünschten Teilnehmer wird auf folgende Art und Weise weitergeleitet:
Nachdem die Sprechstelle N den gewünschten Teilnehmer erfahren hat, drückt sie erneut kurz die Taste 7", wodurch in der schon beschriebenen Weise die Rückumschaltung von der Amtsleitung auf den Leitungswähler LW erfolgt. Der Leitungswähler LW wird durch die Sprechstelle JV auf den gewünschten Teilnehmer eingestellt. Meldet sich der angerufene Teilnehmer und erhält dieser von der Sprechstelle X mitgeteilt, daß er vom Amt gewünscht wird, so drückt die Sprechstelle N die Taste T längere Zeit, wodurch veranlaßt wird, daß sich der Anrufsucher AS, über welchen die die Amtsverbindungen entgegennehmende Sprechstelle X mit der an-I rufenden Amtsleitung verbunden war, auf den durch den Leitungswähler LW gekennzeichneten Kontakt der gewünschten Sprechstelle einstellt. Nach erfolgter Einstellung und Ansprechen des Relais .S" wird das Relais P erregt, das an den Kontakten i8/> und 34/> die Umschaltung auf die Amtsleitung herbeiführt. Die einzelnen Schaltvorgänge sind die gleichen, wie bei der Übernahme eines Amtsgespräches durch einen Rückfrageteilnehmer beschrieben.
Es wird also, wie aus vorstehendem hervorgeht, der Leitungswähler LW als Einstellweg benutzt, während der Sprechweg für die Amtsverbindung über den Anrufsucher AS verläuft.
In der Anlage können auch Teilnehmer verschiedener Verkehrsberechtigung vorgesehen sein. Die Herstellung einer Amtsverbindung für hierzu nicht berechtigte Teilnehmer ist in jedem Fall verhindert. In abgehender Richtung ist die Herstellung einer Amtsverbindung dadurch vermieden, daß der Teilnehmer, z. B. X2, welcher keine Berechtigung hat, mit den Teilnehmern des Amtes zu sprechen, eine Erdungstaste nicht besitzt. Er kann also aus diesem Grunde die Umschaltung auf die Amtsleitung nicht vornehmen.
Bei ankommendem Verkehr ist die Herstellung einer Amtsverbindung zu einem nicht berechtigten Teilnehmer dadurch vermieden, daß der Prüf Stromkreis des Relais S über die Schaltarme c des Anruf suchers AS und Leitungswähler LW nach Kennzeichnung des Teilnehmers durch Einstellen des Leitungswählers LW und Einstellen des Anrufsuchers AS auf den gekennzeichneten Teilnehmer (durch längeres Drücken der Taste T) nicht zustande kommen kann, da bei nicht berechtigten Teilnehmern die Verbindung zwischen den Kontakten der c-Schaltarme vom Anrufsucher AS und Leitungswähler LW an den Anschlußstellen 50, 51 unterbrochen ist. Eine Rückfrage während eines Amtsgespräches durch die Sprechstelle X oder eine andere für Amtsverbindungen berechtigte Stelle zu einem für Amtsverbindungen nicht berechtigten Teilnehmer ist jedoch, wie aus vorstehendem hervorgeht, möglich, da ja eine Verbindung mit dem nichtberechtigten Teilnehmer über den Leitungswähler LiF hergestellt werden kann.
Erfolgt ein Anruf während eines bestehenden Gespräches, so ist die Sprechstelle N durch Umlegen ihres Schalters MK in der Lage, das bestehende Gespräch mitzuhören und die sprechenden Teilnehmer von dem Vorliegen eines Amtsanrufes zu informieren. iao
Die Anschaltung der Sprechstelle JV beim Bestehen eines Gespräches durch Umlegen
des Schalters MK erfolgt unter Umgehung der Schaltarme α und b des Anrufsuchers AS.
An Stelle des Amtszeichens AZ in Gestalt
eines Weckers kann auch ein Relais vorgesehen sein, das einmal eine Signaleinrichtung an der Sprechstelle N einschaltet und ferner durch Schließen eines Kontaktes 52 as die Induktions wicklung J einer Signaleinrichtung an die Wicklung^ anschaltet, wodurch ein Signal, über 'die Speisebrücke· induktiv übertragen, einem sprechenden Teilnehmer übermittelt wird, der in der gleichen Weise, wie vorher für den Teilnehmer N beschrieben, nach der Umschaltung auf die Amtsleitung ein ankommendes Amtsgespräch entgegennimmt und auch auf andere Teilnehmer umschaltet.

Claims (3)

  1. Patentansprüche:
    i. Schaltungsanordnung für Fernsprechanlagen mit Wählerbetrieb, bei welchen über dieselben Wähler der Sprechverkehr mit Teilnehmern der eigenen und auch anderer Vermittlungsstellen verläuft, dadurch gekennzeichnet, daß die in einer Vermittlungsstelle angeordneten Wähler (AS, LW), die bei einer von einem Teilnehmer hergestellten internen Verbindung (Haus- oder Rückfrageverbindung) im Sprechweg liegen, bei Weiterleitung einer von einer anderen Vermittlungsstelle ankommenden Verbindung von der den Ruf entgegennehmenden zur gewünschten Sprechstelle teils als Einstellwähler (LW) und teils unter Umgehung des bzw. der Einstellwähler als Sprechwähler (AS) dienen.
  2. 2. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß bei ankommenden Verbindungen der gewünschte Teilnehmer durch Einstellen des Leitungswählers für interne Verbindungen gekennzeichnet und hierauf die Sprechverbindung über den für interne Verbindungen vorgesehenen Wähler mit freier Wahl (AS) hergestellt wird.
  3. 3. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß Schaltmittel (X) vorgesehen sind, welche in unterschiedlicher Weise betätigt (kürzere oder längere Zeit erregt) sowohl die Umschaltung auf die Verbindungseinrichtungen des Einstellweges als auch die Herstellung des Sprechweges ermögliehen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DE1930647907D 1930-09-22 1930-09-22 Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit Waehlerbetrieb Expired DE647907C (de)

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CH157794A (de) 1932-10-15
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