DE646918C - Verfahren zum Schwarzweissvorfuehren von Bildern auf Linsenrasterfilmen - Google Patents
Verfahren zum Schwarzweissvorfuehren von Bildern auf LinsenrasterfilmenInfo
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Description
Um Linsenrasterfilme fehlerfrei vorführen zu können, sind im wesentlichen folgende Abänderungen
an normalen Projektoren zu treffen, wobei die Aufzählung noch nicht vollständig
ist: Die Ausleuchtung des Bildfensters muß in ganz anderer Weise homogen und gleichmäßig erfolgen, als es beim
Schwarzweißfilm erforderlich ist. Kondensoren, die ausreichend sind, um Schwarzwejßfilme
einwandfrei wiederzugeben, genügen für Linsenrasterfilme nicht. Insbesondere ist
keiner der bisher im Handel befindlichen Projektoren ohne Abänderung geeignet, Linsenrasterfilme
dominantenfrei zu projizieren.
Weiterhin ist es mit den üblichen Projektionsobjektiven ebenfalls nicht möglich, dominantenfrei
vorzuführen, sondern es sind nur Spezialobjektive brauchbar. Schließlich müssen besondere Maßnahmen ergriffen werden,
um unbedingt zu vermeiden, daß sich der Film auch nur im geringsten während der
Vorführung krümmt.
Da es nun ganz sicher ist, daß in der Einführungszeit des Linsenrasterfilms nicht alle
Theater über Projektoren verfügen, die diesen zahlreichen Anforderungen genügen, ist
es nötig, Linsenrasterfilme zwecks besserer Rentabilität auch in solchen Kinos als
Schwarzweißfilme vorführen zu können. Dabei hat es sich jedoch gezeigt, daß die Filme nicht
den gleichen natürlichen Eindruck erwecken wie in der üblichen Weise hergestellte
Schwarzweißfilme. Es hat sich herausgestellt, daß die Ursache für diese Erscheinung darin
liegt, daß die Helligkeiten der Bilder der verschiedenen Gegenstände in einem anderen
Verhältnis zueinander stehen, als es der Fall ist, wenn man Schwarzweißfilme vorführt.
Diese verschiedenen Helligkeiten sind durch die verschiedenartige Sensibilisierung der
Schichten bedingt, die für Linsenrasteraufnahtnen und für Schwarzweißbilder benutzt
werden. Bei einem Dreifarbenverfahren wird jede in der Natur vorkommende Farbe durch
drei Teilfarben wiedergegeben und die Emulsion wird dabei so abgestimmt, daß beispielsweise
weißen Gegenständen drei gleiche Schwärzungen entsprechen. Da weißes Licht aus gleichen Mengen der Farben Rot, Grün
und Blau besteht, muß demgemäß die photographische Schicht für sämtliche Farben des
Spektrums die gleiche Empfindlichkeit. aufweisen, d. h. isochromatisch sein.
Das menschliche Auge empfindet nun die einzelnen Teilfarben nicht in ihrer objektiven
Helligkeit, sondern Blau dunkler als Rot und dieses wieder dunkler als Gelb. Um bei
Schwarzweißaufnahmen einen der Natur entsprechenden Eindruck zu ergeben, muß. die
für derartige Zwecke benutzte Emulsion in ihrer Farbempfindlichkeit möglichst der
Augenempfindlichkeitskurve angepaßt sein.
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Dr.-Ing. Edgar Gretener in Berlin-Siemensstadt.
Claims (3)
- 645918Eine hierfür bestimmte Schicht besitzt also nicht eine für alle Farben gleiche Empfindlichkeit, sondern ihre Sensibilisierungskurve, zeigt ein Maximum, das der gelben Faibe\: entspricht, und fällt nach der roten und nach der blauen Seite des Spektrums ab. '-.Die für Farbaufnahmen gegenüber Schwarz-" weißaufnahmen unterschiedlich sensibilisierte Emulsion muß demgemäß falsche Farbwerte to liefern, wenn die Wiedergabe nicht in den natürlichen Farben, sondern nur in Grauwerten erfolgt, da in diesem Fall die eine verschiedene Helligkeitsempfindung bedingende Augeneigenschaft ausgeschaltet wurde. Es ist daher nicht möglich, für farbige Wiedergabe bestimmte Bilder in normaler Projektion schwarzweiß vorzuführen.Die geschilderten Nachteile werden gemäß der Erfindung dadurch vermieden, daß die auf Linsenrasterfilmen aufgezeichneten Bilder so projiziert werden, daß Bildteile, die verschiedenen Zonen des Aufnahmefilters zugeordnet sind, mit verschiedenen Helligkeiten wiedergegeben werden, indem Masken, Grauglaser ο. dgl. entweder im Objektiv oder in der Beleuchtungseinrichtung angebracht sind, je nachdem ob der Linsenrasterfilm seine gerasterte Seite dem Objektiv oder der Beleuchtungseinrichtung zukehrt.Das Verfahren wird an Hand der Figuren näher erläutert. Bei der Einrichtung gemäß Fig. ι wird der vorzuführende Film 1 so durch das Bildfenster 2 geführt, daß er die geriffelte Seite der Lichtquelle 3 zukehrt. Das Licht wird mit Hilfe des Hohlspiegels 4 und der Linse 5 durch das Bildfenster in das Objektiv 6 geleitet. Vor der Linse 5 befindet sich erfindungsgemäß ein aus verschiedenen Graugläsern zusammengesetztes Filter 7. Die Aufsieht auf dieses