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Kastenbuchstabe Gegenstand der Erfindung ist ein Kastenbuchstabe oder
Zeichen für Reklameschriften, Gehäuse oder kastenförmiger Behälter, der aus durch
Löten oder Verschrauben o. d,-,1. untereinander befestigten Wänden besteht. Die
Erfindung verfolgt den an sich bekannten Zweck, ein solches Gehäuse mit einer zur
Verschönerung dienenden äußeren Werkstoffschicht zu versehen, vorzugsweise mit einer
Schicht aus .einer eloxierten - Aluminiumlegierung. Wenn man eine solche Schicht
durch Löten oder Schweißen mit den Gehäusewänden verbindet, dann bilden sich Wellungen,
Ausbauchungen o. dgl., die das Äußere des Gehäuses unschön machen, sofern man nicht
sehr starke Bleche verwendet, bei denen aber dann die Herstellungskosten zu hoch
werden. Andererseits empfiehlt sich gerade die Verwendung derartigen Aluminiumbleches,
weil es sich in den verschiedensten Färbungen herstellen läßt und zur Verschönerung
derartiger Kästen besonders geeignet ist. Um nuneinerseits ein dichtes Gehäuse oder
einen dichten Kasten zu erzielen und den zur Verschönerung -dienenden Überzug ohne
Lötung oder Schweißung fest an -dem Kasten anbringen zu können, wird an den Stoßstellen
zweier im Winkel zueinander. stehender Wände die eine mit einem Vorsprung versehen,
über den die äußere Schicht herumgebördelt ist, so daß der nach innen ragende freie
Rand der umgebördelten Schicht gleichzeitig der auf der anstoßenden Wand aufliegenden,
zur Verschönerung dienenden zweiten Werkstoffschicht und der Wand selbst in an sich
. bvkannter Weise als Anlage dient. Es ist zwar an sich bekannt, .eine umgebördelte
Schicht einer Wand als Anlage für eine zweite Wand zu verwenden, aber nicht zu dem
Zweck, auch der auf der anstoßenden Wand aufliegenden zweiten Werkstoffschicht als
Stütze zu dienen.
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Die Zeichnung zeigt als Beispiel zwei Ausführungsformen der Erfindung,
und @ zwar ist Fig. i eine schaubildliche Darsbellungeines Kastens, der gemäß der
Erfindung ausgeführt ist, teilweise geschnitten.
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Fig.2 ist eine Aufsicht auf ein Gehäuse für einen Leuchtbuchstaben,
das gemäß der Erfindung ausgeführt ist, und Fig.3 ist ein Querschnitt durch Fig.2
in Richtung der Linie 3-3.
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Die Außenwandungen der nach dem Verfahren gemäß der Erfindung herzustellenden
Behälter, die sichtbar sind und infolgedessen: aus Aluminiumblech bestehen sollen,
werden in der Weise hergestellt, daß das eloxierte Aluminiumblech a über ein inneres
Blech b, vorzugsweise aus Eisen, gelegt und an den beiden Längskanten umgefalzt
wird. Die hierdurch innenliegenden Stirnkanten der umgefalzten Aluminiumbleche bilden
dann eine Auflage für Boden und Deckel des Kastens. Bei der Ausführungsform, wie
sie in Fig. i gezeigt ist, besteht der Boden c aus einem einfachen Blech äus Eisen
o. dgl., das ringsherum oder, wenn Dichtheit nicht erforderlich ist, nur an einzelnen
Stellen, wie bei d angedeutet, an das Seitenblech b angelötet oder mit ihm verschweißt
ist. Der Deckel wird in ähnlicher Weise gebildet; nur besteht
er,
da ja die obere Fläche sichtbar sein soll, aus einer doppelten Lage, nämlich einer
unteren Lage e aus Eisenblech und einer oberen Lage f aus eloxiertem Aluminiumblech.
Das Aluminiumblech legt sich gegen die Stirilseite des Falzes, während das darunterliegende
Eisenblech mit den Seitenwandungen wiederum innen verlötet oder verschweißt ist,
so daß -es dadurch gleichzeitig das eloxierte Deckblech trägt.
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Bei der Ausführungsform nach Fig. i ist angenommen, daß in dem oberen
Boden des Kastens eine Öffnung vorgesehen ist. Zweckmäßig wird die Öffnung in der
Weise gebildet, daß das untere Bleche innen über die in dem oberen Blech/ vorgesehene
Öffnung hervorragt. An diesem unteren Blech können dann die erforderlichen Befestigungsmittelfür
den die Öffnung abschließenden Deckel g angebracht werden. Soll der Behälter einfach
durch Schrauben verschlossen werden, so bringt man an dem vorstehenden Teil des
Bleches e, wenn dieses Blech nicht selbst stark genug ist, uni das Gewinde aufzunehmen,
Muttern h durch Löten an und schraubt dann den Deckel g mit Hilfe von in diese Muttern
einfassenden Schrauben i fest. Man kann natürlich bei einem aufklappbaren Dekkel
auch die vorstehende Leiste e zum Anbringen von Scharnieren, Schlössern o. dgl.
verwenden.
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An den Kanten, an denen zwei Seitenwände zusammenstoßen, werden die
inneren Bleche b ebenfalls zusammengelötet. Man kann aber natürlich auch die Seitenwände
des Gehäuses aus einem Stück Blech biegen, so daß nur eine Kante gelötet zu werden
braucht, und auch das herumzulegende eloxierte Aluminiumblech aus einem .Stück herstellen,
so daß sich nur eine offene Kante ergibt.
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In Fig.2 und 3 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel gezeigt, bei dem
es sich um die Herstellung eines Gehäuses für einen Leetchtbuchstaben handelt. Hier
sind, wie der Querschnitt Fig.3 zeigt, ebenfalls ringsherum gehende Seitenwände
vorgesehen, die aus einem äußeren, eloxierten Aluminiumblech a bestehen, das um
ein inneres Eisenblech b herumgefalzt ist. Gegen die Falze ist ein mit entsprechenden
Aussparungen versehenes, den oberen Abschluß bildendes eloxiertes Aluminiumblech
k gelegt, unter dem sich ein entsprechend gestaltetes Eisenblech nz befindet. Dieses
Eisenblech steht nach innen, wie bei der Ausführung nach Fig. i gezeigt, über die
in dem Blech k vorhandenen Öffnungen vor. Es trägt angelötet die Muttern, durch
die die zum Halten der Deckel iz dienenden Schrauben hindurchgehen. Zur Verstärkung
des Gestelles ist hier noch ein unteres Verstärkungsblech o vorgesehen, welches
ringsherum geht und nur in der Mitte eine öffnung läßt, die in Fig. 2 durch die
strichpunktierte Linie dargestellt ist. Zwischen dem unteren Blech o und dem oberen
Blech m sind Stützen p eingelegt. Die inneren Bleche und die Stützen sind sämtlich
miteinander entweder über die ganze Länge oder an einzelnen Stellen durch eine Löt-
oder Schweißnaht verbunden oder aneinandergeheftet. Die öffnungen g dienen zum Durchführen
der Leuchtröhre.
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Natürlich ist die Erfindung auch für Behälter, Gehäuse o. dgl. beliebiger
anderer Form verwendbar. Der Werkstoff für das innere Blech ist, wie bereits erwähnt,
vorzugsweise Eisen. Man kann aber natürlich auch einen anderen Werkstoff von genügender
Festigkeit verwenden, der sich durch einfache Mittel an den Stoßkanten vereinigen
läßt, in gewissen Fällen auch Holz oder einen künstlichen Werkstoff.