Filter ist in Fig. 2 gezeichnet. Es besteht aus den drei Zonen 8, 9, 10, die verschiedene Dichte besitzen und vom Film aus an den gleichen Stellen gesehen werden, an denen bei der farbigen Vorführung die ί5 Zonen des Farbfilters erscheinen.Bei der Vorführung sind die den einzelnen Teilfarben entsprechenden Bereiche so abgeblendet, daß dieselben Tonwerte entstehen wie bei einer Schwarzweißaufnahme auf bekanntem Material, dessen Farbempfindlichkeit derjenigen des Auges angepaßt ist. Da jedoch für farbige Wiedergabe bestimmte Filme meist zu einem geringeren Gammawert entwickelt werden, als es bei Schwarzweißaufnahmen üblich ist, zeigen die erfindungsgemäß vorgeführten Bilder relativ schwache Kontraste. Um diesen Nachteil zu beheben, wird die Anpassung nicht an eine ideal sensibilisierte Emulsion vorgenommen, sondern ,. an eine solche, die einem überwiegend blau-' empfindlichen Film entspricht. Es hat sich nä-mlich gezeigt, daß Aufnahmen auf derartigem Material wesentlich brillanter erscheinen als auf ideal sensibilisierten Schichten. Es ist daher erforderlich, nur die der Rotzone und Grünzone entsprechenden Bereiche abzublenden, die der Blauzone zugehörigen dagegen nicht zu beeinflussen. Im allgemeinen wird hierbei die Rotzone stärker als die Grünzone abgedunkelt.Bei der Einrichtung gemäß Fig. 3 wird der Film ι so durch das Bildfenster geführt, daß die geriffelte Seite dem Objektiv 6 zugekehrt ist. Zur Beleuchtung dient die Lichtquelle 3 und der aus zwei Linsen bestehende Kondensorn. Im Objektiv ist gemäß der Erfindung eine Blende 12 angeordnet, die vom Film aus in derselben Entfernung gesehen wird wie das Wiedergabefilter bei der bunten Vorführung der Filme. Die Aufsicht'auf die Blende 12 ist in Fig. 4 gezeichnet. Die Aufteilung in die verschiedenen Zonen ist die gleiche wie die des Filters der Fig. 2. Die Zonen 8', 9' und io' sind verschieden weit abgeblendet, so daß dadurch derselbe Eindruck hervorgerufen wird wie bei der Vorführung von normalen Schwarzweißfilmen auf orthochromatischem oder panchromatischem Material.Patentassi'Küche:i. Verfahren, um Bilder auf Linsenrasterfilmen, die an sich für farbige Vorführungen bestimmt sind, schwarzweiß vorzuführen, dadurch gekennzeichnet, daß die auf der geriffelten Seite des Films befindlichen Abbildungs- oder Beleuchtungssysteme entsprechend den verschiedenen Zonen des sonst für die farbige Vorführung bestimmten Filters verschieden durch Blenden, Graugläser o. dgl. abgedeckt werden.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Abblendung so erfolgt, daß dieselben Tonwerte entstehen wie bei einer Schwarzweißaufnahme auf bekanntem Material, dessen Farbempfindlichkeit derjenigen des Auges angepaßt ist.
- 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß nur die den Grün- und Rotzonen entsprechenden Zonen des Objektivs bzw. der Beleuchtungseinrichtung abgeblendet werden.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE421441X | 1933-05-04 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE646918C true DE646918C (de) |
Family
ID=6457931
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEO21145D Active DE646918C (de) | 1933-05-04 | Verfahren zum Schwarzweissvorfuehren von Bildern auf Linsenrasterfilmen |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE646918C (de) |
| GB (1) | GB421441A (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1088626B (de) * | 1953-07-22 | 1960-09-08 | Siemens Ag | Sieb-, geflecht- oder kammartig geformtes ferromagnetisches Justierstueck zum Einbringen in den Luftspalt von aus einzelnen Blechen zusammen-gesetzten Kernen fuer Spulenund UEbertrager |
| DE1237182B (de) * | 1953-09-05 | 1967-03-23 | Siemens Ag | Luftspaltloser magnetischer Kern fuer steuerbare Saettigungsdrosseln |
| US4107635A (en) * | 1976-12-06 | 1978-08-15 | Emerson Electric Co. | Arc welding machine |
-
0
- DE DEO21145D patent/DE646918C/de active Active
-
1934
- 1934-05-04 GB GB13560/34A patent/GB421441A/en not_active Expired
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1088626B (de) * | 1953-07-22 | 1960-09-08 | Siemens Ag | Sieb-, geflecht- oder kammartig geformtes ferromagnetisches Justierstueck zum Einbringen in den Luftspalt von aus einzelnen Blechen zusammen-gesetzten Kernen fuer Spulenund UEbertrager |
| DE1237182B (de) * | 1953-09-05 | 1967-03-23 | Siemens Ag | Luftspaltloser magnetischer Kern fuer steuerbare Saettigungsdrosseln |
| US4107635A (en) * | 1976-12-06 | 1978-08-15 | Emerson Electric Co. | Arc welding machine |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB421441A (en) | 1934-12-20 |
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